EPROMs tiefer legen?

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von swissdoc, 14. März 2015.

  1. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Ich habe hier Cartridges für einen Wersi Stageperformer. In einem Plastikgehäuse sitzt eine Platine mit gesockeltem EPROM. Nun habe ich Sound-Daten bekommen und in ein passendes EPROM gebrannt. Dieses dann auf die Platine in die Fassung gesteckt. Nun geht das Gehäuse nicht mehr zu, bei genauer Betrachtung fällt dann aus, das die Beinchen des alten Wersi EPROMs um ca. 1mm gekürzt sind und das EPROM so tiefer in die Fassung eintauchen kann.

    Gibt es EPROMs, die ab Werk so kurze Beinchen haben? Oder gibt es Werkzeug um all die 28 Beinchen auf einen Schlag zu kürzen?
    Ist mir bisher so noch nicht untergekommen...
     
  2. Nоrdcore

    Nоrdcore Spezialist

    Werkzeug kenne ich nicht. Für "ein mal" würde ich den Seitenschneider nehmen, für "viele mal" nachmessen, ob die Plastikgehäuse der OTP-EPROMS nicht etwas flacher sind...
    Die Gehäuse sind ansonsten genormt, mir sind da nie größere Unterschiede aufgefallen.
     
  3. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Eben, das ist ja alles immer gleich. Die Chips bei Wersi haben ca. 2 mm, die anderen ca. 3.5 mm beim Mass L (etsprechend http://www.atmel.com/Images/doc0014.pdf). Das Mass A ist gleich bei ca. 5 mm, bei Atmel OTP liegt das nicht deutlich drunter.

    Werkzeug gibt es von Lindstrom als IC Cutter 501. Hier z.B. http://www.hmcelectronics.com/product/Lindstrom/501-LIN
    Der Preis ist natürlich prohibitiv, da kann ich mir auch gleich die original Cartridges auf Ebay schiessen.

    Nun ja, ausmessen, anreissen und eben 28x abknipsen. Sollte ich was daneben knipsen, EPROMs liegen hier noch genug herum...

    Danke auf jeden Fall...

    Allgemein, wer eine spezielle Zange etc. sucht, die Herren von Lindstrom haben das wohl voll drauf:
    http://www.bluetoad.com/publication/?i=190948
     
  4. Nоrdcore

    Nоrdcore Spezialist

    Wenn du den Chip in eine Lochrasterplatine steckst und unten bündig abkneifst, dürfte L hinterher 1.6mm sein ... mit etwas Zwischenlage unter dem Chip (ca 0,8mm) haut das dann mit L=2 hin.
     
  5. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Danke. Das zeigt einem mal wieder die eigene Beschränktheit auf.
     
  6. Alternativ gibt's sehr flache Fassungen zu kaufen, bzw gab es mal. Notfalls nicht als Fassung, sondern als Streifen.
     
  7. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Nun ja, ich werde nachher mal etwas herumknipsen. Die Fassungen tauschen, das muss nicht sein.
     
  8. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Geknipst ist und alles bestens. 3 Lagen Pappe als Distanz noch zwischenrein und es passte super, nach dem Knipsen noch mit der Feile über die Pins. Gut ist.
    Danke an Nordcore für die Idee mit der Lochrasterplatine... :nihao:
     
  9. MiK

    MiK Löten&Coden

    Oh, guter Punkt. Ist mir noch gar nicht aufgefallen, wobei ich das "Problem" mit zu langen EPROM-Pins schon länger kenne. Ich glaube, die Präzisionssockel gehen etwas tiefer.

    In einem der Cartridges, die ich so in den Fingern hatte, war übrigens die "IC-Fassung" quasi in die Platine versenkt, eine Präzisionsfassung pro Pin. Sah erst aus, wie ein eingelötetes EPROM, ist aber glücklicherweise locker gesteckt gewesen und herausgefallen, sonst hätte ich es über den Cartridge-Adapter dumpen müssen. Ich habe irgendwo meines Wissens sogar solche Fassungen herumliegen, sie aber bisher noch nirgendwo gesehen - allerdings auch noch nicht gesucht.

    Ich werde demnächst ein Multi-Cartridge basteln, wo 16 Cartridge-Images rein kommen und man den Typ umschalten kann (wird von MK1/EX20 und DX10/EX10R unterschiedlich interpretiert), da wird das dann wieder interessant, weil das da auch in so ein originales Gehäuse passen soll.

    Bei bestehenden Modulen hilft aber wirklich nur Pins absägen, und das hab ich damals immer ganz pragmatisch mit dem Seitenschneider Pin für Pin (oder auch mal 2-3 auf Einmal) gemacht. Geht schneller, als auch nur anzufangen, drüber nachzudenken, wie man das optimieren kann. Aber die Idee mit der Lochrasterplatine ist klasse. Zumal ich 3 Lochraster ohne Kupfer habe, also die Höhe schrittweise einstellen kan.
     
  10. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Hi MiK, dann bist Du der Kumpel von Gast-Stgt-Stammtisch? Danke für's Einlesen der Cartridges, ich habe eine Multi-Cartridge, bei der sind auch diese gedrehten Pins direkt drinnen, aber es geht ordentlich eng zu, mit Taster, PAL (?) und LEDs...
     
  11. MiK

    MiK Löten&Coden

    Genau der bin ich. Kein Thema, ich hab ja auch was davon :) Ich darf mich dann glaub für das Multi-Image bedanken, richtig?

    Einen PAL haben die da drin? Ja gut, Wersi war recht gut im Overengineering. Aber macht Sinn, wenn das 4 statt 2 LEDs hat. Ich mach da einfach so einen kleinen 4bit Binär-Drehschalter rein und 2 kleine Schiebeschalter für den Cartridge-Typ. Das wird noch interessant, da ich EX10R und EX20 habe und der Typ von den Beiden zumindest mal unterschiedlich ausgewertet wird. Heute Abend ziehe ich mir noch ein Paket DX5-Cartridges, wo auch die MK1 ROM5 und 6 dabei sind.

    More to follow...

    Kannst Du selber Platinen machen? Das Cartridge landet auf github, wenn's getestet ist.
     
  12. Seit ich mit dem neue Firmwareupdate den EEEprom auch im Kartoffelkeller haben kann, geht es mir physisch besser. :phat:
     
  13. MiK

    MiK Löten&Coden

    Um das noch zu komplettieren:

    Ich habe in meiner Bastelkiste sonderbare Buchsenleisten gefunden, die ich in den 16er-Cartridges verbaut habe. Durch 32pin-EPROM ist die Situation da noch etwas ktritischer mit der Höhe des EPROMs.

    Nachschub habe ich dieser Art bestellt:

    http://bit.ly/1cDfMuP

    Allerdings die 40pin-ausführung. 32pin ist gerade aus. Das dürften die flachsten IC-Sockel sein, die man bekommt.
     

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