(Alphaville) Chor-Sound

Dieses Thema im Forum "Sound / Tutorials" wurde erstellt von data, 23. November 2009.

  1. data

    data Tach

  2. Anonymous

    Anonymous Guest

  3. Du meinst dieses Imitat einer Opernsängerin das eher im Hintergrund läuft?
    Woher es stammt kann ich nicht sagen. Das wichtigste daran dürfte das Vibrato sein. Ansonsten nur ein Oszillator (Saw) und dann einen zwei oder drei parametrische Bandpässe mit hoher Resonanz den Vokalresonator. Mit dem Moog parametric EQ kann oder dem parametric im Polymoog kann man sowas sehr schön machen.

    Schönes Beispiel von Kenneth Elhard
    http://www.youtube.com/watch?v=_XUiJi5153Y
    Das ist der parametric EQ aus einem Polymoog. Eigentlich wäre der natürlich fest eingebaut; Kenneth hat seinen Polymoog ausgeschlachtet und - unter anderem - aus dem Resonator ein separates Effektgerät gemacht.

    Florian
     
  4. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Ich denke das klingt schon zu gut, so viel Aufwand wurde da wahrscheinlich gar nicht betrieben, hoert sich 'nach 'nem sehr viel einfach gestrickteren Synth Sound und eher nicht nach 'ner Festfrequenzfilterbank an.

    Ich glaub' hier hoert man ihn noch etwas besser.

    http://www.youtube.com/watch?v=bpb4I6sSj80
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

    Wenn ich mich recht an die Schilderungen von Bernd Gössling und Frank Sorgatz erinnere, waren bei der Einspielung des ersten Albums ein Arp Odyssey (Bernd), ein Roland Jupiter-8 (Frank) und das PPG Waveterm System mit Linndrum (oder LM-1) vom Produzenten Wolfgang Loos im Einsatz. Ist aber schon was her. Leise rieselt der Kalk ...
     
  6. Du hast natürlich recht, dass das ein ganz simpler Synthisound ist. Schrub ich ja auch schon: 1 VCO, Sägezahn, Vibrato. Dahinter dann das Filter: Das braucht nicht unbedingt eine Festfilterbank zu sein. Das macht man mit jedem besseren Mischpult-EQ (Standard-EQ eines SSL E-Series, Harrison oder ähnlichem). Notfalls nur beim Synth VCF "keyfollow" auf null stellen, Resonanz aufdrehen und irgendwo bei ~950 Hz auf die typische A-Resonanz stellen. Dann Hall drauf und fertig ist die Laube. Soviel zu dem, was das Nachbauen des Sounds angeht.

    Zur Ausssage "Alphaville hatten diese und jene Synths, und da muss das rausgekommen sein": Den meisten Leuten heutzutage ist nicht klar, dass die Wahl der Synthis und der Sounds in einer klassischen Produktion im Stil der achtziger Jahren relativ unwichtig war und ist(*). Die Nachbearbeitung im Pult und durch Outboard-Equipment bestimmt(e) nicht selten zur Hälfte die einzelnen Sounds. Das mit dem zusätzlichen Filter würde kein Produzent erwähnen; schlicht, weil das einfach jeder machte. So eine Aaaah-Resonanz aus einem Parametric EQ hat man auch auf echte gesungene Chöre gelegt.


    Um es nochmals zu betonen: das essentielle Element ist das Vibrato in genau der richtigen Geschwindigkeit und Modulationstiefe. Das ist das, was zusammen mit der Gesangsartigen Melodie unser Hirn denken macht "Aha! Stimme! Opernsängerin."

    Florian

    (*) ich erinnere mich, an eine Produktion in den Olympiastudios wo ein Prophet5 während einem Take kaputt gegangen ist; da hat man einfach einen Jupi8 aus dem Nachbarstudio geholt, den Sound ungefähr nachgebaut, und die restlichen zwei Strophen aufgenommen. Der detaillierte Sound war nicht so wichtig.
     
  7. Tax-5

    Tax-5 aktiviert

    Alphaville haben (auch nach eigenen Angaben) sehr viel mit dem Waveterm vom PPG Wave gearbeitet...
    Damit wurden sehr viele Chöre gemacht..

    Der Chor klingt allerdings mehr nach Theremin oder einem modifizierten Jupiter-8 Preset...
    Weiss es aber nicht mehr genau da ich meinen Jupiter vor n paar Jahren verkauft habe
     

Diese Seite empfehlen