brauche 12V + 15V: soll ich alles aus einem Netzteil holen ?

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von Anonymous, 29. März 2008.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hallo,

    Ich muss ein neues Kabinett bauen ( diesmal zweiteilig )
    Jedes muss sowohl 12V als auch 15V liefern.
    Da aber die modulbelegung ändern kann, und damit auch die 12V vs. 15 V belastung,
    denke ich es wäre schlauer NUR 15V Netzteile zu verbauen und die 12V daraus zu generieren mittels (mehrerer ) 7812/7912.

    gibts einen grund der dagegen spricht das einfach so zu machen :?:
    ( als Netzteil werde ich schaltnetzteile von Traco verwenden )






    Die 15V verteilung geschieht komplett sternförmig,
    die 12V würde ich über Busplatinen machen und mehrere 12V umwandler verwenden vor den busplatinen
    ( wahrscheinlich pro busplatine ein päärchen 7812/7912.)


    Material für die racks ist schon alles da, muss jetzt die Trafos bestellen.
    Hoffe das passt so.
     
  2. MiK

    MiK Löten&Coden

    Wenn Du den üblichen Terror mit der Verlustleistung mit einkalkulierst, kannst Du das so machen. 3V sind nicht viel, genug Kondensatoren um die Regler rum und das sollt gut tun. Da die Regler normalerweise nicht zum schwingen tendieren, wird sich da auch nix aufschaukeln, notfalls kannst Du, wenn Du mehrere *12-Pärchen verbaust, da noch Entstördrosseln davor klatschen, das ist dann aber die Luxusedition.

    Wenn Du 100mA rausziehst, sind das bei 3V dann 300mW, das ist schon gar nicht so wenig. Es gibt aber schicke Fingerkühlkörper mit recht niedrigem K/W-Wert, die sind dann da geeignet und fressen nicht so viel Platz. Mehr Freude hast Du aber vielleicht doch an einer zentralen 12V-Regelung nach der 15V-Regelung. Je nach Leistungsbedarf dann vielleicht sogar mit ner kleinen Regelelektronik um nen 2N3055 rum oder sowas. Ich mach das mittlerweile lieber so, ich bin zu blöd für die Linearregler, die werden mir immer zu warm :) Bei diskretem Aufbau kannst dann gleich noch ne Strombegrenzung mit einbauen.
     
  3. Ein Bekannter von mir hat vor kurzem eine Firma gegründet und einen Internet-Shop aufgemacht. In den Vorankündigungen hat er auch Netzteile drin. Ich weiss allerdings nicht wieviel Volt die haben. (Ich vermute 12 Volt und 5V oder so.) Doch fragen kostet ja nix. Auf jeden Fall scheinen die genug Power zu haben....

    http://www.bas-systems.de/pi20/index.html

    Gemäss seinem Verkaufskonzept bietet er PCBs an, die man selbst bestücken muß. Auf Wunsch kann man auch die benötigten Bauteile mitbestellen, falls man sie nicht sowieso hat.
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    hmmm, ich muss etwa 1,5 A rausziehen..........
    ich dachte ein 7812/7912 Päärchen schafft 1 A ?
    Es werden 6 busplatinen, d.h. pro Busplatine dann ein 7x12 Päärchen
    300mA müssen aber drin sein pro Busplatine, da ich ja die Modulverteilung nicht kenne.




    hast du evtl. ne schaltung ?
    Es gibt doch auch ICs die man nehmen kann ansttt die 7x12 päärchen ?
    2N3055 ist ein Transistor oder ?



    @Jürgen ,
    hmmm, hab lieber gelich komplett fertige Schaltnetzteile,
    zudem muss ich eh bei Farnell bestellen.
    aber merci,

    auch merci@ MIK
     
  5. MiK

    MiK Löten&Coden

    Das ist ein Haufen Zeug. Ich hatte in den ersten Varianten meines Synths nen riesigen Kühlkörper dran, 18V ungeregelt vorn rein, 15 raus, bei 500mA (pro Kanal), das gar sehr deutlich geheizt. Bei den Leistungen brauchst Du schon nen recht wuchtiges Stück Kühlung, auch, wenn die 9W, die Du da verbrätst, lächerlich wirken. Aber ein 9W-Lötkolben kann auch ganz schön warm werden :)

    An der Stelle würd ich fast schon nen Schaltregler empfehlen, LM2575 sind da schicke Teile, Spule ist fix selber gewickelt auf nem Kern, Material 26, z.B. T106-26 sollts da tun. Diesen oder T80-26 findet man in PC-Netzteilen gern mal. Code Gelb/Weiss. Aber ein wenig Basics über Schaltnetzteile solltest Du da haben, das Thema ist nicht ganz trivial, man muss es mal ausprobiert haben :)

    Irgendwo in meinem Notizbuch hatt ich da neulich was für ne Röhrenheizung mal zusammen gebastelt, ja. Aber so Schaltungen findest Du auch im Netz. Im Prinzip hast einen Transistor in Kollektorschaltung, nen anderen, der die Basis "runterzieht", wenn hinten zuviel rauskommen will, also Rückkoppung via Zenerdiode, andere Variante wäre die Zenerdiode vorne an der Basis des Leistungstransistors, eventuell noch mit nem Treiber dazwischen. Und dann hast Du in der Ausgangsleitung nen Widerstand, der so dimensioniert ist, dass etwa 0.6V abfallen, wenn Du an Dein Stromlimit kommst (beachte, dass der Widerstand recht dick sein muss), dann kommt an genau diesen Widerstand ein Transistor mit Emitter/Basis dran, der entsprechend dann auch die Regelung "zu" macht, wenn am Widerstand die 0.6V abfallen. Ube und so halt.

