Brauche Hilfe bei der Auswahl eines Mischpultes

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Xylose

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Hallo zusammen,

ich denke hier ist der richtige Ort um mal eine (für mich) wirklich grundlegende Frage beantwortet zu bekommen. Kurz meine Voraussetzungen: Ich bin aktuell dabei, mir ein reines Hardware-Setup zusammen zu stellen, Ziel ist es den Laptop maximal noch zum Recorden zu benutzen. Als Tonerzeuger benutze ich aktuell: Nord Lead A1, Arturia Microbrute, Roland TR-8.

Ich hatte mir als Mischpult mal ein kleines Behringer Xenyx 802 zugelegt, aber anscheinend habe ich an der Konzeption etwas grundlegendes nicht verstanden: Sowohl meine TR-8 als auch der Nord Lead haben ja einen Stereo-Output, beide lassen sich aber auch per Mono-Output in das Mischpult einschleifen. Der MicroBrute hat von Haus aus zwar einen Mono-Ausgang, den wiederum lasse ich aber durch den Line-In (Ich liebe das "Sidechaining" der TR-8 :) ) pumpen und er landet - nachdem ich die richtige Einstellung herausgefunden habe - auch auf dem Stereo-Out. Nun würde ich mein Setup gerne noch um einen weiteren Hardware-Synthi oder mein E-Piano erweitern - stelle aber fest:

Es scheint bei Mischpulten nicht "Standard" zu sein, ein Stereo-Signal hineingeben zu wollen... Vielmehr finde ich z.B. Pulte mit 8 Mono und nur 2 x2 Stereo oder so ähnlich. Dazu kommt, dass oftmals die Mono-EIngänge mit einem PreAmp ausgestattet sind, den ich dann ja wieder aufdrehen müsste, falls ich mit einem der Synthis da rein gehe (was dann aber auch zu mehr Rauschen führen könnte) und die m.E. eher für Mikrofone denn für Synthis gedacht sind...

Habe ich da konzeptionell etwas nicht verstanden? "Soll" ich die Synthis lieber als Mono-Outs nutzen? Dann gehen mir doch Stereo-Effekte wie Auto-Pan etc. komplett verloren? Oder ist das ganze so gedacht, dass ich mit zwei Mono-Outs zwei Mono-Kanäle im Mischer benutze, ich also nur die "halbe Anzahl" der Kanäle für Instrumente nutze? Oder habe ich bisher nur nicht die richtigen Pulte gefunden??

Ich hoffe, ich konnte halbwegs verdeutlichen in welche Richtung meine Frage zielt... Falls nicht liegt es höchstwahrscheinlich daran, dass ich gerade selber extrem verwirrt bin... Ich brauche eure Erfahrung ihr alten Synthihasen!!! :opa:
 
Im Normalfall pannst du die beiden Eingänge in die du ein Stereopärchen schickst einfach nach links und rechts. Was die Effekte betrifft, brauchst du bei Stereo Effekten, die du per AUX/Send-Effekte einschleifst, auch zwei AUX-Wege, wobei bei vielen Effekten das Mono Signal als Eingangssignal reicht, da bei Send-Effekten nur der eigentlich Effekt (Wet) ohne Eingangssignal (Dry) dem Mix hinzgefügt wird, das Effektgerät solltest du entsprechend einstellen.

Ich hoffe das war halbwegs verständlich, bin doch schon was müde, aber vielleicht hilft dir folgendes Tutorial weiter.
 
Richtige Mischpulte haben Mono - Eingänge . Das hast du richtig erkannt. Jeden dieser Eingänge gibt es in zwei Ausführungen, mic und line. Der line Eingang hat keinen Vorverstärker, so wie ein mikrophon das braucht.

Ein Stereo gerät schliesst man deshalb an zwei Mono Kanäle an. Den pan, L/R stellt man dann bei dem einen nach ganz links, und dem anderen ganz rechts. Oder auch ein bisschen weniger....

Die effektkanäle sind in der Regel mono zu Stereo ausgelegt, bekommen ein Mono signal, und senden ein Stereo signal zurück. Vorsicht bei yamaha Pulten, da fehlen die effekt-returns.

Ein Trick noch. Leg einen aux-kanal auf den line-in der TR-8 dann kannst du alles was am mixer hängt , sidechainen....

Noch ein Satz zu Mono Stereo bei synths . Auch wenn viele stereotauglich sind, nutze ich die erst einmal nur Mono , Stereo werden sie dann durch die effekte im mixer. Soooo sensationell ist das meist nicht. Ausnahme sind drumboxen...
 
