Suche Audio-Patchbay / Lösung

Golden-Moon

Ambient...to the sky and back
Einen schönen guten Abend an alle.
Ich denke im Moment über eine Umverkabelung in meinem Studio nach. Ziel ist es meine wenigen Effekte (G-Sharp Reverb; Octatrack) möglichst flexibel zu nutzen ohne immer Kabel umstecken zu müssen.
Hier meine Vorstellung wie ich es gerne hätte. Ob es so möglich ist wird sich rausstellen:
Ich hätte gern eine Audio-Patchbay wo ich jeden Eingang auf jeden Ausgang legen kann, idealerweise mehrere Eingänge auf einen bestimmten Ausgang möglich. Also volle Flexibilität. Super wär natürlich wenn es optisch ersichtlich ist welches Signal wo hin geht.

Hardware-technisch sollte es wie folgt aussehen:
Patchbay-Eingänge: 5 x Stereo; 1 x Mono
Patchbay-Ausgänge: 3 x Stereo
FX-Send/Return: 1 x (ist nur optional, bei ausreichend Ein-/Ausgänge kann ich auch diese nutzen).

Angeschlossen ist dann:
Eingänge: Octatrack: KingKorg; Blofeld; JP-8080; Minilogue; PC (optional)
Ausgänge: 2 x Stereo für Octatrack; PC; Reverb-Effektgerät; Mixer (ich merk grad das mir hier wahrscheinlich die Lautstärkeregelung pro Instrument verloren geht... Hm mist, egal das Problem wird erstmal nach hinten verschoben).

Naja, gibt es sowas überhaupt was ich mir vorstelle? Alternativen? Oder geht das nur mit einer sehr teuren und großen Mixerkonsole?
 
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Gute Entscheidung, Patchbays sind hilfreich.

Patchbays sind üblicherweise so:
https://www.thomann.de/de/behringer...MIo56_hrHX3QIVq73tCh12NAVqEAQYAiABEgKDCPD_BwE

Bei "große Klinke" sind das in der Regel 24 Ins und 24 Outs (auf der Rückseite die gleiche Anzahl an Buchsen) Über bzw. unter die Buchsenreihen kommen Aufkleber oder Streifen mit der Beschriftung.

Wichtig bei Patchbays ist:
Outs sind oben. Ins sind unten. Immer.
Ordentlich beschriften, gegebenfalls mit Farben abgrenzen.

In der Regel haben Patchbays umschaltbare Schaltungen pro Kanal.
Je nach Modell auf der Front- Oberseite,mit drehbaren Modulen oder Lötpunkten.

Normalized: (Macht Sinn, spart Kabel, Zeit und Nerven)
Was oben rauskommt geht ohne Kabelverbindung automatisch in den Eingang darunter.
Wenn bei In- oder Output ein Kabel eingesteckt ist wird diese Verbindung überbrückt.

Angenommen ich hab bei Kanal 1-8 oben den Output diverser Preamps wird deren Signal automatisch
an die Eingangskanäle 1-8 meine Wandlers geleitet. Wenn ich nun meinen Juno in Kanal 1 und 2 einstecke wird diese Verschaltung auf Kanal 1 und 2 umgangen. (Ich hab sozusagen meine "Go to" Verbindungen standardmäßig ohne Kabel auf der Patchbay).

Half Normalized:
Was oben rauskommt geht ohne Kabelverbindung automatisch in den Eingang darunter.
Wenn nur in Output ein Kabel gesteckt wird gelangt das Signal dennoch in den darunterliegenden Input.
So lassen sich z.B.: Signale abgreifen. Leider nur ein mal.*

Thru / Parallel:
Ohne Verbindung zwischen Output (oben) und Input (unten)

Verteilung:
*Wenn eines der beiden Kabel aus dem Half Normalized Beispiel hinten in einen weiteren Half Normalized Channel eingesteckt wird wäre das Signal ein zweites Mal gesplitted. Es gibt auch Patchbay bei denen diese Modes gelötet werden können, hier gibt es theoretisch die Chance eine Verteilerfunktion einzubauen.
 
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Beste Bay für Geld ist die Samson S-Patch Plus , Metall Buchsen und komplett schaltbar , Schalter ebenfalls Metall

UNd alles total hochwertig...

