Ibanez RM80 Mischpult, Technische Daten & Meinungen?

Dieses Thema im Forum "Studio" wurde erstellt von fabbsen, 11. August 2014.

  1. fabbsen

    fabbsen Tach

    Hallo in die Runde,

    ich habe ein Ibanez RM80 für 40 Euro erstanden, weil ich ein analoges 8-Kanal-Pult zum Zusammenführen meiner "Gerätschaften" wollte.
    Jetzt bin ich auf der Suche nach den technischen Daten und Meinungen von Besitzern des Pults. Konnte im Netz keine wirklichen Infos finden :/

    Freue mich auf Rückmeldungen.

    Grüße in die Runde,
    Fab
     
  2. slicknoize

    slicknoize Tach

    ja ich hab zwei rm80.also schon mal eines vorweg der preis von 40€ ist top wenn denn alle kanäle funktionieren.bei einem meiner beiden funktionirte zuerst der kanal acht nicht und dann sind nach und nach mehr kanäle ausgefallen.jetzt funktionieren nur noch 4 aber das andere ist nach wie vor in schuss.zu den teschnischen details lässt sich halt nicht soviel sagen 8 kanäle,3 band EQ mit parametrischer mittenregelung.der bass wird bei dem pult so um die 100Hz rum geshaped optimaler wäre runter bis 8o oder noch besser 60.bei tiefen bässen und bassdrums merkt man es hier muss man sich dann mit den mitten behelfen.2 auxwege für effekte oder sonstiges und saugute preamps.ibanez hatte es damals als gesangsmixer gebaut deshalb die guten preamps.
    allles in allem ein recht guter mixer.also mir gefällt er nach wie vor sehr gut gerade auch das design ist sehr ansprechend.
     
  3. fabbsen

    fabbsen Tach

    super - danke für die Antwort. Ich hatte in einem Test (http://www.keyboards.musikmachen.de/Mag ... banez-RM80) gelesen, dass die Preamps nur für hochohmige Mikrofone ausgelegt wurden - aber das is mir eigentlich wurschd, da der Mixer hauptsächlich für die Einzelausgänge meiner Roland R8 als Effekt/Insert/Sidechaining dienen soll.

    Kann man die Eingänge gut "übersteuern"? Das war nämlich mit eine Grund warum ich zu der Kiste gegriffen habe. Ich hatte hier im Forum gelesen, dass der Mixer wohl mir Transistoren statt OpAmps gebaut ist und die Verzerrungen bei Übersteuerungen dadurch wohl besser kommen sollen. Hast du das Ding mal etwas "experimentell" eingesetzt?

    Könnte man die Einsatzfrequenz im Bass nicht vielleicht "modden" und sie so auf 80/60 Hz runterziehen?

    Grüße,
    Fab
     
  4. Daten:
    http://www.ibanez.co.jp/anniversary/exp ... =100&now=1

    Ich hab (leider) schon lange kein RM80 mehr, aber allein wegen der die schönen Verzerrung empfehle ich es heute noch gerne. Und Mikros da dran klingen irgendwie rund. Sicher ist das nicht HighEnd, aber es hat Charakter.

    Das ist üblicherweise überhaupt kein Problem. Normalerweise gehen vom MIttel-Abgriff des Bassreglers Kondensatoren zu den End-Abgriffen. Diese Kondensatoren musst Du vergößern.

    Einfach mal als Beispiel:
    http://www.gyraf.dk/schematics/Mackie%2 ... %20VLZ.pdf
    Auf Seite 4 ziemlich genau in der Mitte hast Du den Bassregler ("Low"). C109 und C108 sind die Kondensatoren, die man vergrößern müsste; im Fall des Mackie zB von 33nF auf 47nF. Für eine größere Anhebung/Absenkung kann man auch noch die beiden Widerstände links und rechts vom Poti verkleinern (beim Mackie R117 und R125 zB. auf 2k2).

    Ich kann natürlich nicht gewährleisten, dass die Schaltung beim Ibanez die gleiche ist, aber es würde mich sehr sehr wundern.
     
  5. fabbsen

    fabbsen Tach

    ha - das is mein erster "aktiver" post hier. Ich bin ja echt begeistert über das flinke und aufschlussreiche Feedback hier! :supi:

    Meintest du R111 oder R117 ?
    Die Optimale Einsatzfrequenz (wo liegt sie denn nun?!) bzw. die hierfür benötigten Werte der Kondensatoren könnte ich dann sicher von nem befreundeten Elektroniker berechnen lassen, oder?
     
  6. Ich mein schon 117, wenn ich 117 schreib ;-)




    Welches die optimale ist, musst Du selber wissen. Aber im Prinzip ist es ganz einfach:
    Der Wert der jetzt verwendet wird, gilt für 100Hz. Wenn Du die Kondensatoren verdoppelst, dann liegt die Kennfrequenz doppelt so tief, also bei 50Hz (statt 100). Mein Beispiel meinte ja von 33nF auf 47nF, das dürfte ungefähr bei 80 Hz landen (die Genauigkeit der Kondensatoren liegt eh bei 10 % bis 20 %...)

    Und nochmal: das ist der Schaltplan des Mackie und das sind die Werte des Mackie. Du musst Dein Ibanez auseinanderbauen, nachschauen, ob die gleiche Schaltung verwendet wird, und wenn ja, dann die bisherigen Kondensatorwerte anschauen. Erst dann weisst Du, wie die neuen Wert sein sollen.
     