Vielen Dank schon mal für diese erhellenden Antworten! Das führt mich allerdings zu zwei weiteren Fragen:

1.) Wenn der Mono-Kanalzug sowohl XLR als auch Klinke (Balancen/unbalanced) akzeptiert (und einen entsprechenden Mic-PreAmp besitzt), wäre es dann "üblich" oder "normal" dort auch für Instrumente den PreAmp aufdrehen zu müssen?

2.) ich habe das Gefühl, dass die Ausgangspegel meiner Instrumente sich sehr stark unterscheiden. Ich habe dies für mich bisher so "gelöst", dass ich alle Volume-Regler an den Instrumenten an sich voll aufdrehe und die Fader in den Kanalzügen solange rausdrehe bis alles gleich laut klingt. Gibt es Geräte, mit denen ich den Ausgangspegel messen kann bevor ich in das Mischpult gehe (gerne Produktempfehlung!)

2a) Wie hoch sollte der Ausgangspegel der Instrumente gewählt sein (Ich denke man gibt den in dB fs an?)

Wie gesagt vielen Dank schon mal für die wahnsinnig schnellen und vor allem hilfreichen Antworten!

Edit: sind ja nun doch mehr als zwei Frage. :roll:
 
Ein Problem, von dem ich es unglaublich finde, daß es so noch im Jahr 2015 existiert. Warum gibt es heutzutage nach wie vor fast ausschließlich Monokanäle? Dann alle natürlich noch mit Preamps, welche man mitbezahlt. Alles nur für Jodler und Katzendarmquäler.

Es gibt aber mittler weile bei den mesiten Mixern auch 2 bis 4 Stereokanäle mit Lineeingängen (von Alesis, Behringer, Mackie etc.).

Anyway, vielleicht würde ein gebrauchtes Korg Zero8 Deine Probleme ja lösen.

Achtung, schamlose Eigenwerbung: Ich verkaufe auch gerade einen Behringer NOX 1010 5-Kanal (Stereo) DJ-Mixer. Der würde für Dich evtl. auch reichen.
 
Mr. Roboto schrieb:
Alles nur für Jodler und Katzendarmquäler.
Auch diese Kollegen kommen heutzutage ja meist mit Stereosignalen an. Sänger arbeiten ja auch inzwischen mit einer Voicebox, also eine Kombi aus Vorverstärker und Effektgerät. Warum es keine reinen Stereo-Mischpulte mit mehr als 8 Stereokanälen gibt ist mir tatsächlich ein Rätsel. Ich glaube, das ist einer der Gründe warum das MX-1 von Roland so einschlagen wird.

Wenn ich allerdings Advocatus Diaboli spielen darf: Alles mit Stereo-Signalen zu mischen ist auch nicht unbedingt das Wahre. Die Mixe werden dadurch weniger durchsichtig. Drei getrennt Monosignale, gut gewichtet im Stereo-Spektrum verteilt, entfalten meist eine durchsichtigere und breitere Stereo-Wirkung als vier scheinbar ultraverbreitete Stereosignale, die doch letztlich alle gleich sind.
 
Sicherlich absolut richtig. Mein Vorschlag an die Hersteller wäre dann halt, die Anzahl der Mono (Preamp-) Eingänge und die der Stereo (Line-) Eingänge zu vertauschen.
Bei einem 16 Kanal Pult würde ich mir halt so ungefähr 10 Stereo und 6 Mono-Kanäle wünschen. Ich weiß, nach Herstellerangaben wäre es dann ein 26-Kanal Pult.
Ich finde jedoch, ein Stereokanal mit Lineeingang sollte in der Werbung halt auch nur als ein Kanal geführt werden.
 
Egal, welche Art von Kanälen man bevorzugt. Es sind nie genug :floet:

Und Sänger mit Vocalisten am Mikrofonstand bedeuten in der Praxis eher ganz viel Problempotential.
 
@Mr. roboto: Danke für das Angebot, aber ich denke ich werde tatsächlich wo es möglich ist auf Mono umsatteln und auf ein Kleinmischpult mit schlicht mehr Kanalzügen (egal ob Mono oder Stereo) switchen.

Auf jeden Fall entnehme ich den Antworten, dass ich erstens nicht ganz alleine da stehe und dass es zweitens ein solches reines "Stereomischpult" in der Preisklasse in der ich mich bewege nicht gibt.

