Keine Idee zum spielen

moondust

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Ich habe mal rum gesucht wo ich das reinschreiben kann.
Da es hier unter anderm um Ton Arten geht , denke ich; das dass hier richtig ist.
Ich über schon seid etwa zusammen gerechnet 34 std, ( ich zähle sie, und schreibe sie mir auf , den ich will mal ein Resueme machen wenn ich 100 habe)
Also 34 Stunden in so zwei Monaten, habe ich Klavier geübt, nach der App Simply Piano.
Es gefällt mir auch gut und ich denke ich komme voran. Aber das ist nicht der Punkt.
Seid einiger Zeit fällt mir einfach nix mehr ein zu spielen im Studio.Kann zwar immer besser nach Noten spielen, aber was eigenes da ist einfach Bahnhof in meinem Kopf . Geht es euch auch so? Oder was soll ich machen
 

dbra

Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.
wenn mir nichts einfällt, mal ich einfach immer irgendwas in die pianoroll.

dann fang ich an, noten zu löschen, zu verschieben, etc.

irgendwann kommt dann immer was raus, was zumindest ok ist. hat dann meist nicht das geringste damit zu tun, was ich da erst gemalt hab.
 

moondust

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wenn mir nichts einfällt, mal ich einfach immer irgendwas in die pianoroll.

dann fang ich an, noten zu löschen, zu verschieben, etc.

irgendwann kommt dann immer was raus, was zumindest ok ist. hat dann meist nicht das geringste damit zu tun, was ich da erst gemalt hab.
weiss zwar nicht genau was du meinst mit Pianoroll , zuerst dachte ich; einfach die ganze Tonleiter einspielen und dann löschen.
Aber das fände ich unsinnig. Alle Tasten hat man vor sich und dann würde ich denken ; es sind ja alle Noten vorhanden und zum Noten raus löschen ,müsste ja doch einen Idee vorhanden sein.
Pianoroll sind so Lochstreifen, für die automatischen alten Pianos.
Das wäre ehre was . Ein Midifile laden und das umändern.

Ernstgemeinter Tipp:
Wie wäre es mal mit würfeln? :idee:


...es scheint zu funktionieren... ;-)
Das mit dem Würfeln ist auch eine Idee, und dann gibt noch die Kärtchen von Brain Eno
https://ambientbugblog.blogspot.com/search?q=brian+eno

Und jetzt da ich das in meinem Blog nachgesehen habe, muss ich mich fragen; Schaust du auch mal deine
eigenen Tips an die du zum Punkt Kreativität gibt.
Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. :selfhammer:

Danke für die Tips und das Daraufstossen.
Aber eigentlich meinte ich , das ich Früher ,wenn ich nach einem Buch Keyboardspielen gelernt oder geübt hatte.
Irgendwelche Frasen kann die ich spielen konnte, oder ein Lick. Heute ist da eigentlich null nix da .
Und heute morgen ist mir dann eingefallen wieso.
Da ich ein mieser Notenleser war und zum Teil immer noch bin. (im Keybordbuch waren immer der Fingersatz dargestellt,
und so hat man aus Bequemlichkeit lieber auf die Nummern geschaut , als nur auf die Noten)
Und als schlechter Notenleser, habe ich die Stücke geübt bis ich sie auswendig konnte , und so ist immer was zum
spielen hängen geblieben.

Aber wenn man das mit lesen und schreiben vergleicht; wer kann einen Geschichte buchstabengeträu rezitiren, oder gar
auf schreiben.
so sehe ich das im Vergleich jetzt mit dem Klavierspielen und Noten lesen.

So als Nachtrag , habe den Post gefunden mit den Karten ,ist zwar nicht von Eno
aber sicher auch brauchbar
https://ambientbugblog.blogspot.com/2015/11/das-musikspiel.html
 
Zuletzt bearbeitet:

hairmetal_81

Mitglied in Capt. Obvious' Lambada-Testlabor

psicolor

Raumpilot und Uhrmacher
Obwohl ich beide nicht besonders mag, hab ich mir früher bei Inspirationsmangel immer mal wieder eine Stunde lang John Coltrane oder Thelonious Monk angehört. Und mit angehört meine ich Musik hören im klassischen Sinn: Hinsetzen und Zuhören, sonst nix tun (außer vielleicht Rauchen oder Trinken). Dannach hatte ich immer das Gefühl, dass die Musik (und vor allem die Stille) nur so aus mir raussprudelt.
 

Otterl

zwangserleuchtet
Obwohl ich beide nicht besonders mag, hab ich mir früher bei Inspirationsmangel immer mal wieder eine Stunde lang John Coltrane oder Thelonious Monk angehört. Und mit angehört meine ich Musik hören im klassischen Sinn: Hinsetzen und Zuhören, sonst nix tun (außer vielleicht Rauchen oder Trinken). Dannach hatte ich immer das Gefühl, dass die Musik (und vor allem die Stille) nur so aus mir raussprudelt.
Kann ich nachvollziehen. Ähnliche Schlüsselerlebnisse hatte ich mit Eric Dolphy.
Unglaublich, was die teils Anfang/Mitte der Sechziger gemacht haben.

