Kleine Computer wie ZX Spectrum – heute?...

Dieses Thema im Forum "APPartig" wurde erstellt von Michael Burman, 18. Juni 2017.

  1. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Gibt es aktuell so kleine Computer ähnlich wie ZX Spectrum, nur in nochmal kompakter bzw. flacher, mit eingebautem Display? Muss nicht sehr leistungsstark sein, aber leicht programmierbar sein wie ZX Spectrum damals (ja, selbst Assembler war noch übersichtlich). Cool wäre, wenn man damit auch MIDI steuern könnte, und Anwendungen dafür eben selbst ohne viel Aufwand programmieren könnte.
     
  2. Moogulator

    Moogulator Admin

    Es gibt sogar von Sinclair wieder einen, viewtopic.php?f=70&t=114750&p=1342595&hilit=spectrum#p1342525
    es gibt Emulationen und Aduino-Projekte, es gab einen C64 Reloaded und so weiter.
    Dh - ja, du kannst wählen, was du haben willst.

    Spectrum Laptop viewtopic.php?f=70&t=76276&p=817374&hilit=spectrum+laptop#p817374

    Für MIDI sind die idR eher nicht, ginge damals durchaus, aber war nicht wirklich perfekt dafür. MSX Rechner CX5M wäre da ggf. was? Der macht das und hat MIDI, man kommt aber nicht gut dran, weil das nur speziell zu erreichen ist, leider. Hab damals keine Dokumentation gefunden. Aber - gibt ja auch neuere Sachen, die ggf. interessant sind. Was ist denn mit Tablets und so?
     
  3. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Ich hätte halt gerne so etwas wie ZX Spectrum in klein, mit MIDI-Schnittstelle. Programmierbar. Ja, ZX Spectrum Laptop wäre denkbar. Gibt's fertig zu kaufen? Wäre aber schon wichtig, dass man was extern anschließen kann, eben ein MIDI-Interface. Audio erwarte ich bei der Rechenleistung nicht. Aber für MIDI sollte eigentlich reichen. Nostalgie und Praxisrelevanz in einem irgendwie. Komplexere Betriebssysteme wie Linux – weiß nicht, ob ich da einsteige. Den ZX Spectrum konnte ich programmieren. Auch in Assembler. Es gab kein komplexes Betriebssystem, sondern nur so etwas wie BIOS und DOS eingebaut. Und dann konnte man darauf aufbauend eigene Programme schreiben. Eingebautes Basic mit sehr langsamer Befehlsausführung oder eingebauter Assembler mit sehr schneller Befehlsausführung. Zur übersichtlicheren Programmierung in Assembler gab es Zusatzprogramme. Von Haus aus konnte man die Befehle nur als Zahlen angeben, d.h. direkt die Bytes in den RAM-Speicher schreiben. Mit Basic-Befehlen dann. Sobald der Code aber im Speicher abgelegt war, konnte man ihn direkt ausführen. Das war cool, weil dann nichts dazwischen war. Keine Antiviren im Hintergrund etc. Einfach eine Anreihung von Maschinen-Befehlen, die direkt nacheinander vom Prozessor abgearbeitet wurden. Für mehr oder weniger parallele Abarbeitung musste man selber sorgen. Ich fand es immer wieder cool, wenn bei Spielen Grafik und Musik parallel liefen. Mein ZX Spectrum als Nachbau hatte meines Wissens keine separate Klangerzeugung eingebaut. Es gab einen Audioausgang, und der wurde direkt mit Daten angesteuert. Ich vermute, da war wahrscheinlich ein 8 Bit D/A-Wandler, und die Bytes hat er direkt vom ausgeführten Programm bekommen. Ich konnte ihn auch per Assembler ansteuern, nur waren meine Datensätze von mir so generiert, dass die Sounds, die da rauskamen, nicht sonderlich gut waren. Irgendwelche Sweeps habe ich da rausbekommen, aber nicht mehr. Gute Programmierer haben da aber sogar polyphone Sachen rausbekommen, die zudem parallel zur beweglichen Grafik liefen. Das war schon beeindruckend.
     
  4. Moogulator

    Moogulator Admin

    MIDI war damals exotisch für diese Rechner.
    Rechne NICHT damit, nicht beim Spectrum. Es gab nur 1 oder 2 experimentelle Dinger, ob die laufen weiss ich nicht.

    Spectrum kann nur beep, aber hat nen Tapeinterface was man nutzen konnte, um Samples oder sowas zu spielen. Das habe ich jedenfalls gemacht.
    Für MIDI kann ich nicht mehr viel sagen dazu.

