A Sampler In Time - The Roland S-50 Digital Sampler

micromoog
micromoog
Rhabarber Barbara
Das ist und bleibt ein geiler Sampler.
Natürlich limitiert, auch damals schon.
Aber der hat seinen absolut eigenen Charakter.
Ich mag die Roland 30khz S-Familie mit S-50, S-550, S-330 und W-30.
Was habe ich an den Kisten Stunden verbracht und bis auf Lade- und Berechnungswartezeitem hat es immer Spaß gemacht, bzw. wird weiterhin Spaß machen!
 
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Jörg
Jörg
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Ich liebe den S-50 alleine schon für seine Optik. Und den Sound sowieso.
Die TVFs seiner Nachfolger geben mir nix, und das typische Roland 12 Bit Pfund hat der S-50 genauso.
Leider dürften die meisten inzwischen entweder ziemlich ramponiert, oder gleich entsorgt sein.
 
micromoog
micromoog
Rhabarber Barbara
Ja leider, wegen seiner gegenüber einem Standard 61er Synth 10-15cm Überbreite ein oft ungeliebt zu großes Entlein.
Mitte der ersten Millenniumsdekade wurden die verschenkt oder max. 50-100€ verkauft. Auch ich selbst habe damals den zweit und dritt S-330 im Bereich 40-60€ verhökert.

Was habe ich den S-50 anno 86/87 im Musikgeschäft angehimmelt, die aufgerufenen +/- 6000 DM unerreichbar.
Die Sounds damals absolut (für mich) neu und umwerfend.
Soprano oder die Orchester Disk über die JBL Processor PA - Megahammer!
Das Fachwerk von Musik Pfetscher schon am knarzen.

Oder die Metrasound Fairlight, PPG Saphir oder Xpander Disk...was für Knaller! Da stand auch die Tischhupenfraktion mal erstaunt mit offenem Mund Spalier.

Dann diese Wärme im Sound, kenne ich eigentlich so nur noch vom EII und Emax(1) (also ~25-30 Jahre später als diese finanziell überhaupt erst erreichbar waren)

Ein absolut tolles Musikinstrument!

Heute wohl nur noch was für Nostalgiker und Liebhaber.
 
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S
steve system
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Mein erster Sampler war 1991 ein Amiga 500 incl. Stereo AD Wandler Eingang,
1992 ein Roland S50 und 1995 bis 2003 hatte ich einen EMU ESI 32 Vollausbau
incl Zip Laufwerk, CD Rom und FX / AD/DA Board.

Ab Cubase SX hatte ich nur noch Softsampler und 2003 meinen ESI 32 verkauft.

Klanglich hat mir der Roland S50 in am besten gefallen,
hatte über 60 Floppy Disk mit sehr guten Patches.
 
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Area88
Area88
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Oder die Metrasound Fairlight, PPG Saphir oder Xpander Disk...was für Knaller!
Oh ja, das waren noch Zeiten...
Nächtelang habe ich für METRA-Sound die STUDIOSAMPLES-III vom AKAI- ins Roland-Format transferiert. Alles ohne SCSI, nur per MIDI-Sample-Dump. Ich hatte die Rohsamples von einem Mitstreiter, der den S1000 besaß im SD-Format (Sounddesigner™) erhalten und dann vom ATARI-ST (Mega-ST4) über MIDI in meinen S550 zu übertragen und dort neu zu parametrieren. Dabei waren natürlich einige Hürden zu überwinden, die mir von der allseits bekannten Speicherstruktur der S-Serie auferlegt wurden (max. 7,2 Sekunden je Speicherblock, aufgeteilt in Segmente je 400msec). Da musste ich zwangsweise ausgiebigst Samples "Wavestation-like" aneinanderkleben und als "subtones" ins Keymapping übertragen. In einigen Fällen kam ich - natürlich erst nach einem ausgiebigen Gespräch mit den Herren Fourier und Nyquist - nicht darum herum, ein moderates downsampling auf eine niedrigere Abtastrate vorzunehmen, um Speicherplatz zu gewinnen.
In dieser Zeit der intensiven Beschäftigung mit dem S550 stieß ich - eher per Zufall - auf die Möglichkeit, mit den TVAs so etwas wie eine "Hallfahne" in den Release einzubauen, was in Verbindung mit gegenphasiger Tonhöhenmodulation per LFO sogar ein wenig nach Stereo-Hall klang. Ich war jedenfalls von dem Effekt sehr angetan und baute in das ein- oder andere Patch diese Stereo-Simulation und den Pseudohall ein, je nach Ausgangsmaterial auch als extrem kurzes slap-back-Echo.
Leider waren die Jungs von METRA davon überhaupt nicht angetan: es musste wohl Reklamationen von Usern gegeben haben, die lieber absolut "trockene" Samples haben wollten, um diese in ihre eigene Hallsoße tunken zu können, was ich aus heutiger Sicht durchaus verstehe...