Der Schuß kann aber auch nach hinten los gehen, wenn man die echte Professionalität
bei einigen Musikern richtig "erfährt" und die eigenen Ergebnisse dagegen hält... ;-)
 

gerwin

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Man nehme die Noten, die zum Sound bzw. Song passen und bastelt daraus eine Skala. Dann erzeugt man mit 16 tel Noten ein durchgängiges Muster über mehrere Takte, wie ein Arpeggio. Dann die Spur muten.

Dann hackt man irgendwo darunter mit immer dem gleichen Ton einen Rhythmus ein. Danach entfernt man alle Noten des Arpeggio, welche nicht deckungsgleich zu der Rythmusnote sind und schließlich auch die Rhythmusnote.

So bekommt man eine Basis für neue Ideen.
 

freidimensional

Tastenirrtuose und Beste Antwort auf keine Frage
Das Problem kenne ich auch gelegentlich...ich versuche dann einfach bisherige Stücke zu perfektionieren, mir die Fingerläufe automatischer zu machen, oder auch einfach bisherige Stücke in andere Tonarten zu transponieren, oder mir nur ganz kurze Läufe oder Kadenzen schaffen
die ich dann in alle! anderen Tonarten transponiere...das gibt Flexibilität und bringt einen dadurch, dass man in eher ungeübte Tonarten
vordringt, schon manchmal auf andere Ideen.
Wenn nicht, bleibt mir meistens auch nur Tonleitern, Arpeggien, Pentatoniken etc. zu üben (und auch das in möglichst vielen oder allen Tonarten)...
 

Grenzfrequenz

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Ich kann überhaupt nicht mitreden. Neue Stücke könnte ich im 20 Minuten Takt starten, ich finde es viel schwieriger, den Feinschliff abzuschließen.
 

onkelguenni

Leben am Limit
Wie wäre es mal mit würfeln? :idee:
Das habe ich auch schon von professionellen Musikern gehört. Die Idee fand ich so einfach wie genial.

Was mich allerdings wundert, ist, wie das mit einem normalen Würfel funktionieren soll. Mal abgesehen davon, daß man dabei einen Ganzton unterschlägt, wäre es da nicht besser, gleich Rollenspielwürfel zu nehmen, um auch die Halbtöne abzudecken? Oder werden die dann harmonisch improvisiert?
 

Feedback

Individueller Benutzer
Das habe ich auch schon von professionellen Musikern gehört. Die Idee fand ich so einfach wie genial.

Was mich allerdings wundert, ist, wie das mit einem normalen Würfel funktionieren soll. Mal abgesehen davon, daß man dabei einen Ganzton unterschlägt
Mach's doch pentatonisch, reicht auch und Du hast dann sogar eine Würfelseite zu viel. Da kannst Du dann nochmal Deinen Lieblingston draufpappen.
 
wenn ich nicht weis was ich spielen soll, lege ich für mich eine tonart fest.und dann spiele ich die rauf und runter bis ich dann irgendwo hängen bleibe.meisst ist dann irgendwas dabei was ich dann ausarbeiten kann.
 

hairmetal_81

Mitglied in Capt. Obvious' Lambada-Testlabor
Was mich allerdings wundert, ist, wie das mit einem normalen Würfel funktionieren soll. Mal abgesehen davon, daß man dabei einen Ganzton unterschlägt

Etwa in Minute 7 des Videos geht er nochmals etwas ausführlicher auf diese sehr konkrete Problemstellung ein.
Auch wirst du merken, dass er sich keinesfalls strikte an die Augen auf dem Würfel hält, sondern sich die Freiheiten nimmt, das musikalische Motiv zu variieren, so wie er es gerade braucht.

...und genau darum geht es ja eigentlich... einfach mal die Inspiration zu bekommen, mit einer musikalischen Phrase zu experimentieren...
 
auf der electribe 2 kann ich via kaosspad dir klaviatur steuern. damit spielen bringt mich oft auf neue ideen. sollt ja mit dem korg pad controll oder so auch klappen.. einfach klaviatur über das xy teil steuern..
 

onkelguenni

Leben am Limit
Etwa in Minute 7 des Videos geht er nochmals etwas ausführlicher auf diese sehr konkrete Problemstellung ein.
Auch wirst du merken, dass er sich keinesfalls strikte an die Augen auf dem Würfel hält, sondern sich die Freiheiten nimmt, das musikalische Motiv zu variieren, so wie er es gerade braucht.
Okay, danke. Ich habe im Video nicht komplett zugehört. Was er da so spielt hat meine Aufmerksamkeit stärker erregt.

Da er mit der linken Hand eine scheinbar vollkommen improvisierte Begleitmelodie spielt, stellte sich mir eben auch die Frage nach der Improvisation der Noten, die beim Würfeln nicht rauskommen.

