Grandmother- bzw. Leipzig-Sound mit Modulen

Jan

Jan

8 Takte rulez
Hallo zusammen,
Ich suche einen neuen monophonen Bass-Synth und war zuletzt bei der Grandmother oder dem Leipzig V3 gelandet, deren Demos im Netz mich sehr ansprechen. Allerdings spricht mich das Gehäuse der Mother nicht sehr an, und beim Leipzig habe ich Angst vor Verarbeitungsmängeln.
Nun geier ich schon lange das Waldorf kb37 an und überlege, ob ich mir damit nicht einen Monosynth zusammenstellen soll. Mit welchen Modulen komme ich am nächsten an die Grandmother dran? Hatte AJH Minimod und die Behringer-Module ins Auge gefasst.
Stilistisch soll es in Richtung „rockiger“ Synth-Pop bzw. EBM gehen.

Viele Grüße,
Jan

PS:
Wie schlimm wäre es, wenn man in diesem Zusammenhang analoge und digitale Module „mischt“?
 
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A

AcousticJoe

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Gehäse der Grandmother spricht dich wegen der Farbe nicht an oder wegen der Größe? Gibt nämlich auch die Grandmother Dark in einheitlichem schwarz.
 
GASmann

GASmann

Moogerator
Hallo @Jan , vielleicht solltest du den Titel ändern in "Grandmother- bzw Leipzig-Sound mit welchen Modulen erreichbar?", das könnte kompetente Ansprechpartner auf den Thread hinweisen.

So dachte ich erst, du willst wissen, mit welchen Modulen die Synths sinnvoll zu erweitern sind - das hätte mich nämlich auch interessiert.

Da du auf das Waldorf-Keyboard schielst: die Produktion ist ausgelaufen. Also besser schnell zuschlagen, wenn du noch eins siehst.

Was aus meiner Sicht für die GM spricht, wenn es dir nur darum geht, ihren Sound nachzubauen: im Gegensatz zu Modulen musst du nicht zwangsläufig etwas verkabeln.
 
Sven Blau

Sven Blau

Ich sag immer Muuug, sorry!
Ich würde jederzeit die Grandmother nehmen.
Mehr Sweetspot kriegst du nicht für das Geld,
Dazu echter Federhall und die Möglichkeit, mit externen Modulen zu erweitern. Leipzig ist auch erweiterbar, aber nicht in dem Umfang.

Die Verarbeitung beim Moog ist auch besser. Die Buchsen der Module sind alle verschraubt. Tastatur ist auch sehr gut.
 
stahlblau

stahlblau

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PS:
Wie schlimm wäre es, wenn man in diesem Zusammenhang analoge und digitale Module „mischt“?

Überhaupt nicht. Ich finde den Ansatz mit dem KB37 gar nicht schlecht. Da kannst du dir noch etwas fern ab von Grandmother reinpacken. Und dir deinen Synthie à la carte bestellen.

Allerdings finde ich, dass so überhaupt gar nichts gegen Grandmother spricht. Gerade in schwarz mega sexy :)

Und mit dem KB37 samt Modulen kommst du dann für die Kohle vom Grandmother nicht hin
 
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CO2

CO2

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Richtig, zum einen passen wahrscheinlich nicht alle Module ins KB37, zum anderen sind alleine 2 AJH VCOs + Gehäuse schon fast so teuer wie der komplette Grandmother.
Mit Behringer geht die Rechnung da wahrscheinlich eher auf, zumindest finanziell..
Eurorack muss man schon wirklich wollen, „nur“ für nen Monosynth würde ich mir das nicht antuen.......
 
Jan

Jan

8 Takte rulez
Ja, die schwarze MILF ist schon sehr sexy. Verdammt. Aber kb37 ist duophon, hat Aftertouch, und Erica Synth hat nen echt geilen Oszillator... der mit ajh Minimod-Filter... und einen Dark Energy, ein WASP-Filter, ein VCA und eine Doepfer-Hüllkurve habe ich auch schon. Bisher habe ich mich ansonsten bei Eurorackgeschichten standhaft geweigert.. 😩 💸
 
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Jan

Jan

8 Takte rulez
Das ist echt viel Kohle auf einmal. Mit Modulen kann man das machen wie damals mit den Heft-Modellbausätzen von De Agostini 😜

Jeden Monat 150 bis 300€... tut nicht so weh...
 
GASmann

GASmann

Moogerator
Genau, das erste Heft für 1,50, ab dem zweiten 9,99, und ab dem 6. musstest du schauen, welcher Kiosk dir über die nächsten 4 Jahre jeweils ein Heft bestellt, damit du deine Titanic zu Ende bauen kannst... nee, wie @CO2 schon richtig schrub:
Eurorack muss man schon wirklich wollen, „nur“ für nen Monosynth würde ich mir das nicht antuen
 
Horn

Horn

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Hallo @Jan - als Besitzer eines kb37 finde ich Deine Idee wirklich sehr gut. Das kb37 hat m. E. sehr viele Vorteile gegenüber der Grandmother - vor allem die weit bessere Tastatur mit Aftertouch, freie Konfigurierbarkeit, Duophonie auf Wunsch usw.