    Sinclair Sachen waren da weit außen vor, aber die Soundbox gabs mal - AY8910 hatte ich. Eigentlich ZX81, aber ging auch mit Spectrum.
    Aber das ist natürlich nicht so was du suchst.
     
  5. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Ja, das habe ich auch so gemacht. In Basic nur BEEP, in Assembler dann Datensätze mit den gleichen Befehlen gesendet wie die Save-Funktion aus dem ROM – habe auch von da abgeschaut und im RAM nachgebaut. Vielleicht auch mit einem Kopier-Programm verglichen, ob da dieselben Befehle verwendet wurden. Ist schon lange her. Der Audioausgang war, soweit ich mich erinnere, derselbe, oder evtl. dupliziert für Tape und fürs Monitoring bzw. für den Sound, der an den TV ging.
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Du könntest dich in Mikrocontroller einarbeiten. Dafür gibt es auch kleine Touchscreens. Assembler kannst du darauf auch coden. Ich habe damals auf dem C64 angefangen mit dem Programmieren und einen haben ich auch noch hier stehen, bzw bei eBay geholt. Computer faszinieren mich seit den 80er bis heute.

    Warum muss es ein Spectrum sein? Wenn du schon ASM kennst, kannst du dich auch in andere CPUs einarbeiten.

    Wenn du MIDI programmieren möchtest kannst du auch Reaper oder Renoise(Lua) nehmen, die haben beide eine Scriptsprache eingebaut wo du alles erdenkliche programmieren kannst was dann MIDI erzeugt.

    Oder geht es dir darum, dass es klein und flach sein muss so wie ein Microsoft Surface?
     
  7. tholan

    tholan Tach

    Wenn ich mich dunkel erinnere,
    war es mit Z80 basierten "Micros" und ihrem
    ROM-Basic noch schwierig mit einer
    Interpretersprache und ihren etwa 3,5Mhz,
    MIDI verzögerungsfrei zu verarbeiten.
    Ich hatte damals den Yamaha CX-5M.
    Hier kamen die nativ kompilierten Programme
    auf einer ROM-Cartridge daher und der
    derart von Yamaha gelieferte Sequencer "YRM-101 FM Music Composer"
    holperte schon ganzschön, wenn z.B. MIDI-Programmchanges
    gleichzeitig auf mehreren MIDI-Kanälen verlangt wurden.

    Der Atari-Portfolio wäre wohl schon wesentlich besser geeignet.

    Wenn man selbst bauen möchte, stehen bei mir die 8-Bitter
    von Atmel für MIDI in ihrer Einfachheit an erster Stelle.
    Einfache Arpeggiatoren oder Midifizierungen von alten Drum-Kisten
    gehen schon mit nem Attiny2313 und aufwärts.
     
  8. haebbmaster

    haebbmaster Lötknecht

    fertig mit eingebauten Bildschirm wird es sowas kaum geben, aber die Hardware ist ziemlich einfach zusammenzuschrauben
    nach aufsteigender Rechenleistung: Arduino, STM32, Raspberry pi
    an den Raspberry kannst du auch größere Bildschirme anschließen, an die anderen mindestens LED- oder LCD-Anzeigen

    ich mache meine Sequenzer etc. derzeit mit Arduinos, funktioniert wunderbar
    Werde aber wohl auf STM32 gehen, die haben mehr Schmackes. Dann funktioniert auch Audio, ohne dass man allzutief reinsteigen muss.
     
  9. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Muss nicht Spectrum sein. Darf auch etwas leistungsfähigeres mit besserer Grafik sein. :agent:

    Nee, Basic kann man vergessen. Das ist nur zum Einstieg gut, um Programmieren zu lernen, und um eben grundlegende Funktionen aufzurufen wie LOAD, SAVE und eben Ausführen von Assembler-Geschichten. Für schnelle Datenverarbeitung schreibt man Programme am besten direkt in Assembler, bzw. in einem übersichtlicheren Editor, aber direkt mit Assembler-Befehlen.
     
  10. Moogulator

    Moogulator Admin

    Du kannst dir natürlich auch eine/n Atari STacy suchen, der hat MIDI, die Soft gibts, man kann sogar in Basic und 68000 Assembler etc. coden.
    Aber ich glaub du willst das bewusst auf LowLevel machen, dann kann es auch sowas sein. 8Bit und Co ist ja ok - aber ist dann genau so wie du es willst.

