Alte Sample CDs extrahieren

Hallo miteinander, ich habe letztens einige alte Audio Sample CDs bei mir im Keller gefunden. Aus Nostalgiegründen würde ich die gerne mit meinem Sampler in Logic nutzen. Dazu müsste ich die CDs extrahieren. Da ein einzelner Track oftmals Sounds in unterschiedlichen Tonhöhen enthält, wäre eine Programm klasse, welches die Pausen automatisch erkennt und dann entsprechend nur die Samples als einzelne Dateien extrahiert bzw. speichert. Welche Software für Mac kann das? Gerne kostenlos. Ich danke euch schonmal für eure Hilfe!
 

micromoog

Rhabarber Barbara
Das sollte doch Logic auch können, bin kein Logic User, aber sowas wie einen Beatslicer etc. Sollte doch jede Profi DAW an Board haben.
Auch wenn die Samples keine Beats sind erkennen die Programme die Pausen.
 

Klaus P Rausch

playlist
Logic will die Samples einzeln, für Drag/Drop Handling. Also muss die Audio Sample CD komplett auf diese Einzelsamples zerschnitten werden, Session2WAV und WaveKnife machen sowas, die sind allerdings für Windows. Bei Mac nimmt man z.B. HY-Slicer. Wenn man sowas nicht hat, dann hilft ein Audio Recorder, der die Tracks der CD übernimmt, da hat man immerhin jeweils ein Multisample in einem Stück, da müssen die einzelnen Samples dann lediglich im Audio Editor manuell copy/paste werden. Ist normalerweise eh eine gute Idee, denn da kann man gleich "alles richtig machen", in den 90ern war das Material auf den Audio Sample CDs nämlich nicht unbedingt auf Stand heute.
 
Tausend Dank für eure schnellen Antworten! Es geht tatsächlich auch halbwegs mit den Bordmitteln von Logic. Man kann eine Region in die einzelnen Samples zerschneiden und dann diese Teilstücke dem Sampler zuweisen. Ist halt noch manuelle Arbeit. Ich schaue mir die Programme mal an, ob es damit schneller geht
 
Hatte letztens das gleiche Problem. Habe CDEx zum Auslesen der Tracks und Kopieren auf die Festplatte, und danach Waveknife unter Windows genutzt,
um die Samples zu splitten. Hat auch alles soweit geklappt, manuelle Kontrolle muss trotzdem immer noch sein und Fehler sind dabei nie auszuschliessen.
Audacity ist auch noch eine brauchbare Freeware Software zum Audio-Bearbeiten. Für den Mac bzw. Apple Computer kann ich leider keine Tipps geben.
 
Zuletzt bearbeitet:

mnb

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in audacity "analyze/soundfinder", ggf silence etwas runtersetzen.
dann "export/export multiple" (auf labels stellen).
funktioniert recht zuverlaessig, falsche label kann man einfach loeschen,
artet bei einer sample-cd mit 99 tracks und zig sounds
aber doch etwas in arbeit aus.
 

Klaus P Rausch

playlist
... manuelle Kontrolle muss trotzdem immer noch sein und Fehler sind dabei nie auszuschliessen.
So ist es. Daher sind die Automatic Tools auch mit extra Funktionen ausgestattet, um das auf ein Minimum zu reduzieren. Session2WAV etwa erlaubt es, das Einfangen des Sample-Endes etwas zu verlängern beim automatischen Schnitt, damit unterhalb einer bestimmten Signal-Lautstärke nichts unabsichtlich weggeschnitten wird. Beim Sample-Anfang ist das nicht so easy, da ist es die Threshold Schwelle, die tatsächlich auf Null-Durchgang eingestellt werden muss.

Da all das nicht ohne tatsächliches Hand anlegen klappt, versteht sicher jeder. Aber weil auf solchen 90er Jahre Sample CDs ohnehin meistens Zeug ist, das heute nur teilweise brauchbar ist, kommt es pro CD hier und dort auch mal zu nur 10 Sounds, auf die man selber scharf ist. Die ohne jegliche Hilfsmittel einfach mit copy/paste aus der CD rauszuziehen, jedes dann manuell genau so zu editieren, wie das heutzutage Standard ist, kommt zeitlich dann oft aufs gleiche raus, wie wenn man sich mit solcher Auto Software erstmal befassen muss, die will auch gelernt sein, und hinterher merkt, dass es sogar länger gedauert hat. Nebenbei lernt man, wie Multisamples auch pegelkonsistent abgearbeitet werden, kennt die Tücken von Normalize und findet Fade Out bei abklingenden Samples wg. Rauschreduktion am Ende gar nicht so verkehrt.
 

fanwander

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Beim Sample-Anfang ist das nicht so easy, da ist es die Threshold Schwelle, die tatsächlich auf Null-Durchgang eingestellt werden muss.
Wäre cool wenn solche Tools einen normalen Threshold für den theoretischen Startpunkt hätten und man dann angeben kann: nimm als tatsächlichen Startpunkt den Nulldurchgang vor vor dem Threshold-Punkt, aber mindestens X Millisekunden davor.
 

serge

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Tausend Dank für eure schnellen Antworten! Es geht tatsächlich auch halbwegs mit den Bordmitteln von Logic. Man kann eine Region in die einzelnen Samples zerschneiden und dann diese Teilstücke dem Sampler zuweisen. Ist halt noch manuelle Arbeit. Ich schaue mir die Programme mal an, ob es damit schneller geht
Sollte mit der neuen Logic Version 10.5 (kostenloses Update) aber auch automatisch gehen:
- leeres Sampler Instrument Plug-in in Kanalzug einhängen
- Audio-File auf das geöffnete Sampler Instrument Plug-in ziehen
- daraufhin erscheinen im oberen Bereich des Plug-ins zwei Bereiche: links "Chromatic", rechts "Optimized", jeweils mit kleingedruckten Erklärungstexten
- wenn Du das Audio-File auf "Optimized" ziehst, teilt sich dieser Bereich in "Zone per File" und "Zone per Note"
- schließlich das Audio-File auf "Zone per Note" fallen lassen
Der Sampler analysiert nun das File und erstellt ein Sampler Instrument aus den im File gefundenen Bereichen mit unterschiedlichen Tonhöhen.
 

Tax-5

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Das geht im übrigen mit Wavelab und Soundforge ganz gut. Ich selber nutze Wavelab gerne um eben solche One-Track-Samples zu zerlegen. Man kann die einzelnen Parameter wie Länge, Treshold, etc. einstellen und seine "Presets" abspeichern. Das ganze geht wirklich gut und schnell von Hand.

Ich wäre im übrigen an deinen alten Sample CD's interessiert, solltest du diese danach abstossen wollen ;-)
 


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