Bandlimitation bei VAs gelöst, Circut Beding mit dem Korg R3

Dieses Thema im Forum "SyntheTisch!" wurde erstellt von Karmaloge, 13. September 2014.

  1. Karmaloge

    Karmaloge bin angekommen

    Jeder kennt diesen bandlimitierten Klang bei den virtuellen Synths gerade um die 300-500€ Klasse bei denen die Höhen nicht rauskommen und manche Sounds dadurch ein wenig dumpf klingen. Das muß nicht nur am Algorithmus liegen , sondern auch weil man es versäumt hat eine aktive DAC Filter Stage am Ausgang einzubauen. Die Schaltung als solches ist nicht aufwendig um so unverständlicher ist es
    das die meisten Hersteller darauf verzichten. Vor einer Weile hat ein pfiffiger Bastler sein Korg R3 modifiziert und schön tönt es klarer und präsenter aus den Lautsprechern.

    Hier das ist mal ganz interessant:

    http://alfredoblogspage.blogspot.de/201 ... ality.html

    http://alfredoblogspage.blogspot.de/201 ... ality.html

    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]

    https://soundcloud.com/alfredo_alejandr ... lpf-active
    https://soundcloud.com/alfredo_alejandr ... ing-filter
    https://soundcloud.com/alfredo_alejandro/r3-demo
     
  2. dns370

    dns370 Tach

    Re: Bandlimitation bei VAs gelöst, Circut Beding mit dem Kor

    Ich habe großen Respekt vor Menschen die so etwas können. Scheint eine Gabe zu sein.
     
  3. ikonoklast

    ikonoklast Tach

    Re: Bandlimitation bei VAs gelöst, Circut Beding mit dem Kor

    Weiss jemand ob das auch auf den Radias zutrifft?

    Servus,
    Alex
     
  4. ARNTE

    ARNTE Ureinwohner

    Re: Bandlimitation bei VAs gelöst, Circut Beding mit dem Kor

    der R3 hat imo ungemoddet schon recht brauchbare höhen. lang nicht so gut wie clavia (die auch die viele analoge diesbezüglich in die tasche stecken) aber deutlich besser als die viren brigade.
    würde mich mal interessieren, ob das beim virus ähnlich ist. da wäre eine modifikation, die dem teil brauchbare höhen ermöglicht echt was wert.
     
  5. Heinz Schnackensiel

    Heinz Schnackensiel ACCOUNT INAKTIV

    Re: Bandlimitation bei VAs gelöst, Circut Beding mit dem Kor

    Toll. Jetzt braucht man gar nicht mehr jahrelang digitale Signalverarbeitung lernen, einfach die andere Ausgangsschaltung aus der Applikation vom Wandlerchip gebaut und schon sind alle Probleme gelöst.
    Und superpfiffig, wie ihr bemerkt habt, dass der Hersteller sich hier durch völlig unplausibles Sparen von Teilen für ein paar Cent einen massiven Klanggewinn entgehen ließ!
     
  6. Xpander-Kumpel

    Xpander-Kumpel bin angekommen

    Re: Bandlimitation bei VAs gelöst, Circut Beding mit dem Kor

    ...da ich keine Ahnung habe:
    Du meinst also, das ist ne Ente, oder?
     
  7. Bug2342

    Bug2342 Tach

    Re: Bandlimitation bei VAs gelöst, Circut Beding mit dem Kor

    Bin ein bisschen spät dran, bin auch kein Elektroingenieur oder Bastler, weiß aber im Prinzip was ein OP-Amp tut.
    Eine "Ente" ist es eher nicht, der Blogger hat mit einigem recht, vieles ist aber eher "Geschmackssache".

