Behringer 2600 - Der Klon

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SvenSyn

SvenSyn

Ich sag immer Muuug, sorry!
Es hilft auch, sich Künstler oder Musikstücke anzuhören, in denen der 2600 Verwendung fand.. z.B. Joe Zawinul, Jean-Michel Jarre, Yazoo, uvm.
 
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is deep
Der originale 2600 hat einen eingebauten Federhall, der dem Klang nicht unwesentlich Charakter verleiht. Der Grundsound ist metallisch, trocken, und durch den Hall wird es räumlich.
Das sind entscheidene Merkmale. Das ausdrucksstarke Filter, die drei Oszillatoren und die Möglichkeit diese zu patchen ( sprich Modulationen/Bewegung und via Sequenzer verschiedene Bereiche/Oszillatoren zu bespielen/ erklingen zu lassen, machen den Charme und die Charakteristik des 2600 aus.
 
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is deep
Welkomski!
Wahrscheinlich gibt es noch mehr, aber ich bin kein Experte und kenne nur die Arturia Emulation.
Das dazugehörige Handbuch ist eine wahre Schatztruhe um die Funktionsweise und Vielfalt des 2600 zu erforschen.
Einer der interessantesten Monosynths der bisherigen Geschichte.
Imho..
 
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is deep
Ich finde sie sehr überzeugend. Die schiere Menge an sorgfälltig erstellten Presets erlauben einen tiefen Einblick in Aufbau und Funktionsweise des Synths. Zudem wurde die Software stetig upgegraded und verbessert. Wenn man sich ein Arturia Keyboard dazu holt kann man mit der Vollversion schon ganz schön Spaß haben. Auch SEM ist was man früher "amtlich" nannte.
Ziemlich gut. Aber auch da bin ich kein Fachmann. Mir hat es gefallen. R2D2 Presets gibts auch.. ;-)
 
serge

serge

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Keine Ahnung was du wo verlinkt hast, ich weiß ja nicht mal ob du hier groß aktiv bist.
Das kannst Du leicht herausfinden: Einfach auf den Namen des Mitglieds klicken, so kannst Du Dir einen umfassenden Überblick verschaffen, Dir dessen Beiträge anschauen und dergleichen mehr.

Zudem kannst Du über die Forumssuche z.B. einfach nach allen Beiträgen eines Mitglieds in einem speziellen Thread suchen.

Mag sein, aber nur wenn man in der Lage ist das raus zu hören. Ich bin nicht groß bewandert bei den Vintage Synths und steige da erst langsam ein, deswegen frage und hinterfrage ich viel.
Deswegen wurde ein Stück verlinkt, das praktisch ausschließlich aus ARP2600-Klängen besteht. Vielleicht findest Du mal Gelegenheit, Dir das zur Gänze anzuhören, um mit dem Klangcharakter des ARP vertrauter zu werden.

Von all dem einmal abgesehen, ist das User Manual des ARP2600 eine der besten Einführungen in die Materie "Klang" im Allgemeinen und "Synthesizer" im Speziellen, die es gibt. Findest Du in vernünftiger Qualität auf der Korg-Website zum KARP2600. Viel Spaß beim Lesen!
 
Moogulator

Moogulator

Admin
Die Emulationen des ARP klingen nach einer strukturellen Kopie. Den eigentlichen Sound versuchen diese grob zu bieten als Produktionsteile sind sie gut, aber mit dem ARP2600 und dessen Verhalten und Basissound hat es aber nicht zu tun, so auch beim Matrix 12 oder Jupiter 8. Leider.
Es ist übrigens gar nicht leicht einen Synthesizer so zu beschreiben, dass man sagen kann - das ist nur mit dem möglich.

Es wäre gut, wenn die die das genauer wissen nicht andere hängen lassen.
Der 2600 ist schon irgendwie besonders, diente eine Menge Acts als Basis und klingt schon sehr überzeugend, du kannst da faktisch viel patchen aber auch mit wenig Kabeln was selbst patchen. Das Konzept war damals also der Versuch Modular und Direkteinsatz zu verbinden, es sind alle wichtigen Baugruppen vorhanden, noch mehr wenn man die Tastatur mit dem eingebauten LFO hatte, denn der 2600 hat keine LFOs, sondern man müsste dann dort einen VCO "opfern". Der Sounds ist direkt und auch nicht gerade "billig" und viele wollten eigentlich den und nicht den MS20, den die meisten dann Ende der 70er bzw Ab den 80ern kauften, weil der 2600 leider auch teuer und selten war. Der Preis war nämlich der eines Autos, damals.

