Neu

Ensoniq EPS-16 Plus Emulator (Download auf Github)

Oh bitte bitte, macht mal einer eine PC-Version davon. Ich selber kann das leider nicht 😞
 
  • Zustimmung
M.i.a.u.: Area88 und polysix
Wow! Kann man auch Miragedateien laden? Ich meine mich zu erinnern, dass die beiden EPS das konnten.
 
Wow, sehr sehr geil ! Vielen Dank!

Wie biste auf den EPS 16 Plus gekommen?
 
Wow, sehr sehr geil ! Vielen Dank!

Wie biste auf den EPS 16 Plus gekommen?
Ich hab den seit Jahren in Verwendung und mag den Sound und gewisse Funktionen sehr und dachte mir, es wäre schön den in Ableton*, wo auch immer ich bin, nutzen zu können und mit Codex wurde das möglich.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: oli
Kannst Du Dein Vorgehen evtl. beschreiben? Besten Dank!
Ja, ich hab Codex gesagt, dass ich gern einen EPS-16 plus Emulator bauen würde und hab ihm das OS hochgeladen. Das ganze dauert nun doch schon mehrere Wochen, aber um es kurz zu beschreiben: Anfangs hab ich mir noch den Code angeschaut aber bald konnte ich nicht mehr mithalten, da es gleich an die Emulation der Hardware ging und es mir zu komplex wurde. Dann hab ich mich darauf beschränkt, die Dokumentation im Auge zu behalten und aufzupassen, dass er nirgends falsch abbiegt, was trotzdem immer wieder mal passiert und zu Regressionen führt. Bis zum weitgehend funktionierenden Prototypen lief alles im Terminal und einem web-based GUI, dann musste das ganze als VST portiert werden. Meine wichtigste Aufgabe war eigentlich alles immer gegen die Hardware zu testen. Vielleicht stellt man sich die Arbeit hier am besten so vor, als ob man der Product Owner wäre und immer mit seinem Programmierer konversiert und Dinge eben abnimmt oder nicht.
 
  • hilfreich
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Steven Hachel, Feedback, eusti und 3 andere
  • #11
Ich versteh nicht wie die Hardware Charakteristika (Wandler etc.) emuliert werden. Werden Schalltpläne und (Spezial-)ICs emuliert? Bin mir ziemlich sicher, dass man nicht weiß wie die ESP Chips (für die Effekte) aufgebaut sind. Gerne mehr Details dazu.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #13
Ich versteh nicht wie die Hardware Charakteristika (Wander etc.) emuliert werden. Werden Schalltpläne und (Spezial-)ICs emuliert? Bin mir ziemlich sicher, dass man nicht weiß wie die ESP Chips (für die Effekte) aufgebaut sind. Gerne mehr Details dazu.
Ja, die Chips werden emuliert, für vieles gibt es Schaltpläne, als Beispiel sei der input filter beim samplen genannt.
Was das Modelling betrifft, Widerstände und Kondensatoren werden aus ihren echten Schaltplanwerten als mathematisches Zustandsmodell abgebildet. MIC/LINE-Schaltnetzwerk, Verstärkung, Frequenzgang und Phasenlage folgen der realen Schaltung. Es ist aber kein extrem CPU intensives modelling wo jede OpAmp, Dioden usw simuliert werden.

Was die ESP chips betrifft, da kann ich dir grad keine Auskunft geben, ich hab keine Credits mehr, werde da aber auch aus Eigeninterese nachforschen und medl mich dann nochmal. Es gibt aber diverse Dokumente, wie zb Ensoniq ESP / ES5510 Technical Specification v2.4, Ensoniq ESP Microcode Programming Guide und Ensoniq ESP2 / ES5511 Instructions and Hardware Specification. Mame hat zb eine ES5510-Emulation, der EPS Emulator ist zwar nicht MAME basiert aber deren Dokumentation war für dieses Projekt sehr hilfreich.
Wenn er sie nur algorithmisch nachgebaut hat, dann bin ich noch mehr beeindruckt, da sie im Vergleich mit dem echten EPS absolut authentisch klingen, auch die 4 Presets die ja jeder Effekt hat. Ich hab die verschiedenen Effekte A/B abgehört, wenn ich mich bemühe, hör ich einen minimalen Unterschied in den Höhen, da könnte das Plug in etwas brillianter sein. Keine Ahnung ob das nicht auch an den Wandlern liegen könnte.