Ich habe mal überlegt, wie ich an Deiner Stelle so einen Monosynth zusammenstellen würde und bin zu dem folgenden Ergebnis gekommen:

Bildschirmfoto 2021-05-08 um 17.07.08.png

Ganz links der Sequencer von Behringer ist ein Kompromiss mit schlechtem Gewissen, da ich grundsätzliche Vorbehalte gegen die Firma Behringer habe, aber er passt hier von der Größe her einfach perfekt hinein.

Dann kommen jede Menge Doepfer-Module. Ich bin seit einiger Zeit wirklich zum Doepfer-Fan geworden. Manchmal hört man, die Doepfer-Module klängen irgendwie nicht so "fett" und wären irgendwie nicht so "hip", meiner Meinung nach ist das vollkommener Quatsch. Für mich ist das solide Qualität und toller Klang zu fairem Preis.

Es beginnt mit dem A-180-2 Multiple zur Verteilung von Signalen - z.B. vom Sequencer. Der A-147-2 LFO ist wunderbar zum Beispiel für ein zeitlich verzögertes Vibrato oder ein Vibrato, das über Modwheel oder Aftertouch gesteuert wird. Dann kommt ein High-End VCO A-111-2 (auf dem Bild ist fälschlicherweise der A-111-1 abgebildet, den es aber nicht mehr gibt). Den brauchst Du dann, wenn Du ernsthaft mit FM experimentieren willst sowie einen Sinus benötigst, ansonsten reichen die kleinen A-111-3, von denen zwei dann folgen, vollkommen aus. Die sind super. Total stabil und großartiger Klang. (Ich selbst würde wahrscheinlich eher "nur" zwei oder drei A-111-3 nehmen und dann noch ein paar kleine Hilfsmodule einbauen wie einen Dual-Attenuator, ein weiteres Multiple, einen Inverter usw. - auch ein A-156 Quantizer wäre eine Überlegung in Verbindung mit dem Sequencer.)

Dann kommen die Module A-118-2 für Noise und Zufallssignale und der A-138i als Mischer. Theoretisch käme man hier auch mit dem A-138n hin, der nur 4 hp breit ist, aber die Möglichkeit, Signalquellen mit einem Schalter an- und abzuschalten finde ich persönlich praktisch.

Als Filter habe ich ein A-105 VCF eingeplant, weil das super klingt. Das ist dann natürlich Korg MonoPoly statt Moog Ladder, aber ich finde dieses Filter kultivierter als z.B. das A-120 nach Moog-Vorbild (das aber natürlich auch super ist).

A-140-2 Dual ADSR und A-130-2 liefern 2 Hüllkurven und 2 VCAs auf wenig Platz. Wenn man größere Regler haben möchte, gäbe es beides auch in doppelt so breit, ist aber m. E. nicht nötig.

Schließlich kommt der echte Springreverb A-199 - als Reminiszenz an die Grandmother.

Und zum guten Schluss wäre dann da noch - ähnlich wie im Matriarch - ein Dual-Delay von ACL. Man muss beim kb37 für die letzten 15 hp ein Modul einplanen, das nur 25 mm tief ist. Hier habe ich dann aus der Not eine prima Tugend gemacht, denke ich ;-) ...

...

Ich hoffe, diese Anregung hilft irgendwie weiter.
 
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Sven Blau

Sven Blau

Ich sag immer Muuug, sorry!
Das ACL Dual Delay ist (leider) nicht mehr erhältlich
 
Jan

Jan

8 Takte rulez
Danke für die Anregungen!!!
Ich werde es wagen 😊
Beim Durchhören verschiedener VCOs bin ich bei Erica Synths gelandet mit dem Black VCO2.

https://m.youtube.com/watch?v=Br5q_I2qNJ4


Im nächsten Monat kommt dann der AJH Minimod Filter, dann Delay und Federhall, dann der Sequenzer dazu.
Bis zum perfekten Ausbau übernehmen Dark Energy 1 und Doepfer VCA und ADSR, die hier noch rumliegen, die anderen Rollen. Bin echt gespannt, ob da ein spielbarer Synth draus wird.
Wie kann ich patchen, dass die Velocity den Einfluss eines Envelopes auf das Filter steuert?
 
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Jan

Jan

8 Takte rulez
So, „Heft eins“ ist gekauft. Das kb37 fühlt sich echt klasse an, und mit dem Erica vco und dem Wasp- Filter geht schon was. Hatte schon lange nicht mehr so viel Spaß am Synth.
Ich fürchte, das Eurorack-Virus hat mich doch noch erwischt 🦠
 
 


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