korg polysix problem(oktaven und sub osc schalter)

Dieses Thema im Forum "Analog" wurde erstellt von polysynthese, 11. März 2011.

  1. hallo,

    ich habe bei meinem polysix folgende probleme.
    ich kann die oktaven und den sub osc nicht mehr verstellen bzw. umstellen .
    an was kann es liegen oder hat jemand das selbe problem schonmal gehabt?
    hoffe hier kann mir jemand helfen :sad:

    danke
     
  2. stereoping

    stereoping bin angekommen

    Hallo Polysynthese,

    Deine Aussage ist unpräzise. Was heißt 'kann nicht mehr verstellen'? Passiert nichts beim verstellen oder klemmt es mechanisch? Wenn Du andere Sounds wählst, hört man dann ob die Stimmen verschiedene Settings von Oktave und Suboszillator wiedergeben? Dann läge es wohl am Panel-Board. Höchstwahrscheinlich ist ein Multiplexer-Chip hin, wär nicht schlimm, kostet fast nichts.

    Oder Du hast ggf. einen Leiterbahnunterbruch am Panelboard. Ist mir passiert weil ein Trafo (midiinterface) beim Versand abgerissen ist und eine schrafe Kante eine Leiterbahn am Panel zerschnitten hat. So gingen dann 4 LEDs nicht mehr.

    viele gruesse
     
  3. Da ist kein MUX beteiligt!
     
  4. stereoping

    stereoping bin angekommen

    ups, tatsächlich, hatte die pläne nicht angeschaut, wie unaufmerksam von mir. .... so ein 74ls08-gatter-zeuch.

    Wenn ich das richtig sehe sind die beiden beteiligten Gatterchips (IC30/31?) auf dem CPUboard links von der CPU in direkter Nähe der Batterie. Vieleicht ist deine Batterie ausgelaufen und hat ein paar Leiterbahnen verätzt. Hast Du mal die Klappe aufgemacht und reingeschaut?
     
  5. die schalter arbeiten mechanisch einwandfrei man kann halt nichts mehr schalten ,als ob diese schalter auf einmal keine funktion mehr haben
    ..ich habe mal reingeschaut und es is alles noch schön sauber und nix kapput drin ,jedenfalls was man direkt sieht. ich könnte mir auch vorstellen das ein chip im A.. ist aber wüsste nicht welchen und wo man so einen noch auftreiben könnte.
     
  6. stereoping

    stereoping bin angekommen

    hm, deine beiden schalter hängen -soweit ich das beurteilen kann- auf dem selben bus wie waveform, lfo-target, potis und programtaster, wenn das alles noch geht und es nichts mechanisches ist (batteriesäure, reingefallene schraube, alupapier...) dann - sag ich mal so als nicht-ausgebildeter hobbyelektroniker - dann hat es vermutlich eines der gatter in einem digital-logik-ic erwischt. die gibts auch heute noch und kosten fast nichts. die kunst ist eher das kaputte zu finden (erfordert schaltplan & fachwissen & zumindest ein oszilloskop) und sauber auszutauschen.

    was mich wundert ist daß es gleichzeitig 2 schalter mit je 2 schaltstellungen sind, daran müsste sich doch fehlersuchetechnisch etwas ablesen lassen...?
     
  7. Ja.

    Die fehlerhaften Schalter sind alle an CN06 angeschlossen, und diese Anschlüsse hängen direkt an der MCU IC22 (P10-P13) auf dem Board, wo auch die Batterie sitzt (KLM367). P10-P13 sind nach der Beschaltung zu urteilen Ausgänge, über D00-D03 müßten die Matrixabfragen ausgewertet werden, und diese hängen an IC31, (74LS0:cool: einem 4fach UND-Gatter. Dies ist aber in Richtung dieser Datenleitung als Ausgang beschaltet, die Ergebnisse der Matrixabfrage werden also anderswo ausgewertet, siehe weiter unten, der LS08 ist nicht unser Kandidat, außer es hat durch die unmittelbare Nähe zur Batterie wirklich eine Leiterbahn gefressen. Solche Schalterausfälle sind normal die ersten Symptome eines Batterielecks.

    Octave und Sub OSC in der oberen Stellung hängen beide an P11, in der unteren Stellung beide an P10. Jede der Schalterstellungen hat eine Diode. An diesen Ports hängen noch mehr Sachen des Bedienpanels dran, zB SW 1-3 auf KLM370. SW1 ist der EG-Schalter des VCA, SW2 ist der VCA Attenuator und SW3 ist der Umschalter für die Effekte. Wäre zu testen, ob diese ihren Dienst tun oder nicht.

