Legendäres Drecksloch

Dieses Thema im Forum "Musik" wurde erstellt von Anonymous, 15. September 2010.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

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    Fliegende Tierkadaver, picklige Stachelfrisur-Träger und Malerfürsten im Altbier-Rausch: Der "Ratinger Hof" war die Geburtsstätte von Punk und New Wave in Deutschland. Ein Bildband huldigt jetzt dem Düsseldorfer Kneipen-Unikum - und erlaubt einen Blick in die Urzeiten deutscher Popkultur.

    weiter unter http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,15 ... 79,00.html
     
  2. escii

    escii Tach

    ach wo...es gab nur einen kultigen Punkrockclub In Deutschland und das war das Forum Enger ;-)
     
  3. sadnoiss

    sadnoiss Tach

    Da hat Janie recht, das war ein Drecksloch. Aber geil war die Zeit!

    Edit: leider scheint es das Buch ja noch nicht zu kaufen geben ... :sad:
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

  5. Wer in der Schwabinger 7 initiiert wurde, für den war der Hof nur ... naja, das was Düsseldorf halt für "wild" hält.
     
  6. Jörg

    Jörg |

    ... sagt der Münchner?? :mrgreen:

    Ich war für den Hof (leider) etwas zu jung. Aber das Kölner Underground gab´s. Und das LaLic. Und den Zwischenfall in Bochum.
     
  7. sadnoiss

    sadnoiss Tach

    Habe mir das Buch inzwischen besorgt und durch.

    Sehr schön! Hat viele Erinnerungen zurückgebracht - einziges Manko ist, dass einige (wie auch im Teipel) fantasieren, dass D'dorf der Nabel und der Ursprung der Szene in D sei. Und wie intellektuel die sich das damals alles ausgedacht haben! Bullshit!
     
  8. Guest

    Guest Guest

  9. Ilanode

    Ilanode Tach

    Mag sein, aber der Ratinger Hof steht ja auch für die Bands wie Mittagspause, SYPH, Male, DAF, ZK, KFC usw usf

    Trotz des Krawall 2000s in HH kamen die besseren Bands aus D'dorf. In M wurde vermutl. gar kein Punk gemacht. ;-)

    Nabel sicherlich nicht. Es waren sehr parallele Entwicklungen. Im Rip Off, erster Punkfachhandel in D, wurde mir damals erklärt, als ich Mittagspause im Sortiment vermisste, dass sie nur wenig Platten aus D'dorf bekommen. Umgekehrt kamen auch nur wenige HHer Platten nach D'dorf. Erklärt vllt. den verzerrten Blick eines D'dorfers!?

    Auch wenn es viele Bands in HH gab, finde ich rückblickend die D'dorfer interessanter. HH war sehr ernst. Wie sagte Blixa Bargeld in einem frühen Interview: Die Neubauten hätten nie Ärger mit dem Publikum gehabt - außer in HH "natürlich". Ich erinnere mich noch ihren ersten HHer Gig in der Markthalle, damals sind die Neubauten weggelaufen.
     
  10. Nö, hier gabs ja nur das Damage und Sigi Hümmer hat ja auch nur rumgepupst und der Michi Sailer ist eh eine Dünnwurst. Apropos, ich muss mal schauen, was dem seine Schwester jetzt macht:"Servus Dagny..." [Verläßt die Bühne Handy telefonierend nach hinten ] :gay:
     
  11. Ilanode

    Ilanode Tach

    Klingt ja n bißchen angepisst. :lol:

    Kenne übrigens keinen der von Dir genannten Namen. Die von mir genannten D'dorfer Bands sind zu recht auch außerhalb D'dorfs bis heute bekannt. Hamburg hatte Ende der 1970er ja auch ein paar: Razors, Coroners, Buttocks, SS Ultrabrutal :shock: , Razzia...

    Angesichts der Leistungen von Sigi Hümmer und Michi Sailer mag es jedoch roh, herzlos und gemein von mir sein, M nicht mit einer Punkbewegung in Verbindung zu bringen, die gegen den Ratinger Hof anstinken kann. :lol:
     
  12. Worsel

    Worsel bin angekommen

    Das hier war auch so eines...
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  13. sadnoiss

    sadnoiss Tach

    Hähä, da sind Nabel-der-Szene-Geschichten aber angebrachter!
     
  14. Worsel

    Worsel bin angekommen

    Ok: Ende Siebziger/Anfang Achziger war hier wirklich Dantes Inferno. Legendär auch der Gang zum Klo: um in den Keller zu gelangen musste man halb über die winzige Bühne steigen. Hier hatten Blondie, Television, die Ramones und die Talking Heads ihre ersten Auftritte. 1990 habe ich hier eher zufällig mal Nirvana gesehen (nicht dass ich sie gekannt hätte), mit Rolling Rock bewaffnet, dem legendären Supermarktbier, kurz vor der Veröffentlichung von Nevermind, an einem Abend wo im Halbstundentakt 7 Bands spielten, Nirvana irgendwo mittendrin. Ich habe damals schon bewundert in welchem rasenden Tempo Amerikaner ihre Bühnen umbauten. In Deutschland dauerte das damals immer ewig…

    Woran ich mich noch dunkel im Ratinger Hof erinnern kann waren Auftritte von Hans-A-Plast und den wunderbaren The Wirtschaftswunder aus Limburg an der Lahn.
     
  15. Ilanode

    Ilanode Tach

    Ich denke, eher an No Wave wie Teenage Jesus and the Jerks:


    Von NY zurück nach D'dorf:


    Aber mir fällt gerade ein: Aus M kamen (kommen) FSK, deren ersten beiden EPs mochte ich damals sehr. Hat man mir aber ein böser Mensch gestohlen. :sad:

     
  16. Stue

    Stue bin angekommen

    Ja, spannend - hatte von dem Bildband schon gelesen und werde mir den als alter Düsseldorfer zulegen. Auch wenn ich den Ratinger Hof nur in den 90iger Jahren kennen gelernt habe (selber Ort, neues Gebäude, Name neu verwertet). War aber auch zu der Zeit mächtig angesagt, hat verstärkt gängige Feier-Tracks gespielt. Freue mich auf den Bildband.

    Wer hat da in früheren Zeiten was erlebt, was hat den Ratinger Hof einst ausgemacht?
     

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