Einsteigerfrage zu Latenzen von Auiointerface versus Roland JD-xi bzw. Midikeyboard

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Chris

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Nachdem ich ich mir noch nicht ganz klar bin, ob und wie ich mein kleines Setup, bestehen aus einem Roland JD-xi, einem Arturia Midikeybaord und nicht zuletzt einer Casio CT-x5000 "Tischhupe", mit der ich mich immer mehr anfreunde, da sie mich vom Sound her immer wieder überrascht, erweitere, mal eine Grundsätzliche Frage. Derzeit schleuße ich einfach den Sound des Roland in mein Keyboard ein und improviesiere dazu. Der interne Midisequenzer des Casio funktioniert zwar auch ganz gut, ist aber leider etwas umständlich zu bedienen.

MIt dem Midikeyboard komme ich in Ableton auf eine Latenz von nur ca 3ms, bei Samplerate 128 glaub ich. Mit meinem Roland über USB und seiner eingebauten "Soundkarte" habe ich bei Audioaufnahmen allerding fast 11 ms.
Ist das so normal?

Hat man mit Audioaufnahmen grundsätzlich mehr Latenz?
Oder hätte ich die Möglichkeit da noch mit Einstellungen etwas rauszuholen?

Ich frage deshalb, weil ich gerade überlege mir evtl. entweder ein Audiointerface, oder einen Bosslooper RC-505 oder ein portables Aufnahmestudio zu kaufen. (z.b von Tascam).

Mit dem Looper würde ich wohl auch ganz auf den PC verzichten wollen.

Es geht mir letztendlich nicht darum fertige Tracks zu basteln die veröffentlich werden sollen etc. sondern ich spiele einfach Spur für Spur ein, die derzeit zB. auch in Garageband einfach so vor mich hin improvisiere. Daß ich vielleicht mal das Bedürfnis habe einen Track auch auszuarbeiten, kann ich aber nicht ganz ausschließen. Augenmerk liegt aber in einfacher Bedienung und am Musik machen, ohne mich viel dabei um die Technik und endlose Möglichkeiten kümmern zu müssen.

Habe ich bei einem portablen "Aufnahemestudio" auch solche Latenzen?

Und habe ich mit dem Bosslooper vermutlich genau so große Latenzen wie mit meinem Roland?

Freue mich auch über Beträge oder Erfahrungsberichte bezüglich der Arbeitsweise z.B. mit dem Looper oder einer Aufnahmelösung außerhalb der DAW.
 
Michael Burman

Michael Burman

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Verschiedene Interfaces können verschiedene Latenzen haben.
Mehr Audio-Latenz hat man, wenn man Audio-Signale am Eingang des Interfaces in Echtzeit im Computer bearbeitet und abhört.
Nimmt man Audio einfach wie am Eingang anliegend auf und nutzt dabei Direct Monitoring, spielt die Latenz überhaupt keine Rolle.
 
C

Chris

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Verschiedene Interfaces können verschiedene Latenzen haben.
Mehr Audio-Latenz hat man, wenn man Audio-Signale am Eingang des Interfaces in Echtzeit im Computer bearbeitet und abhört.
Nimmt man Audio einfach wie am Eingang anliegend auf und nutzt dabei Direct Monitoring, spielt die Latenz überhaupt keine Rolle.
Direct Monitoring ist z.B. wenn ich direkt am Audiointerface z.B. mit Kopfhörer mithöre, wenn ich es richtig verstehe?
Für das Hören spielt das dann keine Rolle verstehe, das ist schon mal gut so. Danke

Würde gerne noch wissen, ob es normal ist, dass man mit Audio eher mehr Latenzen hat als mit Midi direkt in der DAW? Auch wenn ich es beim Aufnehmen noch nicht bearbeite.
 
Michael Burman

Michael Burman

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Latenz spielt nur eine Rolle, wenn in Echtzeit Bearbeitung stattfindet.
Bei MIDI to Audio in Echtzeit hast du MIDI-Latenz vom Tastenanschlag bis zur Verarbeitung in der DAW + Audio-Latenz von der Verarbeitung in der DAW bis zum Abhören. Bei MIDI ist die Latenz übrigens nicht konstant, sondern schwankend, weil jedes MIDI-Event nacheinander übertragen wird.
Wenn du Audio am Eingang des Interfaces in Echtzeit in der DAW bearbeitest, hast du
Audio-Latenz, die vom Eingang des Interfaces (inkl. Distanz zum Mikrofon bei Mikrofon-Aufnahmen) über die DAW-Verarbeitung bis zum Abhören durchläuft. Das kann vielleicht etwas mehr als bei MIDI am Eingang sein.
Es kommt aber auch auf die Interfaces an, aber auch darauf an, was alles in der DAW mit welchen Latenzen stattfindet.
Und wie gesagt, Latenzen sind nur bei Bearbeitung in Echtzeit relevant, wenn man z.B. Keyboard oder Gitarre spielt, in der DAW in Echtzeit eine Bearbeitung stattfindet, und anschließend in Echtzeit abgehört wird.
 
C

Chris

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Danke.
Mir geht es bei der Frage darum, daß ich keine Lust habe, wenn ich z.B. mit meinem Keyboard z.B. per Audio ein Schlagzeug einspiele, da immer etwas die Spur verschieben zu müssen, wenn es auf den Punkt sein soll. Dazu muss ich natürlich auch in der Lage sein so genau zu spielen;-). Hatte aber das Gefühl, daß ich die 11 ms beim Roland durchaus etwas auswirken, kann ich mir aber auch einbilden und muss das Einspielen noch üben. Bin mir da unsicher, weil ich am Keyboard wenn ich was direkt in den Midisequenzer dort einspiele, dieses Gefühl nicht habe.
 
Michael Burman

Michael Burman

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Die DAW soll das kompensieren können, damit die nacheinander eingespielten Spuren richtig übereinander liegen.
Latenz kann nur dann störend sein, wenn man beim (Ein-)Spielen eine merkliche, störende Verzögerung hört. Dann ist die Audio-Latenz eben zu hoch. Ausgangsseitig. Eingangsseitig gibt es keine Audio-Latenz, wenn man Keyboard spielt. Das wäre bei einer echten Gitarre der Fall, wenn man sie im Computer mit Effekten in Echtzeit bearbeitet.
Hat man Timing-mäßig nicht sehr gut eingespielt, kann man nacheditieren. Dann kann man aber auch alles nach Belieben hinschieben, wie man es haben möchte.
 
 


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