Electribe als Alternative zum Sampler für Drums?

Dieses Thema im Forum "mit Sequencer" wurde erstellt von studio-kiel, 14. April 2011.

  1. studio-kiel

    studio-kiel aktiviert

    Hi :)
    Bin auf der Suche nach einem Soundlieferanten für Drums, um auch diese Sparte aus dem PC outzusourcen...

    Ich hatte eigentlich vor mir wieder einen großen EMU-Sampler zuzulegen, weil es damals so schön einfach war im laufenden Sequenzerbetrieb einfach die im Speicher vorhandenen Samples durchzuskippen - ABER mir wird der Rattenschwanz mit Laufwerken und Speichermedien zu groß und eine SD-Card-Lösung von SCSI-For-Samplers ist mir zu teuer.

    Daher stellt sich mir nun die Frage, ob ich mit einer Electribe glücklich werden könnte. Ich hatte auch schon mit dem XR-20 von Akai geliebäugelt, habe aber Angst, dass mir da zu schnell die Sounds ausgehen. Da wäre eine Electribe sicher flexibler, auch was die Verfremdung mit Effekten, etc. angeht oder? Allerdings werde ich wohl den Sequenzer der Electribe nicht nutzen und das Programming weiter in Cubase machen - es sei denn der Sequenzer der Electribe macht dermaßen Spass und hat so einen guten Workflow, dass ich nicht anders kann ;-)

    Bei den Electribes stellt sich nun die Frage ob Rompler- oder Sampler-Variante...
    Wenn die Rompler-Variante die Stile EBM, Electro, Industrial, Dubsteb und Ambient klanglich abdeckt und die Drumsounds auch noch mit Effekten versehbar sind (Distortion, Bit-Crusher an Board?), dann würde mir die Rompler-Variante wohl reichen. Wobei es natürlich auch interessant wäre, wenn man eigene Samples schnell und einfach per Speicherkarte vom PC übertragen kann. Allerdings hab ich jetzt schon in den anderen Threads gelesen, dass man Drum-Sets basteln muss, bevor man arbeiten kann?

    Mir wäre es wichtig, dass ich Bassdrum, Snare, Hihats, Cymbal, FX auf eigenen Midi-Kanälen ansteuern kann UND jetzt kommts...in dem Set und im laufenden Betrieb die internen oder die Samples auf der Karte durchbrausen kann. Möglich?

    Gibts ansonsten noch Alternativen? Vielleicht diese weiße Kiste von EMU im Commandstation-Style - die ist doch auch rein für Drums oder?
     
  2. Moogulator

    Moogulator Admin

    Die Tribes sind jetzt nicht riesengroß mit Speicher, für Drums ist das aber ok. Reinladen und so dauert schon (empfehle da das ESX Organizer Tool - ist in der DB verlinkt). Dann ist das schon ganz ok.

    Das ist klanglich schon anders als Emu und so weiter und natürlich weniger Synthesekram. Die Tribes sind stark wenn es um spontane Sessions geht mit dem was drin ist.
    "Alles was drin ist".

    Die Cards sind aber ok für die Speicherung ansich. Du kannst aber auch die Tribes für einen Teil deiner Sachen nutzen und sie als Ansteuerungssequencer verwenden für komplexe Sachen im Studio. Wie wäre das?

    Du kannst alle Sounds auf der Karte anhören aber auch alles was im Speicher ist. Aber reinladen kostet ein paar Sekunden Beschäftigung. Mit Slices hingegen musst du etwas Vorbereitung betreiben, ist dafür aber sehr sehr brauchbar für die Bühne. HiEnd-Sound ist es nicht. Das ist natürlich auch wahr.

    Aber wie wärs mit Spark oder Maschine oder sowas wie Geist? Ok, ist alles auch Software mit Hardware dran. Aber nuja. MPCs und so wären nichts für dich? Die haben mehr Platz ooooder aber ein Spectralis, der hat wirklich viel Speicher und schlaues NAchlademanagement.

    Ansteuern auf verschiedenen MIDIkanälen kannst du bei den Tribes nicht. Alle Drums laufen auf einem Kanal und verschiedenen Tonhöhen. Die Spuren sonst sind frei zuzuweisen.
    EMU Launchpad ist nur ein Keyboard, ist also nichts für deine Idee. Ist keine Groovebox. Nur eine Art Tastatur.

    Aber Command Stations haben keine Samples. Das ist quasi der Umbau der damaligen Rompler mit Knöpfen.
    Bleibt noch die RS7000.

    Ansonsten wäre noch wichtig, ob das Teil wirklich ein guter Sequencer sein muss und soll oder ob du das aufteilst. Die Speicher von Hardware sind eben endlicher als Festplatten. Aber ggf. kämst du ja mit Sets / Kits aus die du dann halt nachladen kannst. Da wären doch halbwegs MPC und RS7000 und so weiter doch geeignet genug, oder? Effekte und so ist natürlich nicht überall perfekt zu machen wegen der Einzelausgänge, aber da ist die MPC auch nicht übel. Die Tribes haben nur einen weiteren Ausgang, der ohne interne FX abgeht. Naja. Und die Röhren machen rauschen. Ich bin bekanntlich Hardcoreuser der Tribes, aber diese Nachteile haben sie halt auch.
     
