Groovebox Selbstbau mit MAX/MSP?

Dieses Thema im Forum "Softsynth" wurde erstellt von Kash, 14. November 2007.

  1. Kash

    Kash Tach

    Ich habe noch kein MAX/MSP überlege jedoch, ob ich es mir zulege.
    Man kann ja afaik auch mit der Runtime anderen seine MAX/MSP Patches zur Verfügung stellen auch wenn die nicht MAX/MSP haben.

    Wie gut läuft sowas auch von der Performance her?

    Ich überlege derzeit mir ein embedded PC zu kaufen und den mit einen Custom Midi Controller sowie einem Audio-Interface zusammen in eine BOX zu pflanzen. Ergebnis soll dann eine eigens entwickelte Drummachine/Synthesizer-combo werden die auf einem MAX/MSP Patch basiert der standalone per Runtime läuft.
    Ist sowas generell möglich?

    Der embedded PC bietet eine 1Ghz Via C7 CPU und hat 1GB DDR RAM.
    Als Hostsystem würd ich da nen winXP nehmen und das sehr abspecken so das alles unnötige ausgeschaltet ist, in den Autostart dann direkt die eigene Anwendung rein.
    In die Box könnte man dann noch einen sehr kleinen LCD reintun was per VGA angesteuert wird auf dem man dann Parameter und visuelles Feedback sehen kann.

    Was haltet ihr von der Idee?
    Ich dachte an so ne Mischung aus Machinedrum, Monomachine und Electribes ... so eine kleine ultimative Groovebox die man halt selber erweitern kann nach belieben.

    Ähnlich Lemur, nur standalone, billiger und mit Knöppen ^^
     
  2. e6o5

    e6o5 Tach

    Ich hatte mir mal so etwas aehnlich ueberlegt. Einen Stepsequencer wie den Schrittmacher aus einem kleinen Linux-PC, einem Behringer BCR2000 und einem LC-Display. Aber geworden ist daraus nichts ;-)
    Ich denke die Kiste wird zu langsam sein fuer das was Du vorhast.
     
  3. Kash

    Kash Tach

    Ja das sind auch meine Bedenken ^^
     
  4. tobytek

    tobytek Tach

    Bin mir eigentlich sehr sicher, dass das geht. Es gibt Leute die arbeiten mit einem mini PC ohne Bildschirm, einem Sampler(kontakt) und einem Controller. Die machen ganze Live-Sets damit.

    Wenn man erstmal sein Max/Msp Programm zum laufen bringt, sollte es doch an sich kein Problem sein. Die Rechner von heute machen doch einiges mit. Eine Schöne Soundkarte rein und dann ab damit.

    gruss
     
  5. klangsulfat

    klangsulfat Gut druff

    Bestechende Idee. Das wäre mal ein DIY-Projekt nach meinem Geschmack.
     
  6. Kash

    Kash Tach

    Ich habe mal die Hardwarekosten für ein Mini-ITX basiertes System überschlagen und glaube mitlerweile, das man mit einem Mac Mini deutlich günstiger weg kommt :)

    Der sollte von der Leistung reichen und ist auch sehr leise, durch die geringen Abmaße sollte der auch mit geringen Aufwand in eine "box" gepflanzt werden können.

    Vielleicht setze ich das ganze in ein 19" MixerCase.
    Ok, die "Groovebox" ist dann allerdings nicht mehr ganz so handlich ^^.
    Vielleicht geht auch ein 19" Gehäuse was man dann je nach belieben in ein Rack setzen kann oder nicht.
    Dann könnte man es auch weiterhin im Desktop Betrieb nutzen und die Rackohren nur bei belieben dranschrauben.

    Ich werde nun erstmal die Hardware Seite vernachlässigen und mich in MAX/MSP einarbeiten.
    Wenn ich das einigermaßen am laufen habe kann ich mir immer noch Gedanken machen wie Midi Controller, Box usw. aussehen soll.
     
  7. e6o5

    e6o5 Tach

  8. tobytek

    tobytek Tach

    Nur mal so, ich hatte mal was ähnliches vor. Warum alles in eine Kiste? So ein mini PC stört doch nirgends und nimmt unterm Tisch kein Platz weg. Lieber dann einen schönen Controller, an dem man schön schrauben kann...

    Bei mir hätte das ganze auf einem DIY Controller basiert, der genau auf das Programm zugeschnitten wäre. Ähnlich wie hier:
    [​IMG]
     