Er hatte alles, was ein guter Synth braucht und das klang solide, war damals stimmstabiler als zB ein Minimoog, konnte mehr und hat zB Sample & Hold für Zufalls-Modulation und ist quasi klanglich wie ein noch hocherwertiger Odyssey. Er ist nämlich dessen Vorgänger. Der Odyssey war aber wegen anderer VCAs und anderen Dingen ein bisschen aggressiver, hatte aber dafür Sync, was der 2600 nicht bot, dafür aber FM über Modulation der VCOs. Er hat eine gewisse Strenge, analytische Härte, ohne jedoch "bösartig" zu sein. Er ist also etwas weniger "gutmütig" gegenüber einem Minimoog, dünnt auch etwas mehr aus bei mehr Resonanz als dieser, ist sehr gern bei Synthpop und sogar EBM gesehen worden, im weiteren Sinne. Vielleicht auch deshalb, aber auch von ganz anderen Acts, die damit gar nichts zu tun haben.

Der Sound ist voll und hat das, was man haben wollte "Eier" - sagt man da wohl.
Es gibt viel darüber zu sagen, aber ich kriege es nicht auch nicht so leicht zusammen, du darfst nicht vergessen, dass zu seiner Zeit Synthesizer noch wenige Alternativmodelle hatte. Es gab eben nicht viele. Ja, genutzt wurde er viel von der Mute-Label-Crew um Daniel Miller - sprich Depeche Mode (Broken Frame und später), und so weiter), viel auch von Die Form und vielen anderen.

Das war schon ein bisschen ein Privileg, und ist es fast heute noch. Ich finde er klingt auch einfach hochwertig. Das ist ja schon ein Argument für ihn.

Es gibt von Benge ein Album 20 Systems und von M.Becker eine CD Serie namens Synthesizer von Gestern, wo Stück zu finden sind, die nur mit EINEM Synth gemacht sind, darunter auch der ARP2600. Es gibt natürlich massiv viele Demos im Netz, auch von den Clones. Das diese unterschiedlich gut sind versteht sich von selbst.

Gerade mit dem Preis und dem Vorhandensein hat sich Behringer sicher hier bestätigen können, dass sie sehr begehrte Instrumente jedem/r User/in zum Kauf anbietet und zwar so günstig, ggf. sogar billig wie möglich, im Sinne von Produktion und Philosophie der Firma.
Das hier ist eine Legende wie der Minimoog und auch in etwa in dieser Liga, ohne großes wenn und aber, das ist ein guter Synthesizer. Übrigens zunächst mit Moog-Filtern, quasi Clones, war dann ein Streit und hat sich noch später geeinigt. DEshalb gibts so viele Versionen aber auch weil man ihn halt verbessert hat, neben der Filtersache.

Bitte an alle, einen freundlichen Ton zu finden, es geht ja einfach nur um einen Synth.
Wenn jemand nicht sofort nachvollziehen kann, was den aus macht, erzählt was, was das einfacher macht und bitte nicht persönlich werden. Sonst muss ich das wegräumen.

Danke.
 
Lauflicht

Lauflicht

x0x forever
Ja. Super!
Der 2600 zeichnet sich für mich durch diese Härte im Sound aus. Das kann ein Minimoog so nicht. Vielleicht auch kein anderer Mono außer Pro-1. Ein super EBM/Techno Synth.
Den Hall finde ich sehr wichtig.
 
Tom Noise

Tom Noise

||||||||
Ja, er hat immer eine gewisse Brachialität. Und ein wirklich tolles Filter, das einfach gut klingt. Schwer zu beschreiben. Kann aber im Mix schwer unterzubringen sein.
 
Lauflicht

Lauflicht

x0x forever
Ok, danke nochmal für die Mühe auf meine Frage einzugehen. Und diese Sounds z.B. aus den Soundcloud Beispielen sind jetzt so chrakteristisch dass man sie mit keinem anderen System so hinbekommt? Sorry für die bescheuerten Fragen. Meint ihr der Behringer bekommt die Sounds auch so hin?

doch. Klingt so als würde der behringer das können. Das Vergleichsvideo oben (der Australier) war wenig hilfreich, weil die synths nicht gleich eingestellt waren. Beim hall muss man noch sehen wie übersteuerungsfest der ist und wie er er sich beim überfahren anhört. Und gegen die Kiste treten wird natürlich nichts bewirken. ;-)
 
Tom Noise

Tom Noise

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Ok, danke nochmal für die Mühe auf meine Frage einzugehen. Und diese Sounds z.B. aus den Soundcloud Beispielen sind jetzt so chrakteristisch dass man sie mit keinem anderen System so hinbekommt? Sorry für die bescheuerten Fragen. Meint ihr der Behringer bekommt die Sounds auch so hin?

