Göttsching E2-E4

Dieses Thema im Forum "Sound / Tutorials" wurde erstellt von lfo2k, 28. April 2014.

  1. lfo2k

    lfo2k Tach

    hey, :)

    wer würde mir bitte sagen welche zwei akkorde herr göttsching hier verwendet hat?

    dur/moll? und welcher grundton?

    danke ;-)

    edit: für die, die es noch nicht kennen:

     
  2. virtualant

    virtualant eigener Benutzertitel

    ich sag mal
    1. C# maj7 (Dur mit Septime)
    2. F# moll (2. Umkehrung)
     
  3. virtualant

    virtualant eigener Benutzertitel

    mal spontan eingespielt, nicht quantisiert, mit dem ersten halbwegs passenden Sound aus meiner GEM S3 Turbo (ich arbeite grad mit der Kiste an etwas anderem):

    play: http://www.virtualant.de/e2-e4.mp3
    ja, irgendein Mega Hall ist da auch drauf, war mir jetzt aber egal.
     
  4. Anfangs:

    F G Bb
    G A C

    Später
    D F G Bb
    D G A C

    Dabei sind die Grundtöne zunächst
    G -- D F G Bb
    D -- D G A C

    Damit ist das G-Moll 7, und D sus4/7

    Später kommt dann aber ein G als durchgehende Bass Oktavierung.
     
  5. SvenSyn

    SvenSyn bin angekommen

    Wow danke!

    Ich finde E2-E4 immer wieder bemerkenswert und doch oder gerade wegen der "Monotonie" interessant.
     
  6. virtualant

    virtualant eigener Benutzertitel

    hm, lag ich da jetzt so falsch? ich hab das nach Gehör gemacht, klingen meine Akkorde nicht genau wie das Original?
    wenn ich Florians Akkorde greife kommt ne ganz andere Tonhöhe raus.
     
  7. virtualant

    virtualant eigener Benutzertitel

    da ist auf jeden Fall ein C# drin, hört man am Anfang deutlich raus finde ich.
     
  8. Die absolute Tonhöhe hängt ja nur vom Tuning Deines oder meines Synths ab. Vielleicht ist mein JP4 grade einen Halbton zu tief. Aber der Trick ist, dass der zweite Akkord eben kein klares Dur ist, sondern ein 4/7. Also Grundton, Quart, Quint, kleine Septime. Dadurch entgeht er PInkfloydscher Süßlichkeit.
     
  9. virtualant

    virtualant eigener Benutzertitel

    also meine Interpration war diese:
    C# maj7: C# F G# B
    F# moll (2. Umkehrung): C# F# A
    wer mag soll das mal greifen und sagen ob das hinkommt. Ich glaub nicht dass meine GEM verstimmt ist, ist ja ne digitale Kiste.
    ich werd mir morgen noch mal das Original anhören.
     
  10. lfo2k

    lfo2k Tach

    wow, danke für eure antworten! besonders deinem intensiven posting, florian :)

    ich probiers nachher gleich aus, zerschnippel grad noch meine mfb522 samples.

    :selfhammer: :selfhammer:
     
  11. Nochmal: es ist völlig EGAL ob der Grundton A, C#, D, Y oder "Tante Emma" heißt. Du drehst einfach am Pitch des VCOs, und schon ist es ein anderer Grundton; und woher wissen wir, ob nicht die Bandmaschine von Götsching schneller als die im Plattenpresswerk gelaufen ist. Das Wichtige sind die Intervalle.

    Ich habe mir das ganze jetzt mal in Logic gezogen, in Einzelschleifen zerlegt und genauer angehört. Meines Erachtens sind da unterschiedliche Sounds mit unterschiedlichen Akkorden am Werk (bleib beim D, wei das einfacher zu greifen ist):
    Es beginnt mit einem Rechteck: ein Takt D F c, ein Takt D F G.

    Es gibt dazu an Betonungsstellen einen etwas helleren Sound, mit leicht unsymmetrischem Rechteck, der das gleiche spielt.

    Dann kommt im Recht eck: D F A c, D F G Bb also Tonika minor 7, Subdominante minor 7 in der zweiten Umkehrung
    Der Betonungssound spielt weiterhin den Akkord von oben.

    Irgendwo zwischen ca 2:45 und 3:00 fadet ein zusätzlicher Akkord (meines Erachtens Sägezahn) dazu, der Off-beats spielt:
    F G Bb
    G A C
    Ggf mit eine D drunter, das höre ich nicht so genau. Das sind die Sus4 Akkorde die mich gestern abend irritiert haben.