Ich war halt jung und brauchte das Geld. ;-)

Zur Strafe musste ich den ganzen Ritzerei™ dann bzgl. der TVA-Parameter nochmal überarbeiten. :sad:

In einer verstaubten Studio-Ecke habe ich tatsächlich die Serie III in einem Disketten-Schuber gefunden:

SS-65 Electric Guitar
SS-66 Distorted Guitar
SS-67 Dyno Rhodes
SS-68 Electric Bass
SS-69 Fretless Bass
SS-70 Natural Strings
SS-71 Natural Brass-Section
SS-72 Best of SY-77
SS-73 Best of VFX
SS-74 Best of T-1
SS-75 Best of Microwave
SS-76 Digital Carpet I
SS-77 Digital Carpet II
SS-78 Turbo Synth-Bass
SS-79 Natural Drums
SS-80 Electronic Drums
SS-81 House Music
SS-82 Bebop Jazz
SS-83 African Folk
SS-84 Asian Folk
SS-85 Drums
SS-86 Percussions
SS-87 Special EFX
SS-88 Hammond Organ
SS-89 Imperial Grand
SS-90 Minneapolis C.
SS-91 Best of D-70
SS-92 Best of Wavestation

Vielleicht schwirrt bei dem einen oder anderen User noch eine der o.a. "Ur"-Versionen mit dem Pseudohall herum...
 
micromoog
micromoog
Rhabarber Barbara
@Area88 Danke für den tollen historischen Einblick!

Ist die gefundene Sammlung im Roland Format?

Mit den vielstufigen TVAs konnte man schöne Sachen machen, Pseudo Delay etc.
Auch die Sub-Tones sind/waren eine geniale Option für Soundvariationen.

Für den Roland hatte ich Metrasound Disks mit unvollständigen Nummern im Bereich SS-35 bis SS-60.
Hatte mich hauptsächlich auf die Synth-Sounds gestürzt, weniger auf Banjo und Co ;-)

Heute dürften die wohl so auch gar nicht mehr benannt werden, aber in den 80ern hatten wir allgemein noch andere Sorgen ;-).
 
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rauschwerk
rauschwerk
pure energy noise
Ich liebe den S-50 alleine schon für seine Optik. Und den Sound sowieso.
Die TVFs seiner Nachfolger geben mir nix, und das typische Roland 12 Bit Pfund hat der S-50 genauso.
Leider dürften die meisten inzwischen entweder ziemlich ramponiert, oder gleich entsorgt sein.
Ich bin damals an den S-50 um 2004 oder so ganz zufällig rangekommen <- eigentlich nur, um ihn zu reparieren/restaurieren und dann weg.
Das Teil ist echt ein Panzer! Gross, rel. schwer und (ähnlich M1) sehr clean aufgeräumt. Sowas vermisse ich heute. Er blieb dann viel länger im Einsatz, als er eigentlich sollte. Dass dieser Sampler nicht mal 1MB an Sample-Futter verarbeiten kann, störte mich gar nicht - besonders, weil ich sehr kompakte Samples gewohnt war (Amiga-Demos und dem entspr. Forderung der Coder nach kb-kompakten Tracks).
 
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Otterl
Otterl
zwangserleuchtet
Hatte ich damals auch. Zusammen mit Director S konnte man schon einiges
arrangieren. Monitor DIREKT am S50 anschließbar!
 
rauschwerk
rauschwerk
pure energy noise
Hatte ich damals auch. Zusammen mit Director S konnte man schon einiges
arrangieren. Monitor DIREKT am S50 anschließbar!
Und die Amiga-Maus funktionierte dort sogar auch direkt am Port (edit: sofern sie auch MSX-compatible schaltbar war)
(ich glaube auch die alten Atari- und C64-Mäuse funzen an dem Roland)

Da wir grad' beim Thema sind:


https://www.youtube.com/watch?v=6v3OvJZo3jY
 
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micromoog
micromoog
Rhabarber Barbara
Ja hatten wir auch schon bei einem Olddschool Sampler Fred.

Da hatte ich auch schon erwähnt, dass mir da der Tom voll aus dem Herzen spricht.


Betreff Amazona: Natürlich müssen keine Fans die Artikel schreiben, aber das was da m.steinwachs ablieferte finde ich doch etwas lieblos und ein Minus für über 30 Jahre alte Technik geben ist fast schon eine Frechheit, was erwartet er?

Beispiel:

Grammophon

+ schöne Optik
+ Charme
+ authentischer 20er Jahre Sound

- spielt keine MP3
- keine Wifi oder Bluetoothschnittstelle
- Kurbelantrieb
 
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Otterl
Otterl
zwangserleuchtet
Ohne Monitor ging da tatsächlich (fast) nix.
Zumindest blieb einem der PC-Terror erspart.