In dem Preisbereich unschlagbar ! nach oben kratzt die Katze natürlich den Sack ..

gebraucht mal für 60€ zu finden , gefühlt 240€ wert ...


Ich finde das die klassische Patchbay Nutzung noch dem geschuldete war , dass man auf klassischen Pulten eben das To Tape und das From Tape Signal über die Patchbay bzw das Outboard schleifen wollte und oder Monitoring usw .. also im Vergleich zum einfach Synthistudio mit Interface war oder ist das Signalflow extrem anspruchsvoll .. ich hab meine Patchbay nur als Kreuzschiene, hinten liegen alle an und vorne wird gesagt , was wohin .. was aber auch daran liegt, das mein Apogee Quartett nur 4 Eingänge hat. Wenn mann zb 24 Inputs DA hat, macht es schon sinn, die wichtigsten Geräte hart zu Patchen und erst beim einstecken , eine Unterbrechung zu erzeugen..
 
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Danke, das ist schon mal recht informativ.
Ich versuch das grad mit den Modis zu verstehen und hänge da bei der Beschreibung das Ausgänge der Patchbay zu den Eingängen geleitet werden. Warum? Wieso?
 
Kann meinem Vorredner nur zustimmen, die Samson ist wirklich eine wertige PB.
Die von Walter beschriebenen Modi (Normalized etc.) können vorne mittels Kippschalter umgestellt werden, sehr praktisch.
 
Danke, das ist schon mal recht informativ.
Ich versuch das grad mit den Modis zu verstehen und hänge da bei der Beschreibung das Ausgänge der Patchbay zu den Eingängen geleitet werden. Warum? Wieso?

Zb wird der das Signal von einem Synthie sagen wir oben auf 1 und 2 gesteckt (hinten) , direkt unten darunter geht die 25 und 26 zum Audiointerface , auch hinten. Solange nix eingesteckt ist , wird das Signal intern ! von der 1 auf die 25 und von der 2 auf die 26 geroutet - also vorne steckt noch nix !

wenn du jetzt aber vorne dein Kabel reinsteckst, wird die Verbindung intern unterbrochen . Du kannst jetzt also vorne auf 1 u 2 raus , deinen Synthi in ein effektgerat schicken und dann wieder , vorne, auf dein aAduiinterface , 25 26 gehen okay ??

Bei klassischen Inline Pulten wird das ganze nochmal krasser ...
 
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Ohne Kabel das wär dann eine programmierbare Audiopatchbay. Weiss gar nicht ob es soetwas noch gibt und was es kostet.
Digitale Kreuzschiene , gibts , eher im Brotkasten Bereich , .. Audio / Video usw - oftmals dann schon von Komplettaustattern , BFE zb .. nix für Otto

KSC von der BFE...
 
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Zb wird der das Signal von einem Synthie sagen wir oben auf 1 und 2 gesteckt (hinten) , direkt unten darunter geht die 25 und 26 zum Audiointerface , auch hinten. Solange nix eingesteckt ist , wird das Signal intern ! von der 1 auf die 25 und von der 2 auf die 26 geroutet - also vorne steckt noch nix !

wenn du jetzt aber vorne dein Kabel reinsteckst, wird die Verbindung intern unterbrochen . Du kannst jetzt also vorne auf 1 u 2 raus , deinen Synthi in ein effektgerat schicken und dann wieder , vorne, auf dein aAduiinterface , 25 26 gehen okay ??

Bei klassischen Inline Pulten wird das ganze nochmal krasser ...

Ich erkläre das jetzt auch nochmal anders:

Von hinten gesehen wird alles was in die Patchbay geht in der oberen Reihe angeschlossen. Alles was aus der Patchbay rausgeht in der unteren Reihe. Wenn wir uns ganz kurz mal die Modis wegdenken müsstest Du nun vorne z.B.: Von den Outs der 4 Stereosynths mit 8 Patchkabeln auf die 8 Inputs Deines Interfaces patchen.

