Effektgerät?

Dieses Thema im Forum "Studio" wurde erstellt von PySeq, 25. März 2015.

  1. PySeq

    PySeq eingearbeitet

    Hi,

    welches Effektgerät möchte man denn für einen Analogsynth (z.B. BS2) haben?
    Sollte das Effektgerät analog sein oder genügt digital?
    Aus Platzgründen wäre mir ein Multieffektgerät (Delay, Chorus, Hall, ggf. Flanger, Phaser) am liebsten. Geht wohl nur digital, oder?
    Was wäre z.B. vom Vox Tonelab zu halten?
     
  2. Grenzfrequenz

    Grenzfrequenz recht aktiv

    Ich frage mich das auch. Über Jahre galt in diesem Bereich ja das Eventide Eclipse (zumindest unter denen, für die H8000, Orville & Co das Budget sprengen würden) als Messlatte. Is das olle Gelöt denn 14 Jahre nach dem Release es denn heute noch wert, dass man da die dicken Taler für raus haut? Für mich steht computergestütze Produktion an erster Stelle, wenn das Geraffel auch live eingesetzt werden kann ist das ein netter Bonus, aber unbedingt nötig ist es für mich nicht.
     
  3. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Analoge Multi-Effekte gibt es hauptsächlich vintage aus der Gitarren-Ecke, z.B. Ibanez UE400 oder UE405, nett auch das Roland GP8 (aber leider keine "knobby" Bedienung). Cool auch die Korg Reihe PME 40x.
    Dumm nur, dass mit Gitarre eine Verzerrung gut klingt und für den Sound essentiell ist (sein kann). Bei einem Synth willst Du das nicht unbedingt.

    Nimm lieber was digitales, Vox Tonelab würde ich aber nicht nehmen, es sei denn Du willst Gitarrensound nachmachen.

    Guter Einstieg Sony HR-MP5 oder Boss SE-50 / SE-70.

    Ansonsten, mal die Forum-Suche bemühen, gibt schon was zum Thema...
     
  4. k-stone

    k-stone Naturbursche

    Zum Tonelab kann ich nichts sagen, aber ich habe mir letztes Jahr aus der gleichen Kategorie nen gebrauchtes Digitech RP 155 für 35 € geschossen, welches ich mittlerweile sehr oft hinter meinen Microbrute klemme. Ist gebaut, wie ein Panzer, Lexicon hat an den Hallalgos herumprogrammiert, oder lizensiert, was immer das heissen mag, und ich finde es eigentlich ganz okay für den Zweck, wenn man was Budget- mäßiges sucht.
     
  5. PySeq

    PySeq eingearbeitet

    Auf das Tonelab bin ich deshalb gekommen:

    Das dürfte ein Vorgänger sein. Klingt sehr ordentlich, finde ich, vor allem dieser Cure-artige Anfang. Allerdings mit Gitarre. Democlips für Effektgeräte mit Synths sind wohl nicht so oft.
    Das Tonelab kann noch Gitarrenverstärker emulieren. Das ist vielleicht ganz praktisch für meinen Rompler, der sich an 'nem Rhodessound versucht.

    Dieses Sony-Teil hab' ich hier gerad' gesehen:

    Scheint leider etwas anfällig zu sein, das heißt, man liest davon öfters "kaputt". :sad:

    Aber danke für die Tipps, werde ihnen mal nachgehen.
     
  6. ollo

    ollo eingearbeitet

    ich benutze im bandproberaum ein "tc electronic M-One XL". dort läuft zwar nur der gesang drüber und deswegen reverb und delay, das teil hat aber auch eine menge andere effekte, die bestimmt auch einem synth gut stehen würden. ist aber kein teil, wo man live an den effekten rumspielt sondern sich vorher einstellt was man braucht, bis auf das tab-tempo natürlich.

    ansonsten würden sich wirklich gitarreneffekte anbieten, vielleicht die typischen sachen von boss
     
  7. Grenzfrequenz

    Grenzfrequenz recht aktiv

    Wieso würden sich Gitarreneffekte anbieten und kein Eclipse (oder SE-50, je nach Budget)?
    Seh ich eher umgekehrt...
     
