Poly 61 oder Polysix?

Ich kann den Poly 61M nur sehr empfehlen. Ein Poly 61 ohne MIDI ist eigentlich uninteressant, obwohl der Poly 61M wirklich schon Richtung der 1000€ geht. Ein Polysix ist für mich bis heute uninteressant. Da würde ich lieber den Poly 61M mit dem Juno 60 kombinieren. Der Korg DW 8000 hat mich nie überzeugt... Die optimale Bassline bietet immer noch der Yamaha DX-7 :D Es empiehlt sich auch nach Exoten wie dem Akai AX-80 und Kawai SX-240 Ausschau zu halten. Die Jungs von der alten Schule (80er Jahre) wissen was ich meine ;-)
 
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DW8000 klingt deutlich anders, kann aber auch schöne analog klingende Padsounds, die sich mit dem Modulationsstick wunderbar verbiegen lassen. Der DW8000 ist relativ leise am Output - hier sollte man möglichst einen Preamp zum Aufholen der Verstärkung anschließen. Die Envelopes sind auch nicht die schnellsten, weiss nicht woran das liegt, ob diese evtl. vom Prozessor berechnet werden.
 
Ich kann den Poly 61M nur sehr empfehlen. Ein Poly 61 ohne MIDI ist eigentlich uninteressant, obwohl der Poly 61M wirklich schon Richtung der 1000€ geht. ...

Inzwischen gar kein Problem den Poly-61 zu midi-fizieren. Auch andere Modifikationen lassen sich hier verbauen..

MIDI-Kit -> https://www.musikhaus-korn.de/de/ch...MIgP7J8ovI2AIVCbcbCh3yxA-2EAYYASABEgIAtPD_BwE
MIDI Tipps -> https://tubbutec.de/modysix/


Ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=XVOdFgMIoVo
 
Ich kann den Poly 61M nur sehr empfehlen. Ein Poly 61 ohne MIDI ist eigentlich uninteressant, obwohl der Poly 61M wirklich schon Richtung der 1000€ geht. ...

Inzwischen gar kein Problem den Poly-61 zu midi-fizieren. Auch andere Modifikationen lassen sich hier verbauen..

MIDI-Kit -> https://www.musikhaus-korn.de/de/ch...MIgP7J8ovI2AIVCbcbCh3yxA-2EAYYASABEgIAtPD_BwE
MIDI Tipps -> https://tubbutec.de/modysix/


Ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=XVOdFgMIoVo


Ok. Das Stimmt, keine Frage. Ich finde jedoch, wenn man es original haben will, muss es schon ein echter Poly 61M. Das Gehäuse kann man ja schlecht selber modden ;-) Sowohl das blaue M als auch die MIDI-Beschriftung auf der Rückseite lassen sich nicht nachmachen.
 
Ich habe hier in der Vergangenheit 2x Poly-61 + einen als Teilespender (achtung - es gibt 2 Versionen, bei denen sich die internen Mainboards unterscheiden und u.a. nicht mischbar/kompatible sind), sowie einen Poly-61M. Der Poly-61M ist zwar etwas selten zu bekommen und daher etwar rar .. jedoch: seine MIDI-Fähigkeiten sind leider etwas eingegrenzt = nämlich: er versteht ausschließlich OMNI.
Ein nachgerüstetes, modernes MIDI-Kit, arbeitet kanalweise und kann daher besser ins Studio-Setup eingebunden werden.

Manche stört OMNI nicht, jedoch ist es fakt, dass der Poly-61M nicht anders kann.
 
Ich mag die Korgs aus dieser Zeit.
Den Polysix habe ich lange und viel genutzt. Er kann nicht viel, aber das wenige kann er sehr gut.
Den Poly 61 hatte ich auch mal. Klingt erstaunlich gut! Ist allerdings im Prinzip auch ein 1 Oszillator-Synth. Der zweite Oszillator kann fast nix, und vom Sound her würde ich wetten dass der digital ist. Ich habe ihn also also erweiterten Suboszillator angesehen und war's zufrieden.
Die mangelnde Auflösung mancher Parameter, jessas, was soll's. Zum Live-Schrauben ist er doch eh nicht geeignet.
Ich hätte heute aber Hemmungen mir einen Poly 61 zuzulegen, weil die oft in lausigem Zustand sind und die Drucktasten gerne Probleme machen.
 
chtung - es gibt 2 Versionen, bei denen sich die internen Mainboards unterscheiden und u.a. nicht mischbar/kompatible sind
Da bin ich mir nicht sicher. Meines Wissens unterscheiden, die sich nur in der Auslagerung des einen 14175 (IC9) auf das kleine KLM515 Board. Warum die dorthin ausgelagert wurden ist mir nicht klar (ich musste das ja bei meiner Chord-Trigger-Modifikation berücksichtigen). Schaltungstechnisch gibt es keinen Unterschied. Man kann meines Erachtens ein komplettes neues KLM-509 statt alten KLM-475 einsetzen, und lässt ganz einfach die Verbindungen zum KLM515 weg.

