Digital/Hybrid - Welche der neuen (Wavetable-)Synths beeindrucken Euch am meisten?

Digital/Hybrid - Welche der neuen Synths beeindrucken Euch am meisten?

  • Arturia MicroFreak

    Wahl: 10 14,5%
  • ASM Hydrasynth

    Wahl: 22 31,9%
  • Modal Argon8

    Wahl: 15 21,7%
  • Novation Peak/Summit

    Wahl: 11 15,9%
  • Waldorf Kyra

    Wahl: 3 4,3%
  • Waldorf Quantum

    Wahl: 30 43,5%

  • Anzahl Votes
    69

einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
Warum machen die das so?
ist halt einfach ein anderes konzept

mir persönlich wären 5 auch zu wenig.

mein größter selbstgemachter hat 100 - und wenn ich ehrlich sein soll, war ich erstaunt, dass man das eigentlich kaum noch braucht (es beweist, wie fortschrittlich die 64 beim wave/microwave für die damalige zeit waren!), mein größter 3D hat 10*10*10 = 1000.

in bezug auf die implementation könnte man aber sagen, dass wenn du z.b. 500 hättest, dass du dann (vorausgesetzt, die waves stellen einen schönen langssamen verlauf dar) schon fast garnicht mehr in echtzeit interpolieren musst; es ist dann vollkommen ausreichend, die modulation der wave nur mit beginn der phase zuzulassen und es flutscht.
 
Zuletzt bearbeitet:

einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
kenne ich zwar nicht, aber für kleine monosynths macht das sicher spass. ich habe das vor 20 jahren mit 2 microwaves gemacht.
doof ist nur, dass du ja auch die ausgänge irgendwie noch summieren musst, du hast dann alles doppelt.
 

Horn

*****
kenne ich zwar nicht, aber für kleine monosynths macht das sicher spass. ich habe das vor 20 jahren mit 2 microwaves gemacht.
doof ist nur, dass du ja auch die ausgänge irgendwie noch summieren musst, du hast dann alles doppelt.
Dafür nehme ich im Falle meiner 4 gechainten Pulse einen Linemixer als Sub-Mixer. Den hier:
 

Cyclotron

||||||||||
in bezug auf die implementation könnte man aber sagen, dass wenn du z.b. 500 hättest, dass du dann (vorausgesetzt, die waves stellen einen schönen langssamen verlauf dar) schon fast garnicht mehr in echtzeit interpolieren musst
Wobei eine Echtzeitinterpolation viel flexibler ist - beispielsweise wenn man eine zufällige oder modulierbare Reihenfolge der Slots ohne harte Sprünge möchte und dabei ggf. noch die - hinsichtlich des RMS - optimale Blendcharakteristik haben will (gerade bei Resynthese wichtig). Oder wenn man den Grad der Interpolation in Echtzeit frei steuern möchte.
 

einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
vielleicht mache ich dabei was falsch, aber ich war nie so besonders glücklich damit.

das fängt schon damit an, dass man das wavetable mindestens 2, wenn nicht 3-fach abfahren muss (kostet CPU)

außerdem, was ist mit sprüngen? wenn die eingehene modulation von wave 5 auf wave 45 springt, wie soll man dann interpolieren? auch wieder nur linear zwischen zwei oscs? :) logischer wäre ja eigentlich, dass man dann alle dazwischen liegenden waves abfährt...

vor allem hilft eine interpolation (von der länge eines wave cycles?) bei sehr unterschiedlichen waves auch nicht gegen knacken und ploppen.
 

Cyclotron

||||||||||
außerdem, was ist mit sprüngen? wenn die eingehene modulation von wave 5 auf wave 45 springt, wie soll man dann interpolieren? auch wieder nur linear zwischen zwei oscs? :) logischer wäre ja eigentlich, dass man dann alle dazwischen liegenden waves abfährt...
Das geht, wenn man mit Zeigern auf Slots arbeitet und diese Zeiger beim Slotwechsel tauscht (pA <= pB) und dann pB neu belegt. Also eher ein dynamisches Wavesequencing, das man aber parameterseitig für den User wie eine Wavetable erscheinen lässt. Dann kann man sogar Pfade festlegen (wie im PPG Wavegenerator) und Loops einbauen, die nur noch dann knacken, wenn man das explizit so möchte.

vor allem hilft eine interpolation (von der länge eines wave cycles?) bei sehr unterschiedlichen waves auch nicht gegen knacken und ploppen
Bei mir knackt und ploppt nichts, wenn ich beliebige Waves in Echtzeit interpoliere. Bei der speicherlastigen Lösung braucht man u.U. zig Slots für ähnliche Qualität (ab 1000 wird es langsam HiFi) und muss diese schon bei einfachsten Manipulationen des Inhaltes komplett neu berechnen.


