"kleine" und "große" FM-Geräte

Dieses Thema im Forum "SyntheTisch" wurde erstellt von Sulitjelma, 13. März 2019.

  1. Mit "klein" würde ich VirusTi, Peak, P12 meinen, mit "groß" z.B. Montage, Kronos

    Was benutzt Ihr wofür, gibt es etwas was die "kleinen" besser können (z.B. weil sie Wave-Tables haben), was geht nur mit den großen....

    Vielleicht auch bzgl. Bell-, Lead-,Pad- und FX-Sounds
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2019
  2. firstofnine

    firstofnine |||||||||

    Ich würde sagen, der Elektron DigiTone ist ein "kleiner" FM-Synth und als Besonderheit kann er FM mit klassischer subtraktiver Synthese Mischen und hat außerdem einen genialen Sequencer.
    Rein Klanglich kann der Kronos viel mehr (mehr Operatoren und Parameter), aber die Zugänglichkeit ist nicht gegeben. Bis auf Klavierspielen braucht beim Kronos alles ein YouTube Video :).

    Deswegen spielt der DigiTone bei mir meistens die Sequenzen im Background und der Kronos wird als Soloinstrument (bei FM) verwendet.
     
  3. [Artinus]

    [Artinus] ||||

    Ist ein tg77 nun klein oder groß?
     
  4. Die (aufgezählten) "kleinen" haben ja nur 3-4 Osc zur Verfügung und letztendlich maximal 2 unabhängige Op/Mod-Stränge (beim P12).
     
  5. Klaus P Rausch

    Klaus P Rausch playlist

    Der kleine Aparillo von Sugar Bytes ist ein gutes Beispiel für 2-OP FM. Traut man diesem kleinen Besteck was zu? Kaum, denn warum gibts denn sonst 8-OP Systeme und frei verküpfbare Algorithmen.

    Falsch gedacht. Es kommt auf die Parametrisierung an und wie zugänglich die ohne 42-Tage-Seminar eigentlich ist. Die Demos auf der Website sprechen da für sich und schade, dass es sowas nicht als Hardware gibt.

    Aber das andere Ende des Spektrums hat ebenfalls Berechtigung, und da ist die "heiße" Fusion FM-Section Leitlinie. Jeder OP kann mit jedem, dazu Feedbackschleifen. Der Output ist heftig, so dass man wie bei subtraktiven Synthesizern mit eben jener Verminderung von maximal möglichen Werten besser zurande kommt, als mit additiven. Das Handling setzt allerdings voraus, das jemand schon so richtig vertraut mit FM ist, anonsten landet man schnell im völligen Chaos. Wenn dann noch, wie hier, ein umfangreiches Controller Set für die Live Performance bzw. separaten Event Tracks da ist, sieht das m.E. nach derzeitigem Stand der Dinge aus.
     
  6. VEB Synthesewerk

    VEB Synthesewerk Thomas B. aus SAW

    SY99, mehr geht nicht quasi.
    Ich nehme ihn eigentlich für alles, vom simplen Glöckchen bis zum Erpelpelle erzeugenden sich verändernden Klangteppich.
     
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  7. Tax-5

    Tax-5 Moderator

    Klein: Yamaha PSS und FB01 Sachen, Korg PSS60
    Mittel: TX81Z und TX802, Wersi Max, Evolution EVS1, FS1R
    Gross: DX7, DX7 IIFD, SY77, Korg 707, PSR36
    Gar nicht: Kronos!

    Verwende in so gut wie jedem Stück FM-Zeug (meistens Bässe) und das kommt eh zumeist dann aus einem DX7.
    In anderen Fällen sind es einfach Glöckchen oder Solo-Lead Sounds. Das ist dann auch mit dem DX200 möglich. Ich lasse es dann aber nicht immer nach FM klingen.

    In meinem 2006-er Stück "The Edge of Life" war der JP8000 als FM'ler zuständig.

    Selber was zusammenstellen tue ich eh nur selten... wenn, dann ein paar Parameter Änderungen auf Basis eines vorhandenen Sounds.
    Beim PSR36 schraube ich aber schon noch selber. Es gibt ja unzählige Banken, Soundsets und Presets.. kostenfrei und kommerziell. Da muss man nicht immer von 0 auf anfangen
     
  8. rauschwerk

    rauschwerk pure energy noise

    SY99 in gross (früher DX7, DX7mk2)
    TX81z in klein/mittel (inzwischen nicht mehr)
    sowie diverse iPad FM-Synths.