Wenn Du nun aber ein cleveres Layout machst und z.b. diese 8 Outputs der Synths auf Kanal 1-8 Out und die Inputs des Interfaces direkt darunter auf Input 1-8 einsteckst hättest Du im Normalized Betrieb den Vorteil das diese ohne zu patchen bereits verbunden sind. Sparst somit Kabel und hast eine bessere Übersicht.

Diese Verbindung würde sobald du z.b. den Synth eines Freundes vorne auf Input 1+2 einsteckst unterbrochen werden.
 
Nochmal anders:

Die Modes sind Vorverdrahtungen zwischen den In und Outs eines Kanals welche durch das manuelle patchen deaktiviert werden.
 
Ohne Kabel das wär dann eine programmierbare Audiopatchbay. Weiss gar nicht ob es soetwas noch gibt und was es kostet.
Gab es mal von SSL, das X-Patch. Wird aber nicht mehr angeboten und gebraucht auch immer noch so um 700-800 EUR. Für 16 INs und OUTs. Voll analog im Signalpfad und digital gesteuert.
 
Patchbay-Ausgänge: 3 x Stereo
Oder geht das nur mit einer sehr teuren und großen Mixerkonsole?
Nun ja, wenn du z.B. ein Pult mit 6 Aux-Sends nimmst, hättest du schon mal 3 x Stereo zum Ansteuern von externen Effekten. :agent:
Mit 8 Aux-Sends wird's schon wesentlich größer und teurer, wenn es analog sein soll.
Eine Patch Bay wäre natürlich günstiger. Dazu rechnen sollte man aber noch Kabel, die dazu kommen müssten.
 
Ja ok, das Grundprinzip dieser Audio-Patchbays hab ich erstmal. Nach einer kurzen skizze eben sollte das theoretisch auch funktionieren. Auch die Modis versteh ich jetzt. Hab mir auch 2 oder Anleitungen von den Geräten angesehen.
Gut also ich könnte dann schnell hier und da ein Effekt bei einem Synthie einschleifen.
Wie sieht es denn aus wenn ich ein Effekt für 2 Synthies gleichzeitig nutzen will? Geht das? Auf die schnelle würde mir nur Kabel "stacken" einfallen aber keine Ahnung ob man sowas macht hierbei.
 
Ja ok, das Grundprinzip dieser Audio-Patchbays hab ich erstmal. Nach einer kurzen skizze eben sollte das theoretisch auch funktionieren. Auch die Modis versteh ich jetzt. Hab mir auch 2 oder Anleitungen von den Geräten angesehen.
Gut also ich könnte dann schnell hier und da ein Effekt bei einem Synthie einschleifen.
Wie sieht es denn aus wenn ich ein Effekt für 2 Synthies gleichzeitig nutzen will? Geht das? Auf die schnelle würde mir nur Kabel "stacken" einfallen aber keine Ahnung ob man sowas macht hierbei.

Mischen kann man damit nicht , wird nur Probleme geben ...
 
Eine alternative Arbeitsweise um mehrere Geräte auf einen Effekt zu schicken wäre via Auxweg in der DAW. Das mach ich ganz gerne so. (Speziell auch weil ich mir ungerne Aufnahmen mit zu viel / oder falschem Reverb / Delay verauen möchte).
 
Beim großen T. gibt es die Samson S Patch Plus und anscheinend die gleich mit dem Zusatz "Black" für 10€ günstiger. Ich konnte erstmal keinen Unterschied erkennen außer Farbe. Ist da noch irgendwas anders?
 
13:00 patchbay für 10k. für was kann das denn gut sein außer das der Mix für den Endverbraucher teuerer wird???


View: https://youtu.be/Ib3HIM8ZKFk?t=12m59s


Das überrascht mich nicht, bei 64 Kanälen kommt halt was zusammen. Ghielmetti Patchbays kosten fast 1000 EUR. Die sind sehr hochwertig und funktionieren auch in Jahren noch einwandfrei. Ein Patchkabel kostet auch locker 25 EUR. Wenn man ein professionelles Studio baut, dann gehört das zum Standard. Allein die 500er Module dürften im oberen 5-stelligen Bereich liegen. So what. Die Frage, ob das sinnvoll ist oder ob das am Ende mehr für den Kunden kostet, ist hier doch zweitrangig. Ich finde es schön zu sehen, dass es noch Verrückte gibt, die solch ein Studio aufbauen.