    Eigentlich tut er 3 Dinge:
    - den Anti-Aliasing Filter steiler machen (dazu müssen (glaube ich) zumindest einige der Stufen bereits aktiv sein)
    - den Ausgang des ADCs puffern bzw. keine passive Stufe verwenden
    - einen (wohl festen) EQ zur Höhen und Tiefenanhebung an den Ausgang flanschen.

    steilerer Anti-Aliasing Filter:
    Tut eigentlich nicht weh, sollte definitiv den Klang verbessern (wenn auch nur minimal/kaum Wahrnehmbar). Der große Vorteil am steileren (und potentiell leicht resonanten) Anti-Aliasing Filter ist, dass man die Zentralfrequenz viel näher an SR/2 rankriegen kann und damit potentiell eine bessere Höhenwiedergabe bekommt. Zudem kann man die nicht gewünschten "Aliasing-Bänder" besser unterdrücken. Das Problem an der Vorgeschlagenen Änderung ist jedoch, dass er scheinbar die Zentralfrequenz gleich lassen möchte. Daher passiert das folgende:
    Anders gesagt nimmt der "schärfere" Cutoff merklich Höhen weg. Das kompensiert er später durch einen EQ. Fühlt sich an als sollte das eleganter gehen, bin aber kein Experte.

    Puffern des Ausgangs/keine passive Stage:
    Nahezu sicher eine sehr gute Idee. Korg scheint (wie viele Hersteller) gerne mal Bauteile jenseits ihrer offiziellen Spezifikation zu betreiben. Das muss nicht böse sein, ein Umbau zu größerer "Spezifikationskonformität" schadet aber selten. Die klanglichen Änderungen sollten jedoch minimal sein.

    EQ:
    Gaaaaaaanz arge Geschmacksfrage. Auch die Änderung mit dem vermutlich stärksten klanglichen Einfluss...

    Laut Blog:
    An anderer Stelle sagt er noch was , das er die Hochfrequenzdämpfung des Anti-Aliasing Filters kompensiert. Der EQ sorgt scheinbar für eine konstante Höhen- und Tiefenanhebung und entspricht somit grob einem Loudness-Knopf an Stereoanlagen oder einer berüchtigten U-Kurve an einem EQ.

    Das Hilft um den Klang "fetter" zu machen, ist aber halt nicht immer das Mittel der Wahl. Ich würde lieber einen verstellbaren EQ (auch digital) dahinterhängen, hat man im Zweifel mehr Freude mit.

    Der Vorteil an der beschriebenen Schaltung ist, dass man mit einem relativ lauten und Bassstarken Signal aus dem Synthie kommen kann, womit er analog/fett/brachial/durchsetzungsfähig klingt. Dafür braucht man dann halt einen EQ um das bei Bedarf wieder abzulegen.

    P.S.: Für alle die es nachbauen wollen: Die Bausteinwerte in den Bildern stimmen nicht. Da sind Zentralfrequenzen von ein paar hundert kHz genannt. Selber rechnen oder nachfragen.

    Bevor man den internen EQ nachbaut, lieber mal einen externen dranhängen und schauen was passiert...
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    Re: Bandlimitation bei VAs gelöst, Circut Beding mit dem Kor

    Habs mir nicht angeschaut seh das aber ähnlich, als Quark, mehr oder weniger.
    Der Antialiasingfilter sollte natürlich schon so Brickwall wie möglich sein,
    EQ macht man aber doch lieber flexibel vorher (digital) bzw nachher in der Produktion.

    EQ mit LP in Serie nach dem D/A hebt sich teilweise auch schlicht wieder auf,
    da Filter LTI (linear zeitinvariant) sind, nur daß halt noch Rauschen dazukommt,

    dh ich kann mit dem LP ja nix wirklich wegschneiden, sondern nur leiser machen bis es im Rauschen verschwindet,
    und das mit dem EQ dann wieder anheben, der hebt aber überall an, auch dort wo ich abschneiden will

    Sinvoller wäre den LP so Brickwall wie möglich zu machen und einen ganz speziellen
    EQ der nur HiShelf macht, bzw Ripples ausbügelt, vor der Wandlung digital, dann hab ich das beste aus
    zwei Welten und krieg einen Super Brickwall.
    Der EQ vor der Wandlung hebt natürlich immer nur bis zur 1/2 SR an.

    Das ist dann aber auch ein anderer EQ als ein Loudness EQ, sowas fest einzubauen
    ist wie oben schon gesagt ne eher zweifelhafte Idee.

    jedenfalls find ich lustig das "Bandlimitation" inzwischen offensichtlich in den Esobereich Einzug
    gefunden hat, :amen: und zwar anscheinend als irgend was negatives

    vielleicht bin ich aber auch einfach alt und hör das nicht mehr, :opa: kann sein, müsste ich mal austesten..
     

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