Dynacord VRS-23 | Selbstoszillation zu früh?

e-tekk

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Hallo Leute,

ich habe ein VRS-23 und es geht sehr früh, bei ner REGEN.-Poti Stellung zw.2 und 3, in die Selbstoszillation über und macht es ziemlich schwer richtig schöne brauchbare Delays zu erzeugen. Es wurde vor einiger Zeit von einem Techniker mal ein Chip ausgetauscht, weil die Delay Sektion keine Delays erzeugte, egal welche Stellung die Potis und Knöpfe hatten. Laut Verkäufer war das Gerät natürlich technisch absolut in Ordnung. Ich habe mir jetzt mal ein paar Youtube Besispiele von dem Teil angesehen(Retrosound, Lesindes) und in jedem Video kann der REGEN-Regler sehr weit aufgedreht werden und so die typischen Delays erzeugen. Hat jemand eine Idee was das Problem sein könnte oder ist es evtl. von Gerät zu Gerät unterschiedlich? Muss hier vielleicht nochmal ein Chip getauscht werden, wenn ja welcher könnte das sein? Die Eingangslevel sind alle vernüftig eingestellt und es wird nichts an dieser Stelle schon übersteuert. Bin für jeden Tip dankbar!

Greetz
Enrico
 

soderstrom

Hardlöter
Hey Enrico, spannendes Thema :D . Ich habe zwei VRS23. Eines davon macht überhaupt keine Selbstoszillation, das andere fängt schon bei 11.30h Stellung an (m.E. nach auch abhängig vom Eingangspegel).

Im Internet wird hier und da erzählt, dass die Neigung zur Selbstoszillation vom Baujahr abhängen würde. Man würde das an der Logo Variante bzw der Farbe der Frontplatte erkennen usw. Ich kaufe diese Geschichten nicht, ich denke das es sich hierbei um eine Justierungs- und Einstellungsache, vielleicht auch Bauteiltoleranzen und Defekte handelt. Ich würde der Sache gerne mal auf den Grund gehen und meine beiden Geräte messtechnisch miteinander vergleichen, bewaffnet mit dem Service Handbuch. Leider fehlt mir im Augenblick die Zeit!

PS: Mein Ideal wäre, dass die Selbstoszillation auf ca. 3 Uhr Stellung beginnt.
 

swissdoc

back on duty
Ich kann mich bei meinem nicht beklagen, aber ich wollte diesem Mythos auch immer mal nachgehen, aber auch hier ist freie Zeit ein kostbares Gut....
 

e-tekk

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Hey swissdoc und soderstrom, vielen Dank für eure Einschätzungen. Das es gewisse Toleranzen gibt habe ich auch schon gehört... Mit dem Eingangssignal habe ich auch schon rumexperiemtiert, aber hat alles keine wünschenswerte Ergebnisse erzielt. Das sich das Feedback so stark so früh schon hochschaukelt ist echt nervig. Habe mich mal durchs Service Manual geklickt und laut den Schematics sind die beiden IC´s I001 und I004 | UPC 4559C | irgendwie mit der Regeneration verbandelt. (Sorry für die unkompetente Ausdrucksweise, aber habe wenig Ahnung von Elektronik) Macht es Sinn die beiden mal auszutauschen oder bin ich da vollkommen auf dem falschem Dampfer?
Mein VRS sieht so aus...
 

Anhänge

fanwander

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e-tekk schrieb:
Macht es Sinn die beiden mal auszutauschen oder bin ich da vollkommen auf dem falschem Dampfer?
Klingt nach falschem Dampfer. Grundsätzlich besteht das Delay aus fünf BBD-Chips. Für jeden dieser Chips gibt es einen Trimmer (P20,23,25,27,28) der die Ausgangslautstärke der jeweiligen Delayposition bestimmt (Dynacord nennt das in der Justageanleitung die "Kopfpotis". Die denken also noch wie bei Bandechos mit mehreren Tonköpfen).
Weiterhin gibt es einen Trimmer P1 bzw P3 für den Ausgangspegel hinter dem Expander-Ausgang: auf dem Schaltplan des Mainboards links sind die Ausgänge A1 und A2. Vor denen hängt eine Bufferstufe mit I 001 und I 003 (jeweils 1/4 RC4136). In deren Rückkoppelung liegt der Trimmer.

Ich schätze, dass deren Einstellung auch die Fähigkeit zur Selbstoszillation beeinflusst. Ich würde mal damit anfangen an den P1 und P3 zu drehen.
 

Heinz Schnackensiel

Schaltplan- Versteher
e-tekk schrieb:
...oder bin ich da vollkommen auf dem falschem Dampfer?
Ja, bist du. Ohne gezielte Fehlerdiagnose (=Pegel innerhalb der Schaltung bestimmen) wird das nichts.
Es sei denn hier kennt jemand den Effekt.
(Generell scheinen die Dinger enorm zu schwankenden Regenerations-Pegeln zu neigen, ohne das ich bisher eine Erklärung dazu gelesen hätte. Abgleich oder ein Fehler um die Kompander kann durchaus sein, "defekte Chips" allerdings eher nicht. )
 

e-tekk

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Vielen Dank Florian, das ist sehr hilfreich und ich werd´s heute abend mal testen und berichten. :supi:
 

soderstrom

Hardlöter
fanwander schrieb:
e-tekk schrieb:
Macht es Sinn die beiden mal auszutauschen oder bin ich da vollkommen auf dem falschem Dampfer?
Klingt nach falschem Dampfer. Grundsätzlich besteht das Delay aus fünf BBD-Chips. Für jeden dieser Chips gibt es einen Trimmer (P20,23,25,27,28) der die Ausgangslautstärke der jeweiligen Delayposition bestimmt (Dynacord nennt das in der Justageanleitung die "Kopfpotis". Die denken also noch wie bei Bandechos mit mehreren Tonköpfen).
Weiterhin gibt es einen Trimmer P1 bzw P3 für den Ausgangspegel hinter dem Expander-Ausgang: auf dem Schaltplan des Mainboards links sind die Ausgänge A1 und A2. Vor denen hängt eine Bufferstufe mit I 001 und I 003 (jeweils 1/4 RC4136). In deren Rückkoppelung liegt der Trimmer.

Ich schätze, dass deren Einstellung auch die Fähigkeit zur Selbstoszillation beeinflusst. Ich würde mal damit anfangen an den P1 und P3 zu drehen.
Ja, ein guter Beitrag Florian! :supi: Mal schauen vielleicht finde ich am WE die Zeit die Justageanleitung an den Geräten zu checken? Grüße

PS: Ich schulde dir noch ein Bier, jetzt sind es zwei.
 

e-tekk

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So, Florians Tipp war Gold wert!! Vielen Dank, jetzt läuft es endlich nach meinem Geschmack. Ich habe dann außerdem noch am Compressor Distorton und am Output Clip Potentiometer herumgedreht, bis ich dann ein gutes Ergebnis hatte und nix mehr frühzeitig übersteuert. Hat jetzt so 2 Stunden in Anspruch genommen, aber das hat sich definitiv gelohnt! :supi:

Greetz
Enrico
 


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