Meine Idee hier war, das ich den EPS gerne als Plug in hätte. Ich meine das Gerät vom Sound her sehr gut zu kennen und ich hab absolutes EPS-Klang-Feeling, wenn ich damit arbeite und gegen die Hardware vergleiche.

Wenn alles klappt wird sich jeder interessiert bald selbst ein Bild davon machen können.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
  • hilfreich
M.i.a.u.: Steven Hachel, Draku, Feedback und 5 andere
  • #14
Danke. Ich vermute mal, dass die KI die vorhandenen Emulationen aus dem MAME Universum absaugt.

Du erwähnst Credits. Also eine gewisse Anzahl Tokens gegen echtes Geld?
 
  • #15
Danke. Ich vermute mal, dass die KI die vorhandenen Emulationen aus dem MAME Universum absaugt.

Du erwähnst Credits. Also eine gewisse Anzahl Tokens gegen echtes Geld?
Die KI hat da nichts aus MAME abgesaugt, sie schaut sich die auf Github verfügbaren Dateien/Dokumentationen an, wenn was verwendet wird, wird das korrekt eingebunden, Lizenzen respektiert und natürlich in der Dokumentation vermerkt. Anderes Beispiel, den 68k Processor hat Codex auch nicht von Grund auf neu gebaut sonder als Basis den Musashi Motorola 68000/68010/68020 CPU Emulator genommen.


Als ChatGTP Plus user hast du 500 Credits pro Woche, wenn die weg sind musst du warten oder neue kaufen (20 Euro für 500 Credits)
Das neue Model (5.6 Sol) ist aber sehr gut und verbraucht wesentlich weniger Credits.
 
  • #16
Die KI hat da nichts aus MAME abgesaugt, sie schaut sich die auf Github verfügbaren Dateien/Dokumentationen an, wenn was verwendet wird, wird das korrekt eingebunden, Lizenzen respektiert und natürlich in der Dokumentation vermerkt.
Einiges von Ensoniq ist bei Gihub aus dem MAME Projekt verfügbar, das wird sicher genutzt werden, oder?

 
Zuletzt bearbeitet:
  • #17
Einiges von Ensoniq ist bei Gihub aus dem MAME Projekt verfügbar, das wir sicher genutzt werden, oder?

Jein, ein Beispiel. Das VFD-Display ist jetzt auch emuliert (sieht man im Screenshot oben noch nicht), Codex hat sich in dem Fall angeschaut, wie die Codierung läuft und diverse Instruktionen im Mame Project gefunden und dann auf dieses Projekt angewendet, aber keinen Code davon verwendet. Es hat quasi gelernt, wie die Kommunikation vom EPS mit dem Display funktioniert. Wenn es fertig ist, wird das auf Github ganz ausführlich nachlesbar sein, wo, was und wie es verwendet wurde.

Aber natürlich ist das Mame Projekt enorm hilfreich für dieses Unterfangen, es basiert aber nicht auf deren Unterbau und soll auch nicht als Konkurrenz oder so verstanden werden, das wäre sehr anmaßend von mir :)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Miks
  • #18
Obercool !
Nur mal so allgemein gefragt:
Würdest du dir zutrauen auch so in dem Stil den Ensoniq ASR 10 zu emulieren?
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Hamudi2000 und Slushyluv
  • #19
Obercool !
Nur mal so allgemein gefragt:
Würdest du dir zutrauen auch so in dem Stil den Ensoniq ASR 10 zu emulieren?
Einerseits ja, weil es sicher sehr viel Ähnlichkeiten geben wird und damit Vorarbeiten geleistet sind, ich hab aber keinen ASR-10 und könnte also keine Tests machen. Im Endeffekt also ein klares Nein, denn ohne der EPS Hardware hier wäre der EPS Emulator so auch nicht möglich gewesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • hilfreich
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Audiohead und oli
  • #20
Aber natürlich ist das Mame Projekt enorm hilfreich für dieses Unterfangen, es basiert aber nicht auf deren Unterbau
Du schreibst zum ES5510, dass dort nicht die MAME Quellen eingebaut wurden, sondern die Knowledge Basis (Vendor Docu etc. bis MAME Code) als Basis für neuen Code dienten. Anders als ein meschlicher Entwickler dies wohl tun würde. Spannend wäre die Frage, ob Codex eine Chiplevel-Emulation auch aus dem Nichts hinbekommt, nur auf Basis der Vendor Docu.

