Ermittlungen gegen Korg und Roland

bernybutterfly

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Das heißt auf deutsch (Google-Übersetzer):

"Die britische CMA (Competitive Markets Authority) hat "vorläufig" festgestellt, dass Roland und Korg Preise festsetzen und Rabatte auf ihre Produkte illegal verhindern könnten.
Casio und Fender wurden im vergangenen Jahr mit Geldstrafen belegt, nachdem Untersuchungen zu wettbewerbswidrigen Aktivitäten auf dem Musikinstrumentenmarkt durchgeführt worden waren. Die CMA muss noch ihre endgültige Schlussfolgerung zu Roland und Korg bekannt geben oder welche Auswirkungen die Marken auf ihre angeblichen Aktivitäten haben könnten.
Die CMA gab eine formelle Erklärung ab, in der ihre Entscheidung zur Abgabe separater Beschwerdeerklärungen an Roland U.K Limited und Korg UK detailliert dargelegt wurde. Darin heißt es: „Die CMA hat vorläufig entschieden, dass beide Unternehmen Richtlinien zur Einschränkung des Online-Preiswettbewerbs anwenden. Die CMA ist vorläufig der Ansicht, dass Roland verlangt, dass seine elektronischen Drum-Kits zwischen Januar 2011 und April 2018 zu einem Mindestpreis oder darüber verkauft werden, während Korg dies von Juni 2015 bis April 2018 für seine Spezialausrüstung wie Synthesizer und DJ-Produktionswerkzeuge tat ”
Die CMA gibt nicht genau an, um welche Produkte es sich bei diesem Vorwurf handelt. Zu Korgs Synthesizer-Veröffentlichungen in dieser Zeit gehören jedoch Kross 2, Monologue, Minilogue 1.2 und Volca FM.

„Diese illegale Praxis, die als Resale Price Maintenance (RPM) bezeichnet wird, soll verhindern, dass Einzelhändler niedrigere Preise anbieten - was bedeutet, dass nur wenige Rabatte verfügbar sind, selbst wenn Leute einkaufen“, heißt es weiter. "Die Ermittlungen der CMA gegen Roland und Korg folgen den jüngsten Bußgeldern, die gegen den Keyboard-Lieferanten Casio und den Gitarrenhersteller Fender wegen ähnlichen Verhaltens verhängt wurden."



„Die Entwicklung von Software hat es Lieferanten und Einzelhändlern auch erleichtert, die Online-Preise zu überwachen, da Roland und Korg beide diese Dienste abonniert haben. Infolgedessen können Lieferanten einen „Big Brother“ -Ansatz verwenden, um niedrigere Online-Preise zu ermitteln und Druck auf Einzelhändler auszuüben, diese zu erhöhen. Die Verwendung dieser „allsehenden“ Software wird wahrscheinlich auch mehr Einzelhändler dazu zwingen, die Preisregeln einzuhalten, aus Angst, erwischt und sanktioniert zu werden.
Ann Pope, Senior Director von Antitrust bei CMA, sagte Berichten zufolge: „Wenn jemand an der Spitze der Kette darauf besteht, online einen Mindestpreis festzulegen, verlieren Kunden. Online-Verkauf sollte den Menschen mehr Auswahl und die Möglichkeit bieten, von der Konkurrenz zu profitieren. Diese Praxis bedeutet jedoch, dass die Menschen beim Einkaufen keine niedrigeren Preise finden können. Dies ist einer der Hauptvorteile des Internet-Shoppings. Deshalb nehmen wir solche Anschuldigungen sehr ernst.
"Es spielt keine Rolle, ob elektronische Musikinstrumente und Kits von einem weltbekannten DJ oder einem Musikliebhaber gekauft werden, der ein Heimstudio aufbaut - jeder sollte in der Lage sein, zu den besten Preisen zu kaufen."
Die CMA hat keine endgültige Entscheidung darüber getroffen, ob die beiden Unternehmen ein Foul begangen haben oder nicht. Es werden jedoch Darstellungen von Roland und Korg in Betracht gezogen, bevor ein absolutes Urteil gefällt wird. "
 

SvenSyn

Ich sag immer Muuug, sorry!
Kann auch ein Kunde, ein Vertriebler oder ein Musikalienhändler gewesen sein...

Aber wizig, wie schnell bei Einigen wieder der pawlow'sche Beißreflex einsetzt.
 

Klaus P Rausch

playlist
Ich meinte das eher im Spass ... sollte man vielleicht dazu sagen .. :cheer:

Ein solcher Spaß hatte vor nicht langer Zeit Fender eine Menge Geld gekostet, es war 6-stellig.

Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Während es Branchen gibt, die schonungslos Preisabsprachen samt Schaukelpreise jeden Tag den Leuten zumuten (Sprit), werden Hersteller, die nicht eine Zeile Werbetext veröffentlichen, ohne dass es die Rechtsabteilung auf wasserdicht gecheckt hat, damit man ja nicht im einzigen Land der kostenpflichtigen Abmahnung eins auf den Deckel bekommt, mit Häme betrachtet.

