Fragen: Roland JunoDi ?

Dieses Thema im Forum "Digital" wurde erstellt von HuluBulu, 1. November 2011.

  1. HuluBulu

    HuluBulu Tach

    Hey leute

    Ich will mir einen Synthesizer zulegen und bin dabei auf den Roland JunoDi gestoßen, der ja auch laut dem Ersteller dieser Webseite sehr gut für Einsteiger geeignet ist. Damit kommen wir zu meinen Fragen:
    1. Ich würde den Roland JunoDI gerne, bevor ich ihn kaufe, ausprobieren hab aber keinen Ahnung wo ich das machen kann. Hat einer von euch vielleicht
    einen Tipp für mich? Am besten wäre ein Laden in Hamburg.

    2. Was haltet ihr vom Roland JunoDI ? Sollte man sich als erfahrener Klavierspieler und Electrofanatiker lieber etwas anderes zulegen ? Ich würde nämlich
    auch etwas mit geeigneter Software rumprobieren und vielleciht den ein oder anderen Track entwickeln.

    Ich freue mich auf eure Antworten.

    Mfg HuluBulu :peace:
     
  2. tom f

    tom f Moderator


    hi - du kannst dir den ja bei thomann bestellen - ihn mit samthadschuhen 30 tage testen und bei nichtgefallen umtauschen oder dir das geld retournieren lassen - das reine anspielen in einem store würde ich nicht als ausrecihend bezeichenn um sich einen meinung bilden zu können

    ob das das richtige teil ist für den einstieg ? tja DAS kann dir natürlich keiner wirklich sagen - viele mütter haben schöne töchter und geschmäcker sind sehr verschieden

    bei den leuten hier wird aber wahrscheinlich ein juno di oder ein gaia nicht so gut wegkommen - "wir" ;-) sind ja eher die puristen - lol und roland hat das in den letzten (vielen) jahren nichts wirklich spannendes herausgebracht (meine meinung)

    der di kann sicher was und er hat ja auch ne fette polyphonie . aber ich würde mir keine klanglichen hochgenüsse oder sonderlich "abgedrehtes" erwarten - vielleicht geht der eher schon fast in richtung alleinunterhalter keyboard

    aber wie gesagt - man weiss ja nicht was deine zielsetzung ist ... wenn du eher experimentiern willst und dir mal allgemein synths näher bringen willst dann würde ich eher was anders kaufen - wenn du mit halbwegs vertrauten sounds einfach losklimpern wilst und spielen kannst dann kann dich der sichewr auch glücklich machen

    schöne gruesse
     
  3. Moogulator

    Moogulator Admin

    Der JunoDi ist eigentlich ein einfacher(er) Fantom, also ein Rompler. Ist sicher ein wenig frickelig beim editieren, wenn dein Schwerpunkt Samples einbinden ist - kann das aber ok sein. Wenn du eher einen "klassischen Synthesizer" willst (was du durch die Rubrik "analog" andeutest - hab das hier korrekterweise nach digital verschoben), dann solltest du dir die Kategorie mit Knöpfen anschauen, die heißen idR "Virtuell Analog" und sind oft einfacher zu bedienen und daher für Einsteiger etwas zugänglicher.

    Diese sind aber nicht die Kategorie "wir machen einen akustischen Bass, Orgel und so", sondern eben Synthsounds, während der DI eben auch die traditionelleren Standards abdeckt.

    -> Einsteiger

    und natürlich :hallo: obendrauf!!
     
  4. psicolor

    psicolor Busfahrer und Bademeister

    Den Juno DI sollte eigentlich auch bei kleineren Musikläden stehen.
    Gibts nicht ne Filliale von JustMusic in Hamburg?

    N Kumpel von mir hat das Teil und benutzt es als Preset Schleuder. Er ist ziemlich zufrieden mit dem Teil, hat allerdings vorher auch noch kein anderes Tasteninstrument besessen. Die Sachen die er mir darauf vorgespielt hat, haben sich ganz gut angehört.

    Zum Sounds basteln is der Di sicher nicht das richtige, aber um ne große Palette an Standardsounds abzudecken sehr praktisch.
     
  5. HuluBulu

    HuluBulu Tach

    Hey

    Erstmal danke für die schnellen Antworten.
    Das Ding ist das ich vor allem erst mal ne E-Piano haben will mit dem ich weiter Klavier spielen kann.
    Daneben bin ich wie ich schon geschrieben hab etwas elektrofanatisch und würde halt mal gerne, in dem Gebiet, mit Hilfe von einer Software wie Ableton
    ein paar Ideen die mir im Kopf herrumschwirren in einen Track verwandeln. Samples spielen hierbei natürlich ne große Rolle. Da ich Einsteiger bin und auch nicht unbegrenzt Geld zu Verfügung hab, stellt sich mir halt die Frage ob der Roland JunoDI reicht.