Zurück zum Thema: Der Quantum flasht schon sehr. Leider jenseits meiner derzeitigen Möglichkeiten ... aber es ist schon eine Wonne, die Videos zu betrachten.
 

Cyclotron

||||||||||
Mittelschnell würd ich sagen, einige hundert Hz - aber nur, wenn man die Position mit Audiorate updated. Natürlich gibt es irgendwann Grenzen, wenn man fast ohne Übergang zwischen extremen Unterschieden wechselt. Da entstehen neue Obertöne, das Ploppen ist einfach Aliasing. Wer im kHz Bereich durch chaotische Wavetables pflügt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren braucht dann schon Oversampling oder generell eine hohe Samplerate. Mit viel Speicher oder Interpolation allein ist das nicht zu lösen.
 

einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
also ich hab immer probleme, sobald die wavecycle erreicht wird. x2 ist dann halbwegs okay. deswegen bin ich im fall von viel speicher / viele waves bei meiner methode geblieben, das umschalten nur zum ende des cycles zu erlauben. (d.h. das modulationssignal wird bei jedem nulldurchgang der phase per s/h auf einen festen wert gesetzt.)

aber man lernt nie aus. vielleicht gibt es ja noch eine dritte methode. :)
 
Absolut... Wenn man teils an das Gefummel mit der Microwave 1 denkt (trotz Access Controller)... z.B. das durchfahren der Wavetables und eben Funktionen, die trotzdem nur über das Menü erreichbar sind... Klanglich aber nach wie vor Bombe das Teil und auch nicht durch den Quantum ersetzbar...
Der Filter des MW1 Rev.A klingt völlig anders (trotz der vielen Filteroptionen des Quantum). Den Eindruck mit den höher aufgelösten Wavetables beim Quantum habe ich auch irgendwie... insgesamt klingt die MW deutlich rotziger bzw. roher... Auch kann man mit der Microwave ganz wunderbar Basslines basteln, aber Bässe sind nicht das, was ich (evtl. derzeit noch) mit dem Quantum assoziiere.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke, das beantwortet im Wesentlichen meine Fragen.

Was ich nur nicht ganz verstehe: Wieso haben die Wavetables bei Modal und Novation nur 5 Waves? Ist das nicht so ausschlaggebend, solange bei Durchfahren der Wavetable gut genug zwischen diesen Waves interpoliert wird? Warum machen die das so?
Tja, das wieso kann ich Dir natürlich nicht sagen, da müsste man mal die Designer Fragen. Aber ich kann eine vorherige Frage beantworten:
Aus meinen Augen und meiner Erfahrung ist der Peak kein Wavetable Synthesizer. Er ist ein klassischer Subtraktiver Synthesizer, der auch sowas ähnliches wie Wavetables hat. Aber letztlich sind mit den 5 Schritten keine großen Sprünge möglich da auch die "interpolation" beim Peak einfach nur ein Überblenden von zwei benachbarten Waveforms in der Table gemeint ist.

Der Blofeld (den ich glücklicherweise ja auch habe) ist vollkommen anders aufgebaut. Und er ist eben, da er voll digital ist und nicht nur der OSC eine Waveform abspielt, auch komplett darauf getrimmt und kann eben andere Sachen als ein Subtraktiver synth.

Für mich ist der Summit kein Wavetable und ich glaube, daß will er auch nicht sein. Die Wavetables werden eher benutzt um andere Obertöne zu erhalten als aus den klassischen Wellenformen.

Wenn der Peak/Summit ein WT synth wäre, dann wäre der REV2, der Prolog und auch der PRO12 ja auch einer ...

