Frage zur Funktion von Kondensatoren

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von osterchrisi, 28. Oktober 2010.

  1. Hi!

    Kann mir wer hier erklären, welche Funktion die beiden rot eingekringelten Kondensatoren (und auch der Widerstand neben C:cool: in dem CEM3330-Projekt Schaltplan haben, die im Datenblatt nicht eingezeichnet sind? Ich komm nicht ganz dahinter... Hat wohl irgendwas mit konservativem Schaltungsdesign zu tun...?!
    Vielen Dank!
     

    Anhänge:

  2. swissdoc

    swissdoc back on duty

  3. Ja, der obere irgendwie schon... aber was soll das für ein Filter sein? Die Eckfrequenz liegt laut meinen Berechnungen bei 0,08Hz...?
     
  4. Wenn mich nicht alles täuscht verhindert C9 ein Überschwingen des Operationsverstärkers. Zu C8 kann ich wenig sagen, zumal mir die Funktion der Diode-auf-Masse vor dem Eingang nicht ganz klar ist.

    Florian
     
  5. tomcat

    tomcat Tach

    Würde die Diode nicht die untere Halbwelle bei einem AC Signal abschneiden?
     
  6. JuergenPB

    JuergenPB Tach

    Die Eckfrequenz ist doch f=1/(2*pi*R*C)
    also 1/(2*pi*51.000*22E-12) = 142kHz

    Bei invert. Verstärkern ist so etwas sinnvoll.



    Im Datenblatt werden sie als "Latch-Up Prevention Diodes" bezeichnet.
    Also auf Deutsch: Kurzschlussverhinderungsdioden, :roll: :gay:
    oder einfach gesagt: damit Dir das Dingen nicht durchbrennt und um die Ohren fliegt.
     
  7. Trotzdem stellt sich mir die gleiche Frage wie tomcat:
    Oder ist der Strom hinter dem 100k Widerstand so gering, dass die Diode garnicht leitend wird?
     
  8. Oh, da hab ich mich wohl um eine Potenz vertan! Ich hab mit 22e-11 gerechnet... Danke dafür!
    Warum macht das Sinn? Also wenn ich nicht schon wieder falsch liege, dann ist das doch ein Tiefpassfilter oder nicht?

    Danke auch für die anderen Antworten!
     
  9. JuergenPB

    JuergenPB Tach

    Unabhängig von der Frage der Diode, findet man den Kondensator auch in den Schaltbildern im Datenblatt

    guckstu:

    Unter "Optimizing the Bandwidth" liest man

    Ja, das ist ein Tiefpass.
    Wie Florian schon sagte, verhindert das ein Überschwingen des Verstärkers.



    Das Datenblatt kursiert leider in zwei Versionen durchs Internet: einmal in einer unvollständigen 2-Blatt-Version und einmal in einer Langfassung:
    Langfasssung: http://curtiselectromusic.com/uploads/C ... 5_Long.pdf
     

    Anhänge:

  10. JuergenPB

    JuergenPB Tach

    Bezüglich der Diode... möglicherweise liege ich da aber auch total falsch.

    Der Eingang beim 3330 ist ein Stromeingang (kein Spannungseingang) - wenn man so sagen will.

    Wir können uns das Ganze also so vorstellen

    Links kommt eine SteuerSPANNUNG rein. Der Widerstand wandelt sie gleichsam in einen äquivalenten SteuerSTROM um. D.h. zum Beispiel gehen 5V rein und aufgrund des Widerstandes von 100k fließen nach Simon Ohm dort 50µA Strom. Bei anderen Spannungen fließen entsprechend andere Ströme. Der Verstäker (hier als "Strommesser" dargestellt) registriert den Stromfluß und spuckt am Ende auch wieder einen (verstärkten) Strom aus. Durch den dem 3330 nachgeschalteten externen OpAmp wird dann aus dem Strom eine entsprechende Spannung erzeugt.

    Die Diode begrenzt vornehmlich die Spannung und regelt bis auf ihre Durchbruchspannung runter. Das hat freilich auch Auswirkungen auf den Strom, der noch durch den OpAmp fliest, da sich bei Parallelschaltung bekanntlich die Ströme je nach Widerstand (Diode vs. "Strommesser") aufteilen, ist aber m.E. nicht der gleiche Effekt, wie beim "Clippen" per Diode.


    Achja.
    Da ich kein Techniker bin, kann man das ggf. auch unter kreativem Blödsinn abhaken.
     

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