EDIT: Dreher bei der Boardbezeichnung korrigiert.
 
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Das Problem liegt an der Kompatibilität des jew. Voice-Boards (neu: KLM-508A .. zu alt: KLM-476).
Ich habe versucht das Voice-Board (gelblich) aus der 1.Version des Poly-61 in der 2.Version (beide Boards grün = Voice-Board KLM-508A) zum Laufen zum Bringen = leider nix da. Der Poly-61M verfügt übrigen über die neuen Boards (2. Version = beide grün).

1.Version (altes) Voice-Board des Poly-61 (KLM-476)..
-> https://ssli.ebayimg.com/images/g/kgoAAOSwrhhaFH4V/s-l1600.jpg
2.Version des Voice-Boards (KLM-508A)..
-> http://studiorepair.com/gallery/Kor...e_Board__STUDIOREPAIR_16122902_1705048705.JPG

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Hier die erste Version des 61'ers
-> http://3.bp.blogspot.com/_FMBJEkaC8Lw/R4J6PlwUMKI/AAAAAAAANN8/0CK_ht0VfG8/s1600-h/boards.jpg
Hier die zweite..
-> http://studiorepair.com/gallery/Kor..._Opened__STUDIOREPAIR_16122902_1704278600.JPG
-> http://i1.wp.com/jacobkorn.de/wordpress/wp-content/uploads/2014/09/IMG_2056.jpg

Und hier - im Vergleich dazu = der Polysix..
-> http://2.bp.blogspot.com/_X2zZGaMal.../w1200-h630-p-k-no-nu/Korg+Polysix+inside.jpg
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by the way.. gute Repair-Tipps gibt es hier
-> http://www.bustedgear.com/repair_Korg_Poly61_envelopes.html
-> http://studiorepair.com/gallery/Kor...Opened__STUDIOREPAIR_06112101_1009158259.html
 
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Die Envelopes sind auch nicht die schnellsten, weiss nicht woran das liegt, ob diese evtl. vom Prozessor berechnet werden.
Ein schneller Blick ins Service Manual bestätigt: Die Envelopes kommen von der CPU und sind somit nicht analog.

[Edit] Der Blick war offenbar zu schnell. Der Poly 61 hat 6 SSM-2056 EGs auf dem KLM-508 Board. Dank an @fanwander für die Korrektur...

[Edit 2] @interconti bezieht sich auf den DW8000 und dieser hat Software Hüllkurven. Der Poly 61 hat SSM-2056 EGs.
 
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Hatte den Poly 61 vor ein paar Jahren auch mal eine kurze Zeit, weil ich ihn so anno 83 im Musikgeschäft immer vergöttert hatte. War angesichts 30 Jahren Abstinenz und im selbigen Zeitraum erweiterteren Syntherfahrung dann aber bitter enttäuscht, so dass er dann wieder schnell gehen durfte.
Klar, er kann das Brot und Butter seiner Zeit in der low-Budget Version, leider war meine Erwartungshaltung aus der Erinnerung zu hoch.

In etwa so, als wenn du mit 20 Jahre alten retuschierten Modefotos von Cindy Crawford einschläfst und sie heute neben dir ungeschminkt aufwacht.
 
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Themabezogen: -> Vergleich (inkl. Klang-Bsp.'s)...
-> https://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/vintage-synth-korg-polysix-und-korg-poly-61.html


csm_Korg_Polysix_und_Poly_61_Neu_5b369be530.jpg
 
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Bei ebay bietet gerade jemand einen Polysix für 3000€ an. Da könnte ich natürlich nicht widerstehen und hab mal ein Preisvorschlag von 200€ abgegeben
 
Letztlich ist es egal: Polysix und Poly-61 sind aus der heutigen Sicht
was für Museumssammler, aber klanglich können sie nicht mehr befriedigen.

Für 300€ bekommt man deutlich besser klingende Synthis, auch aus dem letzten
Jahrtausend: JX-8P für die Analog-Fans, SY-99 als letzten klassischen Yamaha-Boliden
der DX-Aera. (Und ein halbes Dutzend weitere...)

Wer es moderner und kleiner will, greift zur Roland-Boutique und Yamaha-Reface Serie,
die klingen alle auch gut.

Ich habe es miterlebt als die Korgs rauskamen und habe auch sehnsüchtig damals
auf die großen Kisten geschaut (Moog, Oberheim, SCI). Aber damals waren die
für mich nicht bezahlbar.

Die Zeiten für Synthi-Käufer waren noch nie so gut wie heute: An so ein großes
Angebot an gut klingenden Kisten für so wenig Geld kann ich mich für die letzten
40 Jahre nicht erinnern. Da kann man den Poly-61 in Frieden ruhen lassen.
 
Für 300€ bekommt man deutlich besser klingende Synthis, auch aus dem letzten
Jahrtausend: JX-8P für die Analog-Fans, SY-99 als letzten klassischen Yamaha-Boliden
der DX-Aera. (Und ein halbes Dutzend weitere...)


