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Flexur (Standalone Trautonium Synth)

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ein beachtenswertes gerät wird da gerade an den start gebracht: das Flexur (vom lateinischen Flexura, was in der medizin die natürliche biegung oder krümmung eines organs bezeichnet). vom sound her eher Trombone, aber das design des fertigen gerätes gefällt mir sehr.




auf Amazona gibt´s auch schon einen artikel darüber.
 
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M.i.a.u.: _thomas_, TimotheusVanDieren, PhonicGate und 2 andere
…ich finde das schon sehr interessant - nicht nur weil die Touchbars schon auf eine bestimmte Tonart festgelegt werden und damit live allfällige Spielfehler vermieden werden 🫣 …
 
…ich finde das schon sehr interessant - nicht nur weil die Touchbars schon auf eine bestimmte Tonart festgelegt werden und damit live allfällige Spielfehler vermieden werden 🫣 …
Das ließe sich doch sicherlich mit den Trautonium-Modulen von Doepfer mit einem dazwischen geschaltetem Quantisierer genauso erledigen.

@fanwander
Erfahrungen mit diesem Modul?
 
Das ist ja wohl vielmehr eine Frage der Anzahl der Oszillatoren und der verwendeten Doepfer-Trautonium-Module.

Und beim „reinen Preisvergleich“ kann ich mit den Doepfer-Modulen sogar sechsstimmig spielen. Es wird haptisch vielleicht einfach ein wenig schwierig, ohne vorher jemandem noch ein bis zwei Hände abzuhacken.
 
Flexur scheint ein Trautonium-ähnlich bedienbares Instrument zu sein, aber mit subtraktiver Synthese und ohne die typischen Trautonium-Features Mixtur/Subharmonische. Könnten die Doepfer-Module diese Lücken ausgleichen?
 
Flexur scheint ein Trautonium-ähnlich bedienbares Instrument zu sein, aber mit subtraktiver Synthese und ohne die typischen Trautonium-Features Mixtur/Subharmonische. Könnten die Doepfer-Module diese Lücken ausgleichen?
Natürlich. Insgesamt kann man mit den Doepfer-Modulen ein sehr stimmiges "Mixtur-Trautonium" nach dem Vorbild des Instruments von Oskar Sala bauen. Das Trautonium Manual funktioniert zudem sehr gut. Und es ist ein neues Controller-Modul dafür in Arbeit, das dann auf Wunsch die Quantisierung auch gleich eingebaut hat. Puristisch spielt man ohne Quantisierung.

Bei Doepfer kann man dann natürlich auch gleich um den Frequency Shifter ergänzen, der zum Vorbild Oskar Sala geradezu zwingend dazugehört. Und man kann sich natürlich mit zwei Controllern auch ein zweimanualiges Gerät bauen.

Mein Setup (mit einem Manual und wahlweise Steuerung über normale Keyboard-Tastatur) sieht zurzeit so aus. In dem Rack befinden sich außerdem noch die Master- und Effekt-Sektion meines Modularsystems.

Doepfer Trautonium.webp
 
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M.i.a.u.: Feedback, Phil999, weinglas und eine weitere Person
Das ließe sich doch sicherlich mit den Trautonium-Modulen von Doepfer mit einem dazwischen geschaltetem Quantisierer genauso erledigen.

@fanwander
Erfahrungen mit diesem Modul?
Der Doepfer R2M hatte sowieso eine optionale, harte Quantisierfunktion. Wenn man mit dem A-198 arbeitet, muss ein Quantisierer dahinter. Wenn ich das Video allerdings richtig verstanden habe, dann ist das eine "weiche" Quantisierung. Es gibt also für die Halbtöne Bereiche, die eindeutig sind, aber dazwischen gibt es Übergangsbereiche. Das könnte man beim Quantisierer mit einem Slew-Limiter imitieren.
 
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M.i.a.u.: Audiohead und PhonicGate
Ja, den Slew-Limiter hatte ich im Geiste dahinter verdrahtet, aber leider nicht in den Text übertragen. Aber das ist ja auch einigermaßen logisch, und natürlich liegst du damit richtig.

Meine Aussage zielte jedenfalls ein wenig darauf ab, dass man mit den Doepfer-Modulen vermutlich wesentlich flexibler arbeiten kann (wie halt immer mit einzelnen Modulen).
 
