Der Warum-eigentlich-immer-fette-Bässe?-Thread

Dieses Thema im Forum "Sound" wurde erstellt von Zotterl, 25. November 2011.

  1. Zotterl

    Zotterl Guest

    Bass, Bässer am Bässten?

    Eines der Hauptkriterien für einen Synth scheint das Thema dicke Bässe zu sein:
    diese sollen möglichst phatt oder gar fett sein und „untenrum“ ordentlich aufräumen und den Weg freimachen.

    Synth-Vorzugskandidaten dafür sind eindeutig die ebenso fetten Analogkühe; gut, -kälbchen geht auch noch.
    Oder angedickte FM-Synth etc.

    Beim parallel verlaufenden Blofeld-Thread wird der relativ mittige Hifi-Sound eher als nicht ganz-so-doll gesehen.
    Obwohl man diesen – und natürlich andere Hifi-Synths – ideal für das „restliche“ Frequenzspektrum einsetzen kann.
    Motto: es gibt auch ein Leben oberhalb 80 Hertz!

    *
    Musikstil ist natürlich ein wichtiges Thema bei dieser Diskussion: Groove-Zeugs schreit nach Bass, Tanzorientiertes,
    Afterwackelmusik oder Drum’n Bass oder gar Bass’n Bass (TM by Zotterl); das braucht Saft.

    Wie haltet Ihr das aber mit der ganzen restlichen Musik:
    - Ist der „dezente“ Bass out, auch hier nur sabbernde Bässe?
    - Gibt es Höhen-Fetischisten unter Euch?
    - Oder ich-möchte-alle-Frequenzen-gleichberechtigt-behandeln-Leute?
    - Bässchen statt Bass?

    und: wie kompensiert ihr die Bässe?
    (also wie baut sich Eure Musik stattdessen auf, wenn Ihr nicht gerade Bassfreaks seid)
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    bass ist vor allem nur ein teilaspekt.


     
  3. Zotterl

    Zotterl Guest

    Definitiv!
    Ich bin auch nicht für die Ausgrenzung von Bass/Bässen.
    Mir gehts eher
    - um gleichmäßige "Auslastung" innerhalb des Musikstückes.
    - um die Art und Weise wie der Bass verwendet wird: eben fett sein muß (?).
     
  4. psicolor

    psicolor Busfahrer und Bademeister

    Ich bin bekennender Höhenfetischist! Prinzipiell steh ich auf ein ausgewogenes Klangbild, aber dazu gehört meiner Meinung nach auch eine gewisse Brillianz (zumindest stellenweise).
    Der Bass im musikalischen Sinn, also das Instrument, beziehungsweise die Rolle, die den Akkorden ihren Grundton verpasst, ist mMn neben dem Schlagzeug in den meisten Musikrichtungen das wichtigste Instrument. Beim "Sounddesign" (wow, das hört sich ja mal megageschwollen an) schau ich, dass der Bass auch immer in den Mitten auftaucht (da langt schon ein kurzes Schnalzen am Anfang), da ich nen Bass ohne Mitten und Höhen einfach zu langweilig finde.
     
  5. Zotterl

    Zotterl Guest

    Mir fällt dazu spontan der "holzige" Bass ein, der auch eher in den Mitten angesiedelt
    ist, aber mit einem Bein dennoch ganz unten "fußt".
     
  6. Raze

    Raze Tach

    also ich mag ja bässe, aber ich sehe nen bass als ganz normlae synth spur an wie anderes audio material auch, für mich keinesfalls ein muss. allerdings würde ich keinen synth kaufen der das nicht richtig drauf hat.

    wenn ich musik höre ist es mir auch kack egal ob da bass drinne ist oder nicht, wenns für mich funktioniert.
     
  7. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ich steh auf Bass und Bässer...wenn ausgewogen eingesetzt. Die Mittigkeit des Blo ist ja kein Problem. Ich persönlich werde mit dem Grundklang nicht warm. Das ist alles. Alles eine Geschmacksfrage. Genauso wie die fetten Bässe. Kann jeder so einsetzen wie er will.
     
  8. Moogulator

    Moogulator Admin

    Bass als Instrument oder Bass als Beschreibung eines Frequenzbereichs? Quasi alles unter 2kHz ist überbewertet? Also bis 200Hz hinunter sind wir wegen unseres Sprachsystems halt so gewöhnt daran. Ist vielleicht alles unter 200Hz gemeint? Ansonsten darf auch keiner mehr ein u singen, dafür brauchen wir die 200Hz halt noch.
     
