Kontrabass

Dieses Thema im Forum "Sound / Tutorials" wurde erstellt von sagmals, 26. Oktober 2014.

  1. Hallo liebe Leute

    Ich muss einen gezupften Kontrabass nachbauen. Zur Verfügung habe ich einen Prophet 08 und einen Waldorf Blofeld.
    Hat irgendwer eine Idee, wie ich zumindest anfangen könnte, oder hat das jemand sogar schonmal gemacht?

    Bin für jede Hilfe sehr dankbar.
     
  2. Erstmal einen Standart-Synthbass als Ausgangsbasis nehmen. Was auch wichtig ist, sind Effekte, da es ja akustisch klingen soll. Bei den Presets im yamaha YS200 ist bei den 'upright bass" Sachen meist ein sehr kuzes Delay dahinter, das hilft die Räumlichkeit zu emulieren.
     
  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    waldorfs bleofeld kann mit seinen comb.filtern karplus-strong synthese , damit dürftest du mit abstand am besten an einen kontrabass klang heran kommen

    ich würde mit einem preset beginnen das an ein gezupftes seiteninstrument erinnert ( wahrscheinlich wird es eine e-gitarre mit distortion sein )

    und mich dann durch imaginäre-annäherung an den kontrabass vor arbeiten . z.b. den anschlag der seiten , oder den frei zu greifenden hals , diesen holzigen klang etc.

    sowast macht unheimlich viel spaß und man lernt auch sehr viel dabei über synthese :adore:

    ich bin sowas mal mit cello und dem blofeld angegangen , war schon etwas länger her und die ergebnisse waren auch nicht sooo zufriedenstellend , was aber sicherlich an mangelnder fähigkeit meinerseits lag . sich sollte es jetzt noch ein mal versuchen !!
     
  4. Knoepfe

    Knoepfe |||||||||||||||

    Programm 38 Bank 2 beim Prophet ist nix?
     
  5. PySeq

    PySeq eingearbeitet

    Vor allem: Such' Dir einen echten Kontrabassklang (was weiß ich, auf Youtube z.B.), um Dich mit den Synths dann an den anzunähern.

    (Lade das Audio von dem echten Kontrabass in die DAW zum Vergleichen.)
     
  6. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    Hast du einen Blofeld mit der Sample-Lizenz? :lol:
    Zu rein synthetischer Nachbildung kann ich leider nichts sagen.
     
  7. Ich habe mich letzens auch an einem gezupften Bass versucht, weil ich von
    src: https://youtu.be/FZ68IUVYGg0
    inspiriert war (speziell ab 2:25).

    Mein Sound ist zwar jetzt nicht mit der Sound on Sound-Reihe zu Streichern zu vergleichen, aber vielleicht eine Ausgangsbasis. Außerdem ist er sehr Subbass-lastig, was sich aber über die Hüllkurve anpassen lässt.

    Ich habe diesen Sound auf Softsynths (Dante, Tyrell) und meinem M-Audio Venom reproduzieren können. Ich kenne die beiden Synths nicht, die du hast, aber ich schätze mit dem Prophet8 hast du auf jeden Fall ein würdiges Werkzeug unter deinen Fingern.

    Ideale Ausgangslage ist folgende:
    • 2 Oszillatoren mit Dreiecks- und Sinuswelle und einer eigenen ASDR-Hüllkurve
    • einen Tiefpass-Filter mit ADSR-Hüllkurve, der bestenfalls nur einen der Oszis beeinflusst

    Oszi Nummer 1 bekommt nun eine Sinuswelle in der 0. Oktave verpasst und wird, falls möglich, nicht gefiltert (spielt aber auch fast keine Rolle, da beim Sinus nicht viel zu filtern ist). Der zweite Oszi bekommt die Dreickswelle verpasst und spielt eine Oktave höher als der erste. Der Sinus ist sozusagen dass Fundament des Klanges, also der Klang den der Korpus liefert, wenn er nachklingt. Der Filter wird nun so eingestellt, dass er keinen Attack hat, sodass der Cutoff gleich auf den eingestellten Wert springt, sobald die Hüllkurve ausgelöst wird. Der Decay ist nun der eigentliche Anschlag der Saite, den stellst du nach belieben ein, sodass es den hoffentlich vorhandenen Vorbildklängen nahekommt. Der Sustain bstimmt nun, wieviel von der Dreieckswelle nach dem Anschlag durchgelassen wird. Hier solltest du mit recht niedrigen Werten herumexperimentieren. Der Filter-Release bestimmt dann, wie trocken der Klang ist. Für den Release ist wichtig, dass die Lautstärke-Hüllkurve bestenfalls einen wesentlich längeren Release hat als die des Filters, sodass der Filter dafür sorgt, dass der Klang ausgebelndet wird und nicht die Lautstärke-Hüllkurve, aber das ist sicher Geschmackssache. Schlussendlich, sozusagen als Salz in der Suppe, kannst du den Drive am Filter leicht hereindrehen, damit der Klang wärmer wird.

    Das wäre das Wunschszenario. Ich habe das aber auch unter wesentlich einfacheren Bedingungen hingekriegt. Nämlich mit nur einem Dreiecks-Oszi mit VCA-Hüllkurve und einer Filter-Hüllkurve. Dann musst du den Sustain anpassen, damit genug von der Dreieckswelle übrigbleibt, was nach Nachklang klingt.

    Hoffe das hilft.

    EDIT: Mir ist noch aufgefallen, dass der Cutoff des Filters relativ weit unten angesetzt werden muss. Bei komplett geöffnetem Filter klingt es so ziemlich garnicht nach Kontrabass, weswegen die obige Anleitung etwas verwirrend sein könnte.
     

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