Linux Tod durch Standby ?

Dieses Thema im Forum "Linux" wurde erstellt von Zolo, 7. Februar 2013.

  1. Zolo

    Zolo Tach

    Hab folgende Linuxe in letzter Zeit probiert: Ubuntu, einige Ableger davon und Suse.

    Alles schön gut. Hatte aber immer daß Problem mein Rechner nicht mehr aus dem Standby kommt!
    Nachdem ich gegoogelt habe, bin ich nur auf Leute gestoßen die auch das Problem haben,
    aber keine Lösung wußten oder bekamen.

    Also hab ich mich bei anderen Linux Usern in meinem Freundeskreis rumgehört und
    siehe da: habe auch das Problem.

    1, Weiß da jemand wo das Problem ist ?
    2. Wie kann man so ein K.O. Kritierium über Jahre hinweg im Betriebsystem lassen ?
    Was gibts schlimmeres als ein Datenverlust - in dem Fall durch Standby :selfhammer:
    Sind die bekloppt oder was ist da los ? :floet:
     
  2. DerRidda

    DerRidda Tach

    Das liegt daran ACPI schlecht dokumentierter und schlampig implementierter Müll ist. Da wird noch viel dran gearbeitet aber es ist wie ein rumstochern im Dunkeln solange die Hardware Hersteller nicht selber an den Treibern mitarbeiten oder zumindest eine anständige Dokumentation herausgeben so das andere es für sie machen können. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/ACPI#Kritik Monopoly in action!
    Das wird von den Kernel Entwicklern absolut nicht freiwillig oder aus Faulheit drin gelassen.
     
  3. Zolo

    Zolo Tach

    Aber wie kann das sein, denn es ging doch seit ich denken kann ? Und jetzt aufeinmal ein schier unlösbares Problem ?

    Im Suse finde ich nichtmal die Einstellung, daß er beim Zuklappen des Laptops nicht in Standby fährt. Das heißt einmal zugeklappt (weil nicht drann gedacht) husch sind die Daten weg und man muss ein Hardreset machen.
     
  4. khz

    khz D@AU ~/Orwell # ./.cris/pr.run

  5. Zolo

    Zolo Tach

    Danke für die links ;-)

    Aber das ist doch genau daß was Kritiker Linux vorwerfen:
    Sowas schreckt Einsteiger natürlich ab - leider wohl zu recht...
     
  6. dbra

    dbra Weltenbummler - Superstar - Frauenheld

    Also unter meinem Fedora 17 funktioniert's einwandfrei (auch ohne Workarounds). Zu OpenSuse kann ich jetzt nichts sagen, aber von Ubuntu würde ich generell die Finger lassen, das ist ein einziger Haufen Bugs.
     
  7. snowcrash

    snowcrash Tach

  8. dbra

    dbra Weltenbummler - Superstar - Frauenheld

    Also das sehe ich eigentlich anders. Linux ist ein schönes Betriebssystem auch für Leute die nur was mit dem Rechner erledigen wollen. Die Gnome 3-Shell gefällt mir von der Usability auch sehr gut und der Installationsprozess ist eigentlich auch für Einsteiger keine große Hürde. Nur muß man beim Hardwarekauf eben sehr darauf achten, das alles auch gut funzt. Und, wie gesagt, die richtige Distro machts. Ubuntu ist eine einzige Baustelle...
     
  9. dbra

    dbra Weltenbummler - Superstar - Frauenheld

    Da stand aber grad noch was anderes...
     
  10. khz

    khz D@AU ~/Orwell # ./.cris/pr.run

    Ja!

    Man lernt halt dabei und klickt nicht nur planlos rum IMHO.
    Debian wheezy (testing) funkt der Schlafmodus btw. auch.
    *buntu sag ich nichts zu. ;-)
    Debian oder Gentoo meine Empfehlung. :D
    Mit z.B. Suchmaschine kannst du viele Probleme lösen (WIKI/HOWTO).

    Experte ...?
    Das bin ich nicht. Man lernt halt mit der Zeit ein System kennen (egal ob Windows/Mac/...).
    Aber ja, Linux ist

    src: https://youtu.be/Kv0iVPyFMaQ

    ;-)
     
  11. snowcrash

    snowcrash Tach

    @dbra:

    Hab den Grant rauseditiert... :selfhammer:

    Du hast ja voellig recht, der Punkt ist, dass Leute wie Zolo nicht verstehen was Linux ist, die Vorwuerfe klingen wie an einen einzelnen Konzern den "Hersteller" von Linux gerichtet. Ob dieser Ignoranz ist es mir lieber solche Leute lassen die Finger davon.
     
  12. Orphu

    Orphu Tach

    Ich bin bisher sehr zufrieden mit meiner Ubuntu-Version. Bin wahrscheinlich nicht sehr anspruchsvoll. Das mit dem Standby hab ich selbst noch nicht getestet.
     
