färbende Transformer modular nachrüsten

dislo

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Viele Mods an Geräten bestehen ja daraus, einen (oder mehr) gut klingenden Transformer einzubauen.

Den einfachsten Mod den ich gesehen habe, waren einfach Output-Trafos an den XLR-Outs eines Art VLA.

Nun ist die Frage ob man sich nich einfach eine Box/19"-Gehäuse besorgt und zwei Line-Ins -> 2 Trafos -> 2 XLR-Outs einbaut. Um die flexibel in irgendeinen Gruppenkanal am Mixer einzuschleifen.

Was für eine Art Trafo müsste man dafür nehmen? Für Output Trafos müsste es einfach 1:1 sein?
 

Cyborg

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was soll an einem Trafo gut klingen bei der Art der Anwendung? Er hat eine hohe Induktivität die zusammen mit dem ohmschen Widerstand einen Hochpassfilter darstellt....
Das kann man anders besser machen. Woran viele denken ist der Sound der z.B. bei Gitarrenverstärkern durch die Röhren und den Ausgangsübertrager entstehen. Das clippen und die Bildung neuer Obertöne passiert aber auch dort erst durch die magnetische Sättigung die Du mit einem kleinen Übertrager und ein paar Millivolt kaum erreichen wirst. (vom Placebo-effekt abgesehen)
 
Quatsch, einen Übertrager mit einem hohen Pegel anzufahren klingt schon deutlich anders, als der Sound einer Röhre. Und das klingt auch nicht esoterisch, schließlich fahren viele Produzenten auf genau diesen Sound ab und Firmen wie SPL lassen sich diese Hardware auch gut bezahlen.
 

fanwander

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dislo schrieb:
Nun ist die Frage ob man sich nich einfach eine Box/19"-Gehäuse besorgt und zwei Line-Ins -> 2 Trafos -> 2 XLR-Outs einbaut. Um die flexibel in irgendeinen Gruppenkanal am Mixer einzuschleifen.
Ich habe mal ein paar verschiedene Übertrager gekauft, und das, was Du als abgeschlossenes Gerät planst, als Testaufbau auf einem Holzbrett gemacht. Drei verschiedene Trafopaare, Buchsen davor und dahinter. Klemmverbinder um unterschiedliche Anschlussformen zu nutzen, und so.
Ja, es klingt ein bisschen anders, aber es ist keine Wunderwaffe.
 

dislo

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ein bisschen wunderwaffe erhoffe ich mir schon. nicht in dem sinn, dass ein track plötzlich gold wird nur weil man den endmix da durch schiebt.

aber es ist ja schon so, dass die trafos unten und oben auf natürliche weise zu machen, also hochpass und tiefpass. dazu eventuell ein paar obertöne durch sättigung je nach dem wie stark man sie anfährt.
gerade das tracken von dingen 12 kHz aufwärts finde ich kritisch (besonders wenn man nicht gerade mit high-end mikrophonen -die ja meistens ebend schon einen trafo enthalten- gesegnet ist), also suche ich einen wohlklingenden aber transparenten tiefpass in dem bereich.

es gibt da sicher trafos die lassen mehr tiefen durch, andere mehr höhen. ist wahrscheinlich wirklich experimetiersache.

kommt dann bestimmt auch drauf an wie es sich mit meinem mixer verträgt. habe ja wie gesagt vor, die einfach in einen gruppenkanal zu schalten.

eventuell auch hinter den VLA, denn der hat soviel make-up gain reserven die wiederum durchschnittliche inputs an ihre grenze bringen.
mit einem trafo könnte man die dann abschwächen, damit sie einen tracking input nicht zum clippen bringen.

deswegen auch meine frage nach dem verhältnis was bei den trafos angegeben ist. 5:1 würde zum beispiel bedeuten 1V geht rein und 200mV kommen raus?
 