Hier ein Link zu einem GS Thread, wo über die Entstehung des Temecula DSP DEEP/4 gesprochen wird. Fazit: "Es erfordert immer noch einen menschlichen Experten als Architekten, der die KI anleitet und das Ergebnis Zeile für Zeile überprüft und verfeinert. Es ist ein moderner Workflow, der es einem Solo-Entwickler überhaupt erst ermöglicht, ein riesiges Projekt mit 43 Algorithmen wie den DP/4 zum Leben zu erwecken – und das zu einem erschwinglichen Preis."

 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Audiohead und Lauflicht
  • #21
Du schreibst zum ES5510, dass dort nicht die MAME Quellen eingebaut wurden, sondern die Knowledge Basis (Vendor Docu etc. bis MAME Code) als Basis für neuen Code dienten. Anders als ein meschlicher Entwickler dies wohl tun würde. Spannend wäre die Frage, ob Codex eine Chiplevel-Emulation auch aus dem Nichts hinbekommt, nur auf Basis der Vendor Docu.

Hier ein Link zu einem GS Thread, wo über die Entstehung des Temecula DSP DEEP/4 gesprochen wird. Fazit: "Es erfordert immer noch einen menschlichen Experten als Architekten, der die KI anleitet und das Ergebnis Zeile für Zeile überprüft und verfeinert. Es ist ein moderner Workflow, der es einem Solo-Entwickler überhaupt erst ermöglicht, ein riesiges Projekt mit 43 Algorithmen wie den DP/4 zum Leben zu erwecken – und das zu einem erschwinglichen Preis."

Ich bin das ganze sehr naiv angegangen und mit Sicherheit kein Experte auf auch nur einem der dafür notwendigen Gebiete, stimme dem Entwickler aber grundsätzlich zu. Für ein kommerzielles Produkt ist das sicher der richtige Weg.

Mein Ansatz ist, das OS ist der Boss, es musste also alles so gebaut werden, dass es korrekt läuft und funktioniert und so weit ist das gelungen. denke ich.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Audiohead und oli
  • #22
"Chapeau!" auf jeden Fall an Dich und die KI. Ich bin auf das fertige "Produkt" und die Dokumentation gespannt.

Was ich gerne verstehen würde (und das ist kein Anspruch whatsoever an Dich), ob Du einfach Glück gehabt hast und alle nötigen Details von früheren Projekten (siehe mein MAME-Verweis) schon existierten und Codex das quasi "nur" noch zusammenstellen musste, oder ob Codex da etwas neu gebaut hat. Oder anders, könnte Codex (als Beispiel) mit einem Scan von "C64 Intern" und den Datenblättern der Chips einen bitgenauen C64 Emulator bauen, ohne die nun im Netz sicherlich mehrfach verfügbaren Projekte zu nutzen. Oder noch anders: Wie gut ist die KI im Reverse Engineering.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: oli und Slushyluv
  • #23
Jetzt neu mit emulierten VFD-Dislplay, die Darstellung ist noch nicht ganz korrekt.
Bildschirmfoto 2026-07-20 um 11.20.42.webp
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Audiohead, polysix, Area88 und 5 andere
  • #24
"Chapeau!" auf jeden Fall an Dich und die KI. Ich bin auf das fertige "Produkt" und die Dokumentation gespannt.

Was ich gerne verstehen würde (und das ist kein Anspruch whatsoever an Dich), ob Du einfach Glück gehabt hast und alle nötigen Details von früheren Projekten (siehe mein MAME-Verweis) schon existierten und Codex das quasi "nur" noch zusammenstellen musste, oder ob Codex da etwas neu gebaut hat. Oder anders, könnte Codex (als Beispiel) mit einem Scan von "C64 Intern" und den Datenblättern der Chips einen bitgenauen C64 Emulator bauen, ohne die nun im Netz sicherlich mehrfach verfügbaren Projekte zu nutzen. Oder noch anders: Wie gut ist die KI im Reverse Engineering.
Danke!

