FET: Ersatz für 2SK30(O) in TB-303 Clones

C

changeling

Guest
Ich mache das mal als eigenen Thread auf, weil ich das aufgrund der Entdeckung, dass die Lötstelle303 offline ist, in meinen gespeicherten Daten zur ML-303 gefunden habe:

changeling schrieb:
Ich meine nordcore hätte mal gesagt, dass es an einem anderen Arbeitspunkt der Ersatz-FET-Transistoren liegt. Demnach müssten irgendwo einer oder mehrere Widerstandswerte angepasst werden. Frag mich aber nicht wo.

Bei Wikipedia steht ein bisschen was zum Arbeitspunkt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitspunkt#Elektronik
Quelle: viewtopic.php?p=697166#p697166

nordcore schrieb:
In die Recheck-Konversion geht direkt der stark streuende UGS-Wert des FET ein. Entweder einen anderen FET-Typen nehmen (einen, den man mit passendem UGS bekommt) oder den Arbeitspunkt selber verschieben. Wo die Signale (pegelmäßig) liegen sollen, ist im Schaltplan angegeben. Die Unterschiede zwischen den FETs sind auf dem Scope zu sehen, die Lage vom Sägezahn stimmt dann einfach nicht.


Q25 und Q27 laden den VCO-Kondensator C33 (schnell, das ist der Sprung im Sägezahn) bis auf etwa 10,5V (1,5V unter der 12V Versorgung) auf, dann killen sie sich selber den Basistrom und die Schaltung wird hochohmig. Der Kondensator wird über den Tonhöhen-proportionalen Strom aus Q26 entladen (schräge vom Sägezahn), bis die Schaltung wieder zündet, und das Spiel von neuem beginnt.

Bei einer Gate Source Spannung von 0V sei der Drainstrom des FET einmal 1mA (O-Typ), einmal 5mA (GR-Typ). Daraus resultierende Sourcespannung = Gatespannung (da UGS=0): 10V (O) vs. 50V(GR). Kurzes Nachdenken ergibt, dass der GR-Typ so in der Schaltung gar nicht arbeiten kann, denn wo sollten die 50V herkommen?
Der wird also zu weiten Teilen gar nicht als Source-Folger arbeiten, sondern irgendwo am Rand des Kennlinienfeldes kleben!
Für den GR-Typ muss R105 also deutlich kleiner werden, über den Daumen 10V/IDSS (@UGS=0) => 10V/4,5mA [1]= 2,2kOhm. Der Haken ist, dass die eh schon labbrige Versorgung dann mehr Strom liefern muss, da muss man sehen, ob das Probleme macht. (Scope an die Versorgung halten, und sehen wie dolle man das Signal darauf sieht. )
Ich würde da einen Trimmer reinsetzen und das zunächst mal so einstellen, wie es laut Schaltplan aussehen soll.



[1]mittlerer Wert des Stroms der (GR) Selektion, die von 2.6 bis 6.5mA reicht.
Quelle: viewtopic.php?p=697210#p697210

Das Toshiba Datenblatt zum 2SK30 sagt für die unterschiedlichen Typen:
Drain Current IDSS (bei VDS = 10V):
R: 0,30 - 0,75
O: 0,60 - 1,40
Y: 1,20 - 3,00
GR: 2,60 - 6,50
Alles in mA.

Der BF245 hat laut NXP Datenblatt (bei VDS = 15V):
A: 2 - 6,5
B: 6 - 15
C: 12 - 25

Der Fairchild J201 liegt im Bereich von 0,2 - 1,0 mA bei bei VDS = 20V.

Die Range vom BF245A entspricht, wenn VDS 10V vs. 15V keinen großen Unterschied macht in etwa einem SK30GR. Die vom J201 überlappt die Bereiche vom R und O Typ.

Erhältlich sind die aktuell aber alle nicht mehr gut bzw. inzwischen recht teuer geworden (J201 3,56 € bei Mouser, also plus Mehrwertsteuer).

Ich bin leider nicht so bewandert, ob man da auch JFET Typen benutzen kann (sollte eigentlich, weil der J201 bei Mouser auch als JFET gelistet ist):
JFET-Alternativen wären bedrahtet:
- 2N3819 mit 2 - 20 mA bei VDS = 15V => Gibt's bei Mouser in Massen (610-2N3819)
- J113 mit 2 mA bei VDS = 15V => Gibt's bei Mouser in Massen (512-J113)
 

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