    Fals also irgendwer einen Tipp für mich hat immer her damit !
    Und Sorry wenn ich das im falschen Bereich gepostet hab. Bin halt kein Fachmann :mrgreen:
     
  6. HuluBulu

    HuluBulu Tach

    @psicolor

    Danke für den Tipp es gibt sogar einen relativ großen Shop im Bunker. Das ist da wo das Uebel und Gefährlich drin ist, fals das irgendwem etwas sagt.

    :supi:
     
  7. tom f

    tom f Moderator

    also ich würde dir dann eher dazu raten dich am anfang NUR auf software zu konzentrieren - kauf dir doch ein controller keybaord von novation

    https://www.thomann.de/de/novation_remote_61_sl_mkii.htm

    das kann man auch klasse in ableton einbinden ...und da gibts auch schöne samples zum thema e-piano etc..

    und du kannst dir dann ja mit den vielen erhältlichen demos oder freeware synths erst mal abchecken was für (soft)synths dir wirklich zusagen ...

    DANN wenn du dich mehr in der thematik auskennst kannst du ja immer noch den einen oder anderen hardware synth kaufen - aber dann weisst du schon weitaus besser "warum" du synth xy kaufst...

    andernfalls geht es dir schnell wie vielen (den meisten?) - dass man nämlich mal anfing geräte zu kaufen und damit nicht mehr aufhören kann - denn ewig lockt der synth - und plötzlich hat man 40 kisten rumstehen und wird DEN track schelchthin producen wenn kisten nr. 41 am start ist ;-)

    mein fazit: am anfang mal ganz pragmatisch nicht viel riskieren - süchtig wirst du sowieso noch und dann wirds schnell teuer
     
  8. HuluBulu

    HuluBulu Tach

    Mhhh ok

    Ich weiß aber nicht ob mir das reicht ich hab hier auch noch den Krog Kaossilator rumstehen der mir recht gut gefällt und ich bin eigentlich auch eher so ne typ der sein kams mal ganz gerne irgendwo mit hinnimmt und da ne bisschen "jamt" (wenn man das den so nennen darf).
     
  9. tom f

    tom f Moderator

    ich kann dir (mehr oder weniger garantieren) dass du sobald du A gekauft hast rausfinden wirst dass B doch besser wäre ;-) das ist so ein kreislauf de kaum wer entrinnt

    und vergiss nicht: dz brauchst ne halbwegs anständige soundkarte (ab ca 400 euro) und halbwegs anständige boxen (ab ca 1000 euro)

    DA zu sparen wäre erst recht ein fehler

    den kaossillator kannst du ja trotzdem an ableton hängen (wenn du diese denn auf nem laptop betreiben würdest)
    ausserdem sind aber die fx von ableton schon sehr geil und mittels dem automap feature von den novation controllern kinderleicht und spontan zu bedienen - also da "könnte" man den kaossillator auch wieder abstossen und das geld woanders investieren

    ps: ich bin ja sleber hardware fan - allerdings ist mein studio zu 100% stationär... würde ich live was mache würde ich mich auch fragen ob das mit all der hardware optimal ist

    du brauchst ja auch nicht jahrelnag an den plugs schrauben - einfach mal eintaichen in diek materie und dann auch gleich mal hardware wenn die lust so gross ist - aber als totaler einsteiger würde ich jetz nicht auf verdacht nen synth kaufen - da szahkt sich nicht aus ...am besten mal mit leuten treffen die ein studio haben und sich diverses zeigen lassen ... gibt ja viele nette leute hier die das machenn (würde ich auch - aber ich denke mal der weg zu mir wäre dir zu weit - da ich in osterreich lebe)
     
  10. Moogulator

    Moogulator Admin


    Na, dann ist doch ein kompaktes Ding gut, Software wie Kontakt von Native Instruments (das ist ein Sampler) oder Halion (Steinberg) machen sowas als Software. Ansonsten ist es nicht falsch, wenn dein neues Teil eigene Samples verträgt. Das ist beim Di aber auch der Fall. Er ist auch sehr leicht - aber die Tastatur ist halt günstig und ohne Aftertouch. Das ist halt die günstige Linie von Rolands Fantom (G) Serie.

    Bei Korg gibt es Triton und den M3 und oben in der Skala den Kronos mit sehr viel Synthese und guten großen aufwendigen Pianos.
    Ein Fusion ist nicht mehr neu, aber wäre auch eine Alternative. Kann auch viel, erinnert so gesehen an einen kleinen Kronos.