Das ist die falsche Frage. Es muss für mich eher heißen, ist ein anderer Monosynth genauso flexibel und klingt dabei so gut? Ob der behringer das so hinbekommt, wird sich zeigen.
 
ppg360

ppg360

fummdich-fummdich-ratata
Nochmal: Den 2600 will man nicht haben, weil die Bullet-List überzeugt.
Dafür gibt es besseres.

Absolut.

Für mich war das Teil 1996 die einzige Möglichkeit, überhaupt etwas Modulares zu bekommen, das mich interessierte -- Moog, Serge, Buchla, Roland 700, PPG 300, ARP 2500, Synton 3000 oder dergleichen war nur vintage zu bekommen, und es war unerhört teuer (im Vergleich zu heute natürlich ein Schnäppchen). Doepfer war mir zu teuer und entsprach nicht dem, was ich wollte.

Ja, er hat immer eine gewisse Brachialität. Und ein wirklich tolles Filter, das einfach gut klingt. Schwer zu beschreiben. Kann aber im Mix schwer unterzubringen sein.

Genau das -- die Filterfahrten mit dem 2600 der letzten Serie sind sowas von wuchtig, da kommt ein Minimoog einfach nicht dran.

Das ist auch der Grund, weshalb der 2600 immer bleiben durfte -- er klingt gefährlicher als der Mini, und er macht mehr Dampf als ein Odyssey.

Stephen
 
Moogulator

Moogulator

Admin
Bei analogen Synth die gegenüber anderen analogen Synths auftreten mit mehr oder weniger ähnlicher Struktur kann man faktisch nur diese Dinge heranziehen wie etwas Sound-Weinsprache. Also analytisch, härter, packt zu, macht gut Ping, klingt teuer, reagiert gut aber auch streng, ballert auch, super für Drums, etc..

Könnt zudem einen Roman allein über die Reaktion der ENVs schreiben, was gut ist, was fehlt und dennoch sind sie eben auch Teil dessen, was einen Synth ausmacht.
 
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Moogulator

Moogulator

Admin
macht mehr Dampf als ein Odyssey.
Stimmt, wobei der Odyssey aber auch noch ein bisschen mehr DAF ist, noch ein bisschen aggressiver, vielleicht sogar organischer und deshalb sind Odyssey und 2600 auch noch immer verschieden genug um sie beide haben zu wollen. Die Reaktion der ENVs und VCAs sind einfach anders und einiges mehr.
Aber gewaltiger ist der 2600 auf jeden Fall.

Fuzzy ist der Lustige Bartmensch-Opi in Western von gestern. Muss man nicht gesehen haben, hat man nur wenn man älter ist ;-)
Synthesizer von gestern sind vielleicht verwandt?
 
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ppg360

ppg360

fummdich-fummdich-ratata
Stimmt, wobei der Odyssey aber auch noch ein bisschen mehr DAF ist, noch ein bisschen aggressiver, vielleicht sogar organischer und deshalb sind Odyssey und 2600 auch noch immer verschieden genug um sie beide haben zu wollen. [...]

Von welchem Odyssey reden wir hier? Mk. 2 (2810) und Mk. 3 (2820) fand ich klanglich überaus uninteressant (nur VCO-Sync war und ist für mich kein Argument, ebenso wenig die kompaktere Bauform), nur der Mk. 1 durfte bleiben (wegen der Klaus Schulze Konnotationen).

Stephen
 
C0r€

C0r€

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Was sind denn die Stärken eines 2600?
Es ist eine "große Kiste", sieht schön groß und klingt auch noch recht "groß". Also auch gut zum Angeben auf der Bühne, weil groß und viel, oder auch gut zum dahinter verstecken. Die Kiste ist gut für Grobmotoriker geeignet und man kann auch ohne patchen viele Sounds erreichen. Die Zeichungen erklären den Signalfluss, also auch zum Lernen ist die Kiste gut geeignet. Die Hallspirale mag es, wenn man gegen die große Kiste dagegentritt, dann scheppert es schön, ist wie ein eingebauter Hamsterkäfig mit Eigenleben. Die Lautsprecher sind ein netter Kofferradio Ersatz, damit kann man schön nervig tröten oder Telefonzentrale spielen. Also man braucht nicht unbedingt noch ein Mischpult und externe Lautsprecher, ist ja schon eingebaut und vorgepatcht. Also alles sehr direkt und einladend zum soundtüfteln ohne große Einstiegshürde.

