trigger hat geschrieben:mir persönlich ist das alles auch viel zu trocken. klar, man hat ne idee und versucht die umzusetzen. und einfach drauf loswurschteln macht auch viel mehr spass. sich treiben lassn zb.
Sich treiben lassen ist ja ok, wenn man seine Geräte von der technische Seite her im Griff hat. Lassen wir mal kurz den Modularkram und Wissen um Synthese und so völlig außen vor, da ist man ja auch in einer Welt in der man prima Spaß haben kann und auch Musik machen. Ich hatte auch schon lange bevor ich mich mit unterschiedlichsten Synthese Formen ein wenig befasst habe Musik gemacht, halt mit der Klampfe am Anfang, danach einen Amiga ein Paar Tischhupen und dann eine Korg M1. Ich konnte auch ohne irgendein Wissen prima mit der M1 Spaß haben und ich habe damals mit einem Kumpel und nur der M1, nebst Q80 als Seq., richtig viel Spaß gehabt. Man lernt so eben spielerisch was zusammen passt und was eben nicht mehr so toll ist. Das kann einen genauso weiterbringen wie lernen aus einem Buch. Man kann dann zwar, so wie ich, nicht alles mehr wirklich erklären, weil man es eben anders gelernt und verinnerlicht hat und kann so auch nicht auf irgendwelche Bücher verweisen. Lernen ist also durchaus so oder so möglich und gute oder interessante Musik kann doch auch bei beiden Herangehensweisen herauskommen. Problematisch wird es eben nur, wenn man gleich zu Anfang mehr will und nicht weiß wie man dies oder jenes umgesetzt bekommt, dass kann ganz schnell Frusst erzeugen und man bremst sich eben dann so selbst aus, dann muss man sich halt schon Grundlangen bez. Synthese drauf schaffen, anders geht das halt nicht, zumindest, wenn man auch mal das was einem so im Hirn vorschwebt umgesetzt bekommen möchte.
Musik kann man aber auch ohne jegliches technische Hintergrundwissen machen. Da nehme wir einfach ein bisschen Kram aus dem Haushalt und reibe und klopfe drauf herum, ist auch nicht weniger interessant und macht Spaß, nur, wenn eben mehr will muss dann auch etwas dafür tun. An so manchen das klanglich recht einfach anmutet mag habe ich auch schon länger gesessen als mir lieb war, also mehrere Tage oder länger, hätte ich mich treiben lassen wäre ich nicht annähernd dort gelandet wo ich hin wollte und müsste heute immer noch den gleichen Murks wie damals machen. Kopf/Ernsthaftigkeit und Spaß Phasen sollten sich aber meiner Meinung nach die Waage halten, ist beides wichtig, denn ohne Spaß klingt das dann nachher auch ganz schnell so und ohne Ernsthaftigkeit und dran bleiben dreht man sich nur im Kreis.
und halt einfach alles auf wirkung machen. wenns gut klingt und gefällt ist es ok.wobei das ja eben auch die messwerkzeuge di8e ich weiter oben erwähnt habe,beinhaltet.evtl unterbewusst..bzw je nach erfahrungsgrad.
manche menschen sind halt kopfgesteuert, und gehen präziser,zielgerichteter vor. andere eher bauchgesteuert und intuitiver.
beides hat seine berechtigung.
Sehe ich auch so. Die Leute sind halt unterschiedlich veranlagt und gehen von daher eben auch mal anders vor als ein andere. Von falsch und richtig kann man da wohl kaum reden, denn es funktioniert ja. Das wichtigste was ich in den letzten Jahren gelernt habe war, zu lernen wann etwas fertig ist um es dann nicht noch im Nachhinein zu verschlimmbessern. Ich habe vorher echt mal ein halbes Jahr an einem Track gesessen um mich so gut es ging mixtechnisch zu verbessern, mit dem Ergebnis, dass es nur noch kalt/steril und tot klang.