  • #10
Meine Aussage zielte jedenfalls ein wenig darauf ab, dass man mit den Doepfer-Modulen vermutlich wesentlich flexibler arbeiten kann (wie halt immer mit einzelnen Modulen).
Das kann man. Zumal man das Trautonium sinnvoll erweitern kann - in meinem Fall durch ein zusätzliches Multimode-Filter, eine zweite Hüllkurve und mehrere LFOs sowie eben der Möglichkeit, den Frequency Shifter aus dem Signalweg ein- oder auszuschalten und verschiedene Eingabegeräte (Trautonium Ribbon Controller und normales Keyboard sowie ggf. Sequencer) miteinander zu kombinieren.

Der Doepfer R2M hatte sowieso eine optionale, harte Quantisierfunktion.
Der A-198-2 wird das auch haben. Falls er denn jemals fertig wird:
 
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M.i.a.u.: PhonicGate
  • #11
Für authentische Trautonium-Spielweise braucht man neben dem Strip ja noch einen Drei-Oktaven-Fußschalter. Von Haken Audio gab es dazu früher mal eine Selbstbau-Anleitung. Hat einer der Anbieter von Trautonium Controller-Strips auch für die Oktavschaltung etwas im Programm?
 
  • #12
Für authentische Trautonium-Spielweise braucht man neben dem Strip ja noch einen Drei-Oktaven-Fußschalter. Von Haken Audio gab es dazu früher mal eine Selbstbau-Anleitung. Hat einer der Anbieter von Trautonium Controller-Strips auch für die Oktavschaltung etwas im Programm?
Einen Drei-Oktaven-Fußschalter? Davon höre ich zum ersten Mal. Man braucht einen Doppel-Fußschalter, um die Mixturen umzuschalten. Ich mache das allerdings nicht mit dem Fuß, sondern per Hand über das A-173-1/2. Von Doepfer und Ladik gibt oder gab es natürlich auch Module für die Anbindung geeigneter Fußschalter.
 
  • #13
Die Idee des Oktavschalters und seine virtuose Nutzung durch Oskar Sala ist hier erläutert:
Es gibt also anscheinend inzwischen ein Produkt von Haken Audio.
Die ursprüngliche Seite bei Haken Audio schlug allerdings nicht zwei Fußschalter nebeneinander vor (= moderner Kompromiss mit heute überall verfügbaren, preiswerten Teilen), sondern einen einzelnen Dreifach-Schalter (soweit ich mich erinnere, auf Basis einen Nähmaschinen-Fußschalters), so dass ein einzelner Fuß die Oktav-Schaltung übernehmen kann.

Ah ich habe es wieder gefunden.
Die ursprüngliche Beschreibung bei Haken Audio beruhte auf diesem Schalter hier:
Es ist ein zweifach Momentary-Schalter (Zehenstellung / Fersenstellung) mit Mittelstellung off.
Korrekte Verkabelung musste man dann selbst vornehmen.
Es ist ein Produkt für den industriellen Einsatz (z.B. Softeis-Spender, Air Traffic Control) und dementsprechend etwas teurer (ca. 130 US-$/Stück).
Ob ein internationaler Versand dieses Produkts möglich wäre, müsste man anfragen.
 
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  • #14
@Turing - Schau mal hier, da ist unter anderem die Funktion des Dreifachfußschalters bei Sala erklärt. Er bezieht sich nicht auf Oktaven sondern auf Mixturen der beiden Subharmonischen Generatoren. (Je nach Mixtur könnte man damit zwar auch Oktaven umschalten, aber das ist etwas Anderes.)
 
  • #15
Das Pedal konnte offenbar durch seitliche Bewegung schalten, aber was machte es bei vertikaler Bewegung?
Die Seite https://www.rundfunkschaetze.de/radio-musikinstrumente-fuer-klangkunst/sala-trautonium/ schreibt:
"Zur Festlegung der Grundlautstärke, der Oktavlage und zur Klangregistrierung dienen darüber hinaus zwei Pedale."
Das Oktavpedal soll es Sala erlaubt haben, sehr schnelle Passagen oder Arpeggien über den Oktavumfang hinaus zu spielen - ohne dazu die Handposition wechseln zu müssen.
 