Max

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fanwander schrieb:
Ich habe mal ein paar verschiedene Übertrager gekauft, und das, was Du als abgeschlossenes Gerät planst, als Testaufbau auf einem Holzbrett gemacht. Drei verschiedene Trafopaare, Buchsen davor und dahinter. Klemmverbinder um unterschiedliche Anschlussformen zu nutzen, und so.
Ja, es klingt ein bisschen anders, aber es ist keine Wunderwaffe.
Hast du das Brett noch und würdest es mir evtl. mal leihen? Ich würde gern in Racks D.I.-Boxen/Line-Isolatoren möglichst kompakt einbauen - in erster Linie um Störgeräusche auf längeren Strecken zu minimieren, schön färbende Nebeneffekte sind aber natürlich auch willkommen.

Ich finde vor allem bei digitalen Synths mit bestimmten "nervigen / penetranten" Höhen bringt ein Transformer oft die nötige "Abrundung".
 

fanwander

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Max schrieb:
Hast du das Brett noch und würdest es mir evtl. mal leihen?
Nein, das ist längst wieder alles auseinandergebaut (das war vor einigen Jahren). Aber ich habe noch die Übertrager im Regal liegen. Die kann ich Dir gerne leihen. Das können wir ja machen, wenn Du das nächste mal zu mir kommst.
 

Audiohead

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Hast du schonmal einen ordentlichen Spulen EQ probiert (Vermona?!), womöglich bringt der schon das gewünschte Ergebnis.
 

Max

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fanwander schrieb:
Max schrieb:
Hast du das Brett noch und würdest es mir evtl. mal leihen?
Nein, das ist längst wieder alles auseinandergebaut (das war vor einigen Jahren). Aber ich habe noch die Übertrager im Regal liegen. Die kann ich Dir gerne leihen. Das können wir ja machen, wenn Du das nächste mal zu mir kommst.
Super :supi:
 
S

starling

Guest
Sowas kann man passiv doch auch fertig kaufen zB im Autohifishop

Oder inzwischen auch bei Just Music


Oder versteh ich was falsch?

Die Dinger sind aber eher transparent was den Klang angeht.
Ich hatte ne Zeitlang immer so eins drin wegen Brummproblemen
Konnte glaub keinen Unterschied im Klang feststellen.
 
Nee die generieren keine zusätzlichen Obertöne. Keine Ahnung was die da an Trafos verbauen, aber ein Trafo muss auch angefahren werden, daher mit einem deutlich höheren Pegel, damit dieser
auch entsprechend reagiert.
 

Nоrdcore

Нордцоре
Das sind sehr kleine und billige Trafos.
Im Gegensatz zu Studio-Übertragern klirren die im Bass sehr früh und haben auch einen viel schlechteren Frequenzgang.
 

francesco

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Von denen
http://www.sowter.co.uk/
hab ich mir einen Transformator für eine DIY Bass D.I.-Box gekauft. Klingt schon sehr ordentlich, hat aber auch ordentlich Dämpfung und braucht dem entsprechend eine vernünftige Mikrofonvorstufe um den Pegel aufzuholen.
 
Hallo

Die einfachste (und gleichzeitig dennoch komplexeste) Lösung, um ein Audiosignal mittels eines Übertragers zu verfärben, gestaltet sich wie folgt:

Man nehme ein altes lappiges Tapedeck und einen sog. Cassettenadapter.
(Einfach den Cassettenadapter einlegen und am Tapedeck "Play" drücken, und schon hat man einen "Übertrager", der von zwei (Audio-)Tonköpfen gebildet wird.)

Den Cassettenadapter kann man entweder selbst basteln (siehe Bilder):
http://erics.freeshell.org/projects/cda ... apter.html
http://adaptersi.adapters-shops.com/usb ... er-48.html

oder billig neu kaufen (10-Euro-Bereich):
https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss_ ... tenadapter
bzw.:
https://www.amazon.de/Hama-KFZ-Kassette ... tenadapter

Auf diese Art und Weise sind alle Möglichkeiten für Experimente offen (beispielsweise das durch leicht überhöhten Pegel in Verbindung mit einem vorgeschalteten Equalizer "in die Sättigung fahren", mit dem "Dolby" und/oder der "Tonkopfpositionseinstellungsschraube" des Tapedecks herumspielen udgl.).

Gruß
Christian
 


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