  9. Zotterl

    Zotterl Guest

    Hier hat niemand was gegen Bässe oder ausgewogene Frequenzspektren.

    Aber Bass ist nicht gleich Bass, sonst gäbe es nicht so viele Threads zum Thema.

    Fetttriefend oder nicht, dezentere, difizile Bässe?
     
  10. Moogulator

    Moogulator Admin

    Naja, schon immer wurden von HiFiboxenverkäufern die starken Bässe gelobt, man spürt die halt. Der Rest tut nur in den Ohren weh. Oder so?
     
  11. Zotterl

    Zotterl Guest

    Gibt ja auch bekennende "Hochfrequentler" (siehe weiter oben)
    oder Holzbassfans oder oder...

    Was ist mit der Gleichberechtigung von Oben und Unten?
     
  12. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Sie sitzt den ganzen Tag auf ihrer Fensterbank
    läßt ihre Beine baumeln zur Musik
    der Lärm aus ihrem Zimmer macht alle Nachbarn krank
    sie ist beseelt, lächelt vergnügt
    Sie weiß nicht, daß der Schnee lautlos auf die Erde fällt
    merkt nichts vom Klopfen an der Wand

    Sie mag Musik nur wenn sie laut ist
    das ist alles, was sie hört
    sie mag Musik nur, wenn sie laut ist
    wenn sie ihr in den Magen fährt

    Sie mag Musik nur, wenn sie laut ist
    wenn der Boden unter den Füßen bebt
    dann vergißt sie, daß sie taub ist

    Der Mann ihrer Träume muß ein Baßmann sein
    das Kitzeln im Bauch macht sie verrückt
    ihr Mund scheint vor lauter Glück still zu schrein
    ihr Blick ist der Welt entrückt
    Ihre Hände wissen nicht, mit wem sie reden solln
    es ist niemand da, der mit ihr spricht

    Sie mag Musik nur wenn sie laut ist
    das ist alles, was sie hört
    sie mag Musik nur, wenn sie laut ist
    wenn sie ihr in den Magen fährt

    Sie mag Musik nur, wenn sie laut ist
    wenn der Boden unter den Füßen bebt
    dann vergißt sie, daß sie taub ist
     
  13. Zotterl

    Zotterl Guest

    Eigentlich waren es immer die Sänger, die sich die
    Chicks krallten ;-)
     
  14. Moogulator

    Moogulator Admin

    Eigentlich ist der Gitarrist/in oder Sänger/in mehr vorn, der Bassist war eigentlich immer der wo die meisten Witze gemacht wurden. Vielleicht mehr in Musikerkreisen. Siehe den alten Musikerwitze-Thread.

    Aber mal im Ernst: Was meinst du?
    Wenn du zB sagen wir mal IDM hörst, dann sind da oft recht dezente oder gar keine "Bässe" drin, jedenfalls oft auch mal ohne Druck. Es ist dennoch eine relativ beliebte Musikrichtung gewesen. Meinst du diese Sache? Also der bewusste Einsatz eines "Bass Sounds"?
     
  15. psicolor

    psicolor Busfahrer und Bademeister

    In dem bekannten Musikerwitzebüchlein sind die meisten Witze meines Wissens über die Schlagzeuger.
    Hier gibts ne WItzediskussion? Heiss, muss ich gleich suchen...
     
  16. Zotterl

    Zotterl Guest

    Ja; zum Beispiel.
    Gibt ja Stile – vor allem im Dancebereich – wo der Bass schon fast Selbstzweck ist.
    Oft erzeugen diese knallenden Dinger eine Erwartungshaltung; kommt aber nicht
    mehr viel hinterher. Manchmal ist das ok, wenn man Klein- + Großhirn auslagern will,
    abgrooven und so. Es bleibt aber beim Fett – kein Filet.
    (Vielleicht hab ich auch nur zuviel Fett abbekommen?)

    „Bewusster Einsatz“ bezieht sich schon auf Komposition. Auch gut.
    Ich bezog mich auch auf den Klang, nämlich den Bass mit analogem Überdruck, fette Bass-Kuh,
    Knallerballabass, der keine anderen (Klang-)Götter neben sich duldet.

    Warum ist der Glitzerkram oberhalb des amtlichen Bassbereiches nicht so populär?
    Man will ja nicht immer grooven oder bürzelwackeln.

    Bei den Welchen-Synth-empfiehlst-Du-mir-für-FETTE-Sound-Threads wird ja selten
    nach kristallinem mittenbetonten oder drahtig-abstrakten Bass gefragt.