    Anhänge:

  7. fabbsen

    fabbsen Tach

    Hm - Vorher stand da R111. Vermutlich hatte ich vor deiner Korrektur geschaut.
    Ich schau mir die Schaltung mit meinem Halbwissen mal an, wenn das Ding angekommen is (sollte Morgen der Fall sein)

    Danke schonmal und Grüße,
    Fabian
     
  8. Achso, ja. Ich vertipp mich immer erst mal in der ersten Runde und korrigiere danach das halbe Posting. Sorry...
     
  9. fabbsen

    fabbsen Tach

    kein prob ... ;-)
     
  10. slicknoize

    slicknoize Tach

    hey sehr coole info´s danke florian!!!!
    ja ich benutze das pult hauptsächlich wegen der angenehmen zerrung,hab da die machinedrum dran hängen meiner meinung nach bekommt sie dadurch eine wirklich sehr nice färbung.
    manchmal auch die monomachine.der rm80 ist aug jeden fall ziemlich cool und wie gesagt bei einem preis von 40€uronen ein wirklicher no brainer!!!
     
  11. fabbsen

    fabbsen Tach

    So - mal kurze Rückmeldung: Die Kiste is da - und klingt echt gut! Habe es mit der E-Gitarre direkt rein mit nem (zugegeben) eher mäßigen Behringer verglichen. Trotzdem: der Unterschied sind WELTEN! Muss es mal noch mit meinem Groove Tubes "Brick" vergleicht. Wobei es dagegen vermutlich abstinken wird ;-)

    Fast alles funktioniert an dem Ding einwandfrei - kratzt nix! Lediglich zwei Sachen sind mir ausgefallen:
    1.) Der Kopfhörerausgang verzerrt BEVOR der eigentliche Ausgang verzerrt. Liegt das am Kopfhörerverstärker in dem Pult, oder is da was im Arsch?
    2.) Der Effect-Return vom linken Kanal setzt manchmal aus. Werde da mal dezent mit Tuner 600 rangehen.

    Momentan reinige ich das Ding. Hier schonmal n paar vorher-nachher-Bilder (falls es jemand interessiert) *haha
    • Die Oberfläche habe ich teilweise mit Lösöl (Terpentinersatz) für die Kleberreste, reinem Alkohol und normalem warmen Wasser mit Reinigungsmittel geputzt.
      Die Knöpfe (das habe ich nem Forum gelesen) in warmem Wasser mit Küchen-Natron "eingelegt". Scheint recht gut zu funktionieren.
     

    Anhänge:

  12. e-tekk

    e-tekk Tach

    hallo,

    habe den mixer für 60 euro erstanden und habe vorhin mal die knöpfe gereinigt und würde es auch gerne mit der frontplatte tun. hast du die frontplatte abgeschraubt zum reinigen? muss man die ganzen muttern der potis von der frontplatte und den buchsen an der rückseite lösen um ihn zu zerlegen? ich müsste auch die leuchten der vu meter austauschen und bevor ich einfach drauf los schraube, wollte ich mich erst einmal vergewissern, ob jemand das teil schon mal auseinander gehabt hat?

    vielen dank

    enno
     
  13. fabbsen

    fabbsen Tach

    Hallo Enno,

    puh - das is schon ne Weile her. Ich habe die Frontplatte jedenfalls nicht abgeschraubt, sondern nur die Potikappen abgezogen. Hat zum Reinigen gereicht.
    Wie viele und welche Schrauben ich hinten bzw. seitlich gelöst habe um die Elektronik durchzupusten, weiß ich leider nich mehr.
    Aber eins kann ich dir verraten: Das Teil hat zwar echt 'n beschissenen Headroom, aber wenn man das weiß und entsprechend pegelt fetzt es. Vor allem wenn man die Kanaleingänge übersteuert - erste Sahne! Egal ob Drummachine oder Synths. Ich finde da alles geil. Und die Preamps liegen soundtechnisch für E-Gitarre um LÄNGEN vor meinem Furzbehringer.
     
  14. e-tekk

    e-tekk Tach

    hey,

    vielen dank schon mal fabbsen. da werde ich mal gucken wie ich es am einfachsten auseinander bekomme. will ja gerne auch die leuchtendioden auswechseln...
    die kanäle habe ich gestern abend auch schon mal getestet. funktioniert soweit alles und der sound ist echt beeindruckend. habe jahrelang die drums über nen behringer eurorack mixer laufen gehabt, welcher oftmals recht schnell unschön übersteuert hat, auch gerade wenn noch ne bassline etc. mitlief, aber dieses alte ding hier scheint genau richtig zu sein und brachte die bude ganz schön zum wackeln. :supi:
     
  15. fabbsen

    fabbsen Tach

    Freut mich, dass es dir genauso ergangen ist! In 'nem anderen Beitrag stand, dass der wohl keine Op-Amps verbaut hat, sondern ne Transistorschaltung. Möglicherweise liegt's ja daran :)
    Ich will auch noch irgendwann die Regelfrequenz des Bassreglers nach unten korrigieren (siehe Kommentar weiter oben). Die scheint mir momentan irgendwo bei 100Hz zu liegen. Für Drums und Basslines dürfte die ruhig etwas tiefer sein :phat:

    Wenn ich mal dazu komme und du Interesse haben solltest, kann ich ja hier veröffentlichen ob's geklappt hat.
     

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