  13. dbra

    dbra Weltenbummler - Superstar - Frauenheld

    Wenn Ubuntu, dann nur die LTS-Versionen... Vielleicht hast du ja so eine.
     
  14. khz

    khz D@AU ~/Orwell # ./.cris/pr.run

    OT:
     
  15. Zolo

    Zolo Tach

    Ich hab schon Linux ausgiebig genutzt als es noch nichtmal KDE und sowas gab. Erzähl mir nix vom Krieg :mrgreen:

    Also wenn seit 2 Jahren (wohl eher egal welche Distru) bei den meisten Computern der Rechner nicht mehr ausm Standby kommt, dann wirkt das auf mich so als ob man aufeinmal kein Interesse mehr an der Verbreitung von Linux hat. Egal ob von einer Firma/Stiftung wie Ubuntu bzw. Suse oder der Open Source Community generell. Vorallem funktionierte es ja vorher schon ausgiebig und lange :selfhammer:

    Bei Ubuntu hatte ich übrigens 3 verschiedene Versionen ausprobiert.
     
  16. dbra

    dbra Weltenbummler - Superstar - Frauenheld

    Ich nutze Linux auch schon seit Kernelversion 1.2.13 (irgendwann 95 oder so) Mich hat damals immer fasziniert, das mir das System kein einziges Mal abgeschmiert ist, was bei Win95 doch eher häufiger der Fall war. Leider hat Linux in diesem Punkt wirklich an Boden verloren, was aber wie oben beschrieben, nicht nur der Linux-Community angelastet werden kann. Meiner Erfahrung nach machen besonders USB-Devices beim Aufwachen Probleme. Zur Zeit habe ich damit keine Probleme, in der Vergangenheit kam es jedoch immer wieder vor, das nach einem Suspend der TV-Stick nicht mehr funzte...
     
  17. DerRidda

    DerRidda Tach

    Also an meinem Desktop Rechner mit Ubuntu 12.10 64bit hat es jetzt problemlos geklappt, das letzte mal als ich es mit meinem Netbook versucht hatte war das ganze ein totaler Fehlschlag aber das ist schon über ein Jahr her.
    Aber es gibt da halt keine Garantien, es kommt da ganz auf die Hardware an.
     
  18. psicolor

    psicolor Busfahrer und Bademeister

    Suspend-To-Ram hat bei mir funktioniert, seit dass es in den Linux Kernel aufgenommen wurde. Da kann ich echt nicht meckern.
    100%ig problemlos gings nicht immer, bei meinem aktuellen Rechner muss ich vor dem STR ein Modul entfernen (und dementsprechend nach dem Aufwachen wieder Laden), was sich aber - wie alles unter unixartigen Systemen - kinderleicht automatisieren lässt. Hab Debian stable drauf. Wobei - ich bin immer so der Zeit hinterher, könnte sein, dass das mittlerweile "oldstable" oder "legacy" oder sowas ist....

    Ich hatte bisher keinen Rechner, bei dem Suspend-To-Disk funktionierte. Unter Windows hab ich das Suspend-To-Disk noch nie selber ausprobiert, allerdings hab ich mir sagen lassen, dass es dort relativ problemlos geht.

    Achja, falls jemand genauso wie ich seinen Rechner runterfährt, indem er das Netzkabel zieht: Nehmt ext2 oder ext3, damit geht das bereits über viele Jahre gut. Ein Kumpel hatte mal ReiserFS, damit ging das etwa 4 Wochen lang, dann war das FS Schrott.
     
  19. DerRidda

    DerRidda Tach

    What the actual fuck?! :shock:
     
  20. psicolor

    psicolor Busfahrer und Bademeister

    Das soll natürlich keine Auffoderung zum Nachmachen sein, aber zur Rechtfertigung: Ich hab meine Kiste oft im Suspend-To-Ram, damit sie schnell da ist, wenn ich sie brauch. Ein richtiger Shutdown würde erfordern, dass ich die Kiste erst aufwecken und dann runterfahren muss. Dass ich dann meistens einfach das Kabel ziehe, ist nicht besonders gesund fürs Dateisystem, aber in den seltenen Fällen wo was kaputt geht, lässt sichs mit fsck reparieren. Bei ext2 und ext3 zumindest.
     
  21. Strelokk

    Strelokk Glitch Bitch

    Mal eine dämliche Frage: Mint basiert auf Ubuntu, Ubuntu wiederum auf Debian. Wenn Ubuntu eine Baustelle ist, heißt das, dass Mint auch noch nicht ganz koscher ist? Oder gehen die ab irgendeiner - möglicherweise kritischen - Stelle eigene Wege, so dass das nutzbarer ist?