Ich glaube man kann es als Kontrapunkt gegenüber der Liliputaner-Eurorack ich-breche-mir-die-finger 1000-funktionen pro poti Entwicklung verstehen.
 
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Moogulator

Moogulator

Admin
Sehr sehr gute Rückfrage, weil es NOCH mehr Odyssey-Varianten gab als 2600.
Ich würde den mit der goldenen Schrift nehmen, also der Zeitraum Mk2, welcher aber nicht ganz exakt identisch ist mit den Wechseln div. Baugruppen und Kleinkram.

Dann müsstest du noch fragen welcher 2600er eigentlich genau? Hmm, da würde ich ebenfalls nicht den orangen, sondern vorher anbieten und dann so lange sehen, dass man die so weit wie möglich zusammen bringt. Am Ende hatte man natürlich Sync ,welchen man nachrüsten könnte oder kann, wie zB im TTSH machbar bzw was ein paar Leute gemacht haben, sogar 2x Sync für VCO1/2 und 2/3.

Ich hätte es natürlich eher wegen der Synthpop-EBM-Sachen getan und ich hätte wohl eher einen Odyssey kaufen können, heute kann man beide für um die 1k€ bekommen, dafür hätte uns und mich jeder vor ein paar Jahren noch ausgelacht.

Ich mag aber kompakte Bauformen, aber leider mag ich auch den Sound des 2600, der einfach noch hochwertiger klingt und weil da auch eben noch mehr machbar ist, besonders wenn man extern noch was dranpatcht. Viel ist es aber nicht, mal 1-2 LFOs hier und da.
Und ja, es gibt ja auch Leute, die den Mk1 12dB/okt Odyssey bevorzugen, weil der klingt von allen am schönsten und freundlichsten, was ich aber gar nicht mal wollte, denn da ist das was den so organisch und beweglich macht ja nicht "doof verzerrt" oder ungewollt unfreundlich sondern so mit Stil, deshalb habe ich das Ableben meines Odysseys bedauern dürfen, und der Clone ist auch kleiner als das Original, was ich sehr begrüße, solang der Sound derselbe ist, nur fragt man sich, ob es da nicht bestenfalls der gleiche ist mit viel Toleranz zwischen den vielen Modellen, die ebenfalls Bücher füllen und ich glaube 2 Reviews die ich schrieb und fand sie dennoch eigentlich noch geeignet ebenfalls noch feiner ergänzt zu werden.


Schön fand ich aber unseren Minibattle, https://www.sequencer.de/synthesize...-mitte-der-norden-schraubt.89153/post-1179726 um zu zeigen, wie schwer es ist den oder den anderen herauszuhören.
Und damals hatte ich den 2600 natürlich nie besessen und so musste man ein bisschen improvisieren.

Das Video ist weg, weil das lag auf Electronicattack, was ja leider einen Monsterpanne hatte. So ist das leider jetzt auch nur noch Kopfkrams. Aber ggf. in Jams noch vom Happy Knobbing, irgendwer hatte doch immer mal einen dabei. Schon ab 2006 gabs es glaublich 3 davon, später weniger, dann wieder mehr, weil es gute Clones gab, und Original auch, diverse.
 
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Januar

Januar

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Das gibt schon viel mehr her, als das nackediche Rackdesign.
Kann Behringer nur empfehlen, sowas als zusätzliche Option
anbzubieten. Das Auge isst eben doch mit.

Mein Vater [82 Jahre] würde sagen: " Hast du schon wieder was gekauft? So altes Zeug, das nimmt man doch überhaupt nicht mehr! :)
 
SvenSyn

SvenSyn

Ich sag immer Muuug, sorry!
Für mich hatte der ARP Sound immer etwas, was ich eher einer Maschine zurechne.
Moog klang für mich mehr nach Mensch.

Die Mensch-Maschine. - welchen Synth nehm ich bloß?
 
C0r€

C0r€

||
Noch ein Vorteil: Auf dem Keyboard ist Platz um sein Bier abzustellen und die ganzen leeren gläser, ohne dass es stört.
 

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