EQ und Compressor in der Effektkette

Dieses Thema im Forum "Sound / Tutorials" wurde erstellt von Sonnentiger, 30. Dezember 2010.

  1. Mir drängt sich in letzter Zeit immer mehr die Frage nach der Anordnung der beiden FX EQ und Comp in der Effektkette auf einer Instrumentenspur auf, da würde mich interessieren, wie das andere sehen. Ich tendiere eher dazu, erst zu komprimieren, da dadurch der Pegel gleichmäßig angehoben werden kann, und dann mit den EQs zu arbeiten, um der Spur im Gesamtmix ihren Platz zuzuweisen.

    Im Hoch- und Mittelbereich bin ich damit vom Soundeindruck her klar im Vorteil, die Klarheit des Mixes nimmt hörbar zu (dazu sei angemerkt, dass ich dazu neige, mit der Anzahl der Elemente stark zu übertreiben, was dann immer zu enormem EQing-Bedarf führt).

    In den Tiefen bin ich nicht sicher, mir kommt da teilweise gefühlsmäßig vor, dass ich an Druck verliere. Ich muss dazusagen, dass ich technisch manchmal nicht ganz den vollen Durchblick habe, ich gehe ziemlich nach Gehör und probiere halt viel herum.

    Wie geht ihr dabei vor, habt ihr gewisse Anhaltspunkte oder Rezepte, die zu anderen Ergebnissen führen?
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    Der Kompressor sieht einmal das EQ-te Signal, einmal das Original.
    Das ist nur dann unterschiedlich, wenn du ernsthaft dort eingreifst wo Pegel vorhanden ist. Wenn du 2 dB in dem Mitten/Höhen verdrehst, ist die Reihenfolge eher egal.

    Vor allem bei starken Absenkungen im Bass ist es günstig, den EQ vor den Kompressor zu setzen - denn dann reagiert er nicht mehr auf den Bass, der eh weg kommt.
    Wenn du den Bass anhebst, dann würde der Kompressor stärker auf den Bass reagieren, wenn der EQ vorne ist, dass will man eher nicht, es gibt ja oft sogar extra Hochpass-Filter für den Regelzweig des Kompressors.
     
  3. Moin,
    bei mir variiert das je nach Ausgangsmaterial und Ziel. Meistens jedoch erst Comp und dann EQ. Grade untenrum. Hab da meist den Eindruck dass bei umgekehrter Reihenfolge das vom EQ abgesenkte, vom Compressor wieder "angehoben" wird. Ist ja auch logisch. Damit lassen sich aber auch nette Sachen machen. Meist obenrum. Je nach Bedarf halt.

    Gruss
     
  4. Genau das hab ich mir auch gedacht.

    Naja, ich bin da schon radikaler, eher gleich mal 7 dB.

    D.h., du setzt einen EQ vor den Comp für die Absenkungen und einen danach für die Anhebungen?
     

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