Ob ich Glück gehabt werd ich beim nächsten Projekt sehen :)

Ich glaube, die Antwort liegt irgendwo zwischen "nur zusammengebaut" und "alles neu erfunden".
Der 68000 läuft z. B. auf Musashi, und der ES5510 basiert auf der MAME-Implementierung, Codex hat daraus einen eigenständigen Core mit Anpassungen gemacht.

Einiges musste abe rneu gemacht werden: Die komplette Integration der Hardwarekomponenten, die Kommunikation mit dem Original-EPS-OS, die VST-Architektur, die Mehrinstanzfähigkeit fand ich sehr wichtig), Panel- und Diskettenanbindung, Tests...Audio: Da hat Codex einen Resampler gebaut, da es Aliasing gab, ist wie eine Art DAC zu verstehen der zwischen EPS Emulator und DAW vermittelt

Beim ES5505 gibt es so weit ich es überblicke kein Implementierung von Mame.

Zum Reverse Engineering: Codex hat die fehlende Hardware zum Teil nur aus dem Verhalten vom Original schrittweise konstruieren. Ich hab oft Sachen am echten EPS gemacht, Abweichungen festgestellt und Codex hat daraus Hypothesen abgeleitet und die Emulation entsprechend angepasst.

Ich sag aber besser nochmal an dieser Stelle, dass ich echt kein Spezialist bei diesen Themen bin :)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • hilfreich
M.i.a.u.: Audiohead
  • #26
Die gibt es hier (ES5505 und ES5506 sind sehr ähnlich und werden in einem Device abgehandelt):
Danke, dann schau ich mir das vor der Veröffentlichung nochmal an und vermerke das korrekt.

p.s.: ich meinte damit, Codex hat im Quellcode nicht vermerkt, dass im ES5505 auch Mame verwendet wurde, aber vielleicht liegt es daran, dass die dort in einem Device abgehandelt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #27
p.s.: ich meinte damit, Codex hat im Quellcode nicht vermerkt, dass im ES5505 auch Mame verwendet wurde, aber vielleicht liegt es daran, dass die dort in einem Device abgehandelt werden.
Verstehe. Kann schon sein, dass Codex mal so eben nebenher so einen Chip aus dem Nichts emuliert, aber so aus dem Bauch heraus halte ich das nicht für plausibel. Was ich mir so bisher angesehen habe, deutet immer darauf hin, dass ein Mensch die Fakten zusammengetragen hat und die KI bei der Auswertung und Codierung (also der fiesen Fussarbeit) unterstützt hat. Also ein Prompt wie "Bitte baue ein VST vom Minimoog, hier ist der Schaltplan" wird nicht funktionieren.
 
  • #28
Verstehe. Kann schon sein, dass Codex mal so eben nebenher so einen Chip aus dem Nichts emuliert, aber so aus dem Bauch heraus halte ich das nicht für plausibel. Was ich mir so bisher angesehen habe, deutet immer darauf hin, dass ein Mensch die Fakten zusammengetragen hat und die KI bei der Auswertung und Codierung (also der fiesen Fussarbeit) unterstützt hat. Also ein Prompt wie "Bitte baue ein VST vom Minimoog, hier ist der Schaltplan" wird nicht funktionieren.
Ich glaube das hat er mit dem Inputfilter im Samplingmenü gemacht, ich hab ihm da das PDF mit Schaltplan gegeben und er hat ihn gebaut, der mic input zerrt auch schön, hab da noch keinen 1:1 vergleich mit der hardware gemacht, aber für meine Ohren passt es und klingt gut.

Ich hab da aber kein Pferd im Rennen und geb nur meine Eindrücke wieder, ohne Anspruch auf Wahrheit.
 
  • hilfreich
M.i.a.u.: Audiohead
  • #29
Ich hab da aber kein Pferd im Rennen und geb nur meine Eindrücke wieder, ohne Anspruch auf Wahrheit.
Schon klar, ich schaue Dir quasi über die Schulter und versuche den Prozess und die Limitierungen/Möglichkeiten zu verstehen.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Slushyluv
  • #30
Der Emulator ist nun verfügbar und das erste Posting hier dementsprechend mit Link angepasst, viel Spaß!
 
  • Daumen hoch
  • wunderbar
M.i.a.u.: Audiohead, e-smile-z, jack4life und 5 andere
×
Dir gefällt Sequencer.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!

Zurück
Oben