Alte virtuell analoge Synthesizer aus heutiger Sicht

Moogulator
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Admin
Absynth,FM8,Imposcar 2 usw...
nur wäre der FM8 auch kein "VA" sondern ein FM Synth - und die haben auch verschiedene Generationen - 12,16,20 Bit - was du vermutlich eh weisst - will nur sagen damit - Reface-DX-Druck oder den Aliasing-DX7-Sound ist da ein Unterschied wie auch bei alten VAs und neuen.
Das ist also nicht so falsch das zu sagen.

Opsix und Reface DX klingen auch verschieden.

Die Ästhetik der älteren VAs hingegen ist auch ein bisschen reduziert - ich bin froh, dass es heute bessere Engines gibt.
Es mag sogar noch bessere in einigen Jahren geben.

Wollte also nur anmerken, dass einige Reihen so gesehen in diese Reihe passen, da sie auf einer alten Technik basieren und vermutlich dann neu aufgestellt werden müssen. Clavia ist eine dieser Firmen.
Wenn die Codebasis Alpha 1 arbeitet, wird das auch laufen - theoretisch könnten sie den G3 machen mit neuer Engine oder auf anderer Plattform, passt aber nicht zu deren Lernerfahrung - sie werden eher noch ein paar Mainstreamer machen und da passt dann eher ein A2 dazu als ein G3.. was schade ist aber die Hintergründe zwangen die auch dazu.

Ich bin zum Glück kein Fan von JP8k und Virus - deshalb froh, aber wer das ist und es auch klanglich liebt, wird tatsächlich diese Teile besorgen müssen, theoretisch könnte man sogar sowas auch in neue Synths einbauen - den 90er Modus oder sowas. Rechentiefenfilter. Künstliche Sperren oder Schwurbel - wir sind Musiker - wir fanden oft Sachen cool, die technisch doof waren. Es gibt mit Recht Fans des alten DX7 mit dem Nebengerausch - und die zum DX7II und die sind ja nicht mit anderer VA Engine sondern nur FM - da waren es nur Wandler.

Die Workstation Serien zeigen das übrigens auch - ich finde die Serien klanglich aus der nur leicht entfernten Vergangenheit oft nicht so gut, bzw habe deutlich stärkere Präferenzen wegen dieser Artefakte.

Ggf kann man das also so global darauf fußen, welche heutigen man noch mag oder nicht-
Meine Auswahl hängt mit meiner Musik zusammen, ist also keine Referenz. Finde die Teile die passen..
 
JS-Sound
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du meinst sicherlich Kleinanzeigen, oder? auf dem normalen Ebay und insbesondere Reverb sind die Preise für einen JP-8000 deutlich krasser. Da ist nichts unter 1000 €.

Ich sag mal so... dass ich den JP-8000 für etwas über 500 € kriegen konnte, war zeitlich einfach gut abgepasst. Die Preise für einen JP-8000 waren 2018, 2019 um die 500 - 600 €. In den letzten 2 Jahren ging es steil bergauf. Aus heutiger Sicht auf das Thema VA würde ich mir bei den Preisen wirklich 2x überlegen noch einen JP-8000 zu kaufen, ich würde es aber machen wenn ich bereit wäre länger zu sparen weil ich das Teil unbedingt doch noch haben wollen würde (aber selbst dann muss es irgendwo Grenzen geben). Gegebenenfalls macht ein AN1X daher heute mehr Sinn wenn man aufs Geld schaut. Soundtechnisch sind das ja noch mal ganz schöne Unterschiede, was den AN1X aufwertet ist FM und was ihn m.M.n. abwertet ist die Bedienung. Was den JP-8000 doppelt aufwertet ist sowohl die Bedienung als auch der Sound. Als Yamaha Fanboy gingen daher für mich die Punkte an den JP. Und ich hab es nie bereut. Wundervolle Pads und Filterfahrten, Motion Recording Phrasen und dieser spezielle eigene Klang.... ich hatte mir den JP-8000 gar nicht so sehr wegen der Supersaw gekauft, mir gings rein um den Basissound und die Modulationsmöglichen, die Bedienung. Die Supersaw war da ein nettes Nice-to-have. Aber sie macht sich schon super zum Teppichlegen.


