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OnTopic [Frage] Verteilung von Midi clock – womit?

Bitte genau im Thema bleiben (wie es im ersten Beitrag steht). Bei neuen oder anderen Themen bitte einen eigenen Thread aufmachen!
  • #31
Der MIDI Standard stammt aus dem Jahr 1983, aber das nur nebenbei, denn das ist nicht der Punkt.

Veraltet sind die MOTUs in vielerlei Hinsicht, denn sie bieten nichts von dem, was neuere Interfaces oder welche mit Routing und Filtern ausmacht, wie zB:
- Classcompliant an Mac und Linux
- Genug Speicherplätze für Setups (das konnte schon die erste MIDItemp aus dem Jahr 1988 besser), die wurden nie erweitert und sind immer noch bei mageren 8 Stück
- USB Host Funktionen incl Routing

MOTU hat seine Audiointerfaces schon länger modernisiert, die MIDI-Interfaces leider nicht, dabei wäre das sehr lange überfällig. Ich hab die aufgrund der Zuverlässigkeit auch gerne empfohlen, da sich aber da nix tut und es bei iConnectivity inzwischen die 3. Generation gibt, die zeigt, was möglich ist, mache ich das nicht mehr, nicht bei den Preisen.

Also du wertest eine Firma die einen 0815 unoptimierten Treiber aus Spargründen nutzt höher
als eine Firma die Geld in die Hand nimmt und Programmierer gut bezahlt die einen passgenauen Treiber entwickeln - das hälst du für veraltet?

Die 8 Presets die du umschalten kannst und über die Software jederzeit exportieren/importieren und beliebig viele Configdateien von paar KB mit jeweils neuen 8 Stück importieren/exportieren kannst ist auch veraltet?

- "USB Host Funktionen incl Routing" - vielleicht ist das ja ein Punkt, kannst du das bitte genauer ausführen?
Ich habe mit dem kleinen Teil keine Problem, geht sehr fluffig

Die Dinger sind zudem sehr wertig gebaut, im passenden Format, praktisch unverwüstlich, leicht zu konfigurieren
und funktionieren wie ne 1... anschalten und los... was soll man da noch hinzufügen?
Ich weiß gar nicht mehr wo meins genau im Regal unten verbaut ist, weil tut und steht wohl auf Understatement...

Die Preise die sie verlangen können werden ja auch gern gezahlt - wird schon seine Gründen haben?

Also bis jetzt kann ich deine Argumenatation als interessierter Laie noch nicht nachvollziehen...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #32
Also du wertest eine Firma die einen 0815 unoptimierten Treiber aus Spargründen nutzt höher
als eine Firma die Geld in die Hand nimmt und Programmierer gut bezahlt die einen passgenauen Treiber entwickeln - das hälst du für veraltet?
Da Du Dich selbst als "interessierter Laie" bezeichnest, will ich es nicht zu technisch machen:
Es ist für USB-MIDI Interfaces am Mac nicht mehr nötig, eigene Treiber zu entwickeln, da man den im System eingebauten Klassentreiber benutzen kann, und da muß auch nix optimiert sein, das ist MIDI und nicht Audio. Die einzige Ausnahme stellt das Hardware-Timestamping dar (nur für große MIDI-Interfaces relevant, da geht es darum, die Daten an vielen Ports wirklich zeitgleich auszugeben, was optimalerweise eine Kombi aus Hardware und Treiber erfordert), welches bei Motu* "MTS" heißt, bei Emagic/Apple "AMT" und nur von deren hauseigenen DAWs unterstützt wird, das Gleiche bei Steinberg*. Diese Technik ist aber seit USB2 immer mehr in den Hintergrund geraten, da frühere Interfaces rein seriell mit Geschwindigkeiten unter der von USB1.1 angebunden waren und das nötig machten.
Die Treiber waren früher einfach nötig, da die ersten Klassentreiber für USB1 nur Basisfunktionen boten, das änderte sich erst bei USB1.1.
Bei Windows ist es so, daß da auch heute noch Treiber alleine schon deshalb nötig sind, da der Klassentreiber von Windows nicht erlaubt, daß mehr als eine Software gleichzeitig auf einen Port zugreift (multiclient), was zB bei gleichzeitigem Einsatz einer DAW und eines Syntheditors der Fall wäre.

Die 8 Presets die du umschalten kannst und über die Software jederzeit exportieren/importieren und beliebig viele Configdateien von paar KB mit jeweils neuen 8 Stück importieren/exportieren kannst ist auch veraltet?
Ja, denn erstens konnte selbst die erste MIDITemp mit mehr Speicherplätzen (128) aufwarten und selbst das zum Motu* MTP datenkompatible Emagic Unitor8(II) hatte schon 32 Speicher. Daß man die Speicherplätze auf dem Computer speichern und laden kann nützt einem zB bei einem Liveeinsatz als MIDI Patchbay, die für jeden Song ein eigenes Setup nutzt und zB die angeschlossenen Geräte mit einem Tastendruck umschalten kann, nämlich garnichts, und auch im Studio kann das zuwenig sein, wenn man da ebenfalls songbasiert arbeitet, denn genau dafür sind solche Dinger ja mal entwickelt worden. Ich wäre bei meinem großen Setup bis 2019 mit nur 8 Plätzen bei Weitem nicht ausgekommen.