    Oder habe ich nur einen falschen Eindruck gewonnen?
     
  17. Steril707

    Steril707 Tach

    Ich bin definitiv ein mittenlastiger Musikant. Auch und vor allem was Bässe angeht.

    Den Subbassanteil habe ich jahrelang eher vernachlässigt.


    Ich find auch, dass die Mitten in der Clubmusik stark vernachlässigt worden sind in der zweiten Hälfte der 00er. Minimal war ja nur Subbass und obenrum gefiepse.
     
  18. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Druck hat was mit Transienten zu tun und eher nicht mit (angehobenen) Bass Frequenzen. Ein Schuss/Knall hat auch ordentlich Druck, aber nicht unbedingt im Bass Bereich...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Transienten
     
  19. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass ein Mixtechnischer "Ausrutscher" im Bassbereich im Club nicht so tragisch ist. Eine zu laute Sequenz zwischen 600und 1500Hz ist nicht nur ein Tanzflächenputzer - das kann richtiggehend die Leute vertreiben. Da kann man dann auch gleich das Putzlicht anmachen. Viele Elemente in den Mitten und hohe Mitten sind deutlich schwieriger ausgewogen zu mischen als Bässe (wenn Bässe Mumpfeln, dann hat die Magengegend trotzdem noch was davon). Das ist meines Erachtens auch der Grund für den Erfolg der TR909, weil da gerade die Hihats aber auch die Snare und das Clap, einfach nie zu aufdringlich sein können.
     
  20. Steril707

    Steril707 Tach

    ja, da mag was dran sein, Florian.
     
  21. Zotterl

    Zotterl Guest

    :supi:
    Dann können wir es auch in den Mitten "knallen" lassen! :P
     
  22. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Der Grundton sollte schon im Bass Bereich liegen, sonst ist es ja kein Bass mehr ;-) Ich hatte aber auch nie ein Problem aus dem Blofeld 'nen vernuenftigen Bass zu kitzeln, im Vergleich zum microQ ist die Bass Anhebung (ohne 'nen A/B Test gemacht zu haben) wahrscheinlich (zum Glueck) etwas moderater ausgefallen, das ist aber nix was sich nicht mit 'nem EQ ausgleichen laesst.
     
  23. Zotterl

    Zotterl Guest

    Deshalb von mir weiter oben der "fußt"-Kommentar :)
     
  24. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Das "ganz unten fusst" kann sich auch auf 'ne 'ne konstante Frequenz im Attack Bereich oder tiefer gestimmter perkussiven Sound als Unterlage beziehen, von daher kann man da 'ne Menge reininterpretieren. Wenn man dazu dann ein weiteren Sound bzw. ein zusaetzlichen Klangerzeuger braucht, ist das aus meiner Sicht dann schon sowas wie eine Bankrotterklaerung der Synthese Engine...
     
  25. Tax-5

    Tax-5 aktiviert

    Bei Techno muss der Bass knallen... aber bei der restlichen Musik die ich höre (und praktiziere)
    darf der Bass etwas untenrum geben aber nicht matschen und soll wesentlich zum Groove beitragen..
    Daher sind schöne Bassverläufe eher wichtig als der Bass selber..

    (Kenny Loggins - Dangerzone, Sandra - Maria Magdalena und Mr. Mister - Broken Wings sind nur einige Beispiele.. obwohl alle drei Beispiele mit nem DX7 realisiert wurden)
     
  26. VEB_soundengine

    VEB_soundengine bin angekommen

    bass beeindruckt eben. evt. aus dem urinstinkt irgendwas. habt ihr schon mal einen baum fallen hören ? also das ist wesentlich beeindruckender als das kreischen einer tusse, wenn ketschup auf die bluse kleckert.

    aber eigentlich glaube ich , dass der begriff " fett" in der szene eher was mit " ich hab ahnung, ich bin wichtig " zu tun hat.
    je prolliger der autor, um so fetter seine adjektive.
     
  27. Anonymous

    Anonymous Guest

    Vor allem auch beeindruckender als ein Auffahrunfall. Im Kino/Fernsehen gibt´s da immer so einen fetten Boooomsss...in Wirklichkeit knallt es einfach nur kurz blechern und relativ im mittleren Frequenzspektrum.
     
  28. ARNTE

    ARNTE Ureinwohner

    also ich mag fette bässe. immer.

    :dunno:
     
  29. Zotterl

    Zotterl Guest

    Ich auch - aber nicht immer.
     

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