Drum programming ala TR-7x7 - gibt´s das heute noch ?

Dieses Thema im Forum "mit Sequencer" wurde erstellt von b166er, 8. August 2010.

  1. b166er

    b166er -

    Hab neulich mal an einer 727 herumgefingert und nachdem die ersten Hürden genommen waren, hatte ich ein nettes Aha-Erlebnis: Durch die separate Akzent-Spur, die auf alle Tracks gleichzeitig wirkt, kann man sehr schön mit verschiedenen Betonungen arbeiten und mal eben den Groove eines Patterns komplett umdrehen. Die Auswirkung der Akzente ist dann auch noch per Fader steuerbar, da wird in nullkommanix aus einem absoluten Schieberpattern ein seicht bis langweilig plätscherndes Gezippel - und umgekehrt.

    Jetzt will ich mal ein bißchen mit Rhythmik und Betonungen spielen, um etwas über Grooves zu lernen (was an der 727 sowieso durch das Matrixdisplay schon mal viel besser geht, weil man alle Spuren in der Übersicht hat).

    Und da hakt´s dann: Denn alles was ich so kenne, hat - wenn überhaupt - nur die Möglichkeit, Akzente für die gerade aktuelle Spur zu setzen, nicht aber für alle Spuren gleichzeitig. Und das wird dann schnell ziemlich frickelig, wenn da 8 oder mehr Spuren im Einsatz sind. Was ich suche ist quasi der Sequenzerteil der 7x7 in Hardware, am liebsten noch ein großes Display dazu ^^, aber vor allem schnell in der Bedienung, um mit unterschiedlichen Akzentmustern zu experimentieren - gibt´s da was ?

    Ich hab auch schon an die Variante gedacht, mir eine 7x7 zu holen, aber da bin ich nicht sicher, wie das mit Steuerung externer Synths (Drumstation) läuft: Die DS hat die Instrumente fest auf die Noten verteilt und ich wär angenehm überrascht, wenn die 7x7 überhaupt Noten per MIDI ausgibt und das dann noch konfigurierbar wäre.

    Software nur im größten Notfall, ich bin Knöpfchenfetischist :mrgreen:

    Habt Ihr Tips, Ideen, Anregungen ? Wäre auch an Büchern in Richtung Percussion interessiert, also z.B. so eine Art Nachschlagewerk für lateinamerikanische Rhythmen, arabische Standards und was es sonst noch so alles gibt in der Welt....
     
  2. RetroSound

    RetroSound ●--~√V√V√V~--●

  3. dns

    dns -

    hi.

    die 707/727 können das leider nicht, super ärgerlich.... ausser irgendwie im track mode, aber das will man nicht.
    die 626 kann aber ganz gut als sequencer für die DS eingesetzt werden und ist auch für 1/3 des preises zu haben.
    ein display hat sie auch.
    mit dem total accent bin ich jetzt nicht sicher, also mitm fadert rein und raus geht da nicht.....
    würde ich mir aber mal ansehen die kiste!
     
  4. b166er

    b166er -

    Danke für die Infos, das Roland Buch ist ja schonmal ein Volltreffer, gibt´s sogar noch "in Hardware" bei amazon :D, ich glaub das gönne ich mir. Wobei natürlich die Ausrichtung auf die TRs einen anschließenden Kauf von so einer Büchse zur Pflicht macht :nihao:

    Bei der 626 fehlt mir auf Anhieb die Lauflichtprogrammierung und Regelung der Akzentstärke, aber ankucken werd ich sie mir auf jeden Fall mal - hat ja nicht diesen Kultstatus inkl. Preis, dann kann ich auch mit den kleinen Macken leben.

    Gibt es eigentlich keine neueren Geräte, die diese Bedienung aufgreifen ? Ich mein, die Navigation der 727 war schon sehr ungewöhnlich, ich musste mir das erstmal erklären lassen (und manches nicht nur 1x ^^). Aber mal von den Holprigkeiten abgesehen, ist das doch zum Patternprogrammieren fast perfekt, aber irgendwie in der Weiterentwicklung untergegangen. Ich sach ma: Ein Matrixdisplay, mit dem man den ganzen Takt sieht, dazu 16 Tasten, mit denen man entweder alle Sounds im Zugriff hat oder Lauflichtprogrammierung für einen einzelnen macht, dazu die (bin immer noch begeistert) geniale Sache mit dem globalen Akzent..... wieso gibt´s sowas nicht bei den Machinedrums z.B. ? Die hätten doch alle notwendigen Teile des Interfaces, von den Einzelfadern mal abgesehen. Dazu wären sie noch in der Lage, mehrtaktige Pattern zu nutzen, sauber MIDI zu triggern - woran hängt´s ?

    Da werden doch am Ende keine Roland Patente drauf sein :D.

    Bei der RS-7000 z.B. gibt´s ja sowas in der Richtung, das Groove Grid, kann sogar noch ein bißchen mehr (Velocity, Timing usw), aber immer nur bezogen auf einen einzelnen Track. Mehrfachauswahl oder einfaches Kopieren der Groovesettings is nicht (meines Wissens). Muss man denn immer erst alles selber bauen :mrgreen: ? Wäre froh, wenn ich´s könnte....

    Wie steht´s in dem Zusammenhang eigentlich mit Software, die entsprechende Hardware eingebunden hat ? Sowas ala Ableton Controller oder monome - das wär ja Display und Noteneingabe in einem. Nur welche Programme unterstützen das Programmieren von Grooves mit den Dingern ? Ich hab nix generell gegen Software, nur mag ich beim Jammen eben keine Maus und Tastatur bedienen. Auf welchem Chip die Sequenzersoftware läuft, ist mir latte, solange ich ein vernünftiges Interface habe....
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

    Viele Hardware-Sequencer bestehen doch auch nur aus Tasten, also sollte doch auch eine QWERTY erlaubt sein. Ansonsten gibt es fast alles, nur kein vernünftiges Interface. Dazu müssen mehrere Qualitäten zusammentreffen: Musikerverständnis (A) + technisches Verständnis (B) + Designverständnis (C) + Coolheitsverständnis (D). Meist fehlen A, C und D zu einem grossen Teil. Es gibt tausende Features die irgendwo, irgendwie zu erreichen sind, nur für wen, für einen Klickroboter vielleicht?
     
  6. Hi

    Das , was du beschreibst, wäre super mit einem Manikin Schrittmacher zu machen. Der kann alle Notenwerte und Controllernummern über zwei Midi Ports, parallel ausgeben. Das sind 24 Midikanäle Gleichzeitig.

    Es gibt den normalen Sequencermode also 4 Sequencerbündel zu je 8 Spuren , die Noten, Velocity, Length, Gate, MIDI, Controller # etc. enthalten können. Dabei kann eine Velocity line , also Deine Accent line auf alle Notenlines einwirken etc,
    Zusätzlich gibt es den sog Drummode, wo man Velocitywerte per Intrument einstellen kann.

    Check einfach mal das Handbuch dazu, sonst wird das hier zu kompliziert für mich, das alles zu Erklären.

    Der Schrittmacher ist allerdings nicht wirklich ein Schnäppchen, aber ein wirklich cooles und super qualitatives Stück Hardware.
     
  7. Absolut! Gerade wenn man dann sieht, wie nah Beats von Stewart Copeland an irgendwelchen mir kaum bekannten lateinamerikanischen Rhythmen sind.
     

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