- "USB Host Funktionen incl Routing" - vielleicht ist das ja ein Punkt, kannst du das bitte genauer ausführen?
Schau Dir mal die aktuellen MIO XM und MIO XL an. Die haben neben den klassischen DIN MIDI Ports und dem USB-Computeranschluß auch mehrere USB-A Anschlüsse (Host, wie die am Computer), an die man classcompliant USB MIDI Geräte anschließen und auch mit den DIN-Anschlüssen sowie dem Computer über die Programmierung verbinden kann (Routing). Diese werden auch mit Spannung versorgt, wenn sie innerhalb der 500mA Stromaufnahme bleiben. Diese USB-Hostports gab es schon bei der ersten Generation dieser Interfaces (zB MIDI4+, 2013/14).
Reine MIDI Interfaces brauchen keine Hostports, sobald aber Routingfunktionen drin sind, ist es schon sinnvoll, die zu haben, um die Anzahl der USB-Verbindungen zum Rechner zu reduzieren und zudem das Ganze zentral steuern zu können, besonders wenn man DAWless arbeitet gehts kaum anders.

Da das Ganze massiv OT ist, wird das meine letzte Antwort zum Thema sein
 
  • hilfreich
  • Daumen hoch
  • wunderbar
M.i.a.u.: GASmann, fcd72, Miks und 3 andere
  • #33
Wie wäre es hiermit?

Oder paar Nummern größer:
 
  • #34
Die einzige Ausnahme stellt das Hardware-Timestamping dar (nur für große MIDI-Interfaces relevant, da geht es darum, die Daten an vielen Ports wirklich zeitgleich auszugeben

Man könnte ja fast auf die Idee kommen, dass man um an 8 Mitspieler Clock auszugeben ebenfalls genau so ein 8-Port Interface braucht.

Bei Windows ist es so, daß da auch heute noch Treiber alleine schon deshalb nötig sind, da der Klassentreiber von Windows nicht erlaubt, daß mehr als eine Software gleichzeitig auf einen Port zugreift (multiclient)

Genau. Nur das nächste Argument gegen class compliant-only Interfaces.
 
  • #35
Da Du Dich selbst als "interessierter Laie" bezeichnest, will ich es nicht zu technisch machen:
Es ist für USB-MIDI Interfaces am Mac nicht mehr nötig, eigene Treiber zu entwickeln, da man den im System eingebauten Klassentreiber benutzen kann, und da muß auch nix optimiert sein, das ist MIDI und nicht Audio. Die einzige Ausnahme stellt das Hardware-Timestamping dar (nur für große MIDI-Interfaces relevant, da geht es darum, die Daten an vielen Ports wirklich zeitgleich auszugeben, was optimalerweise eine Kombi aus Hardware und Treiber erfordert), welches bei MOTU "MTS" heißt, bei Emagic/Apple "AMT" und nur von deren hauseigenen DAWs unterstützt wird, das Gleiche bei Steinberg. Diese Technik ist aber seit USB2 immer mehr in den Hintergrund geraten, da frühere Interfaces rein seriell mit Geschwindigkeiten unter der von USB1.1 angebunden waren und das nötig machten.
Die Treiber waren früher einfach nötig, da die ersten Klassentreiber für USB1 nur Basisfunktionen boten, das änderte sich erst bei USB1.1.
Bei Windows ist es so, daß da auch heute noch Treiber alleine schon deshalb nötig sind, da der Klassentreiber von Windows nicht erlaubt, daß mehr als eine Software gleichzeitig auf einen Port zugreift (multiclient), was zB bei gleichzeitigem Einsatz einer DAW und eines Syntheditors der Fall wäre.


Ja, denn erstens konnte selbst die erste MIDITemp mit mehr Speicherplätzen (128) aufwarten und selbst das zum MOTU MTP datenkompatible Emagic Unitor8(II) hatte schon 32 Speicher. Daß man die Speicherplätze auf dem Computer speichern und laden kann nützt einem zB bei einem Liveeinsatz als MIDI Patchbay, die für jeden Song ein eigenes Setup nutzt und zB die angeschlossenen Geräte mit einem Tastendruck umschalten kann, nämlich garnichts, und auch im Studio kann das zuwenig sein, wenn man da ebenfalls songbasiert arbeitet, denn genau dafür sind solche Dinger ja mal entwickelt worden. Ich wäre bei meinem großen Setup bis 2019 mit nur 8 Plätzen bei Weitem nicht ausgekommen.


