Juno-60: Feedback zum Reinigen der Kontaktfäche der Tastatur und Frage zu den "Filzchen"

inorx

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An analog guy in a digital world.
Hi zuammen

Reinigen der Kontaktfäche der Tastatur

Nach @fanwander's freundlichem Input hier https://www.sequencer.de/synthesize...o-6-60-106-polysix.154171/page-2#post-2034221 habe ich der Tastatur meines Ju-60 heute eine kleine Reinigung zukommen lassen.

Abhilfe bringt hier nur das entfernen der Oxid-Schicht, also: Reinigen der Kontakte. Das ist beim Juno etwas mühsam, aber machbar. Anleitung gibt es sicher irgendwo im Netz. -> gefunden: http://www.bustedgear.com/repair_Roland_juno60_battery_change_4.html
Als kurzes Feedback meinerseits:
- Die Anleitung, die Florian verlinkt hat, ist super, kann ich empfehlen.
- Dauert rund 1 Stunde, wohl etwas abhängig vom Verschmutzungszustand (war bei mir eher wenig verschmutzt, auch wenn die Dinger optisch doch einiges an Verfärbung aufweisen).
- Bei manchen Kontakten hatte ich das Gefühl, ist weniger die Oxidation als mehr der Abstand des Kontaktdrahtes zum Kontaktstreifen der Taste die Ursache des Problems. Wenn der Abstand ein bisschen zu gross ist, kommt der Kontakt nur noch sehr "gering" und nicht mehr vollständig dauerhaft zustande. Ich habe das Gefühl, die Ursache für den zu geringen Abstand ist in diesen Fällen am Kontaktstreifen, der hat oben nämlich eine kleine Erhöhung drauf und die scheint sehr uneinheitlich gross zu sein (oder unterschiedlich abgenutzt). Wo die Erhöhungen zu flach sind, scheinen mir Kontaktprobleme eher aufzutreten.
- Entgegen der Anleitung habe ich nicht das Wattestäbchen zwischen Kontaktdraht und Kontaktstreifen gedrückt, sondern den Kontaktdraht einfach aus der Kunststofführung rausgedrückt. So kommt man dann super an die Kontaktstreifen ran, geht viel besser zu putzen. Darf man allerdings nur im ausgeschlateten Zustand (Stecker ziehen!) machen.
- Nicht vergessen den Kontaktdraht auch zu reinigen!

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Filzchen
Und weil ich gerade das Ding offen hatte und mein Volumenpoti ein wenig kratzt, habe ich mir das Bender Board auch noch schnell vorgenommen.
Leider sind die Filzechen, die Slider und Poti abdecken, ziemlich trocken, eines ist gerissen, das andere regelrecht zerbröselt. Was nehmt ihr da als Ersatz? Handelsüblichen Filz?

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inorx

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Happig... 30 Euronen für ein bisschen "Filz"..... das muss doch günstiger gehen?

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Rolo

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I give some soul into the tracks
Bei Staubsaugerbeuteln sind immer so Filzfilter dabei. Die hab ich für meinen Moog Roguer verwendet.
Muß man halt vorher zurechtschneiden und sie sind halt weiß. Also ich finde 30 Euronen nicht zu teuer.
Ist halt kein Markt für die Massen. Die Frage ist was langlebiger ist. Wenn die Dinger da oben auch mit öligem Kunststoff
versehen sind und nach 10 Jahren die Weichmacher rauskommen dann lieber die Staubsaugerfilter denke ich.
 
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inorx

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Bei Staubsaugerbeuteln sind immer so Filzfilter dabei. Die hab ich für meinen Moog Roguer verwendet.
Muß man halt vorher zurechtschneiden und sie sind halt weiß.
Vielen Dank @Rolo . Hab's mal deinem Rat folgenden mit einem HEPA-Filter aus dem Staubsaugerbeutel-Paket gemacht, den hatte ich zur Hand.
Tipp, falls das jemand auch mal machen sollte: Das Loch für die Drehpotis und Stifte lässt sich mit einem Locher für Ordner tiptop ausstanzen.
Die HEPA Filter sind allerdings nicht ganz fusselfrei, ich werde sie wohl das nächste Mal, wenn ich den Ju-60 wieder offen habe, gegen EDPM o.ä. tauschen.

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Die Frage ist was langlebiger ist. Wenn die Dinger da oben auch mit öligem Kunststoff
versehen sind und nach 10 Jahren die Weichmacher rauskommen dann lieber die Staubsaugerfilter denke ich.
Hab gerade nachgelesen - dieses EPDM enthält keine Weichmacher.
1m x 1.6m x 1.5mm kosten um die 30 Euro. Selber zuschneiden sollte kein Problem sein. Und da ich nicht nur den Ju-60 habe, dem ich mal einen neuen Staubschutz spendieren sollte, rechnet sich das schon.
 
Rolo

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Hab gerade nachgelesen - dieses EPDM enthält keine Weichmacher.
Das ist ne gute Nachricht:nihao: Nochwas zu den Staubsaugerfiltern :Find ich cool das mit dem Locher...darauf kam ich damals leider nicht. Mit der Schere gings zwar auch
aber mit'm Locher passts ja echt wie die Platte auf den Teller :cool:
Du hast Recht, die sind etwas fusselig, aber es ist ja nicht so daß die Haare lassen oder so. Die Struktur ist halt "rauh"..was ich sagen will ist,in den Fusseln verfängt sich
glaube ich feiner Staub besser als in den glatten "Dingern"...weiß du was ich meine :) Wie auch immer, die Hauptsache ist daß man etwas nimmt was ohne Weichmacher ist...bei meinem Moog Rogue war das eine
Riesensauerei und eine langwierige Arbeit alles von dem Dreck zu befreien. Das klebte wie wirklich pervers.
 
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