Erster PreAmp. Welcher?

Dieses Thema im Forum "Effekte" wurde erstellt von bratze, 3. Januar 2019.

  1. bratze

    bratze ..

    Hallo,
    ich gebe zu das ich, was das Thema Outboard-Equipment angeht, recht schmal versorgt bin. Ich möchte mich nun doch mal mit dem Thema "Preamp" befassen.
    Ich frage mal als absoluter Newbie: Was für einen Preamp soll ich mir für den 'Einstig' kaufen ohne gleich arm zu werden? Ich möchte damit Hauptsächlich meine Drums andicken bevor ich diese in DAW recorde.
    Ich weiß.. grosser Bereich. Aber so eine Richtung wo ich mal anfangen sollte würde mir schon helfen.
    Freu mich über Empfehlungen..
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Januar 2019
  2. xenosapien

    xenosapien hochgradig unprofessionell

    Mono/Dual Mono/Stereo?
    Meist reicht ja Mono erstmal... oder halt 2x kaufen ;-)

    Generell bin ich ja großer Fan vom Golden Age Project Pre-73 (bzw. habe ich den Pre-573, also im "API 500" Format).

    Unter 300€ und klingt wirklich gut für die Kohle - besser in dem Preissegment als andere Kandidaten die ich getestet hatte (Behringer, Presonus, ART):
    https://www.musicstore.de/de_DE/EUR...mp-mit-Neve-1073-Charakter/art-REC0012066-000

    Gibt es auch noch in je 1 "kleineren" und "größeren" Version (und eben fürs 500er Rack Format), sowie eine Deluxe/Premier Version. Und gibt einen passenden EQ-Expander noch dazu, falls das mal nötig wäre.
     
  3. Fredenstein Bento2 Setangebot bei Thomann, Micpreamp, D.i. und Ausgangsübertrager die sich schön überfahren lassen, wenn es Clean sein soll dann mit Midas 502 Modul, feiner variabler hoch und Tiefpass um Signal vor dem Wandler zu entschlacken. Und wenn es ein Neveclon sein soll dann DIY von Sound Skulptor Ma73.
     
  4. Warm Audio WA-412: Großartiger API 312 Klon mit diskreten OpAmps und 4 Kanälen.
    Durch 2 schaltbarer Impedanzen hast Du bei dem die Möglichkeit ein Signal super Clean zu fahren, oder etwas rauher und satter in den Übertrager zu gehen ("Tone"-Switch).
    Das wirkt auch auf den Front Hi-Z Line Eingang.
    Für mich die Waffe der Wahl um Synthspuren mit Übertragersound zu garnieren...
     
    acronym und oli gefällt das.
  5. bratze

    bratze ..

    Danke euch für die Anregungen.
    Fragen:
    Kann ich denn "problemlos" in einen Mic-Preamp rein mit Line-Signal? Manche Preamps sind ja auf Mikrophon-Signal ausgelegt..

    Für das 500er Format benötige ich immer einen Rahmen, wie zb von Fredenstein oder diese Lunchbox, richtig? Ist das Dann genormt und ich kann da modular alles reinpacken bis das Case voll ist?

    Was ist denn "Übertragersound" ? :)
     
  6. bratze

    bratze ..

    Äähmmm... Ähm.. Grübel..? ?
     
  7. oli

    oli |||||||||

    Interessant, danke.
    Wahrscheinlich ist der WA-12 dann die einkanalige Variante des WA-412 ?
    https://warmaudio.com/wa12mkii/
     
  8. bratze

    bratze ..

    Ich denke ich werde mir das folgende zulegen und damit mal anfangen. Screenshot_20190107-213106.jpg
     
  9. Welche Drums? Warum Preamp für Line-Signal? :agent:
    Wäre zum Andicken nicht eher so etwas wie ein Compressor geeigneter? :agent:
    Oder geht's um Röhren-Sättigung oder so? :agent:
     
  10. Der Midas verträgt Line und Golden Age hat einen D.i. Eingang somit auch für Line Signale geeignet, nur denn Elysia würd ich vorerst evident halten ist zu speziell, das Zaubern von Verzerrungen funktioniert auch prima in der DAW. Hab's überlesen, was willst du eigentlich genau damit machen?!
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Januar 2019
  11. bratze

    bratze ..