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  • #16
Kenne ich. Es gab aber auch ein Exemplar mit drei Fußpedalen.
Ja, das "dreimanualige neue Trautonium" von 1936. Die Pedale dienten dort aber nicht als Oktav-Umschalter sondern zur Beeinflussung der Klangfarbe. (vgl. Peter Donhauser - Oskar Sala als Instrumentenbauer, München, 2022. S.52ff) Das spätere Mixtur-Trautonium hatte nur zwei Manuale und zwei Pedale zur Mixturumschaltung. Es gibt allerdings einen Schaltplan für das Konzerttrautonium, in dem auch ein Oktavumschalter vorgesehen ist. Meines Wissens wurde das aber nie realisiert.

Bei Doepfer ist für die Umschaltung der Mixturen ein Doppelfußschalter pro A-113, also pro "Manual" vorgesehen - da ich nur ein Manual verwende und eine Hand frei habe, verzichte ich ganz auf Fußschalter.
 
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  • #17
Hier auch noch ein Zitat von Oskar Sala selbst:

"Aber dazu kommt noch ein Drittes: Die Saite kann leicht, nämlich elektronisch, umgestimmt werden, zum Beispiel eine Oktave höher oder tiefer. Dazu genügt ein kleiner Kontakt, und weil das so einfach ist, habe ich diese Kontakte ins Pedal gelegt, schon beim Rundfunktrautonium. Auf einmal hörte man von mir Capricen von Paganini, auf dem Trautonium gespielt."

Quelle: https://www.oskar-sala.de/oskar-sala-fonds/oskar-sala/interview/mixturtrautonium/index.html

Das belegt, von welch immenser Bedeutung das 3-Wege-Oktavpedal für Oskar Salas virtuose Spielweise auf dem Trautonium war.
Und deshalb sollten m.E. auch die Konstrukteure moderner Trautonium-Controller (oder integrierter Instrumente wie Flexur) das Thema Oktav-Fußumschaltung adressieren und dafür ein Lösung anbieten, die schnelles Umschalten mit einem Fuß ermöglicht - eben ähnlich, wie Sala das für sich genutzt hat.
 
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  • #18
Hier auch noch ein Zitat von Oskar Sala selbst:

"Aber dazu kommt noch ein Drittes: Die Saite kann leicht, nämlich elektronisch, umgestimmt werden, zum Beispiel eine Oktave höher oder tiefer. Dazu genügt ein kleiner Kontakt, und weil das so einfach ist, habe ich diese Kontakte ins Pedal gelegt, schon beim Rundfunktrautonium. Auf einmal hörte man von mir Capricen von Paganini, auf dem Trautonium gespielt."

Quelle: https://www.oskar-sala.de/oskar-sala-fonds/oskar-sala/interview/mixturtrautonium/index.html

Das belegt, von welch immenser Bedeutung das 3-Wege-Oktavpedal für Oskar Salas virtuose Spielweise auf dem Trautonium war.
Und deshalb sollten m.E. auch die Konstrukteure moderner Trautonium-Controller (oder integrierter Instrumente wie Flexur) das Thema Oktav-Fußumschaltung adressieren und dafür ein Lösung anbieten, die schnelles Umschalten mit einem Fuß ermöglicht - eben ähnlich, wie Sala das für sich genutzt hat.
Hm, wenn Oskar Sala das so gesagt hat, wird es wohl so sein. Verstehen kann ich es nicht ganz, weil an anderer Stelle die Rede davon ist, dass es bei den beiden Dreiweg-Pedalen um das Umschalten der Mixturen bzw. "der Klangfarbe" ging, wie Sala selbst es nannte. Vielleicht konnte man die Funktion der Pedale auf die Oktavwahl umschalten.

Ob es zweckmäßig wäre, heute ein Trautonium genau mit der gleichen Spielweise zu bauen, die Sala verwendete, halte ich im Übrigen für zweifelhaft. Sala hat sein Instrument ständig selbst umgebaut und auch ständig repariert. Vieles, was er da eingebaut hat, könnte man heute nicht zu industrieller Serienreife bekommen - einschließlich der Spiel-Manuale selbst und der Fußschalter. Das waren alles fehleranfällige, ziemlich fragile Eigenbauten von Sala.
 
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