Wenn ich das also alles richtig verstehe, ist das Würfelmuster kein Dogma, sondern eher eine Richtschnur, die man auch spontan nach Gusto übergehen kann. Zum Beispiel, wenn eine Tonfolge rauskommt, die so richtig kagge klingt.

Ich kannte das ursprünglich als Akkorde würfeln. Da gibts dann sogar die passenden Würfel zu kaufen. :)
 

boris

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Ich höre Melodien, oder Patterns in mir, irgendwo zwischen Kopf und Brust. Wenn es um Vertonung von Texten geht, dann eher im Kopf. Instrumentale Sachen eher "in den Ohren", oder irgendwo im Brustkorb (besonders die Grooves).
Und wenn ich an irgend einer Tastatur sitze, dann geht's meistens von selbst...
 

Valis

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Tonart wechseln bringt mir gute und unvorhersehbare Ergebnisse. Diese Unvorhersehbarkeit nimmt leider mit der Zunahme von Sicherheit in den verschiedenen Tonlagen ab, also nicht zuviel üben ;-)
 
Tonart wechseln bringt mir gute und unvorhersehbare Ergebnisse. Diese Unvorhersehbarkeit nimmt leider mit der Zunahme von Sicherheit in den verschiedenen Tonlagen ab, also nicht zuviel üben ;-)
da gebe ich dir schon irgendwie recht.ich spiele aber auch in einer rockband, da werden die jungs aber ein wenig ungemütlich wenn ich erstmal mitten im song in andere spheren abtauchen möchte.da is echtzeit angesagt.da muss ich sicher sein.und das ist schon schwer genug als sequencerhacker.
 
Diese Unvorhersehbarkeit nimmt leider mit der Zunahme von Sicherheit in den verschiedenen Tonlagen ab, also nicht zuviel üben
Ein guter Punkt. Es macht auch einen großen Unterschied, ob man das Spielen nach Noten oder auch Tonleitern/Skalen übt - oder ob man improvisiert. Vermutlich kennt jeder hier den klassich ausgebildeten Pianisten, der nicht improvisieren kann, und den Blueser, der keine Noten beherrscht.

Je öfter Du improvisiert oder "nach Gefühl" ein Paar Akkorde gesetzt hast, desto besser wird die Verknüpfung zwischen Kopf und Fingern. Dann ahnst Du schon, bevor du in die Tasten greifst, wie es etwa klingen wird.

Vielleicht versuchst Du auch mal öfters einen Song "rauszuhören", das schult das Gehör ungemein. Als ich die Akkorde von John Lee Hookers "The Healer" spielen konnte, war ich stolz wie Bolle :)
 

moondust

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so ich wollte mich noch mal melden zum Thema.
Habe so letzte Woche wieder mal was altes von mir laufen lassen, und dann kam mir
spontan was in den Sinn das ich spielen könnte.
Das hatte ich eigentlich gemeint.
Somit habe ich einen kleinen Erfolg mit Simply Piano.
Aber ich muss dran bleiben.
 

fairplay

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...wenn mich nicht äussere Umstände (z.B. persönliche Begegnungen, Ereignisse, Kunst wie Bilder-Photos-Filme) anregen und zum Schwingen bringen, dann habe ich oft storylines (manchmal auch welche von denen ich mir irgendwann mal ein paar Stichworte notiert habe), die mich inspirieren - wenn die ersten paar Noten passen, läuft es dann oft schnell von alleine...

...bis zu einem Punkt, an dem ich dann eigentlich immer hängenbleibe (Detailverliebtheit) und es nicht fertig bringe...
 

fanwander

*****
Aber ich muss dran bleiben.
Was mir beim "dran bleiben" immer schon geholfen hat ist: fremde Sachen nachspielen. Das ist zwar hier in Europa extrem verpönt (oder zumindest als "kreatives Defizit" belächelt). In den USA ist es der Standard; dort kann jeder einigermaßen gute Musiker hunderte fremder Songs spielen. Du lernst immer von den anderen und du kriegst auch Deine Ideen von den anderen. Das ist zwar nicht besonders für das Selbstwertgefühl, aber es ist so.
 

ganje

Fiktiver User
Ich bin der Meinung, dass man nichts erzwingen soll, denn wenn man krampfhaft versucht etwas zu kreieren, wird selten etwas Gutes dabei rauskommen. Das gilt für das Schreiben allgemein, egal ob Noten oder Verse.

Steckt man im Loch und kommt nicht vorwärts, sucht man sich am besten eine Ablenkung. Die meisten guten Werke sind durch Lebenserfahrung entstanden und wenn man längere Zeit, allein in einem Zimmer hockt, verflüchtigen sich die Ideen und Inspirationen.

Oder mit anderen Worten: Wenn du keine Ideen hast, dann lass es :D

Ein weiser Spruch zum Schluss: "Ein Lebenswerk kann man nur erschaffen, wenn man auch lebt"
 
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