LFO Bauhilfe

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von Orgel, 15. Februar 2007.

  1. Orgel

    Orgel Tach

    Leider habe ich sehr wenig Erfahrungen im Bereich des Selbstbaus. Ich wollte jedoch erfragen ob es für eine Unerfahrenen ohne Bauteilkenntnisse eine unlösbare Aufgabe darstellt einen LFO zu bauen.

    Ich benötige nämlich eine Apparatur die Rechteck, Sägezahn und Sinus liefert. Am besten wäre wenn man die Wellenformen Stufenlos einstellen kann. Dazu sollte die Geschwindigkeit einstellbar sein von ganz langsam bis rasend schnell. Die Ausgabe sollte –5 bis +5 V sein. Eine kleine Lampe sollte blinken, damit man weiß ob es gerade "oben" oder "unten" ist.

    Was benötigt man dazu bzw. wie kann man das realisieren? Ich dachte eher an etwas einfaches was mit 2-3 Teilen auskommt, ohne Extraplatinen und so etwas.

    :P
     
  2. intercorni

    intercorni aktiv

    Nein, nicht unlösbar. Wobei ein LFO schon zu den anspruchsvolleren Modulen gehört.
    Mit einem Bausatz, z.B. von www.curetronic.de bist Du gut beraten.
    Dazu gehört dann aber auch noch eine gute Stromversorgung (PSU).

    LG

    Cornel
     
  3. Orgel

    Orgel Tach

    Wie gesagt, ich habe nicht wirklich Ahnung, aber so ein LFO ist doch nichts weiter als ein Strom der stetig rauf und runter geregelt wird. Ist das nicht mit 4 mysteriösen Teilen und 2 Potis gelöst?
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    es gibt so simple schaltungen basierend auf Cmos chips.
    guck mal bei www.floka.com unter cmos

    die unterste Grafik z. Bsp. : sine 8 step Sequenzer, dort hats nen LFO mit zwei drei Teilen.

    ansonsten oben die VCO Schaltungen ( LFO ist das geliche einfach auf niedrigerer tourenzahl )


    einige chips sind das ja schon, braucht dann also ur ein Poti und nen Kondensator.
    aber mit wellenformumblendung wirds dann wohl bedeutend kompizierter.


    Das hier verstehen dann andere als super simpel ( ist aber wohl nicht das passende ;-) )
    http://www.musicfromouterspace.com/anal ... R_LFO.html
     
  5. serenadi

    serenadi Tach

    Die am meisten verwendeten LFO-Schaltungungen basieren auf dem Integrator/Komparator-Prinzip und produzieren Rechteck und Dreieck.

    HIER die einfache Schaltung.

    Wobei der Kondensator das frequenzbestimmende Bauteil ist, für einen sehr großen Bereich muss man allerdings verschiedene Kondensatoren umschalten (z.B. 100pF, 100nF, 1µF).

    Wenn ein Sägezahn dazukommen soll, ist noch etwas Aufwand mit einem Transistor und einem OP (als Puffer) nötig, siehe HIER

    Laß dich nicht verwirren, die Basisschaltungen sind jeweils die gleichen, die Bauteile mögen verschiedene Werte haben, was sich im Frequenzbereich und dem Regelbereich bemerkbar macht.
    Der letzte (oberste) OP ist nur dazu da, aus dem Sägezahn einen invertierten (Ramp) zu machen.

    Die von Funky40 gepostete Ray Wilson - Schaltung basiert auch auf dem gleichen Prinzip, hier ist jedoch noch ein OTA (LM13700) eingebaut, um aus dem Dreieck einen Sinus zu machen.


    DIESE Schaltung von Ray geht noch einen Schritt weiter und fügt das Poti "Shape" plus den beiden Dioden hinzu, welches die Kurvenform von Sägezahn über Dreieck nach Ramp regeln kann.
    Der Schalter S1 zeigt, wie auch hier der Frequenzbereich mit zwei verschiedenen Kondensatoren umgeschaltet wird.

    Eine Möglichkeit einen Shaper von Dreieck nach Rechteck zu machen, ist, einen OP völlig zu übersteuern und damit das Dreieck zu clippen.
    Das habe ich gerade in ein paar LFOs integriert und finde es sehr interessant, wenn der Dreieck oben und unten ein Dach hat - und das regelbar bis zum kompletten Rechteck.
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    interessant. Wie machst du das ?
    A) einfach nen Amp in die Schaltung einfügen und den Feedbackwiderstand regelbar machen ?
    B) schon was bestehendes in der Schaltung regelbar machen ?
     
  7. serenadi

    serenadi Tach

    A)
    - naja, den Verstärkungsfaktor so groß berechnen, daß der OP bei kleinen Eingangssignalen (wenn der Dreieck sozusagen loslegt) schon so hoch verstärkt, daß das Signal nahezu Betriebsspannung erreicht und clippt.
    Das Ganze dann mit 'nem Eingangsabschwächer versehen und am Ausgang wieder mit 'nem Spannungsteiler auf "normales" Niveau drücken.
     

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