Auch bei einem kleineren Setup, z.B. 16 Kanäle mit Ins/Outs/Sends/Returns/Aux etc. kann man für die komplette und flexible Verkabelung schnell einige 1000 EUR ausgeben. Wer ordentlich Löten kann ist da klar im Vorteil. Anspruchsvoller wird es dann bei Multicores mit DSUB-Stecker :)

Aber das ist ja eigentlich auch alles off-topic.
 
Das überrascht mich nicht, bei 64 Kanälen kommt halt was zusammen. Ghielmetti Patchbays kosten fast 1000 EUR. Die sind sehr hochwertig und funktionieren auch in Jahren noch einwandfrei. Ein Patchkabel kostet auch locker 25 EUR. Wenn man ein professionelles Studio baut, dann gehört das zum Standard. Allein die 500er Module dürften im oberen 5-stelligen Bereich liegen. So what. Die Frage, ob das sinnvoll ist oder ob das am Ende mehr für den Kunden kostet, ist hier doch zweitrangig. Ich finde es schön zu sehen, dass es noch Verrückte gibt, die solch ein Studio aufbauen.

Auch bei einem kleineren Setup, z.B. 16 Kanäle mit Ins/Outs/Sends/Returns/Aux etc. kann man für die komplette und flexible Verkabelung schnell einige 1000 EUR ausgeben. Wer ordentlich Löten kann ist da klar im Vorteil. Anspruchsvoller wird es dann bei Multicores mit DSUB-Stecker :)

Aber das ist ja eigentlich auch alles off-topic.

Hör mir Uff , hab schon TT Patchbays für Amek usw verlötet , das ist schon krass , und nix D-sub .. Harting ! ...;-)
 
Ha , also heute ist das natürlich anders , aber damals ..

Stell dir vor Du hast 48 Kanäle To Tape , 48 Off Tape am rexorder - dein Pult hat zb 48 Channels und 24 Busse , Pro Channel mehrere Inserts , Monitoring , von den aufnahme Räumen kommen die Signale , Inline Design, vom texhnikraum Signalen usw .. da sind 96 Patchpunkte Pro HE schon nötig , um sagen wir mal 500-1000 Patchpunkte zu legen - also einfach mal um sich das Vorzustellen .. damals
 
10K für die gesamten 10 Patchbays inkl. Kabel ist wirklich gut. Das entspricht den Patchpunkten von 20 normalen Klinkenpatchbays.

Was bei teuren Ghielmetti oder Bantam / TT Patchbays gerne vergessen wird ist wie günstig sie unter dem Strich tatsächlich sind. Klar, die Patchkabel sind zwar auch sehr teuer doch mit der rückseitigen Studioverkabelung mit DB25 Multicores oder selbst angelöteten Multicores lässt sich unglaublich viel Geld sparen. Im Falle von DB25 lässt sich sogar einiges an Problemen umgehen, bessere Ordnung schaffen und man spart enorm viel Zeit bei der Installation bzw. bei möglichen Umbauarbeiten. (12 DB25 Multicores pro Patchbay ersetzen 96 einzelne Kabel)
 
Da kann man doch einfach ein paar mehr von den samson patchbays nehmen oder nicht?


Und die z.b samson etwa nicht? Da gibt es doch nichts was kaputtgehen kann.

Okay, weil es Dich interessiert:

Die teuren Patchbays sind mechanisch anders gebaut und haben in der Regel längere Haltbarkeit / geringere Ausfallraten. Die Ausfallzeit kann in einem professionellen Studio richtig Geld kosten. Es geht ja da nicht nur darum in einer laufenden Produktion eine neue Patchbay zu beschaffen (die es nicht an jeder Ecke gibt). Es muss auch alles wieder richtig verkabelt werden. So Ausfälle können je nach Situation auch einige Probleme mit sich bringen die existenziell gefählich werden können.

Und dann natürlich noch die im Beitrag zuvor genannte Ersparnis durch die günstige Verkabelung.

Für ganz grob 90-95% der User hier ist so eine normale Patchbay allerdings ausreichend. (Und das ist nicht wertend gemeint).
 
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