Kleine Linux-Musik-Helfer

Dieses Thema im Forum "Linux" wurde erstellt von PySeq, 25. Juli 2012.

  1. PySeq

    PySeq eingearbeitet

    Hi,

    in diesem Thread möchte ich gern ein paar besonders schöne, kleine Musik-Werkzeuge für Linux sammeln, die vielleicht nicht so bekannt, aber recht nützlich sind:

    -seq24
    http://seq24.wikispaces.com/Tutorial
    Ein netter, schlanker Sequencer mit Piano-Roll, Support für Jack-Transport, usw..
    Im Piano-Roll-Editor eine Note verlängern oder verkürzen geht mit der mittleren Maustaste.
    "Abspielen starten" geht dort mit der Leertaste, "Abspielen stoppen" mit "Escape".

    - QMidiArp
    http://qmidiarp.sourceforge.net/qmidiarp_doc_en.html
    Ein Arpeggiator und Step-Sequencer, der kaum Wünsche offen läßt.

    -QMidiRoute
    http://sourceforge.net/projects/alsamodular/files/
    Damit kann man u.a. sein Keyboard splitten, auch wenn das dessen Hardware nicht vorsieht.

    - Hydrogen
    Die Hydrogen-Drummaschine ist natürlich recht bekannt. Allerdings überzeugen die mitgelieferten Standard-Drumkits nicht wirklich. Dabei gibt es schon offiziell noch mehr, die man hier findet.

    - QSampler/Linuxsampler
    Ein Sampler für Linux. QSampler ist das Frontend. Ein paar Instrumentensamples gibt es hier, insbesondere einen kompletten Flügel (ausgepackt knapp 1 GB Daten):
    http://www.linuxsampler.org/instruments.html
    Das .ogg-Beispiel klingt genial, auch wenn man wahrscheinlich ein Sustain-Pedal braucht, um sowas zu machen.
     
  2. DrFreq

    DrFreq -

    Der Seq24 und der Hydrogen ist ganz OK, mit dem Rest bin ich nicht warm geworden
     
  3. PySeq

    PySeq eingearbeitet

    Hmm, ich bin jetzt mit dem Sound doch zu Windows gegangen, so daß mich das Thema im Moment nicht mehr so sehr beschäftigt.

    Aber was hast Du gegen QMidiArp? Das ist doch ziemlich gut.

    Und Linuxsampler? Hast Du mal den Flügel 'runtergeladen und gespielt? Also, ich find' den gut. Hab' auch erstmal die Windows-Version geladen; muß sie aber erst ausprobieren.
     
  4. DrFreq

    DrFreq -

    Ich habe den einmal angemacht, naja macht einen guten Eindruck, aber da ich Renoise und einige Tools benutze benötige ich den QMidiArp nicht. Schade das du nicht mehr Linux für Audio benutzt. Naja, es ist eine Umstellung und man muss sich drauf einlassen viel, sehr viel Neues zu lernen. Ich glaube das man durch Linux zu einem beseren Sound Programmierer werden kann weil man gezwungenermassen vor die Lösung von Problemen gestellt wird für die es unter Windows ein vorgefertigtes etwas gibt. Auf der anderen Seite gibt es aber auch für Linux ausreichend VST Plugins.

    Na dann bleib doch bei deinem Windooos du verräter :lollo:

    Linuxsampler habe ich glaube ich nie zum laufen bekommen, aber dank Renoise auch kein Thema, zumal Renoise auf dem Gebiet sehr gut ausgestattet ist. Ich glaube da könnte der Linuxsampler nicht ansatzeise eine Konkurenz darstellen.
     
  5. PySeq

    PySeq eingearbeitet

    Tja, tut mir ja auch leid. Aber ich brauch' nun mal das Audiointerface meines Venom (in den noch andere Sachen eingestöpselt sind), und das krieg' ich einfach nicht unter Linux zum Laufen. Was an M-Audio liegt, die keine Linux-Treiber zur Verfügung stellen.
    Ich muß auch sagen, daß "Cubase LE", das bei ein paar Sachen einfach dabei ist, schon ein verlockendes Angebot ist, zumal da fast alle VSTs eben so standardmäßig und nativ (nicht wine oder so) laufen.

    Mit Rosegarden konnte ich mich nie so richtig anfreunden, MuSe war bislang noch nicht ausgereift genug, ebenso Qtractor. Bliebe dann also mit seq24 sequencen und mit Ardour aufnehmen. Wenn man das Audiointerface-Problem gelöst bekäme, wofür ich neue Hardware und vielleicht auch einen Mixer anschaffen müßte.
    Das ist in diesem Fall einfach zu teuer und zu umständlich.