Leider war der 10er-Tastenblock bei mir irgendwann hinüber.
 
micromoog
micromoog
Rhabarber Barbara
Wie andernorts schon mal erwähnt, gibt es heute 5-10€ Lösungen um den Composite in VGA oder HDMI zu wandeln, dann geht das mit jedem mehr oder weniger schicken Flatscreen.
 
Jörg
Jörg
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Wie andernorts schon mal erwähnt, gibt es heute 5-10€ Lösungen um den Composite in VGA oder HDMI zu wandeln, dann geht das mit jedem mehr oder weniger schicken Flatscreen.

Ja, aber ich hätte trotzdem keine Lust mehr drauf. ;-)
W-30 ist mMn tatsächlich die beste Option.
 
micromoog
micromoog
Rhabarber Barbara
Alles gut! Man muss sich nicht mehr alles antun, du hast ja mit dem TX16W einen vergleichbar masochistischen Weg eingeschlagen ;-) ...trotz Typhoon
 
Area88
Area88
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Ist die gefundene Sammlung im Roland Format?
Ja. Manche "Items" habe ich damals auf 2 Disketten verteilt, da der S550 ja 2 Disks a 750kB lädt. Ich meine aber, damals darauf geachtet zu haben, daß die fertigen Patches nur auf die Samples der jeweiligen Diskette zugreifen, sodaß auch eine Einzeldiskette eines 2-er Sets in einem S330 oder S50 noch Sinn ergibt, wobei beim S50 wegen des fehlenden Filters gewisse Abstriche gemacht werden müssen. Meinen S550 habe ich noch, desweiteren noch einen S330 und einen S760 (was Roland-Sampler anbelangt...). Auch war ich Initiator der S550-Users-Group (weit vor Internet-Zeiten). Vielleicht schwirrt der eine oder andere aus dieser Zeit noch hier im Forum herum...

...summ' ...brumm' ;-)
 
micromoog
micromoog
Rhabarber Barbara
Ja, das waren früher noch Zeiten.

Auch der geniale Vorstoß mit dem CD5, das hatte vergleichbar in der Zeit neben den großen teuersten Platzhirschen nur der Emulator II und natürlich der in der selben Zeit erschienene EIII.

Mit meiner SCSI W-30 funktioniert ein altes Apple CD300 Laufwerk um die „Universe of Sound“ CD-ROM zu lesen. Beim SCSI S-550 habe ich bereits aufgegeben. Zig Versuche mit vielen vermeintlich ältesten erhältlichen SCSI CD-Laufwerken sind fehlgeschlagen.
Das im CD5 mutmaßlich verwendete Sony Laufwerk (dessen genaue Bezeichnung mir gerade nicht einfällt) habe ich auf dieser Welt nicht gefunden. Ok, es gab schon mal Angebote, aber die aufgerufenen Preise waren unverschämt.
Man muss nicht alles haben.
 
virtualant
virtualant
eigener Benutzertitel
von dem Laufwerk CD5 habe ich auch schon gehört. Was war denn an dem Laufwerk technisch das Besondere im Vergleich zu anderen SCSI Laufwerken?
Der Sampler scheint irgendwas abzufragen was nur dieses Laufwerk beherrscht.
 
micromoog
micromoog
Rhabarber Barbara
Nö, muss eine MSX-Maus sein.

Man muss auch nicht nach Roland Mäusen suchen, einfach mal nach Philipps MSX Maus suchen.

Es gibt im Netz auch diverse Bauanleitungen für PS2zuMSX
 
micromoog
micromoog
Rhabarber Barbara
von dem Laufwerk CD5 habe ich auch schon gehört. Was war denn an dem Laufwerk technisch das Besondere im Vergleich zu anderen SCSI Laufwerken?
Der Sampler scheint irgendwas abzufragen was nur dieses Laufwerk beherrscht.

Nichts besonderes, es ist mit BJ 1988 nur so alt, dass nix jüngeres damit kompatibel zu sein scheint. Vermute es liegt einfach auch am S-550 CD-OS, bei der W-30 funktionieren ja Apple kompatible SCSI(1) 1-fach Speed Laufwerke und das CD5

Bei der W30 und S550 ist die SCSI Lesegeschwindigkeit kaum (nur ~10-20%) schneller als das Laden von Floppy. Da ist heute ein Floppyemulator wohl die einfachste Lösung. Auch mit dem Hintergrund das die Kisten pro SCSI Laufwerk nur 64 Speicherbänke (=64 x Inhalt einer Disk) verwalten können.
 
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micromoog
micromoog
Rhabarber Barbara
Die Schematics und Lösungen sind vom geschätzten Kollegen Peter Ullrich, dem ein oder anderen noch vom KB-Forum bekannt.
Ich weiß gar nicht ob er nicht auch mal hier war.
Der ein oder andere Kufstein Besucher kennt ihn seither sicher auch persönlich...
 
 


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