Haptik / Ergonomie von Sequenzern / Synthesizern

Dieses Thema im Forum "mit Sequencer" wurde erstellt von -FX-, 13. Juni 2009.

  1. -FX-

    -FX- Tach

    Zunächst einmal möchte man mir bitte verzeihen, wenn ich die falsche Kategorie getroffen haben sollte, aber so 100%ig einordnen lässt es sich wohl nicht.
    Ein Bekannter hat neulich mal aus Interesse einen Vortag besucht, wo es um Geräte-Design ging, d.h. Ergonomie, Haptik u.s.w.

    Also habe ich ihn mal darauf angesprochen, wie er denn mit seinem neugewonnenen Wissen Hardware- (Live)Sequenzer oder Synthesizer aufbauen würde.

    Naja, es war ja nicht anders zu erwarten, dass dies scheinbar ein echtes Problemfeld ist, denn immer muss man hier extreme Kompromisse eingehen.

    Von Natur aus neugierig bin ich auf eure Meinung gespannt, wozu ich mal ein paar Punkte herauspicken wollte:

    Farbgebung & Design
    Hier steht dezentes, schickes Design mit möglichen Einbußen an Übersichtlichkeit einer Farbenpracht gegenüber.
    Farbige Taster und verschiedenfarbige LEDs können die Übersichtlichkeit erhöhen, nehmen wir mal verschiedenfarbige LED-Reihen zum Anzeigen aktiver Steps sowie Loop-Points, Accents etc.
    Oder wer fühlt sich durch solch ein buntes Bauwerk eher belästigt ?

    Zahlreiche Bedienelemnte vs. Abmessungen
    Ich persönlich bin ja der Meinung, dass man mit weiteren Bedienelementen, wie heute üblich, komplizierte Menüstrukturen noch weiter entflechten könnte. Allerdings geht das auf Kosten von Größe und Gewicht sowie, nicht ganz unerheblich, auch des Preises.
    Es gibt einige gute Ansätze mit einer überschaubaren Anzahl an mehrfachbelegungen, zu viele Mehrfachbelegungen sind meiner Meinung nach wieder hinderlich. Zudem haben sie den Nachteil, dass man oft beide Hände braucht. Wie würde euer persönlicher Kompromiss aussehen bzw. gibt es dafür eventuell sogar gute Referenzbeispiele ?

    optische Anzeigen: Display, gar Monitor oder viele LEDs
    Würde selber zum Monitor nein sagen, zu einem großen und übersichtlichen Display allerdings ja, denn für so manche Anzeige bräuhhte man sonst gigantische LED-Matrizen. Ich denke hier an das Thema des perfekten Sequenzers, wo es um die Darstellung der Noten, möglicherweise noch polyphon, einzelner Steps ging.
    Einer LED-Lösung könnte man wieder zugute halten, dass die zum jeweiligen Step gehörenden Parameter auch direkt über diesem angeordnet werden können.
    Ein schönes Beispiel, wie das auch mit Display gehen kann, ist das Midibox-Projekt. Aufgrund der üblichen erhältlichen Bauarten ist man da aber wohl auf Textausgaben beschränkt, was die Darstellung von Mixermaps etc. wiederum unübersichtlicher macht.
    Eure subjektiv perfekte Lösung ?

    Potis vs. Endlosdrehregler (Encoder)
    Bei einem analogen Gerät ohne Speichermöglichtkeit ist es ganz klar: Potis sind das Mittel der Wahl.
    Aber bei Parametern, die auch ohne unmittelbares Drehen veränderlich sind (Speichern, Controller von extern etc.) führt die Lösung des klassischen Potis bei der nächsten Änderung am Gerät zu parametersprüngen.
    Hier, und das trifft wohl nahezu auf jedes moderne, nicht rein analoge Gerät zu, sind Encoder im Vorteil. Trotzdem sind sie immer noch von einigen gehasst. Woran liegt´s ?

    - viele Umdrehungen statt kleinem Drehwinkel beim Poti ?
    - gefühlte Rasterung ?
    - keinen Endanschlag ?
    - zumeist mangelhafte optische Rückmeldung der Position nur über Display ?

    Liessen Beseitigung von Punkt 2 sowie 4 (LED-Reihe / Kranz) die Encoder-Hasser etwas sanftmütiger gegenüber den moderneren Bauteilen werden ?
    Oder gibt es gar noch eine bessere Lösung mit Potis, beispielsweise, dass sich bei falsche Anzeige bei Drehung der Wert erst auswirkt, wenn sich der Zeiger nahe dem tatsächlich aktiven Wert befindet ?

    ---

    Alles in Allem eine interessante Angelegenheit und jedem mindestens ansatzweise bekannt, der sich schon einmal über die Bedienung eine Gerätes geärgert hat.

    Weitere interessante Aspekte dürfen gerne ergänzt werden.
     

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