Electribe SX Anfängerfragen

Dieses Thema im Forum "mit Sequencer" wurde erstellt von Kash, 7. November 2006.

  1. Kash

    Kash Tach

    Hallo zusammen,
    ich habe früher gerne viel mit Rebirth "gespielt" und bekam vor einigen Monaten wieder großes Interesse am soundfrickeln.

    Ich hab ne Zeit mit dem Tracker Renoise rumgespielt und damit ein bischen Amen breaks massiert usw.
    Das klicken am Mac hat mich aber irgendwie nie befriedigt und ich wollte mir endlich mal Hardware zulegen weil ich als Kind schon total geil auf ne 303 und konsorten war.

    Live viele Knöpfe an Geräten drehen fand ich schon immer toll :)

    Nunja, nach ein paar gescheiterten Ebay Auktionen wo ich versucht hab ne ML303 zu ersteigern bin ich irgendwann durch die vielen positiven Aussagen in diesem Forum bei einer Electribe SX gelandet weil die ja Samples verarbeiten kann und somit flexibler ist.

    Genau diese flexibilität ist nun aber mein Problem, die Werksounds klingen alle nicht so wie ich es mir vorstelle. Da ich keinen Synth. besitze weiß ich nicht wie ich bessere Klänge erzeuge. Der vorher heiß erwartete Step Sequenzer ist irgendwie total ungewohnt zu bedienen. Die freien Samples aus dem Netz klingen auf der ESX immer sehr leise im vergleich zu den Werksamples. Und irgendwie weiß ich vorallem nicht wie ich diesen speziellen Sound machen soll der mir da im Kopf schwirrt.

    Irgendwie komme ich garnicht mit der ESX klar und jedesmal wenn ich versuche was zu machen hört es sich doch nicht so an wie ich es mir im Kopf vorstelle :)

    Zur Übung wollte ich mit der ESX einen Amen Break aus One-Shots nachbauen. Eine Vorlage habe ich auf http://www.simonv.com/tutorials/drum_patterns.php gefunden. Jedoch weiß ich nicht genau wie ich das Muster dort auf den StepSequenzer übertrage.
    Aus den vordefinierten D'n'B patterns bin ich nicht schlau geworden.

    Irgendwie hört sich alles immer sehr steril an wie so 80er elektro, der "flow" fehlt.

    Hat vielleicht jemand Tipps die mir den Einstieg erleichtern?
    Bins irgendwie leid immer frustriert die ESX auszumachen weil es nie klingt wie ich es mir vorstelle.

    Ich steh vorallem auf härtere tanzbare elektronische musik mit viel wumms wie d'n'b, industrial, breakcore ...

    Evtl. sollte ich mal nen Tag beim Moogulator verbringen?
    Dafür müsst ich allerdings die deutsche Bahn beehren was ja auch nicht grad günstig ist.

    Danke schonmal im vorraus für eure Tipps :)

    Kash
     
  2. motone

    motone eingearbeitet

    Du hast doch bestimmt die eine oder andere CD... Damit kannste schon mal anfangen (dafür sind Sampler ja da)... EInfach mal drauf lossamplen, brauchbare Teile rausschnipseln, 'n bissl jammen... Ansonsten gibts brauchbare Sample-Sounds eigentlich immer mal auf den CDs von einschlägigen Musikzeitschriften (z.B. KEYS)...

    Da die SX auch ganz nette Synthesizerfunktionen (Filter, Amp- und Filterhüllkurve) hat, kannst du für die Melody-Parts auch ganz kurze geloopte Samples nehmen, z.B. Grundwellenformen Sägezahn, Rechteck usw.
     
