haftung oder garantie bei diy auftragsarbeiten

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von mikesonic, 1. März 2011.

  1. mikesonic

    mikesonic Moderator

    mal angenommen ich kaufe ein diy project und stelle danach fest es hat einen baufehler.
    wie sieht es da mit der haftung aus?
    muss der bastler nachbessern oder kann der sowas sagen wie
    "gekauft wie gesehen"

    und auftragsarbeiten?
    wie ist es da?

    mir geht es gar nicht so um die rechtliche lage,
    verklagen oder sowas liegt mir mehr als fern.
    mir geht es mehr um den moralischen aspekt.

    hab ich als käufer und/oder auftragsgeber einfach pech wenn
    da was kaputt ist oder schlampig gelötet?
    oder kann ich in so einem fall das quengeln anfangen?
     
  2. mookie

    mookie B Nutzer

    Ich geh mal davon aus das das Ganze unter "Pech gehabt" einzureihen ist.
    Hat ja kein gewerblicher Anbieter sondern ein Laie gebaut.

    Hab aber rechtlich null Ahnung davon.
     
  3. Die rechtliche und moralische Seite werden sich hier wie so oft nicht gegenseitig decken.

    Auch als diyer genug qualität abzuliefern sollte selbstverständlich sein, aber ich denk nicht das ein Recht darauf besteht.
    Bei richtigen Autragssarbeiten wie das circuitbenders.co.uk oder devilfish usw anbieten mag das wieder anders aussehen, kann man schwer sagen auch wenn die sicher nicht für den Gesamtzustand des Geräts haften werden.
     
  4. stuartm

    stuartm musicus otiosus

    Auftragsarbeiten solltest du zwischen privat und gewerblich unterscheiden. Wobei gewerblich dann ja eigentlich nicht mehr DIY ist. Wenn du einen Kumpel bittest, dir was zusammenzulöten oder zu reparieren, kann er das auch nur im Rahmen seiner Möglichkeiten / nach bestem Wissen. Ein gewerblicher sollte ordentliche Arbeit abliefern, aber kann sich durch entsprechende Absprachen / AGB ebenso absichern.

    Da es Dir ja wohl um deinen Shruthi-1 mit dem Resonanz-Stimm-Problem geht, mal die Policies von Olivier:

    http://shop.mutable-instruments.net/pages/policies

    Bei einem DIY Kit, den du selber zusammenbaust ganz klar: deine Verantwortung. Der Kit-Designer garantiert, dass er das Ding einwandfrei entworfen hat und mit Rat und Tat (Neusprech: Support) zur Seite steht.
    Fallweise kann es natürlich sein, das ein Teil des Kits (hier z.B. der Trimmer) defekt ist. Da aber DIY, solltest du das selber feststellen können. Ein Austausch wäre dann auf "Kulanz", würde Olivier auch bestimmt machen.

    Hast du dich wg. deines Problem eigentlich schon mal direkt an Olivier gewandt ?
    Also nicht wg. Reklamation. Evtl. hat er ja noch Tips, woran es liegen könnte bzw. wie du das Problem eingrenzen könntest.
     
  5. mikesonic

    mikesonic Moderator

    mir geht es vorallem um den moralischen aspekt
    deswegen hab ich quengeln geschrieben.
    bei diy hab ich zuwenig ahnung und erfahrung wie das untereinander läuft.
    *deswegen frage ich ja*

    wie schon oben geschrieben, verklagen oder sowas würde ich in so einem fall für albern halten
    aber wenn ich etwas bauen würde (was ich nicht kann)
    und ein paar tage später gäbe es probleme
    ich würde versuchen den fehler zu finden und nachzubessern
    moralische verpflichtung
    ist ja hier kein autohandel :)

    @stuartm: gut kombiniert :)
    aber dem olivier wegen einer (vielleicht) kalten lötstelle auf den wecker gehen?
     
  6. stuartm

    stuartm musicus otiosus

    Ich würd's mal gegenseitiges Vertrauen und "Einer-Hilft-Dem-Andern" nennen. Wie unter guten Freunden.
    Wenn du's pathetisch haben willst: "DIY-Ehrenkodex".

    Das Olivier komplette Kits inkl. Gehäuse, detaillierte Bauanleitung und mit dem Forum schnellen Support anbietet, ist für die DIY schon sehr sehr entgegenkommend.

    Warum nicht ? Ist es eine kalte Lötstelle ? Versuchs doch erstmal dort im Forum. In der letzten Wochen kamen im MutableInstruments-Forum etliche Fragen von Leute, die wohl endlich ihren Kit zusammengelötet haben und auf kleine Probleme gestossen sind.
     
  7. ...mal abgesehen von dem Filterproblem mit dem Shruthi...


    Wenn ich einen DIY-Auftrag annehme, verhandele ich vorher genau, was ich tun soll/das Gerät können soll (Pflichtenheft). Dies arbeite ich dann nach besten Wissen und Gewissen ab. Dabei lege ich prinzipiell (am Besten sogar schriftlich) fest, das eine Garantie oder weitere Gewährleistung nach erfolgreicher Vorführung/Demonstration ausgeschlossen ist. Das ist für mich ganz wichtig, sonst habe ich evt. ewig Ärger.

    Ansonsten mache ich meine Arbeit nach allen Regeln der Handwerkskunst und ich nehme auch keine Aufträge an, bei denen ich vorher nicht sicher weiß, das ich sie auch Ordentlich erfüllen kann.

    Damit bin ich bis jetzt sehr gut gefahren und, soviel ich weiß, funktionieren alle meine Geräte, manche selbst nach über 20 Jahren, noch. Mein Ältestes voll selbstgebautes Gerät läuft seit 1979 (32 Jahre).

    Gruß
    Andreas
     

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