Ich versteh nicht wie die Hardware Charakteristika (Wander etc.) emuliert werden. Werden Schalltpläne und (Spezial-)ICs emuliert? Bin mir ziemlich sicher, dass man nicht weiß wie die ESP Chips (für die Effekte) aufgebaut sind. Gerne mehr Details dazu.
Ja, die Chips werden emuliert, für vieles gibt es Schaltpläne, als Beispiel sei der input filter beim samplen genannt.
Was das Modelling betrifft, Widerstände und Kondensatoren werden aus ihren echten Schaltplanwerten als mathematisches Zustandsmodell abgebildet. MIC/LINE-Schaltnetzwerk, Verstärkung, Frequenzgang und Phasenlage folgen der realen Schaltung. Es ist aber kein extrem CPU intensives modelling wo jede OpAmp, Dioden usw simuliert werden.
Was die ESP chips betrifft, da kann ich dir grad keine Auskunft geben, ich hab keine Credits mehr, werde da aber auch aus Eigeninterese nachforschen und medl mich dann nochmal. Es gibt aber diverse Dokumente, wie zb Ensoniq ESP / ES5510 Technical Specification v2.4, Ensoniq ESP Microcode Programming Guide und Ensoniq ESP2 / ES5511 Instructions and Hardware Specification. Mame hat zb eine ES5510-Emulation, der EPS Emulator ist zwar nicht MAME basiert aber deren Dokumentation war für dieses Projekt sehr hilfreich.
Wenn er sie nur algorithmisch nachgebaut hat, dann bin ich noch mehr beeindruckt, da sie im Vergleich mit dem echten EPS absolut authentisch klingen, auch die 4 Presets die ja jeder Effekt hat. Ich hab die verschiedenen Effekte A/B abgehört, wenn ich mich bemühe, hör ich einen minimalen Unterschied in den Höhen, da könnte das Plug in etwas brillianter sein. Keine Ahnung ob das nicht auch an den Wandlern liegen könnte.
Meine Idee hier war, das ich den EPS gerne als Plug in hätte. Ich meine das Gerät vom Sound her sehr gut zu kennen und ich hab absolutes EPS-Klang-Feeling, wenn ich damit arbeite und gegen die Hardware vergleiche.
Wenn alles klappt wird sich jeder interessiert bald selbst ein Bild davon machen können.