Dann bleibt nur noch die Frage nach dem richtigen Line-Pegel:

- wie hoch sollte der Instrumenten-Ausgangs-Pegel sein
- ist die richtige Einheit dafür dB fs?
- kann ich den Pegel (günstig, d.h. So bis 30€) messen bevor ich in das Mischpult gehe?
- wäre es akzeptabel bei Benutzung eines kombinierten Kanalzugs (XLR/Line) den Preamp zu benutzen?

Ich bin gespannt auf die Antworten! :phat:
 
Mr. Roboto schrieb:
Sicherlich absolut richtig. Mein Vorschlag an die Hersteller wäre dann halt, die Anzahl der Mono (Preamp-) Eingänge und die der Stereo (Line-) Eingänge zu vertauschen.
Bei einem 16 Kanal Pult würde ich mir halt so ungefähr 10 Stereo und 6 Mono-Kanäle wünschen. Ich weiß, nach Herstellerangaben wäre es dann ein 26-Kanal Pult.
Ich finde jedoch, ein Stereokanal mit Lineeingang sollte in der Werbung halt auch nur als ein Kanal geführt werden.


Danke, alleine die Tatsache, dass es noch andere Menschen gibt, die das genau so sehen beruhigt mich :)
 
Ich brauche durchaus eine ganze Anzahl Monokanäle und nutze die auch lieber, aber ich denke es sollte heutzutage tatsächlich 1:1 sein, also zB 8 Monokanäle und 8 Stereokanäle.
Meist ist es ja im Verhältnis 2:1, bei meinem aktuellen Pult sind es 8 Monokanäle und 4 Stereokanäle.
Viele Geräte sind ja nunmal Stereo.
 
Mr. Roboto schrieb:
Sicherlich absolut richtig. Mein Vorschlag an die Hersteller wäre dann halt, die Anzahl der Mono (Preamp-) Eingänge und die der Stereo (Line-) Eingänge zu vertauschen.
Bei einem 16 Kanal Pult würde ich mir halt so ungefähr 10 Stereo und 6 Mono-Kanäle wünschen.
Offengestanden sind die Materialkosten für den Unterschied Stereokanal zu Monokanal so marginal, dass man einfach lauter Stereo-Kanäle machen könnte. Die Lineeingänge werden über Schaltbuchsen gebrückt: wenn in den rechten Line-Eingang nichts eingesteckt ist, werden beide Seiten mit dem linken Eingang beschickt. Der Mono-Mikropreamp kommt halt nur vor den linken Line-Eingang.
 
Bezüglich dem level der Eingangssignale :

Bei mittlerer oder angenehmer Stellung des lautstärkereglers des Instruments solange am Gain spielen, bis der Pegel meistens unterhalb des roten Levels bleibt. Gerne auch ein bisschen weniger.
 
Zu robos mischpultvorschlag :

Die zehn Stereo und 6 Mono-Kanäle würde der Hersteller dann als 26 kanal mixer verkaufen wollen....
 
Habe ich es übersehen, oder wurde noch gar keine Preiskategorie genannt ?

Ich würde daher einen digitalen Mixer empfehlen, der gleichzeitig auch das Audiointerface darstellt.

Die kannst du in der Regel frei konfigurieren, egal ob Mono oder Stereo Kanal, d.h. es zählt nur die tatsächliche Anzahl Kanäle.
Z.b. bei meinem Phonic IS16 kann ich also entweder 8x Stereo, oder 16x Mono sowie alles dazwischen einstellen - und das dann in 96khz 24Bit gleichzeitig auf max. 16 Spuren/Kanälen in mono/stereo in der DAW aufnehmen.

Es sind unzählig verschiedene Pulteinstellungen abspeicherbar (total recall), Motorfader, 8x Aux, externer Monitor u. Maus anschliessbar, usw. usw.

Man muss aber auch dazu sagen, daß es, wenn man vorher nur rein analoge Mixer hatte, schon ein relativ hoher Lernprozess ist,
ich möchte jedenfalls nichts anderes mehr wie ein Digitalpult.

Zum etwa selben Preis wie das Phonic gibt es auch das kleine Behringer Digitalpult, welches ein Ableger des größeren, äusserst erfolgreichen X32 ist, es gibt aber auch noch andere.
 