  9. droelf_

    droelf_ Tach

    Ich hab mir das auch mal durch den Kopf gehen lassen, wie sowas auszuschauen hat. Grundsätzlich finde ich die Idee, die Rechenleistung auszulagern, sehr sinnvoll. So ist man immer flexibel: Wenn man Kohle hat, kauft man sich nen Mac Mini, sonst wird halt der Aldi-PC untern Tisch gestellt, merkt ja keiner. Und wenn es mal wieder günstig neuere/schnellere Rechner gibt, kann man ganz einfach aufrüsten.
    Zum Controller: Der Plan wäre halt, das Ding so dumm wie möglich zu machen, d.h. es würde keine Midi-Daten senden, sondern (z.B. über usb) nur, welche Knöpfe/Drehregler-Werte sich ändern und evtl. als Rückmeldung LEDs und Displays ansteuern. So kann man auf dem PC dann in reiner Software (oder MAX oder was auch immer) z.B. den Stepsequencer seiner Wahl bauen, das ganze bleibt flexibel und billig, man ist nicht auf die 127-Schritte bei Midi angewiesen uswusf. Externes Midi-Gear kann man natürlich zusätzlich über ein extra Midi-Interface anschließen.
    Was bei allen Hardwarecontrollern bis jetzt immer sehr schlecht gelöst war, ist die Rückmeldung, welchen Wert man denn nun konkret verstellt. Bei den teuersten Modellen sind mittlerweile kleine LC-Displays über den Reglern drin, aber warum hat noch niemand an folgendes gedacht: Man nimmt einen Laptop, stellt auf die Tastatur desselben einen Controller der "dummen" Art wie oben beschrieben. Ganz vorne befinden sich z.B. 16 Drehencoder. Der Bildschirm des Notebooks kann dann genutzt werden, die eingestellten Werte optisch ansprechend direkt über dem Regler anzuzeigen. Noch vor der Reglerreihe wären durchsichtige Tasten aus Plexiglas, die die unteren 2cm des Schirms bedecken und damit für lau beliebig "beschriftet" und beleuchtet werden können, also Softbuttons wie bei dem neuen Fairlight-Dings, nur daß man nicht für jede Taste so ein teures Mnidisplay braucht. Im unteren Bereich kommen noch fest beschriftete Tasten (Transport usw.) dazu, so daß man komplett auf Mausbedienung und Tastatur (die ja eh verdeckt ist) verzichten kann. Und der Brüller wäre, das eingebaute Touchpad vom Notebook kann man gleich zum "Scratchen" wie bei den Electribes verwenden....
    Das ganze kann man natürlich auch als extra Controller bauen (um damit wie oben schon gesagt die Rechenleistung beliebig erweitern zu können und auch nicht auf die mechanischen Maße eines Notebooks festgelegt zu sein), dazu kauft man sich bei epay nen billigen 15-Zoll-TFT und baut das mit o.g. Mechanik in ne schöne Kiste, der PC wird dann über USB für die Regler und halt an den Grafikkarten-Out angeschlossen.
    Mir liegt diese Idee (wie viele andere) schon seit geraumer Zeit im Kopf, hab bisher aber noch nichts davon realisiert, deshalb suche ich auf diesem Weg mal etwas Feedback (und Druck, endlich damit anzufangen ;-). Bis jetzt hab ich nur mal einige von den billigen Pollin-Drehencodern bestellt und bastle gerade an einem USB-Interface für die Dinger rum und halte Ausschau nach passender Software unter Linux (MAX gibts nicht, aber PD, supercollider, csound usw. Sehr interessant finde ich auch ingen, das ist ein komplett über OSC steuerbarer Modularsynth) Was haltet ihr davon, Wünsche, Ideen usw.? Wie sollte die Bedienoberfläche konkret aussehen? Was soll mit den Softbuttons gesteuert werden, welche Funktionen sollte auf die fest beschrifteten Tasten?


    Gruß,
    droelf

    P.S.: Vielleicht sollte man den ganzen Thread eher in die DIY-Sektion verschieben?!
     
  10. Drumfix

    Drumfix bin angekommen

    Ich verwende die professionellere Variante Touchscreen + Rechner
    (bald mac mini) + für Touchscreen angepasstes seq24 :)
    Hat ausserdem den Vorteil, dass ich auch gleich nepheton/drumazon
    mit deren nativen Sequencern bedienen kann.

    Für ne Billigvariante würde ich dir folgendes empfehlen:
    Schreib die Software so, dass die Auswahl es zu editierenden
    Parameters auf dem Bildschirm per mouse-over gemacht wird,
    so kannst du easy das Touchpad eines Notebooks zur Auswahl und
    EINEN einzigen Endlosencoder für das Einstellen verwenden.
    Dann reicht schon ein Billigst Notebook (Asus EeePc o.ä.) + BCN44!

    Oder wenns auch noch Fader sein sollen statt BCN halt BCF.

    Edit: LOL, gerade ausprobiert. Besitzt das Touchpad des Notebooks einen
    Mousewheel-Ersatz, kann man letzteren als Endlosencoder nehmen,
    und sich den externen Controller ganz sparen.
     
  11. droelf_

    droelf_ Tach

    Das hört sich schomal interessant an! Gibt es irgendwo die Patches für seq24 zum Runterladen? Was ist da genau an den Touchscreen angepasst?

    ja, sowas hab ich mir auch schon überlegt. Vor allem ist noch KEINER auf die Idee gekommen, bei Softsynths die Knopfauswahl (Mouseover) rastend zu machen, so daß z.B. über der GUI des Synths der Mauszeiger verschwindet und z.B. in Form eines Rechtecks auf den Knöpfen einrastet (was man dann auch mit den Cursortasten oder nem Joystick verschieben könnte...
    Das könnte man sich auch in Form von einem oder zwei Mäusen mit Drehknopf obendrauf vorstellen (war mal irgendwo hier im Blog iirc)).
    EeePC geht nicht, weil bei mir zum Sequencer auch noch diverse (Linux-) Softsynths laufen müssen...
    Trotz allem ist für nen Stepsequencer und für nen VA-Synth imo immer noch am besten, möglichst direkt einen Drehknopf für eine Funktion zu haben... vielleicht kann man beide Konzepte auch irgendwie verknüpfen? Das ganze schreit immer noch nach DER optimalen Lösung, die noch gefunden werden muß (siehe auch Thread "Der optimale Controller" (oder so ähnlich)). Also Leute, noch mehr Input bitte! ;-))


    Gruß,
    droelf
     
  12. suomynona

    suomynona Tach

    das lässt sich sicher machen. schau dir mal "pure data" an. ist die opensource variante von max/msp. schlechter dokumentiert, mühsamere tutorials, dafür aber kostenlos. bedienung ist ähnlich, möglichkeiten eigentlich identisch.
    als kontroller könnte man auch einen ipod-touch nehmen. hab gesehen, dass es dafür ein programm gibt, dass die oberfläche als midicontroller umfunktioniert.
     

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