Der Filter des MW1 Rev.A klingt völlig anders (trotz der vielen Filteroptionen des Quantum). Den Eindruck mit den höher aufgelösten Wavetables beim Quantum habe ich auch irgendwie... insgesamt klingt die MW deutlich rotziger bzw. roher... Auch kann man mit der Microwave ganz wunderbar Basslines basteln, aber Bässe sind nicht das, was ich (evtl. derzeit noch) mit dem Quantum assoziiere.
Ich verstehe was Du meinst, aber eigentlich ist das nur die alte Technik, die eben noch nicht das konnte, was heute so geht, bzw. sie wäre viel zu teuer gewesen. Der MW ist in einer Zeit gekommen, als das das absolut machbare war und das war dann grade mal eben ausreichend und ständig an der Grenze.
Erinnert mich an den SID Chip vom C64. Der war auch super und da kann man wirklich dreckige Sounds mitmachen. Das liegt aber daran, daß er eigentlich technisch ziemlicher Müll ist. Er ist instabil, die Filter sind nur sehr bedingt einsetzbar, die Hüllkurven führen zu Artefakten, Resonanz hat er quasi nicht und die Gates schließen nicht komplett. Darüber hinaus hat er dann noch zusätzlich das Problem, daß jeder Chip anders klingt (Instabil eben nicht nur in sich). Trotzdem war er damals eine Sensation und macht heute tolle Sounds. Man liebt daran wohl eben genau das was er eigentlich nicht kann und benutzt ihn halt nicht um Tolle Pads zu machen oder so ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Aus meinen Augen und meiner Erfahrung ist der Peak kein Wavetable Synthesizer. Er ist ein klassischer Subtraktiver Synthesizer, der auch sowas ähnliches wie Wavetables hat. Aber letztlich sind mit den 5 Schritten keine großen Sprünge möglich da auch die "interpolation" beim Peak einfach nur ein Überblenden von zwei benachbarten Waveforms in der Table gemeint ist.
Man darf das Zusammenspiel zwischen Wavetables und Virtual SYNC Parameter als zusätzliche Dimension nicht vergessen.
 

Sulitjelma

||||||||||
...
Für mich ist der Summit kein Wavetable und ich glaube, daß will er auch nicht sein. Die Wavetables werden eher benutzt um andere Obertöne zu erhalten als aus den klassischen Wellenformen....
+1

und auch beim Prophet 12 empfinde ich das so. Könnte mir wirklich vorstellen daß man - abgesehen vom Quantum - von den vorgeschlagenen vielleicht am meisten mit dem Hydrasynth in diese Richtung gehen kann. Zumindest nachdem was in einem der Videos zu hören ist.
 
Könnte mir wirklich vorstellen daß man - abgesehen vom Quantum - von den vorgeschlagenen vielleicht am meisten mit dem Hydrasynth in diese Richtung gehen kann. Zumindest nachdem was in einem der Videos zu hören ist.
Wie hier ja auch schon steht is da ja insgesamt nichts neues und es gibt schon viele Wavetable Synthesizer seit Jahrzehnten. Die können das schon, einiges mehr, dafür das ein oder andere detail evtl. nicht.
 
Man darf das Zusammenspiel zwischen Wavetables und Virtual SYNC Parameter als zusätzliche Dimension nicht vergessen.
Ist irgendwie jetzt gefühlt off-topic .. aber ich verstehe das Virtual Sync auf dem Summit nicht. Normalerweise will man doch die OSC syncen und nicht den OSC zu irgendwas syncen. Da spielt doch konkret die Frequenz des 2. Osc bzw. dessen Bewegung eine rolle. Das geht aber beim Summit nicht, da der Sync etwas generiertes ist und nichts mit den anderen OSC zu tun hat.

Hast Du da evtl. ne Erklärung für mich, die mich das besser verstehen lässt?
 