    Quasi ein 8-16Bit Programmierlabor mit Display, damit man alles an dem Ding machen kann - aber sowas ist mir nicht bekannt. Aber theoretisch kannst du natürlich auch nen ARM coden wie der Axolotl Mensch das gemacht hat. Oder du müsstest selbst MIDI auf einem kleinen i/O Chip aufbauen und das an das Teil andocken was du bedienen willst. Naja, ich kenne nicht so viele Kombinationen, denn MIDI war mit Sinclair und Co noch nicht so groß, selbst auf dem C64 nicht wirklich. Zufrieden machte es dann eigentlich erst am ST. Aber ich weiss, dass du das sicher selbst weisst. Also - vielleicht hat einer einen Tipp.. Außer MSX CX5M I oder II - und da nen kleinen TFT dran pappen. Das wird sicher kein großes Problem sein. Ist ja ne winzige Auflösung. Da ist das alles easy. 256×192 (16 Farben). Also wie beim Spectrum auch. Z80A allesamt, 3.5MHz. Das ist alles gut für Assemblerspiele. Das ist in der Tat zu langsam in Basic, wenn du da was schnell hinbiegen willst und MIDI buffer und so mit allem hinbiegen willst. Ich denke das ist schon machbar. Nerds machen sowas.
     
  11. krahz

    krahz Guest

  12. Rookie2

    Rookie2 Tach

  13. tholan

    tholan Tach

    Der wird funktionstüchtig nurnoch schwer zu finden sein:
    Es gab doch mal den Yamaha C1,
    ein 286ger Laptop mit 13 Midianschlüssen.
    Keine Ahnung, ob das in, out oder through Ports sind.
    Die Hardware da drin ist wohl auch recht exotisch,
    entsprechend der Zeit.
    Wahrscheinlich gab es dafür ein speziell angepaßtes DOS.
    Er soll aber damals mit viel MIDI-Software dahergekommen sein.
     
  14. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Ja, nur gesucht wird was mit aktueller Technik in kompakt. :agent: Vielleicht doch so etwas wie ein kleines iPad, aber lieber nicht von Apple. :agent:
     
  15. Strelokk

    Strelokk Glitch Bitch

    Huawei Mediapad. Ab 350€ werden die langsam flugtauglich. Z.B. das aktuelle M3 mit 32GB in 8,4"
    Das ältere M2 10" mit nur 16GB gibt es schon für unter 250€ und es ist sogar ein Stift dabei. Mit 64GB kostet es um die 400€

    :spam: [Fanboy]
     
  16. Sonamu

    Sonamu bin angekommen

    11 oder?

    8x out 2xin 1x thru und voyetra sequencer.

    Gute Gedanken ;-)
     
  17. Moogulator

    Moogulator Admin


    ggf hat's Gründe, weshalb er es nicht geschafft hat? Obwohl das eigentlich perfekt gewesen wäre - Auch am Atari.
    Mehr Ports. Aber ggf. war's zu früh und zu wenig Support und komisch zu coden, auch am CX5M war es nicht gerade super umgesetzt. Leider. Schade.
     
  18. starling

    starling Guest

    Warum nicht gleich ein PC?
     
  19. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    In welcher Form und mit welchem OS? :agent:
     
  20. starling

    starling Guest

    Ich meine wenn Du ein iPad oder Tablet ins Auge fasst.

    System on a stick.

    Os Linux oder Windows, dazu Python oder sowas.
    Oder ist das Ziel daß auf dem Rechner nix läuft als Dein Programm?

    Was ist denn das Ziel der Geschichte?
     
  21. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    In erster Linie Nostalgie. MIDI-Schnittstelle, die ich am ZX-Spectrum nicht hatte, um auch musikalisch zu nutzen.
    Allerdings hätte ich es heute schon gerne kompakter in einem kleinen Gerät.
    Naja, war halt so ein Gedanke, um in Erfahrung zu bringen, was/ob es da was in der Richtung gibt.
     
  22. starling

    starling Guest

  23. rauschwerk

    rauschwerk aktiviert

    Ich denke, dass der aktuelle Raspberry Pi-3 da gut reinpasst. Die Ausbaumöglichkeiten sind enorm. Inzwischen läuft da neben Linux auch Win.
    -> https://www.raspberrypi.org/products/ra ... 3-model-b/


    src: https://youtu.be/UdM6RjPdn9w



    src: https://youtu.be/aD5jDeyDvyA
     
  24. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

  25. Moogulator

    Moogulator Admin

    Ist aber rel. teuer für die Leistung. Das ist aber sicher nicht der Punkt, im Gegenteil.
    Möchtest du das eigentlich mehr zu Lehrzwecken oder als Anreiz auf 8 Bit machen?
     

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