    Nicht vergessen sollte man bei der Fehlersuche die ICs 28 bis 35 (4042, 4fach D-Latches, hier als Portbaustein genutzt), von denen IC29 die Signale für den Subosc und IC28 die Oktave steuert. Sind 2 verschiedene Chips, aber: Sie werden beide gemeinsam über P24 der MCU IC21 "enabled" (Pin 5 beider Chips durchverbunden).

    Kann also durchaus mehrere Ursachen haben, im einfachsten Fall eine verdreckte Billigfassung (wenn die MCU gesockelt sein sollte), ohne Oszi kommt man da nicht weit, bzw mindestens ein Multimeter sollte man haben und schauen, ob die besagten Schalter denn auch eine Pegeländerung an den Pins 9 und 10 (IC29, zuständig für Subosc) und Pin 3 von IC28 (Oktave) hervorrufen (da sollte ein wechsel von +5V auf 0V stattfinden wenn geschaltet wird).

    Daß ausgerechnet die Dioden der Schalter kaputt sind, ist eher unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen, kommt aber auf die sonstigen Symptome an. Der TE solls mal durchprobieren.
     
  8. hab das problem jetzt gefunden .es sieht wirklich aus als ob die batterie ausgelaufen ist und zwar hat sie ein chip angefressen dort steht folgendes drauf 831600 M74LS08P der steckplatz heisst ic31. die leiterplatte hat es zum glück net so verätzt. könnte mir hier das jemand reparieren und den batterietausch gleich machen oder mir jedenfals sagen was ich da einkaufen muss am besten mit laden und link(batterie,halter und den chip)? mit bezahlung versteht sich .das board ist schon ausgebaut ! danke schonmal an die vielen tips
     
  9. Also doch der IC31. Ok. Falls sich niemand anders meldet: Ich hab einen Bekannten bei Dir vor Ort, der Plan von Elektronik hat und Dir da evtl helfen könnte, den müßte ich aber fragen ob ihm das Recht ist. Die Teile bekommst bei Conrad auf der anderen Seite vom Hauptbahnhof. Es sollte aber auch gleich der Batterieumbau gemacht werden, also den bösen Akku gegen eine Li-Batterie tauschen und die Schaltung entsprechend anpassen, damit diese nicht bei Netzbetrieb geladen wird (macht sonst Bumm und setzt u.U Flußsäure frei, das will man nicht). Die Leiterbahnen sollten trotzdem durchgemessen werden, man kann leider nicht alle Schäden mit dem bloßen Auge erkennen.

    Wenn sich also sonst keiner vor Ort findet schreib mir ne PN.
     
  10. Zapman23

    Zapman23 Tach

    Nur zur Info: Dieser Thread hat mir sehr geholfen, grossen Dank an microbug und alle Beteiligten.

    Der entscheidende Tipp war bei mir, dass P24 (also Pin 35) der MCU (IC21) keinen Durchgang zu Pin 5 der IC 28 (und damit auch IC29) hatte.
    Irgenjemand (wahrscheinlich ich selbst ;-)) hatte die Brücke von der CPU Pin 35 nach Pin 6 an IC28 gelötet, was zwar im Endeffekt ganz tolle Noise-Geräusche gibt, aber auf Dauer nicht so Dolle ist ;-)

    Für ganz verzweifelte Polysix-Reperateure oder Einsteiger mal eine Übersicht der am wahrscheinlichsten fehlerhaften Durchgänge der Pins von IC31 zur CPU (IC 22) und IC 28/29. Kann man dann auch ganz gut bei eingebautem Board messen.

    IC31 Pin 04 -> IC22 Pin 12 -> IC32 Pin 14
    IC31 Pin 12 -> IC22 Pin 13 -> IC32 Pin 13
    IC31 Pin 09 -> IC22 Pin 14 -> IC32 Pin 12
    IC31 Pin 02 -> IC22 Pin 15 -> IC32 Pin 11

    IC31 Pin 06 -> IC26 Pin 13 -> IC 28 Pin 04
    IC31 Pin 11 -> IC26 Pin 07 -> IC 28 Pin 07
    IC31 Pin 08 -> IC26 Pin 04 -> IC 28 Pin 14
    IC31 Pin 03 -> IC26 Pin 14 -> IC 28 Pin 13

    IC22 Pin 35 -> IC28 Pin 05

    Wer mag darf gerne weitere vervollständigen ...
     

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