    Und Kurzweil machen auch Sachen in der Richtung. Würde halt nur drauf achten, dass du wenigstens deine Samples einladen kannst, denn sonst ärgerst du dich später ggf.
    Auch wenn man damit schon viel tun kann.

    Da gibt es Unterschiede in der Qualität der Tastatur, der Synthese und der Bedienelemente und der Display/Komfort -Ecke,

    so gibt es zB bei Yamaha die kleineren MOX Synthesizer, die kleinere Versionen der Motif Serie sind - Deren Basismaterial ist gut und alle sind einen Blick wert, wenn du irgendwo in der Nähe eines Ladens wohnst, solltest du dir die einfach mal anhören, selbst wenn du nur so durchschaltest - das ist zwar weit weg von "austesten", aber einen Eindruck erhältst du schon.

    Ich kenne leider nicht einen deiner Einfluss-Musiker und du hast keinen Standort angegeben, ggf. ist es schon gut sich mal durchzuhören und ruhig 1-2 Tage dafür zu verballern, oder Freunde zu besuchen in der Gegend, die sowas haben. Aber MACHEN kannst du mit allen schon viel. Richtiger Müll ist das alles nicht und grade bei den so genannten Workstations sind die Unterschiede rel. klein, sieht man mal von Kronos und seinem Konzept ab.
     
  11. ARNTE

    ARNTE Ureinwohner

    ich hab den Di seit ein paar jahren. im studio nutze ich ihn quasi kaum. höchstens mal ein paar strings o.ä. ich habe ihn mir damals für live angeschafft, weil er nen guten audio player an board hat. ist mir fürs playback lieber als ein MD player oder iphone oder sowas...

    die sounds sind nicht am gerät editierbar. lediglich auf die effektparameter hat man zugriff. und ne handvoll paramter über direkt knöppe (cut off, reso, attack, decay, reverbanteil...).
    eigentlich bietet er ne ganze reihe sehr geiler features. aber zum teil ist das so dämlich umgesetzt, dass man sich nur noch an den kopf langen kann. z.b. hat der Di nen wirklich geilen arpeggiator. leider ist dieser nicht speicherbar. einmal kiste aus und alle tollen einstellungen sind wieder weg.
    der sound an sich ist gut. das gibts nichts zu meckern. allerdings fehlt im etwas charakter. ich habe auch noch nen alten JV1080, der im grundprinzip ähnlich aufgebaut ist. den setze ich aber deutlich mehr ein...
    auch die effekte des Di (die wirklich umfangreich sind und auch abgefahrene sachen bieten) sind gut. und über den (mitgelieferten) softeditor kann man auch eigene sounds basteln. so ganz intuitiv ist das aber nicht. und auf keinen fall einsteiger tauglich.

    wenn du also als einsteiger eine presetschleuder suchst die unter anderem brauchbare pianos liefert - voila, der juno di dürfte bei ausreichender qualität die günstigste alternative sein. wenn du aber einen synthesizer suchst um einen einstieg ins soundgefrickle zu finden - such dir lieber was anderes.
     
  12. Moogulator

    Moogulator Admin

    Du hast doch da so einen Editor wie im D, oder ist der weg? Klar, ist oldschool, aber er ist da. Oder haben die den zugunsten eines Softedtitors im Di rausgenommen, hab das nicht mehr im Kopf. Im D gibt es ja auch noch den 4er-Layer-editor, man hat dann alle 4 Tones zur Ansicht, mehr oder weniger textlastig.
     
  13. ARNTE

    ARNTE Ureinwohner

    nee, da geht nichts mehr (wobei ich jetzt nicht weiß wie/ob das beim D ging). so ein wenig split/layer zeugs geht wohl aber direkten zugriff auf die soundparamter gibts nicht. außer über den softeditor natürlich. da geht dann alles (und das ist nicht wenig). auch auf dem mac übrigens. aber nur standalone und keine einbindung in die DAW als plug in.

    anleitung gibts übrigens auf der roland website. seit neustem auch in deutsch (da gibt es jetzt auch alle alten und gaaanz alten anleitungen auf deutsch. ganz ohne registration und so...find ich sehr schön und nett von den roländern!).
     
  14. Moogulator

    Moogulator Admin

    Juno G, tschuldigung..
    Da gibts ihn, beim D gabs den nicht.

    Ich werd eben alt. Das mit den Anleitungen hat Roland immerhin schon lang auf rolandus.com (in englisch), leider keine Service Manuals - aber alle normalen bis hin zum ollen SH Dings.
     