Doch etwas optimistisch gerechnet, nicht?



Die Zeiten für Synthi-Käufer waren noch nie so gut wie heute


Ich lese diesen Satz in letzter Zeit häufiger...

Für Monosynths und VAs mag ich dem durchaus zustimmen.
Aber die "Schmachtobjekte" von damals - CS80, Oberheim-Poly oder Memorymoog - wachsen auch heute noch nicht auf Bäumen.
 
[...] er versteht ausschließlich OMNI.
Ein nachgerüstetes, modernes MIDI-Kit, arbeitet kanalweise und kann daher besser ins Studio-Setup eingebunden werden.

Manche stört OMNI nicht, jedoch ist es fakt, dass der Poly-61M nicht anders kann.

Zur Ehrenrettung des guten Alten P61: Der Omni Mode ist abschaltbar :)

Im Midi Service Manual für den Poly 61M auf Seite 16 befindet sich eine Tabelle mit der Midi-Implementierung: Das Ein- und Ausschalten des Omni Mode geschieht per Control Change auf Midikanal 1 (10110000 BIN bez. 176 DEC bz. B0 HEX) mit den Parametern Omni off (01111100 / 7C / 124) bzw. Omni On (01111101 / 7D / 125). Lt. Fußnote empfängt der p61m bei Omni Off nur auf 0 (= Midikanal 1), ansonsten auf allen Kanälen.
 
N'Abend!
Ich möchte mir einen der beiden zulegen und brauche einen Ratschlag. Ist der Polysix Aufpreis im Vergleich zum Poly 61 wert?
Klar besitzt der Polysix sexy direktzugriff auf alle Parameter, aber ich habe gehört der poly 61 soll flexibler im Sound sein ...bisher nur einen Poly 800 und der Korg Poly Analogsound gefällt mir einfach sehr.
Danke für eure Meinungen :)

Lass es sein du zahlst nur drauf. Der Polysix hat kein Midi eine Nachrüstung kostet 500 Euro Minimum...und Ersatzteile sind auch schwer zu bekommen kommen nochmal Kosten und Zeit für zukünftige Reparaturen dazu.

dann lieber mehr Geld ausgeben für ein aktuellen Synth.Der Prologue 16 zB. Der beruht auf das gleiche Konzept , einfache Klangstruktur plus Effekte und Arpegiator
 
das ist doch Quatsch..Midi von CHD zB kostet dich ca 100€..
wenn er nicht kaputt ist brauchst du auch keine Ersatzteile
 
das ist doch Quatsch..Midi von CHD zB kostet dich ca 100€..
wenn er nicht kaputt ist brauchst du auch keine Ersatzteile

Ich hatte noch die alten Preise von damals im Kopf "Kenton" und co.. Und wer baut die ein wenn man das
nicht selber kann.? Ich wuerde mich nicht darauf verlassen das nichts kaputtgeht , das ist wie Lottospielen . Ich würde jedenfalls kein alten Analog mit kritischer Lebensdauer mehr kaufen...hätte da immer ein mulmiges Gefühl. ..aber das muss jeder selbst wissen...zudem rauscht am Polysix der Audioausgang..ich habe das auspropiert und das Signal damals direkt vom Voiceboard abgegriffen darueber klingt er auch sauberer und heller....aber das ist lange her......;-)
 
Und ich finde man kann den wollen...
Unbedingt !
Ich würde allerdings nur ein grundrestauriertes Stück in Betracht ziehen.
Analogia ist anscheinend sehr qualifiziert/spezialisiert.
Ist dann aber auch kein Taschengeld mehr was über den Tisch wandert.
Alles andere wäre mir aber zu riskant...
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin .-)

Ich hatte bis vor 20 Jahren beide und würde, wenn ich heute vor der Wahl stünde, ganz klar zum Polysix greifen.

Zunächst mal wegen der Hands-on Bedienung, aber auch wegen einiger Features, die ich bei meinen 'späteren' Instrumenten dann vermisst habe:

Man kann sehr schön Overdive-Sound mit dem Polysix machen. In der Effekt-Sektion Phaser wählen, im Osc PWM, die beiden schön langsam gegeneinander laufen lassen und hinten ein Overdive-Pedal dran. damit kann man jedem Metallgitarristen das Wasser reichen (Hat übrigens Jens Johansson, der Malmsteen-Keyboarder, auch so gemacht).

Und: ChordMemory ! Der Polysix ist meines Wissens der einzige Synth, der auch nach dem Abschalten des ChordMemory den gespeicherten Akkord im Hintergrund 'behält', also beim erneuten Aufrufen noch präsent hat. Dies fand ich für live immer sehr nützlich.

Beim 61er fand ich zwar die 2 Osc schön, aber er klang immer irgendwie etwas statisch und die Bedienung war live einfach grotte :)

Es hängt aber glaube ich auch davon ab, wie man 'unterwegs' ist (Studio vs. Live)...


Jenzz
 


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