    Ich möchte mein Audiomaterial vor der Aufnahme in ableton andicken/veredeln.
    Zudem möchte ich mich mit diesem Thema endlich mal befassen anstatt immer nur Klangerzeuger zu kaufen .
    Es ist einfach ein spannendes Thema.
    Den Karacter habe ich schon lange im Auge, der wäre also eher ein goodie.
     
  12. Audiohead

    Audiohead |||

    ..vielleicht würdest du ja auch mit einem Röhren EQ für deinen genannten Anwendungszweck gut fahren..(vielleicht ja auch in Kombi mit einem etwas "besseren MicPre" bei Bedarf")

    Den EQP hatte ich vor der Nase und den Ohren und war sehr überzeugt davon

    [​IMG]
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Januar 2019
  13. psicolor

    psicolor Busfahrer und Bademeister

    Wieso willst du das nicht in aller Seelenruhe und nicht-desktruktiv in der DAW machen? Die Übersteuerung von Preamps dürfte mit VSTs bestens zu simulieren sein. Ich kann's ja bestens verstehen, wenn jemand 10 Jahre mit einem bestimmten Preamp gearbeitet hat und daher für selbige Aufgaben in der DAW nicht zu "seinem" Ergebnis kommt. Aber das was du vorhast, ist ja was anderes. Mein Rat: Nimm einfach ein paar Verzerrer-Plugins (es gibt echt genug davon) und fertig.

    Bei "Endstufenverzerrung" und dem Charakter, den Lautsprecher mitbringen bin ich übrigens vollstens bei dir. Das ist in echt (zumindest für mich) wesentlich leichter zu realisieren als virtuell.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Januar 2019
  14. Audiohead

    Audiohead |||

    womöglich möchte er beim Drums einspielen schon den entsprechenden _Effekt_ hören, ohne Latenz o.ä.
     
  15. Audiohead

    Audiohead |||

    ansonsten kann ich sowas hier bestens empfehlen..kenne da nix besseres in Richtung DAW Plug (ausserhalb von UADs)

    [​IMG]
     
  16. Mhm... da gibt zig Möglichkeiten und natürlich auch Geschmäcker, aber in erste Linie sollte ein Vor/Aufholverstärker im besten Fall nach nichts klingen sondern einfach nur wie der Name schon sagt verstärken und das so Störungsfrei wie nur möglich. Aber ich bin denn Gerätschften von Sound Skulptur überzeugt, die sind richtig gut und verhältnismäßig günstig, Schau mal rein wird auch pro Modul erzählt wo deren Stärke liegt.

    https://www.soundskulptor.com/en/home.php
     
  17. adam

    adam Obendrauf und nebenher

    Ich hadere auch immer wieder mit mir, ob ich nicht mal analoge Preamps neben meinen UAD Apollo Unisons kaufen soll. Allerdings verarbeite ich zu 99% Line-Signale von Synths bzw. meinem Modular-System. Die Unterschiede bei den Preamps sind ja oft vor allem bei Mikrofonen zu hören. Man muss bei Preamps schon darauf achten, dass die Line-Signale überhaupt den vollen (klangformenden) Signalweg mitgehen.

    Interessant finde ich im Übrigen die DIYRE Colour 500er Module. Da holt man sich modular den Sound, den man gerne hätten.

    Aber wie hier schon gesagt, geht natürlich auch in der DAW mit mittlerweile sehr guten Plugins.
     
  18. Ich finde nicht, dass es „bestenfalls keinen Eigenklang beisteuert“. Für Rock zB bekommt man „den Neve Sound“ nichtmal mit UAD so richtig emuliert.

    Andererseits sind Preamps für die elektronische Produktion auch nicht unbedingt essentiell.

    Bei mir werkeln übrigens zwei BAE Audio 312. 312er sind insbesondere gut für Drums, weil die schnell sind und Transienten gut übertragen.