Aftertouch-Sensoren?

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von tulle, 5. Dezember 2007.

  1. tulle

    tulle aktiviert

    Hi allerseits,
    könnt ihr mir in Sachen Aftertouch-Sensoren auf die Sprünge helfen? Die elektr. Wandlung hinterher ist kein Thema.
    Ich kenn so Piezo-Scheiben, wurden auch als 'Lautsprecher' verkloppt.
    Any hints...
     
  2. Hallo,

    das mit den Piezos ist bestimmt keine schlechte Idee. Die üblichen Piezo-Lautsprecher haben ja den "Kristall" (das eigentliche Piezoelement halt) auf einer Metallscheibe aufgeklebt, um die Längenänderung des Kristalls (wenn man Spannung anlegt) in eine Schwingung der Metallscheibe umzusetzen, umgekehrt wird auch eine Ladung(!!) erzeugt, wenn diese gebogen wird. Falls das Ding nicht leicht splittert (ausprobieren) könntest du evtl. einen kleinen Streifen aus der Mitte dieser Scheibe raussägen und den längs auf eine biegsame Taste (Platik) kleben. Also wenn das (|) die Scheibe ist, sägst du das | raus, ein paar mm breit.
    Problem bei diesen Sensoren ist aber, daß sie eben Ladung und keine Spannung erzeugen, d.h. bei der geringsten Belastung bricht die Ausgangsspannung zusammen. Siehe dazu auch:
    http://classic.unister.de/Unister/wissen/sf_lexikon/ausgabe_stichwort27555_354.html
    Mit dem dort erwähnten Ladungsverstärker klappt das schon besser, trotzdem ist die Sprungantwort (d.h. der Ausgang des Verstärkers, wenn man den Piezo sprunghaft von 0 auf maximal biegt und dann dort hält, eher eine Ableitung der Eingangsfunktion (siehe Abb. 1.4).
    D.h. um statische Drücke zu messen, und nicht nur die Änderung (wie man es halt bei Aftertouch braucht), müsste man das Signal noch integrieren, was dann aber evtl. nach einer Weile ziemlich vom wahren Wert wegdriftet. Interessant wäre zu wissen, wie das die Profis machen (gibt ja Tastaturen mit Aftertouch).
    Eine Möglichkeit, die mir noch einfällt, wären Dehnungsmessstreifen, die geben direkt einen absoluten Messwert aus. Man kann davon einen oben, einen unten auf die Taste kleben, und das Ganze dann in einer Brückenschaltung auswerten, dann hat man keine Temperaturabhängigkeit usw.

    Gruß,
    droelf
     
  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    Übliche Tastaturen machen das mit Leitgummis und direkt druckproportionalem Widerstand. Das funktioniert ja (merklich) auch nur so mittelmässig.
    Ladungsverstärker für musiktaugliche Integrationszeiten sind für und mit den Piezos m.E. machbar.
    DMS sind mit der Brückenschaltung sehr viel nerviger.
     

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