    Die Basis-Harmonik ist sicher: Tonika Moll7 Subdominante Moll7. Wo Du da irgendwo ein Dur hörst ist mir schleierhaft
     
  12. lfo2k

    lfo2k Tach

    so! nach dem jeglicher versuch gestern nacht, irgend etwas an audio material hochzuladen fehlschlug, versuche ich es heute noch mal :)

    noch mal vielen dank florian für deine eingehende analyse, und mühe. es bedarf sicher noch mal ein paar abende für mich, das zu "verarbeiten", und umzusetzen.

    ich bin leider kein noten/akkord-kenner, und erarbeite mir alles rein nach dem gehör. deshalb dauert alles etwas länger :)

    du hast allerdings recht: es baut sich scheinbar aus mehreren akkorden aus verschiedenen synths zusammen. hört man ganz am anfang recht gut, wie sich die akkorde langsam vermischen.

    ich bezieh mich mal auf die cd-variante, die im tuning so klingt, wie das youtube beispiel.

    der "griff" von virtualant klang in meinen ohren teilweise richtig, deshalb hab ich zuerst versucht mit dem von ihm vorgeschlagenen "C# maj7: C# F G# B" zu arbeiten. aber eine note klang da irgend wie nicht richtig.

    nach einigen probieren hab ich folgendes rausgefunden - einer: c# - e - g# - b, und der andere: c# - e - f# - a

    ich hab das in reaper mit dem tal-uno-lx umgesetzt. drums kommen von der mfb 522. ich hab noch etwas bass und mitgesumme dazu improvisiert. zusätzlich gibts für den juno noch etwas phaser unterstützung von einem externen smallstone auf dem rechten kanal.

    ich mische göttsching ab der 20. sekunde dann langsam mit dazu. das ist ein 2 takte loop
    des originals der bei 2:14 losgeht. klingt irgendwie passend, scheint aber auch nicht "das" richtige zu sein. wenn ich den juno ca 30 cent nach unten stimme, klingt es auch noch mal etwas weniger verstimmt. hab ich in dem fall allerdings nicht gemacht.


    play: http://www.pc-kern.de/1/all_copyright_by_manuel_goettsching.mp3

    Ich hoffe ich verletze keine urheberrechte???????


    ich werd mich wie gesagt noch mal eingehend mit florian seinem material auseinandersetzen.

    es wäre übrigens klasse, wenn du auch ein klangbeispiel posten würdest ;-)
     
  13. CR

    CR Tach

    1.C# moll 7
    2. F# moll 7

    in Noten:
    1. C# E G# B
    2. C# E F# A
     
  14. ppg360

    ppg360 fummdich-fummdich-ratata

    Paß bloß auf, daß der Müller das nicht spitzkriegt.

    Stephen
     
  15. lfo2k

    lfo2k Tach

    müller westernhagen?
     
  16. ppg360

    ppg360 fummdich-fummdich-ratata

    Müller, Klaus-Dieter, in Insiderkreisen auch KDM genannt.

    Ehemaliger Schulze-Manager und selbsternannter Gralshüter des Berliner Erbes, v. a. Schulze und Ashra.

    Stephen
     
  17. Zotterl

    Zotterl Guest

    Am besten eigene Sachen machen/probieren statt zu klonen.
     
  18. Naja, ich hab den Eindruck, hier versucht einer beim Nachspielen für sich selbst was zu lernen. Da gehts nicht um klonen.
     
  19. Zotterl

    Zotterl Guest

    Gegen das Lernen ist nichts einzuwenden. Ob man durch das Nachspielen von Ashra sooo viel lernen kann?
     
  20. "Bevor man der Welt zeigt, wie man es richtig macht, sollte man lernen wie man es nicht macht." (Aus der Erinnerung zitiert aus http://de.wikipedia.org/wiki/Memoiren_e ... %C3%BClers)
     
  21. virtualant

    virtualant eigener Benutzertitel

    es ging ja nur darum die Akkorde zu analysieren und zu verstehen wie die sich zusammensetzen. Ich fand es interessant, hat Spass gemacht. Im Prinzip lag ich ja anscheinend richtig, ausser einer Note C# F G# B -> C# E G# B - werde ich noch mal testen, bin noch nicht dazu gekommen.
     
  22. Zotterl

    Zotterl Guest

    Mein Kommentar bezog sich auf E2 E4.
    Die beiden Akkorde finde ich dort nicht mal so wichtig. Sind austauschbar.
    Interessanter ist das Feeling des Stückes oder das Arrangement der Rhythmik.
    DA könnte der Threadstarter noch viel mehr entdecken.
     
  23. lfo2k

    lfo2k Tach

    nein, ich möchte dieses meisterwerk nicht clonen :D

    es macht einfach spaß, etwas nachzubauen. es ist wie ein geheimnis lüften ;-) ich liebe die akkorde von e2-e4 einfach. man lernt dabei viel für sich selber, und entdeckt neues.

    zotterl hat selbstverständlich noch nie versucht seine lieblings akkorde, oder irgend ein lied nachzubauen ;-) ;-) ;-)
     
  24. Zotterl

    Zotterl Guest

    Im Rahmen des Klavierunterrichts vor -zig Jahren mußtedurfte ich auch Lieder "nachbauen".
    Das dort Gelernte halte ich aber für substanzieller - aber egal: wenn Dir das Freude bereitet ist
    es ok...eine ganze Punkgeneration ist mit zwei (oder gar mehr) Akkorden ausgekommen. ;-)

    Wie ich schon oben erwähnte bzw. wenn man E2-E4 als Studienobjekt heranzieht: fände es
    schade das Stück nur auf die beiden Akkorde zu reduzieren. Achte mal auf den "Rest". Ist auch spannend.
    Nachbauen ist generell nicht mein Ding. Ich suche und finde gerne selbst "neue" Akkorde.
    Wenn ich die dann auch noch musikalisch ein- und umsetzen kann, bin ich zufrieden!
     

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