ich hatte den JP-8080 auch, ich habe ihn für 750 Euro vor 1.5 Jahren gekauft. Wollte auch ihn persönlich hören :) In dem waren Elkos schon schlecht, aber die Potis und Slider waren Schrott, habe noch 100 Euro in die Bauteile investiert und ihn auf neuesten Stand gebracht. Und dann -150 Euro günstiger verkauft und Verlust gemacht. Die Geschichte mit verrückten Preisen wie bei vielen Synthesizer ist absurd! So wie Yamaha FS1R und die anderen wie Ensoniq Fizmo stehen oft für unrealistischen Preis in Netz.

Der JP80xx hat mir für seine Klangvielfalt gar nicht gefallen. Der AN1x aus gleicher Zeit ist ein Gigant und der JP ist nur ein Zwerg (aus meiner Sicht). Der AN1x wird zum Glück noch heute für guten Preis angeboten. Seine Effekte finde ich sehr gut zu ihm passend. Free EG, SEQ, ARPs, LFO und Modulation Möglichkeiten sind auch mehr als ausreichend. Alles rundum ist guter Kombi. Über JP liegt in der Luft „eine Legende“, da sage ich „damals eventuell ja, aber der AN1x ist noch heute TOP und interessant. Für JP angemessene Preis aus meiner Sicht wäre heute 300 Euro Max. Nach 2 Wochen war mir der JP bereits zu langweilig. Und verkauft habe ich ihn für gleiches Geld wie gekauft 1 Monat lang 😊
 
JS-Sound
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Ich denke das müssen schon sehr alte und sehr schlechte Wandler sein, damit man da groß 'nen Unterschied hört ;-) Bei den PLG Karten wurden doch noch so ein paar Sachen verändert, mein AN200 (in dem so eine Karte steckt) ist nicht 100%ig identisch zum AN1x, der Filter interpoliert (per CC gesteuert) besser und es 'ne Supersaw bzw. Multisaw dazu gekommen. Zudem muss man die Sounds ohne FX vergleichen um das richtig beurteilen zu können, schon der FS1R ist FX technisch deutlich besser als der AN1x ausgestattet und viele der Effekte (und Elemente, wie Hüllkurven und ein klanglich leicht veränderter Filter mit zusätzlichen Modi) die ich vom FS1R kenne sind auch im Montage zu finden.
Es liegen halt dann doch noch mal 2 Jahre zwischen AN1x und PLG-150AN und es ist anzunehmen dass an der Code Basis weiter gearbeitet wurde und das Ganze imho ein System ist, bei dem sich div. Elemente zu einem neuen Klangerzeuger kombinieren lassen.


bei dem AN1x ist 18 Bit DAC (ich habe den Service Manual) und drin waren NJM OpAmp, jetzt stehen bessere. Der PLG benutzt Effekten von Synthesizer oder von Rack wo diese Karte sitzt und da können großen Unterschieden sein. Der FS1R hatte ich auch und mit AN1x gleichzeitig. Der FS1R hat ja mehr Funktionen (nur über Editor!), aber das sind 2 andere Synthesizer. Beide sind sehr gut, nur der FS1R muss mit nicht bestem Editor arbeiten, ich habe mir kein guter Editor ohne Probleme gefunden. Einer war besser als der anderer, aber nicht ohne Macken. Aber mit PLG150xx ist fast genauso wie mit Korg Moss Karten. Es gibt mit beiden PLG und AN1x Vor- und auch Nachteilen. Mir gefällt die alte "Kiste" AN1x unter den Finger zu haben:) PLG dagegen muss man nur über Menü am Synthesizer oder nur über Editor benutzen.
 
K
Karmaloge
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nur wäre der FM8 auch kein "VA" sondern ein FM Synth - und die haben auch verschiedene Generationen - 12,16,20 Bit - was du vermutlich eh weisst - will nur sagen damit - Reface-DX-Druck oder den Aliasing-DX7-Sound ist da ein Unterschied wie auch bei alten VAs und neuen.
Das ist also nicht so falsch das zu sagen.