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Normalerweise will man doch die OSC syncen und nicht den OSC zu irgendwas syncen.
Ich selbst habe keinen Peak, aber 'ne Ultranova und kenne die Funktion auch vom AN1x. Oszillator Sync dürfte dir ein Begriff sein, dabei ist meist nur der Output des Slave Oszillators interessant, die VSYNC funktion erzeugt einen eigenen virtuellen Master für jeden Oszillator, mit entsprechend durch die Matrix modulierbaren Parametern.
IMHO verschenkt man bei den beiden anderen von mir genannten Synths 'ne Menge Potential, wenn man sich nicht intensiver damit beschäftigt, das wird bei Peak/Summit nicht anders sein.
 

qwave

KnopfVerDreher
Ich mag den Waldorf Quantum, weil man da neben einem guten Wellensätzen mit den seit dem Nave bekannten zusätzlichen Parametern auch nich VA Oszillatoren, Samples, Granuals und Resonator Sachen bekommt. Die analogen Filter sind nicht schlecht, aber ich hätte mir den Quantum auch ohne die gekauft. Der digitale Waldorf PPG Filter gefällt mir einfach ebenso wie die anderen digitalen Filter von Waldorf. Und neben bei bekommt man auch viele Modulationsmöglichkeiten und so viele Knöpfe.

Den Argon8 habe ich mir wegen seinem anderen Grundklang auch schon vorbestellt. Hat auch genügend Knöpfe um Spaß bei der Editierung zu haben.

Den Kyra mag ich vom Klang nicht so sehr. Das liegt einfach an meinem Geschmack. Andere werden den sicherlich mögen. Ist ja mehr in Richtung Access. Der Preis ist natürlich recht hoch, aber man bekommt ja einiges geboten. Vor allen Dingen viele Stimmen. Das aber das Design und das Format ohne Tastatur mag ich nicht. Und ein Synthesizer der mir gar nicht optisch gefällt, bei dem ich nicht instinktiv mit der Hand nach 3 Minuten den richtigen Regler finde, ist nichts für mich. Hatte den einige Zeit auf der Superbooth getestet.
 

Sulitjelma

||||||||||
Ist irgendwie jetzt gefühlt off-topic .. aber ich verstehe das Virtual Sync auf dem Summit nicht. Normalerweise will man doch die OSC syncen und nicht den OSC zu irgendwas syncen. Da spielt doch konkret die Frequenz des 2. Osc bzw. dessen Bewegung eine rolle. Das geht aber beim Summit nicht, da der Sync etwas generiertes ist und nichts mit den anderen OSC zu tun hat.

Hast Du da evtl. ne Erklärung für mich, die mich das besser verstehen lässt?
Wenn man den VSync-Anteil moduliert klingt das vergleichbar, wie wenn man bei klassischem OCS-Sync den Pitch moduliert - meiner Meinung nach. Vorteil man verbraucht nur einen einzigen OSC.
 

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Das sehe ich anders, speziell im Zusammenspiel mit FM und Ringmod klingts selbst ohne Wavetable schon nach Wavetable und man braucht keine Sync Tables mehr.
 
Der typische Sound ist doch der Jarre Laser Harp sound, richtig?

Den bekommt der Summit nicht wirklich hin. ... Auch nicht mit Modulation durch einen Envelope. irgendwie eigenartig. Ich weiß noch nicht mal so genau was dem genau fehlt, aber jedenfalls nicht so dolle. ...
 

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Der typische Sound ist doch der Jarre Laser Harp sound, richtig?
Für Sync, typisch hmmmm... vielleicht Hello Again von The Cars. Laser harp ist afair nur ein Controller, bin jetzt auch nicht unbedingt der Jarre Fanboy, von daher könnte ich auch falsch liegen.
 

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Nicht typisch im Sinne von PPG&Co, aber typisch im Sinne von einer bestimmten Menge von drastischen Klangveränderungen über einen bestimmten Zeitraum.
 

einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
in gewisser weise hast du recht - es ist schon komisch, dass man (ich?) mit "wavetable" typischem sound das PPG gescharre gleichsetzt - als ob man die technologie nicht auch komplett anders einsetzen könnte.

ich halte vorerst trotzdem am dem bild fest. :)
 
Der Laser wird als Controller genutzt der ursprünglich den ELKA Synthex anspricht, meines Wissens.

Der Vollständigkeit halber, wenn auch OT.
Das probiere ich aus... danke für das Video - das hatte ich noch nicht gefunden.

Ansonsten ist klar das der Laser nur der Controller ist, aber irgendwie hatte ich gedacht es sei auch klar, daß es um den spezifischen Sound geht, der dabei dann verwendet wird. Das hier ist exact der Sound.
 


News

Oben