  8. subsoniq

    subsoniq aktiviert

    Distortion würd ich analog empfehlen, als Multi für synths boss se70 oder vf1 find ich gut.
    Das hrmp5 hatte ich früher mal, klingt auch gut nur bekommt man für die 300 Euro die man heute dafür bezahlen muss bekommt man fast ein ensoniq dp4
    Hab mir grad ein dynacord drp10 geholt, Schwerpunkt is da aber Hall
     
  9. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Wie viele Effekte soll das Gerät gleichzeitig bzw. zur gleichen Zeit parallel/seriell erzeugen können?
    Hall in analog wäre wohl ein Feder-Hall. Digital kann man in einem Gerät eine größere Auswahl an Effekten bekommen, darunter auch mehrere verschiedene Reverb-Algorithmen.
    Ich habe mich z.B. kürzlich für Lexicon MX400 entschieden. M.E. sehr gute Reverbs, Delay, Chorus usw.
    Es gibt folgende Einschränkungen:
    - Kein EQ als eigenständiger Effekt, sondern lediglich Filterung für Effekte wie Reverb, Delay
    - Maximal zwei Effekte gleichzeitig auf eine Quelle anwendbar.
    Man kann die Leistung aber auf zwei Stränge verteilen und so bis zu 2x2 Effekte erzeugen. Oder du hast 4 Boxen - dann kannst du damit Surround-Hall machen. ;-)
     
  10. ollo

    ollo eingearbeitet

    man könnte auch noch bei mixern im dj bereich gucken, da gibts ja auch genug, die eingebaute effekte haben
     
  11. Grenzfrequenz

    Grenzfrequenz recht aktiv

    Kann man machen, ist dann halt scheiße

    Frage: Ich hab zu wenig Geld für ein High End Effektgerät, was soll ich machen?
    Antwort: Kauf Dir ein DJ Mischpult, so dass am Ende nur noch 20% von Deinem knappen Budget dort investiert werden wo Du es benötigst

    :selfhammer:
     
  12. Horn

    Horn ||

    Eigentlich hat man digitalen Sound mittlerweile durch PlugIns in der DAW doch ohnehin meist in besserer Qualität zur Verfügung als ihn die digitalen Rack-Effekte liefern.

    Ich stand vor Kurzem vor der gleichen Überlegung und habe mich für wenige, ausgewählte analoge Effekte entschieden: ein Analog-Delay, ein Federhall, ein Kompressor. Damit komme ich aus - für alles andere muss dann eben die DAW herhalten.
     
  13. siebenachtel

    siebenachtel engagiert

    ich finde nen guten Hall am wichtigsten. Und ganz speziell der sollte eben richtig gut sein.
    ein eventide space kann man z.bsp. auch als Delay und IIRC als chorus benutzen.....( je nach algo )

    bei delays würde ich z.bsp. immer tap-tempo und midi sync haben wollen,
    ...muss jeder selbst wissen. aber jenachdem muss man dann gut drauf achten obs das hat

    flanger und phaser mochte ich erst als ich analoge hatte
     
  14. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit einfach nur die Speicherbatterie,wenn die leer ist, dann geht beim HR-MP5 nichts mehr. Ist dummerweise nicht gesockelt, das kann aber jeder Techniker einfach lösen.
     
  15. PySeq

    PySeq eingearbeitet

    Sieht schonmal gut aus, danke für den Tipp!
    Das ist auch ein guter Ansatz. Analog-Delay, Analog-Hall, ja, wäre nett.
    EQ in Hardware wäre auch irgendwie cool, schon wegen der Haptik.

    Mal gucken, jedenfalls vielen Dank für die Hinweise.
     
  16. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Federhall in gut ist kaum zu bekommen, es sei denn, man mag das Scheppern oder findet was passendes von z.B. AKG.
     

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