Opsix und Reface DX klingen auch verschieden.

Die Ästhetik der älteren VAs hingegen ist auch ein bisschen reduziert - ich bin froh, dass es heute bessere Engines gibt.
Es mag sogar noch bessere in einigen Jahren geben.

Wollte also nur anmerken, dass einige Reihen so gesehen in diese Reihe passen, da sie auf einer alten Technik basieren und vermutlich dann neu aufgestellt werden müssen. Clavia ist eine dieser Firmen.
Wenn die Codebasis Alpha 1 arbeitet, wird das auch laufen - theoretisch könnten sie den G3 machen mit neuer Engine oder auf anderer Plattform, passt aber nicht zu deren Lernerfahrung - sie werden eher noch ein paar Mainstreamer machen und da passt dann eher ein A2 dazu als ein G3.. was schade ist aber die Hintergründe zwangen die auch dazu.

Ich bin zum Glück kein Fan von JP8k und Virus - deshalb froh, aber wer das ist und es auch klanglich liebt, wird tatsächlich diese Teile besorgen müssen, theoretisch könnte man sogar sowas auch in neue Synths einbauen - den 90er Modus oder sowas. Rechentiefenfilter. Künstliche Sperren oder Schwurbel - wir sind Musiker - wir fanden oft Sachen cool, die technisch doof waren. Es gibt mit Recht Fans des alten DX7 mit dem Nebengerausch - und die zum DX7II und die sind ja nicht mit anderer VA Engine sondern nur FM - da waren es nur Wandler.

Die Workstation Serien zeigen das übrigens auch - ich finde die Serien klanglich aus der nur leicht entfernten Vergangenheit oft nicht so gut, bzw habe deutlich stärkere Präferenzen wegen dieser Artefakte.

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Ja den Reface DX hatte ich mir auch angeschaut hab mich dann aber doch für den Opsix entschieden, wegen den besseren Soundmöglichkeiten, mehr Reglern etc., für original DX Klänge reicht mir Dedex.
 
Summa
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hate is always foolish…and love, is always wise...
bei dem AN1x ist 18 Bit DAC (ich habe den Service Manual) und drin waren NJM OpAmp
Sind beim FS1R auch 18Bit ;-) Das sind Bereiche wo man imho nur im extrem Fall einen Unterschied hört, wenns sehr leise Signale sind etc.


xDSbxBQawdUP9EPMrFVAcFOM9NfOq6kznU2_4VaMGzc_pMcIo36fhhMD-dMS02JWANiLfEjN6L5sVc6Rpp9nAzvAiGZ-DADEjQNoqVb3gft0gzwDRW2fGJpM7ivVCoJ1tp39v0_yfjL6uLCSIP7rduGxK1KteOPeT0sAg6ynS5XD
 
Summa
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Ja den Reface DX hatte ich mir auch angeschaut hab mich dann aber doch für den Opsix entschieden, wegen den besseren Soundmöglichkeiten, mehr Reglern etc., für original DX Klänge reicht mir Dedex.
Find' es im Moment schwierig was in HW zu finden das mein Setup an FM-Synths noch ergänzen könnte, bin eher gespannt was Kodamo da als nächstes bringt, schon weil sie wieder was multitimbrales angekündigt haben oder ob von Behringer auch noch ein FM-Synth kommt. Aber eigentlich reicht mir das was ich hier schon stehen hab'.
Die meisten DX Presets find ich langweilig, der Import ist 'ne Funktion die so ein FM-Synth aus meiner Sicht nicht unbedingt brauch, bin Selbstversorger.
Für unterwegs oder im Garten könnte das Sonicware Teil - so als Ergänzung zum Reface DX - interessant sein.
 
Moogulator
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Admin
Naja, der Reface knallt halt einfach mehr - und zwar deutlich mehr als alles andere mit FM - ich bin aber auch mehr Fan von 6 oder mehr OPs - der Opsix macht aber mehr Spaß und kann mehr, hat aber weniger Druck - wenn du mehr so Bässe und Druck von unten erzeugen willst - Reface.
 