  15. Murano

    Murano Tach

    Wie wär's mit etwas älterem, gebrauchten, das aber sehr gut klingt, erst noch wenig kostet und eine gute Tastatur hat? Zum Beispiel einen Yamaha SY85 - hat Anschlagsdynamik, Aftertouch und bereits gute, wenn auch altmodische Sounds, die sich dank viele Fadern einfach verbiegen und verändern lassen. Dieses Teil taugt übrigens auch als gute Midi-Tastatur.
     
  16. Moogulator

    Moogulator Admin

    Sowas bekommt man für 100-200€, ist quasi der TG77/SY77 ohne FM Bereich, kann man schon was mit machen. -> SY99.
    Nur sind es halt feste Samples plus ein wenig Sample RAM beim SY85
     
  17. Murano

    Murano Tach

    SY77 und SY99 sind wirklich klasse Teile, aber komplizierter (FM-Synthese), dafür hat der SY99 eine tolle 76er-Tastatur - für einen Pianisten eine tolle Sache. Einem Einsteiger würde ich wegen der einfacheren Bedienung aber trotzdem vorerst zum SY85 raten. Ein oder zwei Jahre später, wenn man sich in die Materie eingearbeitet hat, kann man den ja immer noch gegen einen SY77 oder SY99 auswechseln.
     
  18. Moogulator

    Moogulator Admin

    Auf diese tolle Monstertastatur kann jemand wie ich gut verzichten, ich hab aber FM sehr lieb. Diese ist nicht schlecht, wenn man sie hat - so man LUST AUF SYNTHESE hat. Dann lohnt sichs auch. Sonst würde ich die Kohle sparen. Passt schon zu dem was HuluBulu so sucht, erstmal. Die Yamaha-Tasten dieser Klasse sind gut! Punkt.
    Stimme dir schon zu, aber wenn man es vorher wüsste, lohnt sich gleich das "Richtig" zu kaufen. Als Rompler ist ein TG/SY77 natürlich nicht perfekt und ein wenig "aus der Mode" was die Füllung angeht, aber man kann immer noch viel viel viel damit machen.
     
  19. HuluBulu

    HuluBulu Tach

    Ouhh ha

    Danke Leute aber ihr erschlagt mich gerade etwas mit Infos :D
    Ich hätte eigentlich an ein " " ist gut oder " " is empfehlenswert gedacht !! Aber gut so hab ich wenigstens ein breites Specktrum.

    Also noch mal ganz knapp .. ich würde insgesamt ungerne ein teil mit schlechtem Sound haben wollen. (--> bin ein 9000 € Klavier bzw einen absolut asozial Geilen Flügel von 1890 gewohnt und spiele darauf jetzt seit .. 12 Jahren ) Andererseits möchte ich halt ein portables Piano mit möglichst vielen interessanten extras zum herrumprobieren haben. Das ich dabei auch mit Software am Pc arbeiten will kann man erst mal zurückstellen. Insgesamt ist mir aber vor allem die Qualität des Pianos wichtig.

    Ich hoffe das hilft euch vielleicht etwas weiter. Und nochmal zum Thema Masterkeyboard. Ich hab von der ganzen Materie überhaupt keine Ahnung. Ich hab halt nur an einen Synthesizer gedacht weil ich dachte das das die einzigen Geräte sind die solche "Extras" haben.
     
  20. HuluBulu

    HuluBulu Tach

    Und es ist passiert ! Bam Roland JunoDI gekauft für 340 € ! Danke trotzdem für die tolle Beratung.
     
  21. Polarelch

    Polarelch bin angekommen

    Hey, darf ich fragen, ob Du ihn ersteigert oder per annonce gekauft hast?
    Ich versuche meinen seit Februar los zu werden, anscheinend bin ich immernoch viel zu hoch mit meinem Preis
     
  22. psicolor

    psicolor Busfahrer und Bademeister

    Dann solltest du dir vieleicht zuerst mal ein gebrauchtes Digitalpiano holen. Clavinova oder ähnliches. Also ein Teil, was auf Klaviersounds spezialisiert ist, eine entsprechende Tastatur hat, und (das is glaub ich das wichtigste) einen festen Platz in der Wohnung hat!
    Es is verdammt ärgerlich, wenn man länger nicht übt und seine Fertigkeiten verlernt.
     
  23. Moogulator

    Moogulator Admin

    Einen Synth und ein Piano wäre die klanglich beste Lösung, denn Sampleklaviere sind eben Sampleklaviere, da hilft auch kein V-Piano und so.
    Zumindest ist das immer noch ein kleines Set. So mancher hier hat viel mehr Gelump da stehen. Daher…
     

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