Interne Soundkarten vs. externe/USB/Firewire/TOS

Dieses Thema im Forum "Studio" wurde erstellt von øsic, 26. August 2015.

  1. øsic

    øsic bin angekommen

    Der Markt der internen Soundkarten scheint nicht besonders groß zu sein.
    Da ich in Begriff bin einen Desktop-rechner aufzubauen dachte ich an eine interne Soundkarte.
    Aktuelle nutze ich eine USB-SoKa mit Midi I/O.
    Früher hatte ich ein Mixer ("Alesis" steht zum Verkauf!) mit Firewire was natürlich eine interne Soundkarte um längen schlägt.
    Auf Geizhals, kann man die internen fast an einer Hand abzählen. Woran liegt das?

    Sind eingebaute Soundmodule "onBoard" ausreichend für Musikproduktion?
    Sind USB/ Firewire Soundkarten umfangreicher und besser als "onBoard"?

    Hängt natürlich davon ab was man machen will. Recording ist glaube ich der primäre Zweck, sei es Mikro oder Instrumente.
    Dann die Anzahl der Inputs, welche u.U. nicht mehr an den PC passen.
    Klar ich kann mir das fast schon selbst beantworten. Möchte aber kerne lesen was ihr dazu meint.

    Was ist TOSLink und wie sieht ein ADAT-System aus.
     
  2. studio-kiel

    studio-kiel bin angekommen

    Naja, der Nachteil an PCI-Karten ohne Breakout-Box ist halt, dass man bei den meisten Einbaukarten dann immer hinten an den PC ran muss, um umzustöpseln. Qualitativ spricht sicher nichts gegen PCI-Karten.

    Onboard-Soundkarten sind mittlerweile auch schon sehr gut und rauschfrei. Benutzen z.B. sehr viele LetsPlayer zusammen mit einem kleinen Pult, über das sie ihr Mic vorverstärken und dann in den 3,5mm Mic-Eingang der Onboard-Soundkarte gehen. Mit den aktuellen ASIO4ALL-Treibern oder sogar selbst mit dem "Direct Sound"-Treiber kommt man mittlerweile unter 20ms Latenz. Für kleine Setups reicht also auch das schon für Musikproduktion.

    Da ich momentan keine Monitore habe und nebenher beim Sounds Schrauben irgendwas im Netz laufen lasse, arbeite ich - wie oben beschrieben - momentan selbst sogar mit dem DirectSound-Treiber, was in Verbindung mit dem Roland A-800 und seiner fixen Midi-Übertragung per USB absolut spielbar ist, was die Latenz angeht. UND - jetzt kommts - da ich den PC grad an meinem 50" Samsung-TV angeschlossen habe, nutze ich sogar als Audio-Gerät die NVIDIA-Grafikkarte (GTX970) per HDMI und gehe über den TV per TOSlink (optisch per Lichtleiterkabel) an meinen AV-Receiver und fahre diesen in der Direktschaltung (also vom Anschluss direkt an den Ausgang, ohne dass klangbeeinflussende Bauteile mitbenutzt werden). Da werden jetzt wahrscheinlich viele den Kopf schütteln, aber Fakt ist einfach, dass du heute für normales Homerekording nicht mehr viel brauchst ;-)

    Sobald jedoch viele Ein- und Ausgänge gebraucht werden und man doch professioneller und mit höherer "Qualität" arbeiten möchte (ob hörbar oder nicht, sei mal dahingestellt), muss man halt auch mehr investieren. Die Desktop-Audiointerfaces haben sich wohl einfach aufgrund ihrer geringen Größe und guter Bedienbarkeit direkt auf dem Schreibtisch durchgesetzt. Und selbst die günstigeren Varianten (2rein, 2raus) könnten immer noch mit USB1 gut hinkommen (24bit/48khz), wobei USB2 ja nun mittlerweile Standard geworden ist.

    Firewire hat langsam ausgesorgt, denke ich. Gab bei Win & Mac auch zu oft Probleme, wie man des Öfteren auch hier lesen konnte. Einige hatten auch Glück - z.B. wenn man eine "Texas Instruments"-PCI-Firewire-Karte sein Eigen nennen konnte. Zusammen mit dem Mackie Onyx Satellite hatte ich da nie Probleme mit, bis sich beim Satellite irgendwann ein Kanal verabschiedet hat. Hab mir dann das Steinberg CI2+ geholt und bin damit bis heute und für meine Bedürfnisse sehr zufrieden.

    Am Ende entscheidet einfach wieder deine Arbeitsweise und was du "brauchst".
     
  3. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Re: Interne Audiointerfaces (ADAT?) vs. externe (USB/FW)

    Ich denke damit wärst du auf der sicheren Seite: Gute ASIO-Performance durch interne PCIe-Karte (z.B. von RME) und externe ADAT-Wandler zur Vermeidung von Rechner-internen Einstreuungen. Aber von RME bekommst du Audio+ADAT und kannst ausprobieren, ob externe Wandler denn nötig sind. Damit bekommst du allerdings auch Mehrkanaligkeit. Pro ADAT-Schnittstelle 8x mono / 4x stereo bis 48 kHz oder 4x mono / 2x stereo bis 96 kHz oder 2x mono / 1x stereo bis 192 kHz, sofern erweiterte Modi unterstützt werden.
     
  4. øsic

    øsic bin angekommen

    Okay, danke fürs Feedback.
    Firewire dient also aus. Kann ich mir vorstellen dass USB State of the Art bleibt.

    Mit ADAT, TOS und wie das alles heißt habe ich absolut keine Ahnung, hab sowas noch nie gesehen, wie sowas verkabelt wird, was für Hardware benötigt wird, welche Software und so weiter. Absolut null. Scheint gut zu funktionieren aber was gibts an vor oder nachteilen?

    Ich werde zwar gleich mal suchen und paar Videos schauen.
    Wenn ihr n Link dazu habt. Um so mehr ich weiß um so besser.
    Ich habe auch gar kein Gear welches sowas unterstützt. Sei es mein Lappis oder die Korgs...
    außer Focusrite-Soundkarte...mit nehm optic/in und SPDIF...aber sonst nix. Daher.

    Need INPUT.
     
  5. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Re: Interne Audiointerfaces (ADAT?) vs. externe (USB/FW)

    ADAT
    Vorteile:
    1. Es gehen bis zu 8 Audiokanäle pro Leitung.
    2. Optisch und somit keine Brummschleifengefahr oder Ähnliches.
    Nachteile:
    1. Im Gegensatz zu analog-Audio benötigt Synchronisation.
    2. 8 Kanäle stellen eine Einschränkung da, weil es inzwischen z.B. auch MADI gibt.
    Siehe auch: viewtopic.php?f=75&t=99379
     

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