    Ja, Windows ist für mich im Moment einfach die billigere Lösung.
    Was bei "Windows vs. Linux" sonst wohl eher untypisch ist. ;-)
     
  6. DrFreq

    DrFreq -

    class compliant sollten eigentlich alle interface laufen. Ich habe bis jetzt noch kein Interface gesehen das gar nicht funktioniert, aber es stimmt das bei einigen geräten nicht alle features zur verfügung stehen. das ist dann doof weil man ja meistens henau wegen der features eine bestimmte hardware gekauft hat. das esi u24xl funktioniert einwandfei unter linux. ich denke aber zur zeit darüber nach mir ein edirol ua25 zu kaufen, zur zeit benutze ich unter linux die onboard vom lenovo thinkpad und bin selbst mit dem internen mic zufrieden. eine extreme form des minimalismus :mrgreen:
     
  7. PySeq

    PySeq eingearbeitet

    Wenn Du aber mehrere externe Geräte verwendest, müßtest Du 'nen Mixer davorschalten. Der Venom kann aber

    - den Venom-Sound und
    - ein Stereo-Gerät und
    - ein Mono-Gerät und
    - ein Gesangsmikrofon

    mixen und das für wohlgemerkt 198,- EUR alles inklusive. Aber eben nur mit dem eigenen (integrierten, also gar nciht sichtbaren) Audio-Interface. Dazu reicht "class compliant" offenbar nicht, das braucht einen Treiber. Denke ich, jedenfalls.
    Auf die "Schaltzentrale Venom" kann ich im Moment nicht verzichten, bzw. ich müßte sonst Mixer usw. dazukaufen. Wofür u.a. auch der Platz auf dem Tisch bei mir nicht reicht.
     
  8. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    - Harmony Seq wäre noch als kleine Alternative zu seq24 zu nennen (unterstützt aber leider kein JACK-MIDI).
    - ZynAddSubFX ist ein Software-Synth der eigentlich keine Wünsche offen läßt (außer Klangparameter über CCs zu ändern und separate JACK-Outputs für die einzelnen Parts)
    - PhaseX ist ein weiterer, schöner Soft-Synth, leider aber auch ohne JACK-MIDI-Support
     
  9. Ich nutze JSynthLib unter Linux (ok, läuft auch unter Windows), um meine Synthsounds zu verwalten und auf den Synth zu schieben.
     
  10. DrFreq

    DrFreq -

    Ich benutze immernoch auf Linux: Renoise, Seq24, PureData Extended, Aspect Loomer (sehr gut) und einige Linux native VST, hab alles was ich brauche :phat:

    Aber ich bin schon an meine Grenzen gestossen und werde mir deswegen warscheilich doch wieder das eine oder andere externe Helferlein kaufen, darunter uch einen 303 clone, ohne gehts einfach nicht. Man kann rein DAW mässig und mit Linux so wieso echt viel machen, aber gerade wenn man externe Hardware gewohnt ist kommt man an einem Punkt ohne Umstände nicht weiter
     
  11. DrFreq

    DrFreq -

    Impulse Response Hall für Linux

    http://factorial.hu/plugins/lv2/ir

    Ist auch im Ubuntu Software Center als "LV2 IR reverb" zu finden. Falls euere Hostapplikation wie bei mir z.B. Renoise kein LV2 unterstützt könnt ihr immernoch das Jack LV2 Host Rack benutzen und dort das IR Plugin laden. Also von Renoise eine Spur raus an Jack ins LV2 Rack und zurück... Funktioniert ganz gut, dank Latenzausgleich...

    Jetzt müsst ihr nur noch nach Impuls Responses eures Lieblings Hallgerät im Netz suchen... ;-)
     
  12. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    In the box entstehen keine Latenzen (außer bei manchen verbuggten Sachen). Jack hat keine Latenzkompensation.
     
  13. DrFreq

    DrFreq -

    zunächst mal... ich habe bei mir zufälligerweise Nagelpilz entdeckt, unglaublich aber wahr...

    @ your answer...

    Natürlich entsteht durch jeden Rechenprozess eine Latenz, selbst wenn du rein Analog bleiben würdest entsteht eine Latenz während das Signal durch die Buteile rast, nur ist der Strom so schnell das du die Latenz nicht wahr nimmst. renoise bietet Latenzausgleich an, deswegen hatte ich es erwähnt... Und selbst wenn nicht muss man halt resampeln un zurechtrücken...

    du hast faktisch Recht das du ITB keine Latenz hast, weil alles under the hood so geregelt ist das der anwender davon nichts mitbekommt
     
  14. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    Nein, intern entsteht keine Latenz. Die "Berechnung" des Sounds geschieht bufferweise. Bevor der Buffer an die Soundkarte ausgegeben wird, wird der gesamte Verarbeitsgraph abgearbeitet. Das könnten rein theoretisch 1000 Programme hintereinander sein, die den Buffer verwursten. Es entsteht keine Latenz (nur eben an den physischen Ein- und Ausgängen)
     
  15. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    OK, nochmal zur Berichtigung: Bei manchen Effekt-Algorithmen entsteht sehr wohl Latenz. Das liegt aber am Algo und hat nichts mit Jack zu tun. Und es wird auch nicht kompensiert.
     
