Kann man bei einem Synth exponentielle Envs. faken?

Dieses Thema im Forum "SyntheTisch" wurde erstellt von Rookie2, 10. November 2015.

  1. Rookie2

    Rookie2 ...

    Hintergrund der Frage ist mal wieder der V-Synth, der ja leider nur lineare Hüllkurven hat.
    Da mir aber das Klangverhalten exponentieller Envelopes besser gefällt nun die Frage:

    Kann man mit einem Compressor, oder Ähnlichem das Verhalten von linearen Hüllkurven
    irgendwie in Richtung exponentiell biegen, bzw. faken?

    Bin für sämtliche Anregungen dankbar.
    Gruß Rookie
     
  2. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    Ich finde die linearen Hüllkurven beim Volca beim langsamen Anschwellen lassen von Tönen auch eher langweilig. Packe dann einen Expander drauf, der so nach ca. der Hälfte des Anschwellens anfängt zu arbeiten. Dann bist u schon ein Stück näher dran an einer expo. Hüllkurve.
     
  3. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    Ach, Moment... Steigen die expo. Hüllkurven nicht am Anfang schneller an und dann langsamer? Das geht mit einem Kompressor. Gleiches Verfahren, nur andersrum... Probier halt rum, bis es gut klingt.
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    was willst du denn?
    vorne mehr bumms und leiseres release?
    irgend so ne transient designer Geschichte?

    (linear= rampe, expo=kurve)
     
  5. Rookie2

    Rookie2 ...

    Ich versuche am V-Synth so einen typischen Sequencersound der Berliner Schule zu basteln.
    Ich nehme an, ich suche sowohl vorne mehr "bums", als auch ein schnelleres/schnappenderes Decay...

    Von der Hüllkurve gefällt mir mein Microbrute eigentlich auch besser bei solchen Sounds, ist aber insges.
    zu eingeschränkt...
    Natürlich könnte ich den V ja durch den MB jagen, aber es geht mehr um "out of the box",
    und der V kann ja neben einem Compressor auch diverse andere Bearbeitungen in den Signalweg einschleifen,
    daher meine Frage...

    Danke für die Hilfe
     
  6. powmax

    powmax ..

    Du benötigst eher ein "Gate-Effekt" Gerät um den/das Env-Delay/Release zu verkürzen.
    Allerdings gilt das immer nur für den VCA. Ein exp. VCF-Verlauf geht damit natürlich net.

    Etwas in dieser Ricchtung als Hardware:


    grüsslies
    ilse bert
     
  7. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Kann der V-Synth die Hüllkurvenzeiten mit der Hüllkuve modulieren?
     
  8. Rookie2

    Rookie2 ...

    Nein, nur mit Velocity.
    Wäre das auch ein Weg?

    edit: wohl eher nicht, weil sich dann ja nur "statisch" was ändert,
    und nicht über der Zeitverlauf...
     
  9. qwave

    qwave KnopfVerDreher

    Modulier die einzelnen Envelope Zeiten einfach mit dem Ausgang des Envelopes. So habe ich früher beim Q und microQ aus exponentiellen Decays und Releases lineare gemacht. Je nach Modulations Stärke und Vorzeichen kann man da einiges machen. Man muss nur leider die Zeiten dann immer wieder neu an die Modulation anpassen.
     
  10. Rookie2

    Rookie2 ...

    Hallo Gast,

    das geht leider nicht. Die Envelopes lassen sich leider nicht auf sich selbst routen...

    Was aber geht, und was ich noch ausprobieren muss, ist einen geglätteten und gesyncten
    Stepmodulator auf die Hüllkurve anwenden.

    Danke für eure Hilfe
     
  11. Bug2342

    Bug2342 ...

    Weiß nicht ob das jeweils beim V-Synth geht:

    Nicht exponentiell, aber immerhin quadratisch: Oszillator-Ausgangsamplitude o.Ä. zusätzlich nochmal mit der gleichen bzw. einer gleich eingestellten Hüllkurve modulieren. Notfalls hilft es auch schon, die Filter Hüllkurve mit Sustain = 0 und tiefem Cutoff (weit unter gespielter Note) gleich schnell zugehen zu lassen (low pass gate Art) wie die Lautstärke abklingt.

    Evtl. hilft es auch einen synchronisierten fallende Sägen LFO mit auf die Lautstärke zu legen. Noch besser ist natürlich, wenn sich eine passende exponentielle LFO Wellenform findet.

    Ringmodulator hinter den Verstärker, der das Signal mit sich selbst moduliert (auch quadratisch).

    Expander/Kompressor sind trickreich, weil man entweder eine falschrume Attack-Kurve oder eine falschrume Decaykurve kriegt.

    Speziell für den V-Synth: Mit linearem decay resampeln und dann in der Ausklingphase die Abspielgeschwindigkeit langsam erhöhen....
     
  12. Rookie2

    Rookie2 ...

    Danke Bug,
    das sind auch super Anregungen.
     
  13. kl~ak

    kl~ak ..

    beim virus halt gleiches problem - gelößt mit env-> moduliert env ... wenn das wie du schreibst nicht geht halt mal schauen ob es eine AM-destination in der matrix gibt (weiß nicht ob der ne metrix hat) und dann als AM-source die amp-env nehmen - wahrscheinlich wird dann aber auch nur doppelt linear = also steilere flanke


    kannst du denn einen lfo aus single schalten und mit keytrigger einmal abfeuern lassen - damit könntest du wenigstens die atack auffrischen.