Kevinside
Kevinside
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Sry... Fm8 ist natürlich kein VA... Ich nannte ihn nur in Rahmen von alten Software Synths, die für mich auch heute noch eine Rolle spielen...
FM Synths mit Operator (DX7 ist der berühmteste Vertreter) waren ja schon immer digital, wobei es tatsächlich interessant ist, wie sich der Klang sozusagen durch die Änderung der Wandler entwickelt hat...

Nun aber noch mal zu VA...

Die digitale Emulation analoger Oscs ist ja kein Relikt der alten Zeit, sondern immer noch aktuell...
Nehmen wir John Bowen´s Solaris... Auch lebt der digitale Oszilator in veschiedenen Hybrid Synthesizer weiter, wie Peak oder Summit oder dem Modal 002, der leider nicht mehr hergestellt wird...
Korg ist in dieser Beziehung wirklich zu nennen mit den Open Source Part ihrer analogen Synths, wo es mittlerweile unterschiedlichste Custom OSCs gibt. Ich glaub,es gibt auf Sequencer.de Blog auch eine Liste.

VA oder Analog... Ich bilde mir da kein Urteil, da ich beides gut finde... Es gibt tolle VAs und digitale Synths und es gibt tolle analoge Synths...
Ich hab ja hier die Frage über den JD-XA gestellt, der beide Welten meiner Meinung sehr gut verbindet.

Was bei aktuellen VAs gut ist und bleibt... Die Anzahl der Stimmen... Es macht einfach Spass 4 Timbres zu layern und damit Sounds zu erstellen im Fall der Nord Synths... Das gute man kann damit auch Akkorde performen mit Release und muss sich nicht sorgen, dass einem die Stimmen ausgehen...
Aber vorsicht... Auch da kann man das Limit erreichen, wenn man es möchte... :)

So und zum Abschluss als alter Nord Fan...


und


Es gibt wahrlich noch mehr Videos...

Ich poste noch das Product Video vom A1, da man sehr gut verstehen kann, was Nord Keyboards mit Oszilator Modellen meint, die ja nun auch den Weg in den Nord Wave 2 usw. gefunden haben...

 
Zuletzt bearbeitet:
Moogulator
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Admin
Keine Sorge, ich unterstelle dir das Wissen und hab es selbst entsprechend aufgegriffen, der Solaris ist zwar nochmal in neuer Version bereit - ist aber auch schon einige Weile auf dem Markt - 2012er Heft hatte ihn als Cover - nicht Vintage, nicht 90er - aber auch nicht mehr "neu".

ja, zur *logue Serie hab ich so eine Liste - aber das ist ja der digitale OSC, der viel kann und sehr verschieden angeboten wird - meiner Meinung aber DAS Ding, was die interessant macht - besonders den Schönklinger Prologue 16 - den würde ich ohne zu begrenzt bewerten für meine Zwecke - ich mag mehr asymmetrische Konzepte wie Jupiter 8/System 8 und sogar Prophet 5, da diese ein bisschen was ausgleichen.

Wenn du so willst, wäre ein Z1 als Vorgänger des MS2000 ein interessanter "VA" Anteil - denn da ist 90er Sound schon drin, kann sehr viel und ist was für Synthese-Bursch'n <-- ja mit dem D'Apostroph.

Ich denke, dass die New-School Synths mit VA Basis wie Jupiter X/m oder Modal da auch einen sehr anderen Sound bieten. Clavia hat sich damals entschieden einen klanglich anderen Weg zu gehen - also eher nicht mit Druck aber mit einer schon coolen schwurbelfreien Engine - ich habe den 2er gemocht, weil er auch als Drumsound-Spender geeignet war und diese Vermorphung gut brachte mit dem ehrlich-digitalen FM Element und Mischung der Synthese - im Klassik-Kleidchen.
der VA Anteil ist beim 4er und A1 höher, wegen der Emulationsabteilung - die ja bei einigen Korgs aus dem Kingkorg auch noch ein bisschen mit rübergerettet sind - verschieden! das macht musikalisch genug Spielraum
 
 


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