    FM in (wirklich) gross wäre wohl sowas, wie DX1 sowie TX816 ;-)
     
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  9. [Artinus]

    [Artinus] ||||

    Ja dann, wie gesagt TG77. Momentan muss ich zugeben noch ne reine Preset geschichte aber da ich letzens mal bei FM grundlegend mehr Durchblick bekommen hab, wird das mehr werden.

    In kleiner hab ich nix da, war mir auch nicht so relevant. Größer kann man immer kleiner machen, sozusagen.
     
  10. Altered States

    Altered States Spechtzüchter

    Ich hatte jahrelang nur den DS55 von Yamaha. Mir hat das gereicht. ist nur 4-OP-FM aber damit kam ich klar. Leider hat sich die Tastatur verabschiedet, von daher steht der in der Ecke hochkannt. War sehr lange mein Einspielkeyboard. Nun hat erst hinter sich. Mit einem Editor waren auch alle Parameter zugänglich, so selbst am Gerät ging nicht so viel, bzw. war das editieren eingeschränkt und nicht alle Parameter zugänglich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2019
  11. Kann man das denn so sagen :

    Bell-Sounds geht halbwegs mit den kleinen, bei den großen aber mehr nutzbare Möglichkeiten, (schöne)-aufwendigere Pad-Sounds nur mit den großen, FX-Sounds hier ggf. ein schneller anderer Zugang mit den kleinen, was heißen soll, daß man hier ggf. mit relativ wenig Aufwand zu interessanten Sounds kommen kann ?

    Du meinst damit, daß es dort relativ kompliziert ist ? Komme eigentlich gut mit Mod-7 klar, verbringe aber oft auch sehr viel Zeit mit einem Sound, was sicher auch an den vielen Einstellmöglichkeiten liegt. Mit mehr Erfahrung kann man vielleicht gezielter an den wirklich wichtigen Stellen schrauben ? Mir sagt es auf jeden Fall mehr zu wie die klassische Variante (Montage), weil z.B. durch die Verwendung von Samples schnell interessante Sachen möglich sind. Vielleicht auch die Arbeitsweise ganz einfach anzufangen und dann immer mehr Verknüpfungen zu nehmen.

    Glocken- / Glöckchen-Sounds sind mir auch wichtig.
     
  12. NickLimegrove

    NickLimegrove MIDI for the masses

    klein: TQ5
    mittel: TX802, TG77
    groß: V50
     
  13. Wobei man nicht jeden Synth, wo ein Oszillator die Frequenz eines anderen mit Audiogeschwindigkeit modulieren kann, als FM-Synth bezeichnen sollte. Das kann auch ein alter Moog Modular, von Buchla ganz zu schweigen.

    "Kleine" FM-Synths sind meines Erachtens die 4OP-Teile (DX9, DX21, Korg DS-8, Reface DX usw.), "große" alles von 6OP aufwärts.

    Eine Sonderstellung nehmen die Yamaha-Geräte vor dem DX7 ein, und zwar deshalb, weil alles, was normalerweise "FM-Synth" genannt wird (DX* und Angehörige, SY77/99, FS1R, DS-8/707, SoundBlaster, Reface DX, Kronos MOD-7, Montage, G2 usw.), überhaupt nicht mit Frequenzmodulation arbeitet, sondern mit Phasenmodulation. GS1 und GS2 verwenden echte Frequenzmodulation. Der GS2 hat aber nur 2×2OP (also zwei Carrier-Modulator-Paare), der GS1 hat zwei davon gelayert.
     
  14. Feinstrom

    Feinstrom |||||

    Die Sounds, die ich in FM mag, krieg ich alle mit dem kleinen Reface CS hin.
    Ja, CS, nicht DX.
    Ich glaube, das wäre dann "klein"...

    Schöne Grüße,
    Bert
     
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  15. Rolo

    Rolo sinewavesurfer

    Der Tq5 ist klein aber ist in der Lage viel bessere Bellsounds zu machen als der TG33, obwohl der größer ist.
     
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  16. NickLimegrove

    NickLimegrove MIDI for the masses

    Der TQ5 ist ja auch fast ein vollwertiger TX81Z/DX11, also 4-OP FM ("Solid Bass" & Co.), nur leider ohne Portamento. Den SY22/33 würde ich mich kaum trauen, als FM-Synth zu bezeichnen, mit seinen zwei Operatörchen als Dreingabe zur AWM. Anderes Konzept, anderer Anspruch.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. März 2019