Geringer Eingangspegel in Ableton über Behringer Xenyx1204

Tom Flair

Kritische Geräteerörterungen
Das ist schon seltsam, ja.

Vielleicht doch ein Defekt ?

Mach doch folgendes:

Synths pro Kanal sauber aussteuern - so dass es laut ist aber im jeweiligen Kanal nicht übersteuert - dann den Master so regeln dass die LEDS knapp unter der 0 werken und dann lade doch mal hier das Aufgenommen hoch, dann kann man das besser beurteilen was für Art von Problem das sein kann.

Pegeltechnisch darft Du Dir prinzipiell aber natürlich nicht den Druck fertiger Musik erwarten.

Je nach Dogma recorden Leute auch mit Pegelspitzen bei nur -18 db um später viel Headroom in der DAW zu haben.

Das klingt erstmal aus reiner analoger Oldschoolvorgangseweise unüblich, aber bei 24 Bit Wandlern und wenn es nicht gerade highend Klassik ist absolut in Ordnung.

Die Pegel steigen dann ja eh wieder massiv wenn man EQs, Kompressoren, Limiter etc. anwendet.

Wenn du da zig Spuren hast die dann bei - sagen wir mal nach dem Processing - jeweils bei - 8 peaken und die in den Master gehen dann ist es im Master auch schnell schon bei +/- 0

Und dann kommt ja in der Regel im Master erst noch der Druck durch die finalen Effekte zustande.


In der Praxis ist es einfach so dass noch so - gefühlt- laute Signale die man recorded im Vergleich zu einem kommerziellen Musikstück wirklich recht leise sind.

Beispiel:

Ich über gerne Gesang zu bekannten Nummern und habe da wirklich aufwendige realtimemonitoring Einstellungen bei meinem Apollo X8 Interface.

Mic in -> Kanalzugemulation mit EQ/Kompressor -> chirurgisscher EQ -> musikalischer EQ -> Optokompressor -> FET Kompressor

also tatsächlich bis zu drei Stufen an Kompression mit teilweisen Absenkung bis zu 10 Dezibel bei dem finalen FET.

Das Ganze dann in die zwei Send Kanäle und dort noch Hall / Chorus und Konsorten - eventuell auch noch mit vorgeschalteter Kompression


Das ganze also durchaus laut ausgepegelt und druckvoll - also fast schon so als wäre es komplett postprocessed-> aber -> wenn ich zu kommerziell gemasterter Musik dazu singe muss ich die Musik trotzdem mindestens 12 db runterschrauben damit die Vocals gut zu hören sind und man sich bei Singen wohlfühlt.

Da merkt man erst wie laut das tatsächlich ist und wie wenig Dynamik überbleibt.


Fazit: wenn Du in Ableton Clips erstellt hast die leise sind so kann man getrost einfach in der DAW lauter machen - das Thema Störsignale ist da - wenn kein Defekt oder Fehler im System vorhanden ist - in aller Regel keines um das man sich sorgen müsste.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Tom Flair vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

Ich werde sobald ich wieder im Studio bin mal verschiedene Varianten recorden und dann hochladen! Ist zur Beurteilung vermutlich wirklich sinnvoll.

wenn Du in Ableton Clips erstellt hast die leise sind so kann man getrost einfach in der DAW lauter machen
Das habe ich mir dann auch überlegt. Aber irgendwie hat es sich falsch angefühlt, dass ich ein Signal, welches in Ableton nur einen Ausschlag auf Hälfte hat, einfach in der DAW lauterdreh.

Mir ist zwat schon bewusst, dass man für den Mix immer bisschen Headroom übrig lassen soll/muss (vorallem ne Kick oder Baseline gewöhnlich schon auf mind. -5 in der DAW stellt), aber man hat ja auch schnell was wieder leiser gemacht, was sich nicht so "falsch" anfühlt als ein Signal künstlich bzw. digital lauter zu machen.
Gut, wobei, mit nem EQ macht man ja auch künstlich lauter...

Lange Rede kurzer Sinn - was mich halt nervt ist, dass ich vorher ja auch in gutem Pegel aufgenommen habe (ohne Probleme) und das mit dem Behringer jetzt nicht mehr klappt. Habe noch Hoffnung dass das mit dem Soundcraft dann aber später alles besser wird..
 
Heyhey,

Also, ich habe es jetzt mal aufgenommen und zeige euch das Ergebnis.

Als erstes habe ich wie folgt aufgenommen (nur die Drum machine).


Kanalzug der Drummachine ziemlich auf 0 (Kanal 5/6, Stereokanal) IMG_8480.JPG

















IMG_3410.JPG Level Schalter ist auf -10

IMG_5727.JPG Den Masterfader habe ich dann so geregelt dass die äußerst grobe Anzeige unter 0 (bei -2) ist.

IMG_5737.JPG In Ableton kommen dann -12 an



Und das ist das aufgenommene Ergebnis. Man muss genau hinhören. Aber es ist immer zu hören wenn die Kick spielt. Generell habe ich festgestellt, dass es hauptsächlich, wenn nicht ausschließlich (bzw. man hört es bei helleren Frequenzen vielleicht einfach nicht so gut) bei tieferen Frequenzen zu dem Störgeräusch kommt.

View: https://soundcloud.com/user-426362855/pult-led-knapp-unter-0/s-ip9ao





Dann habe ich nochmal versucht leiser aufzunehmen. Ich habe dabei festgestellt, dass der Pegel wohl keine Rolle Spielt, da auch hier das Störgeräusch zu hören ist. Unten seht ihr die Bilder, ohne Kommentare.

IMG_3834.JPG
IMG_5746.JPG
IMG_5750.JPG



Ergebnis:

View: https://soundcloud.com/user-426362855/pult-led-weit-unter-0/s-LVAVL







Schöne Feiertage! (: André
 
Zuletzt bearbeitet:

Tom Flair

Kritische Geräteerörterungen
Also ich höre da auch bei beiden Clips die selben Artefakte beim Anfang des Bauches der Kick die wie ganz leises Bitcrushing klingen

Das dürfte dann nicht am Pult liegen.

Woher kommt der Loop ?

;-)
 


Neueste Beiträge

Sequencer-News

Oben