  16. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    Sehr zu empfehlen ist die "C* Audio Plugin Suite" (oder auch "CAPS"). Wirklich eine Sammlung sehr guter Plugins. Das GUI ist nicht so dolle (sind nur die hostgenerierten Schieberegler), aber was Rechenzeitbedarf und Klang angeht sehr gut.
     
  17. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    Auch empfehlenswert: TAP-Plugins und Invada.

    TAP sind so Brot und Butter-Dinger, aber der Invada-Compressor (leider kein Sidechain) und die Distortion sind richtig gut.
     
  18. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    Lingot

    Kleine, zuverlässige Anwendung zum Stimmen von Instrumenten. Sieht sehr gut aus, neben Frequenz, Ton und Centabweichung werden auch ein schönes Meter und das Spektrum mit markiertem Referenzpunkt angezeigt.
     
  19. bluebell

    bluebell aktiviert

    User Interfaces und Linux-Plugins - ein Elend. Weichen Host und Plugin voneinander ab und verwenden unterschiedliche Toolkits, kann es zum Crash kommen. IR funktioniert gut in Ardour aber gar nicht in Qtractor. Allerdings funktioniert Klangfalter (dasselbe in anders) in Qtractor hervorragend.

    Letztlich muss ich aber eingestehen, dass ein algorithmischer Hall wie der C*Plate weniger CPU braucht und für Gesang und Drums mindestens so gute Hall-Effekte hinbekommt. Ich könnte natürlich ein Responsefile mit einer Impulsantwort von C*Plate ... :cool:
     
  20. bluebell

    bluebell aktiviert

    - Jamin zum Mastern (EQ und Multibandkompressor)

    Ich wollte erst gar nicht mastern, aber mit einer leichten Multibandkompression (größenordnungsmäßig max. 5 dB-Ausschläge im Bass und den Mitten) klingt es runder. Man muss den Song ja nicht plattkomprimieren.
     
  21. bluebell

    bluebell aktiviert

    Mit dem C*Plate kriege ich sehr ansprechende Resultate. Kann sein, dass meine Exkursion zum Faltungshall schon wieder zu Ende ist und ich reumütig zum C*Plate zurückkehren werde.
     
  22. bluebell

    bluebell aktiviert

    Das mit der Latenz stimmt, und da gibt es durchaus Unterschiede bei gleichartigen Plugins, z.B. EQs. Außerdem gibt es Plugins mit naturgemäß spürbarer Latenz, z.B. autotalent.

    Einige DAW/Sequenzer bieten Plugin Latency Compensation, will heißen, die Spuren mit Plugins, die weniger Latenz durch Plugins bekommen als die mit der höchsten Latenz werden passend verzögert.

    Rosegarden macht das sehr gut bei Softsynth-Spuren (auch über Subgruppen hinweg, hab ja einen Patch geliefert :mrgreen: ), allerdings klappt es nicht bei Audiospuren und wurde auch noch nicht gefixt. Die muss man dann notfalls manuell schieben.

    Qtractor macht es gar nicht.

    Ardour3 macht es, aber nicht bei Aux Sends.

    Natürlich kann man das alles am Ende auch selber manuell feintunen, z.B. indem man in allen Spuren ein kleines Delay-Modul mit - sagen wir - 50 ms einfügt und bei den hinterherhinkenden Spuren den Wert verkleinert. Man kann auch die einzelnen Clips feinpositionieren. Leider hat noch kein Autor (Rosegarden, Qtractor) auf meinen Vorschlag reagiert, pro Spur eine Verzögerung einzustellen. Dann könnte man sich das Delay-Plugin sparen.
     
  23. Psychotronic

    Psychotronic engagiert

    Wer es noch nicht kennt, guckt euch mal die Tools und Pakete aus der KXStudio Ecke an.

    Cadence - Jack Hub und Programmstarter

    Claudia - Virtual Studio und Session Manager

    Carla - Audio Plugin Rack Style Host mit Patchbay für Liveperformances (is ein bissel wie Reason oder Audiomulch)

    Hier noch die vollständige Liste aus der Ecke.

    http://kxstudio.sourceforge.net/Applications

    Soweit ich das sehe managen die auch noch Plugin Pakete. Da darf man auch mal reinschauen:

    http://kxstudio.sourceforge.net/Plugins


    Ich benutz das Zeug zusammen mit Renoise auf Arch, seit dem muss ich Windows nicht mehr booten. Juhuuu. :phat:
     
  24. øsic

    øsic aktiviert

  25. Psychotronic

    Psychotronic engagiert

    Cooles Review, bzgl. Bitwig. :supi:
     
  26. mark

    mark -

    Falls mal jemand Samples verwursten will oder einen Remix machen möchte... soundstrech wavefile -bpm. soundstretch ging über sudo apt-get install zu installieren... es hat auch wirklich 100 % gepasst, ich musste aber zuvor das MP3 mit Audacity in ein Wave umwandeln. Ein guter Beatcounter...
     
  27. øsic

    øsic aktiviert

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