Schau Dir mal die aktuellen MIO XM und MIO XL an. Die haben neben den klassischen DIN MIDI Ports und dem USB-Computeranschluß auch mehrere USB-A Anschlüsse (Host, wie die am Computer), an die man classcompliant USB MIDI Geräte anschließen und auch mit den DIN-Anschlüssen sowie dem Computer über die Programmierung verbinden kann (Routing). Diese werden auch mit Spannung versorgt, wenn sie innerhalb der 500mA Stromaufnahme bleiben. Diese USB-Hostports gab es schon bei der ersten Generation dieser Interfaces (zB MIDI4+, 2013/14).
Reine MIDI Interfaces brauchen keine Hostports, sobald aber Routingfunktionen drin sind, ist es schon sinnvoll, die zu haben, um die Anzahl der USB-Verbindungen zum Rechner zu reduzieren und zudem das Ganze zentral steuern zu können, besonders wenn man DAWless arbeitet gehts kaum anders.

Da das Ganze massiv OT ist, wird das meine letzte Antwort zum Thema sein

Danke für die technische Auskunft, auch wenn du dir teilweise scheinbar kurz selber widersprichst (Treiber),

also sollte der Einsteiger der 8 Synths synchronisieren möchte gleich mal richtig in den Endausbau gehen
falls er ab morgen dann wöchentlich die Stadien füllen möchte...

für daheim reicht dann wohl doch nicht ein kleines Motu* inkl Routing und Filtern
oder preislich vergleichbares für die nächsten 10 Jahre...

man lernt hier ja wirklich nie aus... :nihao:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #36
ich benutze schon lange ein Edirol UM-550 für diese Zwecke! Es sind zwar keine aktuellen Treiber verfügbar, aber es funktioniert im Standalone Modus perfekt, dazu kann es auch Mergen!
 
  • #37
Bei Windows ist es so, daß da auch heute noch Treiber alleine schon deshalb nötig sind, da der Klassentreiber von Windows nicht erlaubt, daß mehr als eine Software gleichzeitig auf einen Port zugreift (multiclient), was zB bei gleichzeitigem Einsatz einer DAW und eines Syntheditors der Fall wäre.

Diese Aussage gilt nur bis einschließlich Windows 10. Seit im Februar der neue OS-Treiberstack für MIDI 2.0 veröffentlicht wurde, kann Windows ohne Getrickse auch MIDI 1.0 im Multiclient-Betrieb nutzen.
 
  • #38
Liebe Leute,

es ist nicht notwendig sich hier zu streiten!

Insbesondere da ich eine einfache Lösung (frei von DAW oder PC) für die reine Verteilung suche.

... ich möchte für eine Jam-Session mit meiner Nome II Clock den Takt angeben und die Midi Clock auf bis zu 8 Mitspieler verteilen.

Meine Idee ist es über einen Midi-Splitter (Midi Hub oder Midi Expander bzw. Midi Patchbay) dies zu machen. ...

...

Fragen:

Ist eine Verteilung der Clock darüber machbar und sinnvoll?
Wie sollte ich die Midi-Clock besser verteilen?
Einem Gebrauchtkauf bin ich nicht abgeneigt. Nach welchen Gerät sollte ich Ausschau halten?
Kann ich mehrere kleiner Midi Splitter ggf. kaskadieren?

...

Ich habe mich jetzt Aufgrund der Kommentare von Euch zum Kauf eines Monarch MME-80 entschieden und hoffe diesen in den nächsten Tagen in Händen zu halten.

Leider ist die Frage: "Kann ich mehrere kleiner Midi Splitter ggf. kaskadieren? nicht beantwortet worden."

Bitte gebt mir hierzu auch noch eine Antwort.
Danke

Gruß

GwB
 
  • #39
Leider ist die Frage: "Kann ich mehrere kleiner Midi Splitter ggf. kaskadieren?" nicht beantwortet worden.
Theoretisch ja, praktisch könnte es denselben Effekt haben, wie in Serie geschaltete Synths. Bis zu einem gewissen Grad geht's gut und dann nicht mehr.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: GuywithBass
  • #40
wenn die alle stromversorgung haben und das signal nur analog splitten (und nicht etwa die mididaten buffern wie es interfaces oder router machen) sollte das problemlos gehen.

ich verstehe aber die unsicherheit dahinter, bevor ich das erste mal firewire hubs kaskadiert habe, hab ich auch erst mal rumgefragt und liebt geguckt.
 
  • #41
…ich weise nochmal auf den von mir oben verlinkten 12-fach-Kenton hin: wenn man viele einzelne Verteil-Geräte miteinander verbindet kommt es eher früher als später zu Problemen, bspw. weil irgendein Kabel spinnt - und dann alle dahinter-hängenden in der Kaskade nicht richtig funktionieren - weil man mal ein Kabel falsch steckt - und schwuppdich irgendwo einen womöglich schwer zu findenden MIDI-Loop generiert - usw. usw. …

…beim Kenton geht ein Kabel rein und zwölf Kabel gehen raus - es gibt einen zentralen Verteiler, genau so wie es sein soll, und nicht x-verschiedene Unterverteiler…
 
  • Zustimmung
M.i.a.u.: microbug
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