    Ein entfernter Bekannter stieg wegen "Unity" von Ubuntu auf Mint um. Er nutzt es allerdings vorwiegend für Pure Data, während ich auch allerlei andere Audiotools testen will (nur das Testens wegen). Kann man die Sachen, die für Ubuntu verfügbar sind, überhaupt auf Mint installieren, ohne viel rumfrickleln zu müssen? Die Packages auf der Mint-Seite bieten nämlich zum größten Teil nur Abspielsoft:
    http://community.linuxmint.com/software/browse/12
     
  22. dbra

    dbra Weltenbummler - Superstar - Frauenheld

    Ich hab die Erfahrung gemacht: Je weniger Leute ein System nutzen, je länger die "Ableitungskette" ist, desto mehr Bugs im System. Ich würde dann doch eher Ubuntu anstatt Mint nehmen. Soviel ich weiß (hab Ubuntu schon einige Jahre nicht mehr angefasst), kann man unter Ubuntu auch Gnome 3 installieren. (wegen Unity und so)
     
  23. Lauflicht

    Lauflicht x0x forever

    GEIL.
    Mein Senf: Zu Linux habe ich auch ein geteiltes Verhältnis. Hab damals meine Dipl. Arbeit mit LaTeX unter Suse 4.x (?) geschrieben. Lag daran, dass es LaTeX für Windows 3.1 noch nicht gab (meine ich) und Linux natürlich an der Kommandozeile viel mehr konnte als DOS.
    Wir haben hier viel sehr teure Hardware die am besten/stabilsten mit Linux läuft. Wie man sich aber privat für Office oder gar Musik Linux antun kann bleibt mir aber ein Rätsel. Das ist nach wie vor nichts für Einsteiger, sondern eher für Leute, die viel Spass mit Skripten etc. haben. Die gibt es auch. Ich gehöre nicht dazu - für mich ist ein PC ein Werkzeug/Hilfsmittel wie eine Schreibmaschine, Taschenrechner, Bibliothek, ... ;-)

    MS Windows kann man heutzutage durchaus benutzen. Und Mac OS geht eh.
     
  24. Anonymous

    Anonymous Guest

    linux ist schreckliches gebastel - als serverinfrastruktur ok :kaffee:
    aber als Homecomputer, der einen einfach in ruhe machen lässt - ohne kryptischen shit reinhacken zu müssen, no way, :invader2:
    das kann man echt keinem nicht nerd zumuten :invader2:
    ein betriebssystem ist dann gut, wenn man nicht merkt das man eins benutzt :floet:
    und ich käm´im traum nicht darauf damit musik machen zu wollen :lol:
     
  25. dbra

    dbra Weltenbummler - Superstar - Frauenheld

    Schön, das ihr hier alle gängige Vorurteile aufzählt. Hat einer von euch Linux mal in den letzten Jahren benutzt?
     
  26. Anonymous

    Anonymous Guest

    privat? nö
    ich hab besseres zu tun als ständig irgend n quatsch zu compilern :kaffee:
     
  27. Zolo

    Zolo Tach

    Aber dann groß mitreden als ob du mehr weißt als andere :mrgreen:
     
  28. Anonymous

    Anonymous Guest

    wer lesen kann ist klar im Vorteil :kaffee:
    und wenn ich computerprobleme hab muss ich nicht die homies im synthforum bemühen :lol:

     
  29. Strelokk

    Strelokk Glitch Bitch

    Ja, ich. 1x/Jahr teste ich den Stand der Dinge. Ubuntu seit 8.0.sonstewas. Es war halt - aus Audiosicht und für einen Nicht-Fachmann - stets ernüchternd.

    Mein Interesse ist allerdings nach wie vor ungebrochen. Ich habe ja keinen Leidensdruck. Ich wünsche mir langfristig eine Alternative zu Windows, weil nach der 7 wohl nichts mehr kommen wird, womit ich mich anfreunden könnte. Mit Win7 kann ich aber problemlos die nächsten 10 Jahre weitermachen. Wenn also mal irgendwann ein flugtauglicher Pinguin kommt, fein. Wenn nicht, auch kein Problem.
     
  30. DerRidda

    DerRidda Tach

    Um mal das zu machen was in letzter Zeit hier unmöglich erscheint werde ich diese Frage mal direkt beantworten: Mint und Ubuntu sind unter der Haube identisch, alle für Ubuntu deklarierten .deb Dateien, die ganzen PPAs und Repositories lassen sich ohne Einschränkung unter Mint verwenden. Für möglichst beste Stabilität sollte man die LTS (Long Term Support) Versionen von Ubuntu verwenden, 12.04 war schon bei Release ausgezeichnet und hat schon fast ein Jahr Patches auf dem Buckel.
     

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