Summa schrieb:
Im Normalfall pannst du die beiden Eingänge in die du ein Stereopärchen schickst einfach nach links und rechts. Was die Effekte betrifft, brauchst du bei Stereo Effekten, die du per AUX/Send-Effekte einschleifst, auch zwei AUX-Wege, wobei bei vielen Effekten das Mono Signal als Eingangssignal reicht, da bei Send-Effekten nur der eigentlich Effekt (Wet) ohne Eingangssignal (Dry) dem Mix hinzgefügt wird, das Effektgerät solltest du entsprechend einstellen.

Ich hoffe das war halbwegs verständlich, bin doch schon was müde, aber vielleicht hilft dir folgendes Tutorial weiter.

Den Link hatte ich vorhin wohl verschlafen, wird hiermit nachgeliefert ;-)

http://www.delamar.de/video-workshops/v ... il-1-8109/
 
mink99 schrieb:
Zu robos mischpultvorschlag :

Die zehn Stereo und 6 Mono-Kanäle würde der Hersteller dann als 26 kanal mixer verkaufen wollen....

Du vergisst dass mittlerweile auch die Returns & "Tape in" & wassonstnochsoallesreingeht als "Kanäle" gezählt werden ... :?

Das Pult hätte also mindestens 30 "Marketing-Kanäle" :selfhammer:

Alex
 
ikonoklast schrieb:
Xylose schrieb:
- wäre es akzeptabel bei Benutzung eines kombinierten Kanalzugs (XLR/Line) den Preamp zu benutzen?

Die Preamps sind i.d.R. auf Mikrofone ausgelegt.

"akzeptabel"? Ich weiss ja nicht was du damit erreichen willst.

Servus,
Alex

Hey Alex, danke für deinen Kommentar. Mein Problem ist, das bei vollem Anschlag meiner Synthis die Level, die im Mischpult ankommen extrem unterschiedlich sind. Bei meinem Nord Lead A1 zum Beispiel muss ich den PreAmp fast zur Hälfte aufdrehen, damit ich annähernd auf vergleichbare Level mit der Tr-8 komme. In diesem Beispiel hängt der A1 am Mono Kanalzug via Klinke unbalanced, die TR-8 am Stereo in. Habe gerade nochmal in die Anleitung vom A1 geschaut: die Ausgänge sind unsymmetrische "Linepegel"-Ausgänge, was auch immer das heißen mag...??? +4 dBu? -10 dBV??? Der Begriff "Linepegel" scheint mir nicht eindeutig definiert zu sein. Wie kann ich denn feststellen, was für ein Signal meine Synthis ausgeben wenn es nirgendwo dokumentiert ist... Es muss doch die Möglichkeit geben herauszufinden wie laut die hinten rauskommen :shock: :roll:

wäre ja alles halb so wild wenn die Preamps nicht irgendwann immer das Rauschen erhöhen würden :mrgreen:
 
Gibt's doch alles... wahlweise max. 24 MONO <-> 12 STEREO ;-)

Neos_front_1500.jpg
 
Trooper schrieb:
Habe ich es übersehen, oder wurde noch gar keine Preiskategorie genannt ?

Ich würde daher einen digitalen Mixer empfehlen, der gleichzeitig auch das Audiointerface darstellt.

...

Zum etwa selben Preis wie das Phonic gibt es auch das kleine Behringer Digitalpult, welches ein Ableger des größeren, äusserst erfolgreichen X32 ist, es gibt aber auch noch andere.

Danke für den Hinweis, aber ich befinde mich Budget-technisch tatsächlich im unteren Preissegment (spätere Um-/Auf-rüstung vorbehalten) aber aktuell schaue ich nur analog und bis knapp 200 € abzgl. des Erlöses für meinen Xenyx 802.
 
Dabei fällt mir ein: würde es reichen, die Spannung am Instrumentenkabel zu messen um den Pegel zu bestimmen? Ein Multimeter hätte ich irgendwo sogar da... :idea:
 
Zum Thema Stereo vs. Mono Kanal:
Hat man einen aufwändigen EQ mit durchstimmbaren Mittenfrequenzen im Kanalzug wird das in Stereo deutlich teurer bis unmöglich, da die hierfür benötigten Potentiometer nicht oder zumindest nicht einfach zur Verfügung stehen. Bei einem Stereo Kanal würde ich mir dazu noch die Kombi aus Stereobasisbreite- und Panregler wünschen, das gibt es ja schon in teuren Analog Pulten und bei den etwas teureren Digitalpulten. Solange diese Dinge nicht möglich sind lieber mehr Mono-Kanäle, erleichtert die Plazierung der Klangquellen im Stereopanorama. Bei dem genannten Budget kommt man aber um Kompromisse eh nicht rum. Ich würde den Gebrauchtmarkt nach einem gut erhaltenen Schnäppchen älteren Semesters abgrasen. Wenn Platz keine Rolle spielt gibt es tolle Gelegenheiten.
 