  3. studio-kiel

    studio-kiel aktiviert

    Eigentlich will ich nur Drumsounds auf verschiedenen Kanälen ansteuern und eine möglichst große Sample-Sammlung hinten dran hängen haben. An Machine habe ich auch gedacht, aber da hängt mir wieder der PC zu sehr mit drin.

    Das Launchpad meinte ich nicht, sondern die PX-7:
    [​IMG]

    Die MPC1000 hatte ich schon voll aufgerüstet, fand sie aber für das Arbeiten, wie ich es mir vorstelle nicht wirklich sinnvoll und den Sequenzer hab ich auch nicht genutzt, bzw. auch nicht ganz kapiert. War ne völlig neue Welt für mich :)

    Es soll halt wirklich eine Art großer Drumcomputer werden. Anmachen und alle Sounds stehen mir zur Verfügung. Da ich ja eher der Studiofuzzi - zumindest beim Produzieren - und nicht so der Session-Rekorder bin, ist mir der Sequenzer, etc. echt wurscht.

    Hmm...wenn ich mir deine Ausführungen so durchlese (vielen Dank dafür), dann scheinen die Electribes ja doch nicht so das Wahre für mich zu sein. Wieviel RAM-Speicher haben sie denn intern? Die Samples, die intern im Speicher sind, kann man dann aber schon ohne Ladezeiten durchskippen oder? Gibts da ne Autoload-Funktion, so dass die Samples nach dem Einschalten automatisch geladen werden?

    Dann wirds wohl doch wieder ein Sampler werden. Vielleicht muss ich dann in den sauren Apfel beissen und dann doch mal auf so ein SCSI-Kartenlesegerät sparen...

    Oder ich bastel mir mal 128 MB an Lieblingsdrums zusammen und mach das mit über den XV-5080...wobei das Laden echt dauert :)
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    Was wäre denn wenn Du eine DAW auf nem Laptop oder PC mit Audiointerface als Alternative nimmst??
    Ich benutze meinen PC meist nurnaoch als Drumcomputer auf Samplebasis und Midi-Sequencer.
    Als DAW habe ich Renoise.
    Mit ner Audiophile 1010 hasste auch mehrere Kanäle die Du ansteuern kannst.
     
  5. studio-kiel

    studio-kiel aktiviert

    Hmmm...eigentlich auch ne Idee - hab ja noch mein Mini-Notebook - das sollte als "Drumcomputer" völlig ausreichen, wobei ich dann auch wieder Machine & Co nehmen könnte. Ich muss da nochmal in mich kehren :)
     
  6. 7f_ff

    7f_ff aktiviert

    Hallo.

    Wenn du etwas suchst was deine Drums verwaltet, ohne Features wie 'n Onboard-Sequenzer zu nutzen,
    dann wäre wohl ein Racksampler sicherlich keine schlechte Wahl.

    Deine Befürchtung bzgl. EMU und CardReader verstehe ich nicht ganz. Die letzte EMU Reihe (Ultra) hat einen
    SCSI- sowie IDE-Port. Für den IDE-Port könntest du 'nen günstigen Adapter holen und mit Speicherkarten
    füttern. Das gute an EMU wäre hierbei, dass du nativ auch FAT-formatierte Datenträger benutzen kannst.
    Die EMUs unterstützen auch das automatische Laden von Bänken nach dem Anschalten.
    Wäre also ein überaus flexibler Rompler, wenn man es will ;-)


    Gruss
     
  7. studio-kiel

    studio-kiel aktiviert

    Oh, danke für den Tip mit dem IDE-Kartenadapter. Das wäre dann wirklich ein Traum. Bleibt dann nur noch den lauten Lüfter des EMU auszutauschen. Dann heisst es nun Ausschau halten und zum Ersten zuschlagen, wenn die Lohntüte kommt :)

    Muss man bei den Adaptern auf irgendwas achten? Die haben alle so unerschiedliche Zahlen - z.B. [6881] - hinter der Bezeichnung stehen:
    http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?_ ... er&x=0&y=0
     
  8. 7f_ff

    7f_ff aktiviert

    Gern doch ;-)
    Ja, dass mit dem Lüft ist nervig, aber wie du schon geschrieben hast, alten Lüfter raus,
    neuen rein und dann sollte das schon ok sein.
    Viel Glück zum Ersten :D


    Puhh, naja, es kann schon ein paar Probleme mit den Adaptern geben, daher würde ich
    wohl so günstige Chinateile nehmen und wenn was nicht knappt, dann hast du möglicherweise
    nicht so viel Geld aus dem Fenster gehämmert.
    Bei den Karten würde ich dir zu den SanDisks raten (die Extreme-Reihe soll gut sein).
    Wenn du die Karten dazu verwenden möchtest um mit dem Rechner Samples auszutauschen,
    dann bräuchtest du einen Adapter, den man anstelle des Floppys einbaut. Dazu müßtest du
    vermutlich noch 'n Kabeldadapter für den EMU-Molexanschluß organisieren.


    Gruss
     
  9. Kaneda

    Kaneda -

    Bemerkung am Rande. Diese Nummern am Ende der Artikelbezeichnung finde ich nur bei einem Anbieter. Vermute von daher das die sowas wie Artikelnummern darstellen und nichts mit dem Produkt zu tun haben.
     

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