    Es gibt integrierte Regler, die Du verwenden kannst, irgendwas mit 723. Da kannst dann auch nen dicken Transistor dahinter klemmen.

    Reichelt hat mittlerweile übrigens auch die Palette an DC-DC-Konvertern ziemlich erweitert. Da kannst nochmal reinschauen.

    Ich werd demnächst mal nen Sperrwandler bauen für 5V/15V/-15V, entweder mit LM2575 oder mit MC34064, aber das wird noch etwas dauern, bis das fertig ist. Aber in der Form könntest Du auch was bauen. Allerdings hast Du hier wieder die Schaltregler-Komplexität mit bei.

    Für Deinen Zweck wäre, wenn Du integrierte Regler nehmen willst, aber mindestens 7812/7912 im TO3 notwendig, und das mit nem ordentlichen Kühlkörper. Der muss dann draussen sein, um Hitzestau zu vermeiden. Kühlkörper im Gehäuse bringen nämlich überraschend wenig, hab ich festgestellt. Es sind halt doch nur Transportmittel, und wo kein Luftzug, da kein Transport :)
     
  6. MiK

    MiK Löten&Coden

    Mir fällt grad noch ne ganz einfache Variante ein...

    Klemm einfach mal 5 Dioden in Reihe hinter die 15V, dann dürften etwa 12V hinten rausfallen. Grundlast empfehlenswert. Vor allem kannst Du mit den Dioden dann auch getrost Deine 7 Nachregelungen parallel hinbauen, weil Dioden ausreichend "dumm" sind, dass Du da keine Rückwirkungen auf die 15V haben dürftest.

    1N4001 macht bis 1A glaub ich. Dürfte für den Zweck taugen, wenn Du da 300-500mA pro Strang rausziehen willst.

    Beobachte am Anfang aber mal die Temperatur, weil natürlich auch hier Verlustleistungen verbraten werden müssen, aber sie sind angenehm aufgeteilt auf die mehreren Dioden.
     
  7. MiK

    MiK Löten&Coden

    Und nochn Nachtrag, der meine beschriebene Schaltung in Bild verdeutlicht :)

    http://www.elektronik-kompendium.de/sit ... 204132.htm

    Hinter T1 willst Du eventuell noch nen Endtransistor anbringen, weil Du sonst nen ziemlich dicken Strom durch die Zener brauchst, wenn Du damit direkt nen 2N3055 (der dann T1 wäre) steuerst. Aber da ist der Kram mit der Strombegrenzung schön beschrieben. Die Zenerspannung muss entsprechend Ausgangsspannung + alle B-E Strecken sein. Du kannst an der Stelle dann auch noch nen Trimmer einbauen zum Regeln, wenn Deine Treiber-Endstufe-Kette ne ausreichend hohe Verstärkung hat. Aber für Präzisionsregelung würde ich dann doch eher auf Opamps setzen - bei 15V Input und 12V Output kommst Du dann aber schon nah an die Rails dran, also evtl. den Opamp dann asymmetrisch aus der Spannung vor der 15V-Regelung betreiben.

    Die Kühlung kannst relativ einfach berechnen, brauchst nur Leistung und maximale Umgebungstemperatur, die K/W Angaben der Datenblätter und der Kühlkörper, dann kannst ausrechnen, ob das alles zusammen passt. Hab die Formeln aber nicht im Kopf, ich leite mir das normal "on-the-fly" immer gschwind wieder her. Gibts aber auch viel Material drüber im Netz.
     
  8. Netzteil a la Dr. Böhm (DigiDrum) mit gut "Power"
    [​IMG]
    (oberer Strang)
     
  9. Anonymous

    Anonymous Guest

    hmmm, ja.....kein Luftzug.
    ich werds austesten müssen,
    befürchte aber dass ich zu faul bin und zu sehr nach dem lustprinzip bastle.
    Mein wissen ist leider immer noch nahe null, dachte das wäre einfacher.

    Muss halt dann vielelicht doch in den sauren apfel beissen und ein 12V Traco einbauen.
    sind aber leider um die 70CHF ( 45€ ), und ich müsste ja zwei haben da das Kabinett 2-teilig wird.

    zudem kommt der Sommer, da will ich ja eigentlich nicht heizen ;-)



    merci
     
  10. MiK

    MiK Löten&Coden

    Naja, ums Heizen kommst nicht drumrum. Die Energie, die Du loswerden musst, ist bei Linearregelung immer die selbe. Spannung hinten minus Spannung vorn mal Strom. Und das für jeden Kanal des Netzteils.

    Hm. Mal spasseshalber den Wirkungsgrad bei 1A ausrechnen...

    15V*1A = 15W, 12V*1A=12W, das sind 80% Wirkungsgrad. Bei anderen Strömen eigentlich auch, weil hier 12V/15V ja ausreicht zur Bestimmung. Also da würde Dir ein Schaltregler nichtmal wirklich nen Vorteil bringen, weil für 80% Wirkungsgrad brauchst schon nen richtig guten, und dann heizt der genau so.

    Ich sach, probier mal das mit den Dioden aus, das ist die gute Faulheits-Methode (ich kenn das mit der Faulheit, die immer dazu führt, dass man sich tagelang den Kopf zerbricht, wie man 2 Stunden Arbeit optimiert :), ansonsten schau, dass Du nur einmal die Regelung hinbaust mit dicken 7812/7912 im TO3-Gehäuse oder diesem Leistungs-Pimp aus dem von Juergen erwaehnten Netzteil mit dem Transistor parallel zum Regler.

    Aber für die Sachen solltest dann auf jeden Fall Kühlkörper benutzen. Bei den Dioden kommst wohl drumrum, weil Du die Verluste ja aufteilen kannst auf Deine 7 Stränge.
     

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