Xylose schrieb:
Dabei fällt mir ein: würde es reichen, die Spannung am Instrumentenkabel zu messen um den Pegel zu bestimmen? Ein Multimeter hätte ich irgendwo sogar da... :idea:
Nein und ist auch nicht nötig. Zum Abgleich der unterschiedlichen Ausgangspegel der Geräte gibt es ja am Mischpult den Gainregler.
Vorgehensweise:
Lautstärke am Keyboard auf mind. 75% und den lautesten Sound abspielen. Dabei am Mischpult den Gain so einstellen dass die Aussteuerung des Kanals vernünftig ist, eventuell vorhandene Peakanzeige beachten. Bei günstigen Mischpulten nicht übertreiben, die Yamaha MG Serie z. B. verträgt nach meiner Erfahrung nicht soviel Signal, klingt dann sehr blechern. Für jeden Kanal/Signalquelle wiederholen.
Wenn es dann rauscht, überprüfen ob am Synthesizer intern nicht irgendwie der Sound total leise eingestellt ist. Da gibt es z. B. beim Nord Modular G2 intern tausend Möglichkeiten, dass das Signal am Ausgang seeehr leise wird.
 
Xylose schrieb:
Dabei fällt mir ein: würde es reichen, die Spannung am Instrumentenkabel zu messen um den Pegel zu bestimmen? Ein Multimeter hätte ich irgendwo sogar da... :idea:

Naja, die Lautstärke jedes Instruments dann doch eher subjektiv ;-) z.B. abhängig von der Frequenz und der "Komprimierung" des Signals, dazu kommen noch die Wechselwirkungen (Auslöschung etc.) der am Mischpult anliegenden Geräte untereinander.
 
francesco schrieb:
Xylose schrieb:
Dabei fällt mir ein: würde es reichen, die Spannung am Instrumentenkabel zu messen um den Pegel zu bestimmen? Ein Multimeter hätte ich irgendwo sogar da... :idea:
Nein und ist auch nicht nötig. Zum Abgleich der unterschiedlichen Ausgangspegel der Geräte gibt es ja am Mischpult den Gainregler.
Vorgehensweise:
Lautstärke am Keyboard auf mind. 75% und den lautesten Sound abspielen. Dabei am Mischpult den Gain so einstellen dass die Aussteuerung des Kanals vernünftig ist, eventuell vorhandene Peakanzeige beachten. Bei günstigen Mischpulten nicht übertreiben, die Yamaha MG Serie z. B. verträgt nach meiner Erfahrung nicht soviel Signal, klingt dann sehr blechern. Für jeden Kanal/Signalquelle wiederholen.
Wenn es dann rauscht, überprüfen ob am Synthesizer intern nicht irgendwie der Sound total leise eingestellt ist. Da gibt es z. B. beim Nord Modular G2 intern tausend Möglichkeiten, dass das Signal am Ausgang seeehr leise wird.

Super, vielen Dank für den Tipp. Das werde ich mal so probieren!
 
Stereosignale auf zwei Monokanälen haben einen weiteren gewaltigen Vorteil: Man weiß, was passiert, wenn man sie auf Auxwege legt.

Beispiel: Man hat ein Stereosample, das man mit einem Stereoeffektgerät an Aux 1 und 2 veredeln will. Wenn man den Sampler (Rompler, whatever) an ein Stereokanalpaar hängt und Aux 1 und 2 Send aufdreht, wer garantiert einem, daß von diesem Stereokanalpaar nun auf Aux 1 nur die linke Seite und auf Aux 2 nur die rechte geht? Niemand, weil genau das nicht passiert. Sowohl Aux 1 als auch Aux 2 kriegen jeweils beide Stereokanäle ab.

Nimmt man jetzt aber für jede Stereoseite einen Monokanal, dann kann man schön beim Monokanal für die linke Seite Aux 1 und bei dem für die rechte Seite Aux 2 aufdrehen, und alles ist im Lack.

Nebeneffekt: Man kann ohne Umstöpseln das Ganze auch als 2 Monokanäle fahren. Gibt ja Synths, bei denen die Stereo Outs auf die eine oder andere Weise mißbraucht werden können als Mono-Einzelausgänge.
 


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