Und das im Rock'n'Roll Business, das nun wirklich für pure Lebensfreude sorgt und keinem weh tut. Früher gab es Unverbindliche Preisempfehlung, Gebietsschutz für autorisierte Händler und all sowas und das war begründet.
 

darsho

Sö Sünteßeisör !
Macht Null Sinn, weil das Resultat ist, dass es die Produkte von Korg und Roland künftig günstiger geben könnte.
Das wäre aber absolut gar nicht in Behringer's Interesse.

Irgendein Händler wird halt gepetzt haben oder jemand der bei Roland oder Korg gefeuert wurde. Hat Roland nicht ordentlich Personal abgebaut vor einer Weile ?
 

gerwin

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Ich verstehe garnicht, weshalb das ein Foul sein sollte. Die Hersteller wollen doch nur verhindern, dass die Marke ein schlechtes Image bekommt, weil deren Produkte verramscht werden.
Wenn die Leute was billiges wollen, sollen sie halt Behringer kaufen.
 
Ich verstehe garnicht, weshalb das ein Foul sein sollte. Die Hersteller wollen doch nur verhindern, dass die Marke ein schlechtes Image bekommt, weil deren Produkte verramscht werden.
Wenn die Leute was billiges wollen, sollen sie halt Behringer kaufen.
Nennt sich Preisabsprache zum Schaden der Verbraucher und ist deshalb per se „böse“
 

gerwin

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Trotzdem zum Schaden der Käufer, oder?
Jain! Alternativ würden sie die Geräte teurer an den Markt abgeben. Wenn die Marge gering ist, kann man keinen Discount mehr einräumen. Wie Teuer ein Hersteller oder Markenbetreiber seine Produkte auf den Markt bringt, ist seine Sache. Niemand kann bestimmen, wie teuer du deine Produkte in einem Polypol verkaufen darfst. Das regelt der Markt von selbst.
 

Horn

*****
Trotzdem zum Schaden der Käufer, oder?
Das kann man so natürlich sehen, wenn man der "Geiz ist geil"-Mentalität folgt. Aber letztendlich macht das bei uns in D zum Beispiel jeder Autohersteller so. Die haben alle Vertragshändler, die genaue Vorgaben bekommen, wieviel Rabatt sie geben dürfen. Hält sich ein Händler nicht dran, fliegt er raus. Fender macht das auch so. In England offensichtlich aufgeflogen und bestraft worden. In Deutschland anscheinend rechtlich erlaubt, oder bisher jedenfalls wohl noch nicht verfolgt worden. Offensichtlich machen Korg und Roland das auch. Letztendlich ist das für die Firmen ein Selbstschutz. Auch wir als Verbaucher haben ein Interesse daran, dass die Firmen etwas verdienen mit ihren Produkten und weiter bestehen. Sonst gibt es nämlich alle die tollen Neu-Entwicklungen, über die wir uns freuen, irgendwann nicht mehr. Bei einem Geschäft sollten immer alle Seiten profitieren. Der Käufer von einem guten Produkt, Verkäufer und Hersteller durch eine Gewinnmarge, die die Existenz sichert.

Übrigens schützt so etwas gerade auch die kleineren Händler!
 
Zuletzt bearbeitet:

Ron Dell

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Achso, na dann Dankeschön an Roland und Korg. Toll, keine Rabatte zum Vorteil der Kunden. Denn Rabatte verhindern Gewinne bei den Firmen. Muss ich mal bei uns in der Firma anbringen, Mensch, da hat noch keiner dran gedacht.
 

gerwin

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Achso, na dann Dankeschön an Roland und Korg. Toll, keine Rabatte zum Vorteil der Kunden. Denn Rabatte verhindern Gewinne bei den Firmen. Muss ich mal bei uns in der Firma anbringen, Mensch, da hat noch keiner dran gedacht.
Von den Rabatten haben doch die Hersteller nicht weniger in der Tasche, sondern die Händler.
Wenn durch Rabatt-Schlachten die Preise ins Bodenlose purzeln, bekommen wir langfristig eine Deflation. Preise die nicht stabil sind, werden vorsichtshalber beobachtet. Dies führt zu einer Kaufzurückhaltung. Sowas kann richtig viele Jobs kosten.
 
Von den Rabatten haben doch die Hersteller nicht weniger in der Tasche, sondern die Händler.
Wenn durch Rabatt-Schlachten die Preise ins Bodenlose purzeln, bekommen wir langfristig eine Deflation. Preise die nicht stabil sind, werden vorsichtshalber beobachtet. Dies führt zu einer Kaufzurückhaltung. Sowas kann richtig viele Jobs kosten.
Nennt sich Markt... hast du doch oben selbst angeführt!
 

gerwin

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Der Markt ist der Ort, wo Angebot und Nachfrage zueinander finden. In diesem Fall haben sich Hersteller und Händler auf einem Markt getroffen und einen Preis und Bedingungen vereinbart. Sie sind sich handelseinig geworden und sollten sich an die Vereinbarungen halten. Wenn Sich nun der Händler nicht mehr an die Vereinbarung hält, muss er mit dem Unmut des Herstellers rechnen.
Der Preis eines Produktes ist eine Eigenschaft des Produktes, so wie der Hersteller das vorsieht, ganauso wie er die Gestaltung und alle Details bestimmt, um dem Produkt eine Wertigkeit zu geben.
 


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