  3. Kash

    Kash Tach

    Ich hab ne kleine Sammlung Sample auf dem Mac.
    Nur will ich nicht aus fertigen Songs Samplen weil man dann am ende genau so klingt wie die. Ich frag mich halt eher wie man bestimmte Sounds macht.

    z.b. der Track "Stukas im Visier" http://www.youtube.com/watch?v=LiAurBZpYEo

    Bei ca. Sekunde 30 setz da ein Geräusch ein was ich einfach grandios finde.
    Ich hab schon versucht absoluten Datenmüll in Audacity zu laden um irgendwas vergleichbar unreal klingendes hinzukriegen. Mit mäßigem Erfolg :)

    Aber das hat jetzt nichts direkt mit der ESX zu tun, ich frag mich halt eher wie ich mit der ESX besser klarkomme um damit mal was ähnlich kraftvolles rauszukriegen.

    z.B. gibts bei youtube noch so ein Video von nem kerl der ganz nette Breakcore Drumrolls mit der EMX zaubert: http://www.youtube.com/watch?v=Gieqp6wjggk

    Ich hab mir das schon zig mal angeguckt und probiert, aber irgendwie klingts bei mir immer öde.
     
  4. e6o5

    e6o5 Tach

    einen jungle, drum&base etc. break-beat aus singleshots zu bauen ist gar nicht so einfach!
    versuch dich doch mal an einem breakbeat mit folgenden esx-preset-samples:

    drumpart 1: kick 1 mit BD-20
    dp 2: kick 2 mit BD-21
    dp 3: snare 1 mit SD-19
    dp 4: snare 2 mit SD-19 level niedriger als bei der anderen snare und pitch etwas hoeher
    dp 6A: hihat: HH-3C

    und ein beispiel-pattern:
    1: 1, 3, 11
    3: 5, 13
    4: 8, 10
    6a: 1, 3, 5, 7, 8, 9, 10, 11, 13, 15
    Accent: alle ungeraden steps
    als variation kannst du die snare auf step 13 weglassen und statt dieser die kick 2 auf diesm step abspielen.

    hilft dir das? ist kein superbreak, geht aber schon eher in die richtung, oder?
     
  5. Kash

    Kash Tach

    Ohja, danke.

    Hab das eben mal getestet. Hört sich tausend mal besser an als alles was ich vorher probiert habe.

    Ich hab halt immer nen Amen break sample gesliced und dann versucht den slice mit single shots nachzubauen, das hörte sich immer grausig an.

    Was mir halt irgendwie fehlt: im Tracker hatte ich das gesamtsample vom Amen Break, hab dann viel mit offsets/pitch gearbeitet, dadurch drumrolls und nen neuen Rhytmus gemacht, sowas muss ich irgendwie mal hinkriegen mit der ESX.

    Mit dem resampling muss ich mich auch mal auseinandersetzen, ich hab letztens ein Sample ewig abgestimmt, gespeichert ... nur um dann zu merken das er die Effekte usw. nicht mitspeichert ... dafür muss man komplett resamplen. :sad:
     
  6. e6o5

    e6o5 Tach

    du kannst doch den amen-break mit der esx samplen!?
     
  7. Kash

    Kash Tach

    Ja, hab ich doch, aber ich will den nicht einfach loopen sondern entsprechend an bestimmten Stellen einspringen, diese dann 2-3 mal loopen, weiterspringen usw.

    Das ist alles bissl komplexer. Hör dir mal z.b. Venetian Snares an: http://www.youtube.com/watch?v=zGK-EzEa45U

    Das ist zwar etwas arg wirr, aber so in der Art kann man sich da schon was drunter vorstellen.
     
  8. motone

    motone eingearbeitet

    Musst ihn ja nicht slicen. Beim Amen-Break reichts schon, wenn du den in zwei oder drei Teile schneidest (plus ein paar kurze "Single-Shots"). Wenn du die längeren Samples dann auf die A/B-Parts legst, kannste schon einiges an Variationen machen. Musste nur gut im Tempo anpassen...
     
  9. e6o5

    e6o5 Tach

    du kannst aber auch einfach mit dem Start Point regler rumspielen und den amen break immer wieder neu starten.
     
  10. e6o5

    e6o5 Tach

    ... und das ganze auch mit dem Pitch regler und dann kannst du (bis auf die geringer aufloesung) aehnlich wie mit einem tracker arbeiten. du kannst ja Pitch und Start Point als Motion Sequence aufnehmen und dann bearbeiten. stelle die aufloesung am besten auf 32 steps pro 4/4-takt. und rolls kannst du halt mit Roll machen falls dir die aufloesung nicht reicht.
     

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